Heimnetzwerk im komletten Haus

  • Ersteller Ersteller HelmutK
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Ein Patchfeld ist 24 gesteckerten Kabeln in jedem Fall vorzuziehen! Patchfelder kommen ja gerade aus dem Bereich der Großverkabelungen und das fängt im Prinzip schon bei 10+ Kabeln an. Von Steckern auf Verlegekabel kann man nur abraten, wenn man nicht ganz genau weiß was man da tut. Stecker implizieren nun mal eine gewisse Mobilität der Verbindung, rein, raus, umstöpseln, angeschlossenes Gerät zur Seite schieben, etc.. Verlegekabel haben starre, massive Leiter, die eben im schlimmsten Falle auch brechen können, im Gegensatz zu Patchkabeln mit Litze, die deutlich flexibler sind.

Daher gilt pauschal:

Feste Verkabelung mit festen Endpunkten --> Verlegekabel auf Dose bzw. Patchfeld
Flexible Verkabelung mit flexiblen Endpunkten --> Patchkabel mit Steckern.

Der Aufwand der Verdrahtung ist dabei nicht wirklich ein Argument, bzw. wenn, dann eher in Richtung Patchfeld. Man muss so oder so bei 24 Kabeln alle 8 Adern sauber in die dafür vorgesehenen Klemmen bzw. bei Steckern eben auf den entsprechenden Kontakt legen. Beim Crimpen von Steckern kann das schon eine ziemliche Fummelei sein, während man bei einer LSA-Klemme - oder Keystone-Modulen, etc. relativ komfortabel die Ader anlegt und reindrückt, fertig.

Ein Patchfeld ist im Prinzip nichts anderes als eine große Dose mit zB 24 Ports. Allein das sollte schon deutlich genug sein. Schließlich will man auf der anderen Seite, im Wohnzimmer, etc. auch kein Kabel-mit-Stecker einfach so aus der Wand baumeln haben, sondern eine Dose setzen.
 
Ok, ihr habt mich überzeugt :)

Wusste gar nicht, dass das crimpen bei Verlegekabel nicht i.O. ist.
 
Ich habe mir zwischenzeitlich nochmals Gedanken gemacht.

Ist es abzusehen ob man künftig IGMP auch bei anderen Dingen als Horizon benötigt?
 
HelmutK schrieb:
Ist es abzusehen ob man künftig IGMP auch bei anderen Dingen als Horizon benötigt?

Entertain der Telekom und einzelne andere IP-TV-Anbieter nutzen das.

Deine Frage klingt aber, als stündest du vor der Entscheidung zwischen zwei Switchen, von denen einer IGMPv3 kann und der andere nicht. Beim Preis eines 24-Port-Switches sollte man wegen ein paar Euro da nicht knausern. Oder geht’s dir um was anderes?
 
DeusoftheWired schrieb:
Entertain der Telekom und einzelne andere IP-TV-Anbieter nutzen das.

Deine Frage klingt aber, als stündest du vor der Entscheidung zwischen zwei Switchen, von denen einer IGMPv3 kann und der andere nicht. Beim Preis eines 24-Port-Switches sollte man wegen ein paar Euro da nicht knausern. Oder geht’s dir um was anderes?
Eher nicht... ich fragte mich eher, ob ich darauf Wert legen sollte, dass mein zukünftiger Router das hat.

Aktuell tendiere ich zum Ubiquiti UniFiSwitch 24..
 
Router, die igmp3 können, gibt's m. W. im Consumerbereich nicht. Solange der Router nur mit dem Switch verbunden ist und der Switch igmp3 beherrscht, würde dieses Feature auch keinen zusätzlichen Nutzen haben.
Es reicht also darauf zu achten, dass der Switch igmp3 kann und das diese Funktion korrekt konfiguriert ist.
Von UniFi-Switchs würde ich bei dieser Anforderung eher Abstand nehmen. Bisher hatten die igmp3 nicht unterstützt.
Eine diesbzgl. bessere Wahl wäre ein zyxel gs1900 oder höher oder ein Cisco sg220 oder höher.
 
Der Router muss natürlich auch IGMPv3 beherrschen, wenn er einen internen Switch hat. Sonst verteilt eben der Router den Multicast per Broadcast im ganzen Netzwerk.

Alle beteiligten Switches auf dem Weg von der Quelle zum Ziel müssen IGMPv3 beherrschen. Switches parallel dazu kommen auch ohne IGMPv3 aus.

Beispiel:

Entertain Receiver
|
Switch (mit IGMPv3) --- Switch (ohne IGMPv3) --- PCs
|
Router-Switch (mit IGMPv3)
|
Switch (ohne IGMPv3)
|
PCs


Ob man für die Zukunft Wert darauf legen sollte? Das ist eine individuelle Entscheidung. IGMPv3 impliziert, dass es eben auch schon v1 und v2 gab/gibt. Es ist nicht auszuschließen, dass irgendwann auch v4 folgt oder gar eine gänzlich neue Technik. Zukunftssicherheit gibt es sogesehen nicht, da IGMPv3 ja letztendlich nicht die einzige erweiterte Funktion eines Switches ist. So halte ich beispielsweise VLANs für mindestens ebenso wichtig, vielleicht sogar für wichtiger als IGMPv3, wenn man zur Zeit gar kein Entertain, o.ä. nutzt bzw. es mittelfristig auch nicht plant. VLANs hingegen kann man zB für Gast-Netzwerke nutzen oder um den Nachwuchs in ein eingeschränktes Netzwerk zu packen.

Oft haben fortgeschrittene (Smart / Web managed) Switches beide Funktionen, aber da muss man genau ins Datenblatt schauen, um sich zu vergewissern.

Man kann grob sagen, dass je größer ein Switch sein soll (zB 24 Ports), umso wichtiger werden auch potentielle Zusatzfunktionen. Nicht zuletzt stellt sich der Austausch eines großen Switches sowohl was die Finanzen als auch die Wiederverwendbarkeit angeht deutlich komplexer dar als bei einem kleinen Switch.
Braucht man kurzfristig einen kleinen 8er Switch zB mit VLAN-Funktion, kommt man mit 35€ aus (TL-SG108E) und kann den alten 8er noch irgendwo anders weiterverwenden, zB an der Heimkinoanlage, o.ä. Ein 24er Switch hingegen kostet deutlich mehr (ca. ab 150€) und den alten 24er .. .. .. naja .. ... den stellt man nicht mal eben so hinter die Heimkinoanlage.

Die Frage ob man für die Zukunft vorplanen soll oder nicht, hängt also von mehreren Faktoren ab, die individuell gegeneinander abgewägt werden müssen. Von außen kann man da bestenfalls persönliche Präferenzen kundtun, aber entscheiden muss das jeder für sich allein. Ich für meinen Teil würde bei einem 24er Switch zu einem Smart/Web Manages Switch mit VLANs und IGMPv3 greifen - nutzt man beides nicht, fühlt sich der Switch an wie jeder 08/15 Switch, da diese Funktionen rein optional sind. Bei 5er bzw. 8er Switches würde ich das kaufen was ich aktuell brauche, eben mit oder ohne VLAN und Co. 16er Switches wiederum sind so'n Zwischending, da muss man ernsthaft abschätzen ob zB Entertain nicht vielleicht doch irgendwann auf dem Plan steht - wenn nicht, dann reicht ein dummer 16er.
 
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Vielen Dank Raijin für Dein Posting, damit hast Du mir sehr bei der Entscheidung geholfen :)
 
Es gibt Neuigkeiten... mittlerweile ist aufgrund des Brandschutzes und der Wärmeisolierung, das Haus ein Faradayscher Käfig!

D.h. das WLAN Signal reicht gerade so um eine Etage abzudecken. Eine Etage darunter oder darüber habe ich schon eine Dämpfung von 65-75db. Gemessen mit einer 7490 und je einem Handy im 2.4GHz und 5Ghz Netz.

Somit würde ich auf jeder Etage einen AP. Wäre es hier nicht sinnig dann tatsächlich auf das Mesh von AVM zu setzen? Gerade mit dem neuen Repeater 3000 müsste ich ja nicht zwingend jeden an das LAN anschließen? Von außen kommen mittlerweile recht wenig Signale rein.

Oder was für Ideen habt ihr?
 
Ohne jetzt den ganzen Thread gelesen zu haben: Mesh & WLAN Repeater sind halt darauf angewiesen, dass ein halbwegs brauchbares WLAN-Signal am jeweiligen Standort vorherrscht. Wie du es so beschreibst, ist das nicht der Fall.

Am Empfehlenswertesten ist immer noch ein dedizierter Access Point. Also ein Gerät, was per LAN-Kabel an ein vorhandenes Netzwerk angeschlossen wird, so dass du nicht auf die Ungewissheiten bzgl. einem fraglichen WLAN-Uplink ausgeliefert bist.
Was die Positionierung von WLAN APs angeht: Unter der Decke ist der beste Standort. Und da AVM keine regelrechten Access Points herstellt (an der Decke montierbar; Stromversorgung über LAN-Kabel), würde ich hier gar nicht bei AVM schauen. AVM/Fritz ist nicht die Antwort auf alles.
Ich hab genügend Stuss gesehen wo Fritzboxen unter der Decke installiert wurden; inkl. Verlegung von 230V, LAN, Telefon-Downlink & Coax/DSL, wo Elektriker + Unitymedia-Techniker insg. mindestens 3 Stunden zugange waren. Irgendwie hat keiner von denen das Maul aufbekommen den Eigentümer darauf hinzuweisen, dass es auch sowas wie Access Points gibt. Also mach nicht den Fehler und schiel auf irgendwelche suboptimalen Lösungen mit der Dorfsau Mesh.
 
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Dem was @t-6 schreibt ist nichts hinzuzufügen.


Nur nochmal zur Klarstellung: Ob mit oder ohne Mesh, ein Repeater bleibt ein Repeater. Wenn die Bausubstanz nur sehr begrenztes WLAN zulässt, sind Repeater - oder auch kabellose Mesh-Nodes aka .. .. Repeater - schlicht und ergreifend das falsche Werkzeug. Ist doch klar, wenn der WLAN-Router nicht ordentlich zum Smartphone ein Stockwerk höher funken kann, wird er bei einem Repeater auch nicht weit kommen.

Das einzige was man bei einem Repeater-Setup (mit/ohne Mesh) in so einer Umgebung merken würde, wären die 5/5 Balken WLAN-Signal am Handy. Dumm nur, dass das nur für die 3 Meter zwischen Repeater und Handy gilt, die Strecke zwischen Repeater und Router aber trotzdem bei 1/5 rumkrebst. Da die Übertragungsrate im Netzwerk nun mal vom schwächsten Glied der Kette bestimmt wird, hat man dann 5 tolle Balken, aber nur Netzwerk-/Internetspeed auf dem Niveau eines Dosentelefons..
 
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Puh... also den AP/Repeater an die Decke zu klatschen ist nicht mehr möglich...

Mein Gedanke war, den AVM 1750 "Repeater LAN gebunden als "Repeater" bzw. als AP zu verwenden...
Der ist relativ günstig (50-60€ vs. 150€ Unifiy Pro) zu erwerben und hätte eine hohe Kompatibiltät...

Wenn ich jetzt den Aufpreis für die Unifi APs und einen PoE Switch addiere, erhalte ich einfach mal einen Aufpreis von 400-500€ für das Haus..

Gäbe es denn Alternativen?
 
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