Heimnetzwerk im komletten Haus

  • Ersteller Ersteller HelmutK
  • Erstellt am Erstellt am
H

HelmutK

Gast
Ich möchte gerne unser zukünftiges Haus verkabeln und wüsste ob meine Planung soweit ok ist.

Ich habe mir das folgendermaßen vorgestellt:

"Server": AVM 7490
Switch: D-Link GO Easy Desktop Gigabit Switch
WLAN Bridges: 2x AVM 1750E

Meine Frage nun:

1. funktioniert das so?
2. würde die 7490 auch die 1750 Bridges zur WLAN Kanalsteuerung mit einbeziehen? Und wenn ja, kann die Antennen der 7490 deaktivieren? Ich vermute dass der Keller WLAN untauglich ist...

scan.jpg
 
Funktioniert prinzipiell. Ein paar Anmerkungen:

Wohin soll der Switch?

Der Switch ist mit 24 Ports leicht überdimensioniert. Laut Skizze benötigst du nur 3 Ports: FRITZ!Box, Dose 1. OG, Dose 2. OG. Fehlt da noch ein bißchen was auf der Skizze? ;)

Bist du dir hundertprozentig sicher, im ersten und zweiten OG nur eine einzige Dose zu verbauen, die dann auch noch von einem WLAN-Gerät belegt wird? Standard für Privathaushalte ist heute eher zwei Dosen pro Raum. Wenn ausschließlich kabellose Geräte zum Einsatz kommen, ist das okay, aber denk dran, daß du jetzt die einmalige Chance hast, für zehn bis zwanzig Jahre die Netzwerkinfrastruktur deines Zuhauses zu schaffen. Streaming wird in den nächsten Jahren immer weiter zunehmen.

Die 1750E kann man einsetzen. Du solltest sie aber nicht als Repeater, sondern als Access-Point konfigurieren. Dafür haben sie einen ordentlichen Preis. Das gibt’s günstiger. Möglich ist allerdings, daß du auf eine Gerätekette aus AVM-Produkten angewiesen bist, wenn du die Mesh-Funktion für das WLAN benutzen willst.

Das WLAN der 7490 kannst du separat deaktivieren, bis auf ein paar Cent im Jahresverbrauch macht das aber nichts aus.

Ist Festnetztelephonie gar kein Thema? Nur Mobilfunkverträge? Vom Keller bis ins zweite OG könnte es mit DECT schon etwas eng werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, ich muss dringend was ergänzen:

Der Switch sollte sich im Keller neben der 7490 stehen. Dieser wird natürlich mit RJ-45 Dosen belegt werden, die auf die verschiedenen Ebenen aufgeteilt werden.

Die 1750E sollte natürlich als AP (Bridge) laufen.

Natürlich sollte es noch "Festnetztelefonie" geben. Mein Gedanke war, dies über 2-3 FritzFons zu machen. Mit Hilfe der 1750E (die nicht nur WLAN, sondern auch DECT können) sollte ich ja damit problemlos das komplette Haus abgedecken können.

Beim Deaktivieren von WLAN hast du mich falsch verstanden. Die Steuerung soll auf jeden Fall erhalten bleiben! Meine Frage war, ob die beiden AP bei der optimalen Kanalwahl berücksichtigt werden.
 
HelmutK schrieb:
Der Switch sollte sich im Keller neben der 7490 stehen. Dieser wird natürlich mit RJ-45 Dosen belegt werden, die auf die verschiedenen Ebenen aufgeteilt werden.

Okay. Insgesamt sind es hoffentlich mehr als 3, aber weniger als 24 Dosen, richtig? Eine Erweiterung der Skizze wäre nicht schlecht.

Die Verlegekabel der einzelnen Dosen laufen hoffentlich auf einem 24-Port-Patchpanel zusammen, richtig? Von dessen Ports soll es mit Patchkabeln in die Ports des Switches gehen. Ausnahme ein Port für die FRITZ!Box.

HelmutK schrieb:
Die 1750E sollte natürlich als AP (Bridge) laufen.

Gut. Die Rückversicherungsfragen bitte nicht falsch oder als Angriff verstehen. Nach einer Weile im Forum gewöhnt man sich an, grundlegende Dinge, die der Threadersteller nicht ausdrücklich erwähnt hat, nachzufragen. ;)

Hast du dich schon in die Mesh-Thematik eingelesen? Ist nützlich, wenn man mit Geräten im Haus umherwandert und zwischen verschiedenen APs wechselt. Ist aber keine Pflicht. Du kannst auch unterschiedliche SSIDs mit sprechenden Namen vergeben und die Geräte sich darin bewegen lassen.

HelmutK schrieb:
Natürlich sollte es noch "Festnetztelefonie" geben. Mein Gedanke war, dies über 2-3 FritzFons zu machen. Mit Hilfe der 1750E (die nicht nur WLAN, sondern auch DECT können) sollte ich ja damit problemlos das komplette Haus abgedecken können.

In den technischen Angaben von AVM zum 1750E finde ich kein Wort zu DECT. Vier Antworten/Fragen bei Amazon sehen das genauso. Woher hast du die Info, der 1750E könne DECT?

Von AVM gibt es einen separaten DECT-Repeater.

Reine WLAN-Telephone existieren, sind aber dünn gestreut. Du fährst mit dem DECT-Repeater wahrscheinlich besser.

HelmutK schrieb:
Beim Deaktivieren von WLAN hast du mich falsch verstanden. Die Steuerung soll auf jeden Fall erhalten bleiben! Meine Frage war, ob die beiden AP bei der optimalen Kanalwahl berücksichtigt werden.

Was genau willst du steuern? Die Kanäle werden in der Weboberfläche des Repeaters festgelegt.
 
Das entscheiden die FritzRepeater für sich selber. Würde ich am ehesten einfach auf automatisch belassen; die Fritz-Geräte machen das ganz ok.

Mit Hilfe der 1750E (die nicht nur WLAN, sondern auch DECT können)
Nope; die 1750E können ausschließlich WLAN.
Für DECT bräuchtest du die FRITZ!DECT Repeater 100.
 
Zum Beispiel? Was ist außer dem Preis denn am 1750E auszusetzen? Bei AVM ist es ähnlich wie Apple: teuer, aber innerhalb des Ökosystems harmoniert es.
 
Was ist außer dem Preis denn am 1750E auszusetzen?
Kein PoE. Und du brauchst zwingend eine Steckdose am Einsatzort :D

Beim Vorhaben des TE würde ich auch eher auf richtige APs setzen, Harmonisierung hin oder her, nur weil der Router von AVM ist.
 
Oh, da habe ich mich tatsächlich verlesen...
Dachte der 1750E könnte auch DECT...
Somit bin ich auch für andere AP offen.

Wo ist der Unterschied zwischen "Mesh" und dem normalen AP handover?
Hab den Hype damals nicht verstanden..

Was genau willst du steuern? Die Kanäle werden in der Weboberfläche des Repeaters festgelegt.
Die Auswahl des WLAN Kanals.

Das entscheiden die FritzRepeater für sich selber. Würde ich am ehesten einfach auf automatisch belassen; die Fritz-Geräte machen das ganz ok.

Entscheidet das nicht der Router und der AP richtet sich nach diesem?

Nope; die 1750E können ausschließlich WLAN.
Für DECT bräuchtest du die FRITZ!DECT Repeater 100.

Oh ok.. wie oben erwähnt, habe ich mich wohl falsch informiert.


Mir ging es um die automatische Kanalsteuerung vom Router. Da dieser im Keller zwischen Stahlbetonwänden und Decken steht und das Signal vermutlich nicht bis in den Wohnbereich geht, wollte ich wissen ob der Router das Umfeld der AP's auf belegte Kanäle untersucht.


Aber es scheint wohl ohnehin nicht die 1750E als AP zu werden...

Ich schätze ich muss den Router in den Wohnbereich mitnehmen und schauen welchen Kanal er vorschläge und diesen dann manuell eintragen.
 
Automatische Kanalwahl:
Die automatische Kanalwahl eines Routers bzw. APs ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Automatik als solche schon zweifelhaft, da nicht selten eben nicht der optimale Kanal gewählt wird und andererseits erschweren automatische Kanäle auch die Abstimmung mit weiteren APs, da man eben nie weiß welcher Kanal nu wann und wo tatsächlich genutzt wird. Ich persönlich scanne die WLAN-Umgebung regemäßig händisch (ca. 1-2x im Jahr bzw. bei Bedarf) und stelle die Kanäle fest ein. Mit den Wänden und Decken hat das im übrigen nichts zu tun, sondern ausschließlich mit Funk-Konkurrenz (zB Nachbar-WLANs).

Switch:
Was den Switch angeht kann ich nur sagen: Bitte nicht bei geizhals einfach blind den billigsten Switch wählen. Wenn ich nach 24-Port-Switch filtere, steht der von dir verlinkte ganz oben. Der Name und auch das Design sagt "Desktop". Desktop heißt, dass die Anschlüsse hinten sind. Da ich davon ausgehe, dass du im Keller ein Patchfeld installierst, ist ein Switch mit rückseitigen Anschlüssen .. ... suboptimal - es sei denn du stellst ihn falschherum in den Netzwerkschrank, o.ä. Achte daher lieber darauf, dass es ein "Rackmount"-fähiger Switch ist, da sind die LAN-Ports dann vorne. Das erleichtert das Patchen (kurze Patch-Kabel mit ca. 20 cm von Switch-Port auf Patchpanel-Port stecken) erheblich, während du beim Desktop-Switch wie gesagt nach hinten gehen müsstest und vermutlich 1m Kabel bräuchtest, von der Fummelei mal ganz zu schweigen. Vom gleichen Hersteller gäbe es ein paar Plätze weiter unten in der Liste zB den DGS-1024D @ 75€.

Grundsätzlich solltest du dir bei der Wahl des Switches auch die Frage nach erweiterten Funktionen stellen. Einen 24er Switch tauscht man nicht "mal eben so" aus, wenn er nicht mehr den Anforderungen genügt, weil man mit dem alten 24er dann wenig anfangen kann - abgesehen davon, ihn für ein paar Kröten zu verscherbeln.. Erweiterte Funktionen wären beispielsweise VLANs oder auch Multicasts. Hast du zB Telekom Entertain oder erwägst es, sollte der Switch unbedingt IGMPv3, IGMP snooping bzw. Multicasts unterstützen. Möchtest du evtl. mal das 2. OG als separate Wohnung betreiben, ein Büro-Netzwerk einrichten oder sonst irgendwie dein Heimnetzwerk aufteilen wollen, wäre eine VLAN-Funktion sinnvoll. Nutzt man aktuell nichts davon, funktioniert der Switch 1:1 wie ein Switch ohne diese Funktionen. Da käme dann beispielsweise der TP-Link SG1024 @ 90€ in Frage.


Man sollte also nicht am falschen Ende sparen, da der zentrale Switch durchaus für 10+ Jahre seinen Dienst tun kann/wird solange er nicht irgendwann kaputt geht. Bei 10 Jahren Laufzeit fallen 30€ Mehrkosten von deinem Switch zum TP-Link nicht wirklich auf... Die verlinkten Switches sind im übrigen lediglich Beispiele aus der Geizhals-Liste und keine konkreten Empfehlungen. Ich kann also weder Positives noch Negatives über sie berichten.


Access Points:
Ich werfe mal pauschal Ubiquiti in den Raum. UAP AC Lite @ 70€ bzw. UAP AC Pro @ 120€. Das sind semiprofessionelle Access Points, die beispielsweise auch mit oben erwähnten VLANs, also virtuell getrennten Netzwerken arbeiten können, wenn gewünscht. Falls nicht, lässt man sie eben einfach als 08/15 APs laufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sofern es UniFi AP werden, würde ich (Netzwerk-)Kabelauslässe in den Geschossdecken einplanen. Die Deckenplatzierung ist für die Ausbreitung des WLAN-Bereiches günstiger als die Platzierung an Wänden. Ferner würde ich unbedingt die Pro-Variante bevorzugen. Nicht wegen des Leistungsvorteils sondern aufgrund der wesentlich einfacheren Montage. Die Lite sind so klein, dass eine bündige Wand/Deckenmontage ohne sichtbare Verkabelung vielfach nicht möglich ist.
 
HelmutK schrieb:
Wo ist der Unterschied zwischen "Mesh" und dem normalen AP handover?
Hab den Hype damals nicht verstanden...

Mesh ist eine Technik für Repeater und hat für AccessPoints eigentlich so gut wie keine Relevanz.
Was die Leute eigentlich wollen ist WLAN-Roaming / AP handover, wegen der Werbung redet aber jeder von Mesh.

Solltest du tatsächlich 7490 + AVM DECT Repeater nehmen würde ich bei den AccessPoints allergins nicht auf die (sehr guten!) Ubiquitis wechseln sondern tatsächlich bei AVM 1750E bleiben, sofern das mit den Steckdosen/Netzwerkdosen passt.
 
Bezüglich DECT sollte man sich sowieso weitere Gedanken machen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Telefone im Haus zu verteilen.

a) DECT Repeater, die das Signal vom Router im Keller quer durch's Haus weiterleiten
b) Über das Patchfeld einen TAE-Port vom Telefonrouter zB ins 1. OG auf eine Dose leiten - Telefon anklemmen
c) VoIP-Gateway mit DECT (zB Gigaset Go-Box) irgendwo ins Netzwerk hängen und Telefone verbinden
d) Zusätzliche Fritzbox als VoIP-Gateway mit DECT irgendwo ins Netzwerk hängen und Telefone verbinden


Ich persönlich halte den DECT Repeater für die schlechteste Lösung. Tauscht man den Router (zB anderer Provider oder zB DSL<->Kabel), kann es mit dem DECT-Repeater Probleme geben. Möchte man alte Telefone weiterverwenden, empfehle ich eher Variante b mit entsprechenden TAE<->RJ45 bzw. RJ45<->RJ11 Adaptern. Dann wird zB aus dem linken Port der LAN-Dose in einem Zimmer effektiv eine Telefondose. So läuft das bei mir in ähnlicher Form mit meinem ISDN-Telefon, welches einfachan einer Dose hängt, die ich am Patchfeld mit dem ISDN-Kabel vom Router gepatcht habe.

Bei IP-Anschlüssen bieten sich hingegen auch c bzw. d an wie ich es beispielsweise bei meinen Eltern gemacht habe. Da werkelt eine Go-Box von Gigaset und ist direkt im VoIP-Account der Telekom eingeloggt, während die VoIP-Funktion im Speedport abgeschaltet ist.
 
Eine andere Variante für Festnetztelefonie wären Softphones ala FritzFon-App, Zoiper, etc. Dafür benötigt man i.d.R. über die bestehende LAN/WLAN-Installation hinaus keine zusätzliche Hardware, Verkabelung.
 
Stimmt, das fehlt in der Tat in meiner Liste. Hatte mich nur auf DECT konzentriert. VoIP-Clients auf Smartphone, o.ä. sind natürlich eine weitere Möglichkeit. Ich hab zB CSipSimple auf dem Handy und logge mich da bei meinem Telekom-Account ein, wenn ich mal in der Badewanne liege und nur mein Handy zum Telefoneiren griffbereit habe ;)
 
Welche Marken sind im Bereich Netzdose, Verlegekabel "am besten" bzw aus euerer Erfahrung gut? Hab oft gelesen das Telegärtner oder Busch-Jäger ganz gut seien sollen. Ist das was dran? (CAT 7)
 
Für Kabel: Solange sie einen Standard einhalten (Cat 5[e], Cat 6, Cat 6a, Cat 7), sind alle in Ordnung. Besonders als Privatperson kannst du da nichts verkehrt machen. Höchstens die Schirmung (SF/FTP anstatt U/TP) im Auge behalten. Solange du nicht mehrere 30-kW-Drehstrommotoren in der Wohnung hast, an denen entlang die Kabel verlaufen, ist das alles unkritisch.
Aus unserem Haus kenne ich die Namen Dätwyler und Draka. Ist aber wie gesagt nicht so wie in anderen Bereichen, in denen Marke X nur Gülle produziert und Y nur Gold. Da gibt’s keine Markenfanboys wie bei Graphikkarten. ;)

Bei Dosen muß ich passen; dürfte aber ähnlich wie bei Kabeln sein.
 
Ok, es hat sich jetzt einiges getan:

Die DECT-Strahlung ist überraschenderweise so gut, dass nach aktuellen Stand kein Repeater benötigt wird.


Automatische Kanalwahl:
Die automatische Kanalwahl eines Routers bzw. APs ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Automatik als solche schon zweifelhaft, da nicht selten eben nicht der optimale Kanal gewählt wird und andererseits erschweren automatische Kanäle auch die Abstimmung mit weiteren APs, da man eben nie weiß welcher Kanal nu wann und wo tatsächlich genutzt wird. Ich persönlich scanne die WLAN-Umgebung regemäßig händisch (ca. 1-2x im Jahr bzw. bei Bedarf) und stelle die Kanäle fest ein. Mit den Wänden und Decken hat das im übrigen nichts zu tun, sondern ausschließlich mit Funk-Konkurrenz (zB Nachbar-WLANs).

Da hast Du schon recht, dass in einigen Fällen eine solche Automatik einen suboptimalen Kanal wählt.
Mittlerweile ist das ja eine weitverbreitete Technik und imho die Kanalbelegung meiner Nachbarn doch eher dynamisch, so dass ich auf diese Funktion ungern verzichten möchte.
Just zu diesem Zeitpunkt habe ich in meiner jetzigen Wohnung 27 andere Netze im 2,4Ghz Band.

Switch:
Was den Switch angeht kann ich nur sagen: Bitte nicht bei geizhals einfach blind den billigsten Switch wählen. Wenn ich nach 24-Port-Switch filtere, steht der von dir verlinkte ganz oben. Der Name und auch das Design sagt "Desktop". Desktop heißt, dass die Anschlüsse hinten sind. Da ich davon ausgehe, dass du im Keller ein Patchfeld installierst, ist ein Switch mit rückseitigen Anschlüssen .. ... suboptimal - es sei denn du stellst ihn falschherum in den Netzwerkschrank, o.ä. Achte daher lieber darauf, dass es ein "Rackmount"-fähiger Switch ist, da sind die LAN-Ports dann vorne. Das erleichtert das Patchen (kurze Patch-Kabel mit ca. 20 cm von Switch-Port auf Patchpanel-Port stecken) erheblich, während du beim Desktop-Switch wie gesagt nach hinten gehen müsstest und vermutlich 1m Kabel bräuchtest, von der Fummelei mal ganz zu schweigen. Vom gleichen Hersteller gäbe es ein paar Plätze weiter unten in der Liste zB den DGS-1024D @ 75€.

Grundsätzlich solltest du dir bei der Wahl des Switches auch die Frage nach erweiterten Funktionen stellen. Einen 24er Switch tauscht man nicht "mal eben so" aus, wenn er nicht mehr den Anforderungen genügt, weil man mit dem alten 24er dann wenig anfangen kann - abgesehen davon, ihn für ein paar Kröten zu verscherbeln.. Erweiterte Funktionen wären beispielsweise VLANs oder auch Multicasts. Hast du zB Telekom Entertain oder erwägst es, sollte der Switch unbedingt IGMPv3, IGMP snooping bzw. Multicasts unterstützen. Möchtest du evtl. mal das 2. OG als separate Wohnung betreiben, ein Büro-Netzwerk einrichten oder sonst irgendwie dein Heimnetzwerk aufteilen wollen, wäre eine VLAN-Funktion sinnvoll. Nutzt man aktuell nichts davon, funktioniert der Switch 1:1 wie ein Switch ohne diese Funktionen. Da käme dann beispielsweise der TP-Link SG1024 @ 90€ in Frage.

Ok, ich muss ehrlich gestehen, ich hab mir bis jetzt noch keine Gedanken über die Ordentlichkeit der verlegten Kabel gemacht. Ich habe den D-Link jetzt einfach mal exemplarisch gewählt.
Auch bin ich mir nicht sicher, was aufwendiger ist, "24" Kabel mit einem RJ-45 Stecker zu versehen oder "24" auf ein Patchfeld zu klemmen.

Aber glücklicherweise habe ich dafür noch genügend Zeit mir Gedanken zu machen.

Das mit dem VLAN ist ein sehr guter Vorschlag, diesen werde ich auf jeden Fall berücksichtigen.

Access Points:
Ich werfe mal pauschal Ubiquiti in den Raum. UAP AC Lite @ 70€ bzw. UAP AC Pro @ 120€. Das sind semiprofessionelle Access Points, die beispielsweise auch mit oben erwähnten VLANs, also virtuell getrennten Netzwerken arbeiten können, wenn gewünscht. Falls nicht, lässt man sie eben einfach als 08/15 APs laufen.

Sofern es UniFi AP werden, würde ich (Netzwerk-)Kabelauslässe in den Geschossdecken einplanen. Die Deckenplatzierung ist für die Ausbreitung des WLAN-Bereiches günstiger als die Platzierung an Wänden. Ferner würde ich unbedingt die Pro-Variante bevorzugen. Nicht wegen des Leistungsvorteils sondern aufgrund der wesentlich einfacheren Montage. Die Lite sind so klein, dass eine bündige Wand/Deckenmontage ohne sichtbare Verkabelung vielfach nicht möglich ist.

Auch ein guter Vorschlag. Aber aktuell glaube ich nicht, dass ich eine Deckenmontage vornehmen möchte.

Mesh ist eine Technik für Repeater und hat für AccessPoints eigentlich so gut wie keine Relevanz.
Was die Leute eigentlich wollen ist WLAN-Roaming / AP handover, wegen der Werbung redet aber jeder von Mesh.

Solltest du tatsächlich 7490 + AVM DECT Repeater nehmen würde ich bei den AccessPoints allergins nicht auf die (sehr guten!) Ubiquitis wechseln sondern tatsächlich bei AVM 1750E bleiben, sofern das mit den Steckdosen/Netzwerkdosen passt.

Dache ich mir, dass das nur ein Marketing Name ist..

Also wie oben erwähnt, benötige ich wohl keinen DECT Repeater.. Daher ist zwar der 1750E in der Auswahl, aber ich hätte natürlich nichts gegen einen PoE AP :)
Bezüglich DECT sollte man sich sowieso weitere Gedanken machen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Telefone im Haus zu verteilen.

a) DECT Repeater, die das Signal vom Router im Keller quer durch's Haus weiterleiten
b) Über das Patchfeld einen TAE-Port vom Telefonrouter zB ins 1. OG auf eine Dose leiten - Telefon anklemmen
c) VoIP-Gateway mit DECT (zB Gigaset Go-Box) irgendwo ins Netzwerk hängen und Telefone verbinden
d) Zusätzliche Fritzbox als VoIP-Gateway mit DECT irgendwo ins Netzwerk hängen und Telefone verbinden


Ich persönlich halte den DECT Repeater für die schlechteste Lösung. Tauscht man den Router (zB anderer Provider oder zB DSL<->Kabel), kann es mit dem DECT-Repeater Probleme geben. Möchte man alte Telefone weiterverwenden, empfehle ich eher Variante b mit entsprechenden TAE<->RJ45 bzw. RJ45<->RJ11 Adaptern. Dann wird zB aus dem linken Port der LAN-Dose in einem Zimmer effektiv eine Telefondose. So läuft das bei mir in ähnlicher Form mit meinem ISDN-Telefon, welches einfachan einer Dose hängt, die ich am Patchfeld mit dem ISDN-Kabel vom Router gepatcht habe.

Bei IP-Anschlüssen bieten sich hingegen auch c bzw. d an wie ich es beispielsweise bei meinen Eltern gemacht habe. Da werkelt eine Go-Box von Gigaset und ist direkt im VoIP-Account der Telekom eingeloggt, während die VoIP-Funktion im Speedport abgeschaltet ist.
Eine andere Variante für Festnetztelefonie wären Softphones ala FritzFon-App, Zoiper, etc. Dafür benötigt man i.d.R. über die bestehende LAN/WLAN-Installation hinaus keine zusätzliche Hardware, Verkabelung.
Stimmt, das fehlt in der Tat in meiner Liste. Hatte mich nur auf DECT konzentriert. VoIP-Clients auf Smartphone, o.ä. sind natürlich eine weitere Möglichkeit. Ich hab zB CSipSimple auf dem Handy und logge mich da bei meinem Telekom-Account ein, wenn ich mal in der Badewanne liege und nur mein Handy zum Telefoneiren griffbereit habe


Das sind natürlich auch alles ganz gute Vorschläge.
Aber da das DECT ganz gut strahlt, werde ich davon wohl gar nichts umsetzen :)
 
Auch bin ich mir nicht sicher, was aufwendiger ist, "24" Kabel mit einem RJ-45 Stecker zu versehen oder "24" auf ein Patchfeld zu klemmen.
RJ45-Stecker auf ein Kabel mit Zange zu crimpen ist die größte Scheißarbeit die man als Netzwerktechniker machen kann, hands down. Das ist wortwörtlich Dummfick-Arbeit für Lehrlinge: Gib ihnen den Auftrag 50 Stecker im ersten Anlauf korrekt auf ein Kabel zu bringen um ihnen das benötigte Geschick und Gewissenhaftigkeit einzudrillen, um danach mit dem Zertifizierer alle Kabel durchfallen zu lassen während der Lehrling mit blutenden Fingernägeln daneben stehend sein Gesicht verliert und den Gospel von "...und deswegen bestellen wir fertig konfektionierte Patchkabel im Raummeter!" vernehmen darf.

Also. Es ist einfacher und besser kontrollierbar 24 Kabel auf LSA-Leisten aufzulegen statt 24 Stecker auf Kabel zu crimpen. Davon abgesehen, dass normale Stecker ohnehin nicht auf Verlegekabel gehören. Das sind Zeitbomben, wenn sie denn beim ersten mal überhaupt funktionieren. Es gibt regelrechte Feldstecker für Verlegekabel die ihren Zweck erfüllen, die kosten aber ein Blödsinnsgeld.
Weiterhin: Stecker am Verlegekabel nimmt dir direkt die Flexibilität eines Patchpanels.

Aber selbst 24 Kabel auf LSA aufzulegen ist mühselig, weil du idR beengt arbeiten musst.

Besser: Nimm dir 24 Keystone-Module oder E-DAT-Module, leg die Module auf die Verlegekabel auf und klick die in passende Keystone-/E-Dat-Bleche im Netzwerkschrank rein. So kannst du sogar einfach umsortieren wenn du beim Verlegekabel-Beschriften einen Fehler gemacht hast.

Auch ein guter Vorschlag. Aber aktuell glaube ich nicht, dass ich eine Deckenmontage vornehmen möchte.
Wie aber schon gesagt, ist die Deckenmontage der idealste Aufstellpunkt für die APs. Der Mehraufwand das Kabel da hochzubekommen ist es wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Crimpen scheidet m. E. per se aus. Das Verfahren ist fuer Verlegekabel (i. e. Massivleiter AWG23-22) nicht geeignet. Entsprechend spezifizierte Crimpstecker werden auch von keinem serioesen Hersteller (3M, Metz, Telegaertner, Daetwyler, etc.) angeboten. Im Angebot haben die lediglich die bereits erwaehnten feldkonfektionierbaren Stecker, fuer ca. 10€ und mehr das Stueck. Aber auch diese Anschlussart ist fehleranfaellig bei mechanischer Wechselbelastung. Im Grunde fuehrt kein Weg am Patchpanel, am besten Keystone, vorbei. Man erspart sich damit viele Fehler, deren Beseitigung wesentlich aufwendiger und teurer ist, als die Installation eines Keystone Panels.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben