Ok, es hat sich jetzt einiges getan:
Die DECT-Strahlung ist überraschenderweise so gut, dass nach aktuellen Stand kein Repeater benötigt wird.
Automatische Kanalwahl:
Die automatische Kanalwahl eines Routers bzw. APs ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Automatik als solche schon zweifelhaft, da nicht selten eben nicht der optimale Kanal gewählt wird und andererseits erschweren automatische Kanäle auch die Abstimmung mit weiteren APs, da man eben nie weiß welcher Kanal nu wann und wo tatsächlich genutzt wird. Ich persönlich scanne die WLAN-Umgebung regemäßig händisch (ca. 1-2x im Jahr bzw. bei Bedarf) und stelle die Kanäle fest ein. Mit den Wänden und Decken hat das im übrigen nichts zu tun, sondern ausschließlich mit Funk-Konkurrenz (zB Nachbar-WLANs).
Da hast Du schon recht, dass in einigen Fällen eine solche Automatik einen suboptimalen Kanal wählt.
Mittlerweile ist das ja eine weitverbreitete Technik und imho die Kanalbelegung meiner Nachbarn doch eher dynamisch, so dass ich auf diese Funktion ungern verzichten möchte.
Just zu diesem Zeitpunkt habe ich in meiner jetzigen Wohnung 27 andere Netze im 2,4Ghz Band.
Switch:
Was den Switch angeht kann ich nur sagen: Bitte nicht bei geizhals einfach blind den billigsten Switch wählen. Wenn ich nach 24-Port-Switch filtere, steht der von dir verlinkte ganz oben. Der Name und auch das Design sagt "Desktop". Desktop heißt, dass die Anschlüsse hinten sind. Da ich davon ausgehe, dass du im Keller ein Patchfeld installierst, ist ein Switch mit rückseitigen Anschlüssen .. ... suboptimal - es sei denn du stellst ihn falschherum in den Netzwerkschrank, o.ä. Achte daher lieber darauf, dass es ein "Rackmount"-fähiger Switch ist, da sind die LAN-Ports dann vorne. Das erleichtert das Patchen (kurze Patch-Kabel mit ca. 20 cm von Switch-Port auf Patchpanel-Port stecken) erheblich, während du beim Desktop-Switch wie gesagt nach hinten gehen müsstest und vermutlich 1m Kabel bräuchtest, von der Fummelei mal ganz zu schweigen. Vom gleichen Hersteller gäbe es ein paar Plätze weiter unten in der Liste zB den DGS-1024D @ 75€.
Grundsätzlich solltest du dir bei der Wahl des Switches auch die Frage nach erweiterten Funktionen stellen. Einen 24er Switch tauscht man nicht "mal eben so" aus, wenn er nicht mehr den Anforderungen genügt, weil man mit dem alten 24er dann wenig anfangen kann - abgesehen davon, ihn für ein paar Kröten zu verscherbeln.. Erweiterte Funktionen wären beispielsweise VLANs oder auch Multicasts. Hast du zB Telekom Entertain oder erwägst es, sollte der Switch unbedingt IGMPv3, IGMP snooping bzw. Multicasts unterstützen. Möchtest du evtl. mal das 2. OG als separate Wohnung betreiben, ein Büro-Netzwerk einrichten oder sonst irgendwie dein Heimnetzwerk aufteilen wollen, wäre eine VLAN-Funktion sinnvoll. Nutzt man aktuell nichts davon, funktioniert der Switch 1:1 wie ein Switch ohne diese Funktionen. Da käme dann beispielsweise der TP-Link SG1024 @ 90€ in Frage.
Ok, ich muss ehrlich gestehen, ich hab mir bis jetzt noch keine Gedanken über die Ordentlichkeit der verlegten Kabel gemacht. Ich habe den D-Link jetzt einfach mal exemplarisch gewählt.
Auch bin ich mir nicht sicher, was aufwendiger ist, "24" Kabel mit einem RJ-45 Stecker zu versehen oder "24" auf ein Patchfeld zu klemmen.
Aber glücklicherweise habe ich dafür noch genügend Zeit mir Gedanken zu machen.
Das mit dem VLAN ist ein sehr guter Vorschlag, diesen werde ich auf jeden Fall berücksichtigen.
Access Points:
Ich werfe mal pauschal Ubiquiti in den Raum. UAP AC Lite @ 70€ bzw. UAP AC Pro @ 120€. Das sind semiprofessionelle Access Points, die beispielsweise auch mit oben erwähnten VLANs, also virtuell getrennten Netzwerken arbeiten können, wenn gewünscht. Falls nicht, lässt man sie eben einfach als 08/15 APs laufen.
Sofern es UniFi AP werden, würde ich (Netzwerk-)Kabelauslässe in den Geschossdecken einplanen. Die Deckenplatzierung ist für die Ausbreitung des WLAN-Bereiches günstiger als die Platzierung an Wänden. Ferner würde ich unbedingt die Pro-Variante bevorzugen. Nicht wegen des Leistungsvorteils sondern aufgrund der wesentlich einfacheren Montage. Die Lite sind so klein, dass eine bündige Wand/Deckenmontage ohne sichtbare Verkabelung vielfach nicht möglich ist.
Auch ein guter Vorschlag. Aber aktuell glaube ich nicht, dass ich eine Deckenmontage vornehmen möchte.
Mesh ist eine Technik für Repeater und hat für AccessPoints eigentlich so gut wie keine Relevanz.
Was die Leute eigentlich wollen ist WLAN-Roaming / AP handover, wegen der Werbung redet aber jeder von Mesh.
Solltest du tatsächlich 7490 + AVM DECT Repeater nehmen würde ich bei den AccessPoints allergins nicht auf die (sehr guten!) Ubiquitis wechseln sondern tatsächlich bei AVM 1750E bleiben, sofern das mit den Steckdosen/Netzwerkdosen passt.
Dache ich mir, dass das nur ein Marketing Name ist..
Also wie oben erwähnt, benötige ich wohl keinen DECT Repeater.. Daher ist zwar der 1750E in der Auswahl, aber ich hätte natürlich nichts gegen einen PoE AP
Bezüglich DECT sollte man sich sowieso weitere Gedanken machen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Telefone im Haus zu verteilen.
a) DECT Repeater, die das Signal vom Router im Keller quer durch's Haus weiterleiten
b) Über das Patchfeld einen TAE-Port vom Telefonrouter zB ins 1. OG auf eine Dose leiten - Telefon anklemmen
c) VoIP-Gateway mit DECT (zB Gigaset Go-Box) irgendwo ins Netzwerk hängen und Telefone verbinden
d) Zusätzliche Fritzbox als VoIP-Gateway mit DECT irgendwo ins Netzwerk hängen und Telefone verbinden
Ich persönlich halte den DECT Repeater für die schlechteste Lösung. Tauscht man den Router (zB anderer Provider oder zB DSL<->Kabel), kann es mit dem DECT-Repeater Probleme geben. Möchte man alte Telefone weiterverwenden, empfehle ich eher Variante b mit entsprechenden TAE<->RJ45 bzw. RJ45<->RJ11 Adaptern. Dann wird zB aus dem linken Port der LAN-Dose in einem Zimmer effektiv eine Telefondose. So läuft das bei mir in ähnlicher Form mit meinem ISDN-Telefon, welches einfachan einer Dose hängt, die ich am Patchfeld mit dem ISDN-Kabel vom Router gepatcht habe.
Bei IP-Anschlüssen bieten sich hingegen auch c bzw. d an wie ich es beispielsweise bei meinen Eltern gemacht habe. Da werkelt eine Go-Box von Gigaset und ist direkt im VoIP-Account der Telekom eingeloggt, während die VoIP-Funktion im Speedport abgeschaltet ist.
Eine andere Variante für Festnetztelefonie wären Softphones ala FritzFon-App, Zoiper, etc. Dafür benötigt man i.d.R. über die bestehende LAN/WLAN-Installation hinaus keine zusätzliche Hardware, Verkabelung.
Stimmt, das fehlt in der Tat in meiner Liste. Hatte mich nur auf DECT konzentriert. VoIP-Clients auf Smartphone, o.ä. sind natürlich eine weitere Möglichkeit. Ich hab zB CSipSimple auf dem Handy und logge mich da bei meinem Telekom-Account ein, wenn ich mal in der Badewanne liege und nur mein Handy zum Telefoneiren griffbereit habe
Das sind natürlich auch alles ganz gute Vorschläge.
Aber da das DECT ganz gut strahlt, werde ich davon wohl gar nichts umsetzen
