Heimnetzwerk mit Accesspoints

RugMog

Cadet 2nd Year
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Aug. 2015
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Hallo liebe Forummitglieder,

Mein Name ist Luc und ich habe mich angemeldet, da ich noch ein paar Fragen zu meinem zukünftigen Heimnetzwerk hätte. Beim durchstöbern des Forums konnte ich schon die ein oder andere Antwort finden, jedoch sind immer noch ein paar Fragen offen, wo ich hoffe das ihr mir helfen könnt.

Es ist so, dass meine Frau und ich dabei sind ein Haus zu abuen (bzw bauen zu lassen ;). In ein paar Wochen kommt der Elektriker und dann soll ich dem erklären wo die Anschlüsse anzubringen sind, unter anderen auch die fürs Internet.

Das Haus hat 2 Stockwerke.

Im EG, in der Garage, kommt das Modem hin.
Die Fritzbox soll ins Wohnzimmer (auch im EG).

Auf OG 1 soll ein AP ins Arbeitszimmer. Dort befinden sich 3 Schlafzimmer welche ein Internet Anschluss bekommen sollen. Hier frage ich mich, ob es besser ist, die 3 Zimmer:
1. mit dem AP zu verbinde
2. mit der Fritbox direkt zu verbinden
3. einen zusätzlichen Splitter in die Garage zu installieren wo dann die 3 Zimmen angeschlossen werden (und später dann auch noch eventuell zusätzliche Zimmer aus dem 2ten OG)

OG 2 ist ein Speicher, der zunächst jedoch nicht ausgebaut ist. Dort sollen Kabel nur soweit verlegt werden, dass ich später einmal dort ein 2ter AP anschliessen könnte.

Zusätzlich hätte ich gerne ein Telefon, wo die Basis sich bei der Fritzbox befindet und welches auch in den 2 OGs funktioniert. Geht das mit einem DECT Telefon?

Zusammen gefasst möchte ich also eine Fritzbox mit zunächst nur einem AP und einem Festnetztelefon.
Ich frage mich, wie FB und AP verbinden werden müssen, welche Anschlüssen ich brauche, bzw wieviele Kabel wohin verlegt werden müssen.
Zu guter Letze, hätte ich gerne die Möglichkeit in der Garage ein NAS hin zu setzen.

Ich würde gerne mit APs arbeiten und nicht mit Repeater, da ich:
- im Arbteitszimmer und auch im 2ten OG gerne mehrere LAN-Anschlüssen hätte
- Repeater nicht schön finde und es mich nervt, dass sie Steckdosen besetzen

Ich hoffe, dass ich mich weitest gehend klar ausgedrückt habe. Wenn nicht, sagt es mir bitte und ich werde versuchen mich klarer auszudrücken.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass der Elektriker diese Frage wohl auch beantworten könnte. Jedoch wäre ich gerne vorher schon prepariert, damit ich die richtige Frage stellen kann und um sicher zu sein, dass es nachher auch sie ist wie ich mir das vorgestellt habe.

Danke im Foraus,

Luc
 
Weils aus dem Text nicht ganz klar wird: Meinst du jetzt WLAN-Accespoints oder nur RJ-45 Buchsen in der Wand?

sonst würde ich klar bei einem Neubau in jedes Zimmer eine Doppelbuchse RJ-45 verbauen. Die kabel laufen alle neben dem Router auf einem Patchpannel und einem 16/32 Port Switch zusammen. Dann pro Stockwerk möglichst Zentral ein WLAN-Accespoint (eine RJ-45 Dose dort hin) und gut ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es dafür noch nicht zu spät ist, erklärst du dem Elektriker: Du möchtest in jedem Raum mindestens zwei Netzwerkdosen. Und zwar an jeder einzelnen Dose alle vier Adernpaare (also acht Adern) aufgelegt; nicht dieses doofe Aufsplitten, mit dem dann grad noch ISDN bzw. Fast Ethernet läuft. Zu jeder Dose führt ein separates Verlegekabel. Alle Verlegekabel laufen in einem Haustechnikraum zusammen, in dem ein Patchpanel, Switch und evtl. weitere Geräte wie NAS, Server etc. stehen.
Bonuspunkte gibt es für das Verlegen von Leerrohren, in die bei einem Technologiewechsel – z. B. LWL – in ein paar Jahren einfach ein neues Übertragungsmedium eingezogen werden kann.

Zusätzlich kannst du für die Schnulligeräte wie Tablet und Smartphone in jede Etage einen AP installieren lassen. Bonuspunkte, wenn sie Roaming beherrschen.


Beim Neubau eines Hauses mit WLAN und Reichweiten herumzuhantieren, ist Quark. Du hast hier die einmalige Gelegenheit, eine vernünftige und langlebige Netzwerkinfrastruktur legen zu lassen. Für alles Nachträgliche wird jedes Mal wieder die Wand aufgerissen oder mit einer Funklösung experimentiert werden müssen.
 
Ich habe bei meinem Neubau folgendes gemacht:

Die Fritzbox hängt beim Telfonanschluß in der Garage.
Jedes Zimmer (Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer) haben eine RJ-45 Buchse, welche über fest verlegte Lankabel mit der
Garage verbunden sind.
Da der WLananschluß der Fritzbox im Erdgeschoß reicht, habe ich in den anderen Etagen einen WLAN-Acesspoint angeschlossen, um mit
Tablets und Notebooks ins Netz zu kommen.
Meine NAS sind alle beide neben der Fritzbox angeschlossen
 
Hallo Nilson,

Danke für deine Antwort!

Genau, es sollen WLAN-APs werden.

Du stellst es dir also wie folgt vor?:
In der Garage befindet sich das Modem welches mit der Fritzbox im Wohnzimmer verbunden wird. Die FB wird dann mit einem Switch verbunden welcher sich wiederum in der Garage befindet.

Vom Switch aus gehen dann 10 Kabel in die einzelnen Stockwerke.
- 2 ins Arbeitszimmer für den Wlan-AP
- jeweils 2 ins Zimmer 1, 2 & 3
- 2 ins 2te OG für einen spären WLAN-AP

Hab ich das so richtig verstanden?
Ausserdem verstehe ich nicht direkt warum 2 Kabel pro Zimmer benötigt werden? Als Reserve?

Hättest du auch eine Idee wegen dem Festnetztelefon?

Den NAS könnte man dann auch ohne Probleme am Switch anschliessen?

Danke für deine/eure Hilfe!

mfg

Luc

Edith meint: Da habe ich mir wohl zuviel Zeit mit meiner Antwort gelassen ;)
@bebelhof: so habe ich es mir auch vorgestellt
@deusofthewired: wenn ich dich recht verstehe, wird oft nur ein Kabel für eine Doppelbuchse verlegt welches dann geesplittet wird? Dann Danke für deine Antwort, ich werde den Elektriker darauf hinweisen auch 2 Kabel für eine Doppelbuchse zu verlege (dachte das wäre selbst verständlich :S)

Edit^2: Meinem letzen Wissensstand nach, sollte man drauf achten, dass Cat.7-Kabel verlegt werden. Ist das noch so?
 
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Ja zwei pro Zimmer, falls man mal zwei Gräte dort hat (z.B. ein PC und eine Konsole). Dann muss man nicht extra da noch ein Switch aufstellen. Und ja, NAS direkt an den Switch
 
zwar leicht OT.

In der Garage würde ich persönlich keine NAS oder andere Technin stellen. Gerade im Winter kommt beim Öffnen kalte feuchte Luft rein, ob dieser Kälteschock im Winter auf dauer gut ist, bezweifel ich.

Technik mag es ruhig und gleichmässig.
 
RugMog schrieb:
@deusofthewired: wenn ich dich recht verstehe, wird oft nur ein Kabel für eine Doppelbuchse verlegt welches dann geesplittet wird? Dann Danke für deine Antwort, ich werde den Elektriker darauf hinweisen auch 2 Kabel für eine Doppelbuchse zu verlege (dachte das wäre selbst verständlich :S)

Jo. Weiß auch nicht, woher diese Unart bei den Elektrikern kommt. Vielleicht ist Netzwerk bei denen nur binär und sie teilen’s in funktioniert und funktioniert nicht ein. ;) Ein Meßprotokoll, das belegt, daß Gigabit über die installierten Dosen funktioniert, liefert dir ein guter Elektriker übrigens auch mit.


Noch ein paar Hinweise: Weshalb möchtest du die FRITZ!Box unbedingt im Wohnzimmer haben? Praktischer ist es, alles Blinkende und Surrende in einem einzigen Haustechnikraum zu haben. Da kann es vor sich hinwerkeln und man bekommt von allem nichts mehr mit. In die Etagen kommen dann höchstens die APs.
 
Zuletzt bearbeitet:
Separate Modems werden kaum noch verbaut, die meisten Fritzboxen haben interne Modems.
In der Garage hast du den APL des Telefonnetzbetreibers? Dann brauchst du dort eigentlich nur ein einfaches Telefonkabel weiter zum Modem in der FB.
Wenn du ein DECT Telefon an der FB haben willst würde sich eine "bessere" 7490 oder 7390 lohnen. Als Telefon reicht dann ein Einfaches DECT "Handgerät".
 
@deusofthewired

Ich wollte die FB im Wohnzimmer, da es der zentralste Raum des Hauses ist. Ausserdem befindet sich zwischen Garage und dem Rest des Hauses eine stark isolierte, tragende Wand mit Stahl-Matte welche das WLAN-Signal wohl abschwächen würde. Ausserdem hätte ich dann die FB in der Fernsehwand, wo ich das Blinken dann nicht sehe und wo sich auch Fernseher und Konsole befinden die ich dann direkt anstöpseln kann.

Ich könnte die ganze Technik auch im Heizungsraum unterbringen. Allerdings ist es da vielleicht zu heiss (Oel-Heizung) und zu schmutzig...Und wohl auch zu beengt. Ich denke da werde ich dann eher in einen guten Technik-Schrank investieren. Ich hoffe das genügt?!? Den NAS könnte ich zu Not auch ins 2te OG setzen, welches zunächst ja eh nicht benutzt wird.

@kmay: mein Dienstanbieter bietet bei Neukunden meist ein Topmodel der FB zu einem sehr guten Preis (oder gratis) an. Zu Zeit ist es die 7490.
An ein DECT-Telefon habe ich auch schon gedacht. Aber dann müsste der AP doch auch DECT-fähig sein, oder? Gibt es solche APs? Denn eine 2te FB wäre schon ein recht teurer AP...

Danke für eure Mühe!!!

mfg
Ergänzung ()

Zu guter Letzt hätte ich dann noch eine Frage zu den Kabeln.

Welches würdet ihr empfehlen: Cat.5, Cat.6 oder Cat.7?
Cat.7 funzt wohl nicht mir RJ54-Steckern und fällt daher weg

Also Cat.5 da billiger und sws schnell genug für die nächsten Jahre (Jahrzehnte)
Oder Cat.6 da zukunftssicherer?
 
RugMog schrieb:
Welches würdet ihr empfehlen: Cat.5, Cat.6 oder Cat.7?
Cat.7 funzt wohl nicht mir RJ54-Steckern und fällt daher weg

cat 7 funzt natuerlich mit rj-45 steckern;) sie werden genauso wie auch ein cat 6 kabel aufgelegt. man ist dann zwar quasi trotz cat7-kabel nur auf cat6-niveau, sollte aber in zukunft die neuen cat7-stecker weiter verbreitung finden, kann man ja immer noch neue dosen installieren. man muss dann zumindest kein kabel mehr ziehen;)

==> cat7 verlegen! preislich ist das auch nicht so ein grosser unterschied
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Blackshuck,

Ok, danke für die Berichtigung. Dann kann man wohl doch nicht alles glauben was man so im Internet liest ;)

Hat noch jemand eine Idee wie man das mit dem Telefon lösen könnte. Eine DECT-Telefon wäre schon gut, jedoch bezweifle ich, dass das Signal bis zum 2ten OG reicht. Und einen DECT-Repeater möchte ich vermeiden, aus den selben Gründen aus denen ich keine WLAN-Repeater mag.

mfg

RugMog
 
Wenn du eh über Netzwerkdosen in jedem Zimmer nachdenkst dann schau doch mal nach IP-Telefonen wie z.B. der Gigaset GO-Serie. Da steckst Du die DECT-Basisstation einfach in einem Zimmer das zentral gelegen ist an, und kannst darüber deine ganzen Telefone laufen lassen. Hab das S850A GO in nem dreistöckigen Haus im ersten Stock, funktioniert wunderbar, es hängen noch zwei weitere DECT-Telefone in den beiden anderen Stockwerken dran. Und wenn der eine Raum es nicht tut, dann kannst Du immer noch in einen anderen weiter ziehen, Vorraussetzung ist nur eine Netzwerkdose. Und so wie ich es gelesen habe, gehst du ja nicht auf die DECT-Basis der FritzBox, sondern würdest die DECT-Basis nur daneben positionieren. Mit dieser Lösung kannst Du dir den DECT-Repeater sparen. Und die DECT-Basis der GO-Serie erlaubt auch die Anmeldung von älteren DECT-Telefonen.

Edit: hab jetzt mal unterstellt, dass du einen IP-Anschluss hast, sonst kannst du das von mir geschriebene ignorieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich wollte ich schon die DECT funktion der FB nutzen. Da habe ich mich wohl schlecht ausgedrückt. Mit IP Telefonie kenne ich mich nicht gut aus. Einen Anschluss haette ich durch die FB ja eh.

Ich werde mich mal darüber schlau machen um zu sehen ob ich da etwas an meinem kabelmanagment ändern muss.

Mfg
 
Und behalt dabei im Hinterkopf, daß analoge sowie ISDN-Telephonie nach aktuellen Plänen der Telekom 2018 abgeschaltet werden soll. Für etwas Langfristiges lohnt es sich jetzt, da schon zu planen. Der Hinweis von flo222 auf die IP-Telephone war gut!
 
Da ich in luxemburg lebe betreffen mich dir pläne der telekom eher wenig ;) aber bei uns wird es wohl auch mal so weit kommen.
Wenn ich richtig verstanden habe, habe ich nun die wahl:
1. DECT Telefon wobei das signal wohl nicht bis ins 2te og reicht

2. VOIP Telefon und dann muss ich zusehen dass ich auch noch IP Anschlüsse in die einzelen zimmer/stockwerke legen lasse

Ich werde mir das durch den kopf gehen lassen und mich auch noch mehr über VOIP informieren.

Ich danke euch für die zahlreichen antworten! Ihr habt mir schon sehr geholfen.

Über weitere anregungen bin ich dennoch dankbar :)

RugMog
 
Du musst keine extra IP-Anschlüsse legen lassen für die Telefone, das ist ja gerade das praktische. Die funktionieren über die normalen Netzwerkbuchsen.
 
Ach so, dann habe ich da wohl was falsch verstanden. Also kann ich in meinem Fall das VOIP Telefon entweder am Router oder am Accesspoint anschliessen. Oder an einer der 2 leitungen die ich in die jeweiligen zimmer lege lasse (auch wenn diese über einen switch laufen)?
 
Genau, die IP-Telefone werden einfach im Netzwerk eingesteckt (bzw. die Basisstation, die schnurlosen Telefone melden sich an der Basis per DECT an). Du musst halt drauf achten, ob ihr überhaupt einen VOIP-Anschluss habt.
 
Hallo an Alle,

Ich danke euch für die großartige Hilfe.
Ich denke, dass ich meine Möglichkeiten soweit verstanden habe.

@deusofthewired: Da war Luxemburg doch schneller als ich gedacht habe. Ab 2 Februar 2015 kann kein ISDN-Anschluss mehr hier bestellt werden. Jedoch gibt es noch kein Datum wann die ISDN-Telfonie komplett abgestellt werden soll.

Also dürfte einem VOIP-Anschluss nichts im Wege stehen.

Dann kann der Elektriker jetzt kommen ;)

mfg

RugMog
 
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