Intel 510 120GB oder 320 160GB?

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tanni

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Hi,

ich kann mich nicht entscheiden, welche der beiden meinen Bedürfnissen eher gerecht wird.

Am wichtigsten bei der Kaufentscheidung ist mir ein schnelles Öffnen von Anwendungen. Ralle hat ja schon einen Testbericht bzgl. diesen zwei Laufwerken geschrieben, in dem er sagt, dass er die 510 etwas flinker beim Anwendungsstart empfunden hatte.

Ich würde mir da aber lerne noch eine Zweitmeinung einholen. Vermutlich wird der Unterschied zwischen diesen SSDs nicht allzu groß sein, aber irgendwie habe ich so eine Art Geschwindigkeitsfetisch, wenn Itunes und Photoshop einfach nochmal ne Sekunde schneller starten :-).

Gibt es vielleicht jemanden, der von einer G2 (die bei der Geschwindigkeit von Anwendungsstarts sicherlich mit der 320er vergleichbar ist) auf die 510 umgestiegen ist und vielleicht diesbezgl. Aussagen machen kann? Oder hat vielleicht gar schon wer wie Ralle die 320er UND die 510er testen können?

Danke & Gruß
Tanni

PS: Ein Programmstart ist ja eher sequentielles Lesen oder? Die Daten liegen ja hintereinander auf der Platte.
 
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Quackmoor

Commander
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Die Verbesserung der Startgeschwindigkeit wird eher im Millisekundenbereich liegen. Ich würde das SSD mit dem besseren Preis/(GB+Leistung) Verhältnis nehmen.
 

Holt

Banned
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tanni, hast Du SATA3 nativ? Wenn nicht, lass den Preis sprechen und wenn, dann wäre die 510 durchaus eine Überlegung wert aber andernfalls lohnt sich der Aufpreis für Desktopuser wohl kaum.
 

Paddii

Lt. Commander
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Für den Preis einer 510 mit 120gb bekommt man ja fast schon eine 320 mit 160gb ;)

Ich denke auch nicht das sich der Mehrpreis wirklich rechnet. Und grade bei kleinen Dateien ist die 320 sogar besser als die 510.
 
O

Onkelhitman

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Gerade bei den kleinen Dateien ist, wenn man sich die Benches von HWLuxx ansieht sogar die Intel G2 mit 160GB besser als die 510 und 320. Daher sind für mich beide eine Enttäuschung.

Und gerade um die kleinen Dateien geht es. Einzig die C300 schafft es da sogar besser zu sein.
 

muzik

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Zitat von Onkelhitman:
Gerade bei den kleinen Dateien ist, wenn man sich die Benches von HWLuxx ansieht sogar die Intel G2 mit 160GB besser als die 510 und 320. Daher sind für mich beide eine Enttäuschung.

Und gerade um die kleinen Dateien geht es. Einzig die C300 schafft es da sogar besser zu sein.

https://www.computerbase.de/forum/threads/ssd-neue-generation-beratung.881327/page-2#post-9678291
Ließ mal diesen Thread und bring dich gerne auch ein. Wenn du mir erklären kannst, wieviele kleine Dateien aktuelle CPUs tatsächlich VERARBEITEN können und ab wieviel/wie wenig IOPS wieder die SSD zum Flaschenhals wird, dann würdest du uns ein ganzes Stück weiter bringen.
Bis dahin behaupte ich, dass sämtliche SSDs noch genug IOPS erzeugen um heutige CPUs ausreichend zu füttern, zumal die Unterschiede bei QD=1-3 marginal sind und die großen Unterschiede bei QD=32 völlig irrelevant für einen Desktop-PC.
Insofern verstehe ich nicht, wieso man von der 320/510 enttäuscht sein kann - außer man betreibt einen prof. Server und möchte die SSDs dafür.

@TO: Wenn du einen 6Gb/s-Port hast, dann ist die 510 gerade beim sequentiellen lesen nochmal ne Ecke schneller. Auch beim schreiben ist sie schneller.
Die 510er 120GB ließt mit etwa 400mb/s und die 320 ist halt durch SATAII begrenzt und kommt auf 270mb/s.... tja und daher kommt der Unterschied beim Programme öffnen. Es wird ihn schon geben - den Unterschied - ob man ihn wirklich braucht ist die andere Frage.
Beim Schreiben sieht es ähnlich aus. Die 510/120GB schreibt wahrscheinlich in etwa mit 210mb/s und die 320er in etwa mit 130mb/s oder 160mb/s, jenachdem ob du 120GB oder 160Gb nimmst.
Was man braucht oder will ist dann wieder individuell anders.
 

Peericles

Lieutenant
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Äh den Post verstehe ich jetzt nicht (den von muzik), nicht die CPUs limitieren beim 4k lesen/schreiben sondern eher SSDs oder eben schlechte Controller.
Bis du nen Quad Core ausgelastet bekommst muss schon einges passieren, als normal User würde ich mal sagen, schafft man das nicht.

Aber was die meisten Leute einfach nicht verstehen bzw. wahrhaben wollen, dass die normalen 4k Werte (also QD=1) wichtiger sind als sequenzielle Werte, weil man als Normalo User ja eine SSD i.d.R. als Systemlaufwerk verwendet und seltener als Ablageort für ganz, ganz, ganz große Dateien.

Von daher hat Onkelhitman schon recht, aktuell ist auch aus meiner Sicht die C300 (wohlgemerkt nicht mehr die neueste) mit eine der besten System SSDs, weil die c300 sehr gut in den 4k Bereichen ist und darum gehts bei Systemlaufwerken ja.

Die 510 und 320 von Intel mögen Ihre daseinsberchtigung haben (zumindest die 320, weil günstiger) aber die C300 ist aktuell einfach sinnvoller.

Edit: Achja sequenzielle Werte habe beim öffnen von einem bzw. meheren Programmen eigentlich keine messbaren/spürbaren Unterschiede, wenn dem so wäre, dann könnte man sich einfach HDDs in einen Raid klatschen.
 
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muzik

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Zitat von Peericles:
Äh den Post verstehe ich jetzt nicht (den von muzik), nicht die CPUs limitieren beim 4k lesen/schreiben sondern eher SSDs oder eben schlechte Controller.
Bis du nen Quad Core ausgelastet bekommst muss schon einges passieren, als normal User würde ich mal sagen, schafft man das nicht.
Bist du dir da ganz sicher? Könntest du mir dafür eventuell ein paar Indizien zeigen?
Ich wäre brennend daran interessiert wieviel IOPS man mit aktuellen Quadcores tatsächlich nutzen kann.
Bis jetzt gehe ich davon aus, dass diese IOPS-Werte größtenteils wertlos sind für ein PC-System und es deshalb wahrscheinlich sinnvoller ist dafür größere sequentielle Datenraten mitzunehmen.

Wie gesagt, ich würde das sehr gern genauer wissen - es lässt sich nur leider nirgends etwas dazu finden.

Sollte dem aber so sein, wie ich es bis jetzt annehme, dann geht Intel genau den richtigen Weg für Privatanwender, indem sie die sequentiellen Datenraten anheben auf Kosten der IOPS.
 
Zuletzt bearbeitet:

Peericles

Lieutenant
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Also das kannst du relativ einfach selber testen, bei einem Benchmark. Wenn in dem Moment wo der 4k Bench läuft dein CPU ausgelastet ist, dann weißt du dass die CPU limitiert.
Meine CPU läuft bei k.A. 1-15% während des Tests.
Und der von dir angesprochene "mögliche" neue Weg von Intel ist komplett sinnbefreit.
Wozu brauchst du hohe sequenzielle Raten?? Wenn du das haben möchtest kauf die 4 HDDs für 4 x 40,- und pack die in ein RAID 0 oder RAID 10, was meinste was da abgeht, da kommt keine SSD mit nur bringen tuts nix.:freak:
 

muzik

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Zitat von Peericles:
Also das kannst du relativ einfach selber testen, bei einem Benchmark. Wenn in dem Moment wo der 4k Bench läuft dein CPU ausgelastet ist, dann weißt du dass die CPU limitiert.
Meine CPU läuft bei k.A. 1-15% während des Tests.
Und der von dir angesprochene "mögliche" neue Weg von Intel ist komplett sinnbefreit.
Wozu brauchst du hohe sequenzielle Raten?? Wenn du das haben möchtest kauf die 4 HDDs für 4 x 40,- und pack die in ein RAID 0 oder RAID 10, was meinste was da abgeht, da kommt keine SSD mit nur bringen tuts nix.:freak:

Nein so kann man das meiner Meinung nach nicht testen!
Das sind synthetische Benchmarks, bei denen keine echten Befehle gelesen/geschrieben werden und deshalb wird die CPU nicht ausgelastet, weil sie quasi die Festplatte nur mit Müll zuspammt und dadran testet wieviele Operations diese pro Sekunde verarbeiten kann.
Wenn das alles sinnvolle Befehle wären, die die CPU verarbeiten müsste, dann wäre die CPU sehr wohl ausgelastet!
Das ist ja gerade auch der Sinn dieser Benchmarks - eine Komponente mit möglichst wenig Einfluss vom restlichen System zu testen.
Mich würden aber mal reale IOPS interessieren. Und die können garnicht so unglaublich hoch liegen - denn nicht umsonst gibt es Server-CPUs, die u.a. genau dafür da sind! Und da laufen größtenteils noch keine SSDs, sondern große Cluster von vielen HDDs...
 
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muzik

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Zitat von tanni:
@muzik
Wenn ein 4Kern Prozessor tatsächlich die IOPS nennenswert beschränken würde, wären ja die IOPS aller SSDs die mit dem selben System getestet wären gleich? Wie kann man denn zu so einer Annahme kommen?

Und dass es riesige Unterschiede der Anwendungsstartgeschwindigkeit gibt zeigt folgender Test:
http://www.techspot.com/review/340-samsung-470-series-ssd/page6.html

Nein, wären sie nicht zwangläufig. Ich kann nur vermuten, da ich viel zu wenig darüber weiß, wie genau diese Benchmarks funktionieren.
Es ist doch aber ein Unterschied WAS ich für I/O Operations lese/schreibe, oder nicht?
Wenn diese Operations nichts sagen, dann muss die CPU sie ja auch kaum verarbeiten.

Dein Link zeigt übrigens gerade, dass es nur ganz geringe Unterschiede der Anwendungsstartgeschwindigkeiten unter den SSDs gibt!
As you can see all SSDs perform exceptionally well here and there is very little difference between them.
Und das obwohl die dort getesteten Exemplare durchaus unterschiedliche IOPS-Werte haben.
Im Übrigen hat der Anwendungsstartgeschwindigkeit-Test ja auch durchaus was mit sequentiellem Lesen zu tun, oder nicht? Das heißt dabei werden nicht nur die IOPS-Werte gemessen, sondern es spielt auch die Lese-Performance mit rein.
Trotzdem sind die Unterschiede sehr gering.

Ich persönlich kann jetzt nicht sagen, dass ich an dem Chart irgendeinen Einfluss höherer/niedrigerer IOPS zwischen den SSDs erkennen könnte.

Aber wie gesagt, ich würde das gerne wissen - also wenn ihr was wisst - her damit :)
Ergänzung ()

Im Übrigen testen die auf der Seite auch totalen Quatsch, weil sie die 4k-Werte nur mit QD32 messen und nicht mit 1-4... dadurch kann man leider nicht sehen, wie die Unterschiede da zwischen den Platten tatsächlich ausfallen und wie große sie sind. Dann hätte man vielleicht sehen können wie sich das im Verhältniss auswirkt. So kann man nur eines feststellen: Die IOPS-Tests bei QD=32 sind voll fürn Ars*h und haben nahezu garkeine Auswirkung auf die reale Performance. Was zumindest ein Stück weit belegt, dass die IOPS garnicht soein Zaubermittel sind, wie einige denken.
 
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O

Onkelhitman

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"Wenn du mir erklären kannst, wieviele kleine Dateien aktuelle CPUs tatsächlich VERARBEITEN können und ab wieviel/wie wenig IOPS wieder die SSD zum Flaschenhals wird, dann würdest du uns ein ganzes Stück weiter bringen.
Bis dahin behaupte ich, dass sämtliche SSDs noch genug IOPS erzeugen um heutige CPUs ausreichend zu füttern, zumal die Unterschiede bei QD=1-3 marginal sind..."

Intel 320 300GB; Intel 510 250GB; Intel X25-M 160GB G2; Crucial

Also ich sehe da:
Die 510 hat bei 4K Lesen 22,26MB/s. Die 320 22,42MB/s. Die alte G2 hat dort 23,68MB/s. Und die Crucial 36,73MB/s. Wenn der Prozessor limitieren würde, dann würde die Crucial niemals 50% mehr (von der alten Postville 160 aus gesehen) Datenrate schaffen oder?

HWLuxx selbst sagt:
"Während die minimale Anfragetiefe (auch Queue Depth, kurz QD) von eins typisch für ein Desktopsystem ist (sie kann auch geringfügig höher sein, befindet sich jedoch meistens deutlich im einstelligen Bereich), zeigt der Test mit QD 64 das Maximum dessen, wozu die SSD imstande ist. Derart hohe Anfragetiefen erreicht man unter normalen Umständen allerdings nur in Mehrbenutzer- bzw. Serverumgebungen."

Was wir ja beide so sehen. Nur sehe ich bei dem Test eben nicht die neuen Intels mit höheren Werten sondern nur die Crucial. Und der Std. Anwender braucht keine 150MB/s, sondern konstant gute Werte bei allen Dateigrößen und die niedrige Zugriffszeit. Das ist doch das, was eine SSD interessant macht, dass sie bei Mini-Dateien eben keine Lese/Schreiboperation auf einer rotierenden, positionierenden Scheibe hat.

Und daher sind i.d.R. nur die 4KB und 4-64K Dateien wichtig. Alle zu testen wäre sogar noch besser.

Eine SSD mit 100MB/s Lesen+Schreiben inkl. aller Dateigrößen, DAS wäre was.
 

tanni

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Du bist ja schon recht verwirrt irgendwie.

Zitat von muzik:
Nein, wären sie nicht zwangläufig. Ich kann nur vermuten, da ich viel zu wenig darüber weiß, wie genau diese Benchmarks funktionieren.

-> = "Nein wären sie nicht zwangsläufig, warum aber nicht, kann ich dir auch nicht sagen"

Die Aussage ist genauso inhaltsarm wie unterhaltend :D
Zitat von muzik:
Es ist doch aber ein Unterschied WAS ich für I/O Operations lese/schreibe, oder nicht?
Wenn diese Operations nichts sagen, dann muss die CPU sie ja auch kaum verarbeiten.
Was, wie, wo? Keine Ahnung wovon du redest.
Zitat von muzik:
Dein Link zeigt übrigens gerade, dass es nur ganz geringe Unterschiede der Anwendungsstartgeschwindigkeiten unter der SSDs gibt!
As you can see all SSDs perform exceptionally well here and there is very little difference between them.

Geringe Unterschiede?
Relative Unterschiede zw. langsamster und schnellster SSD:
Bootup: 33% Differenz (4,5 Sekunden)
App-launch: 100% (V-25m rausgelassen) (1,1 Sekunden)
Game-launch: 25% (4 Sekunden)

Das macht im Mittel 53% Geschwindigkeitsunterschied bei den (wie im 1st post beschriebenen MIR persönlich wichtigen) app-startup/boot Zeiten.

Zitat von muzik:
Und das obwohl die dort getesteten Exemplare durchaus unterschiedliche IOPS-Werte haben.
Ja, genau deswegen gibts auch so riesige Unterschiede in den realworld benchmarks.

Zitat von muzik:
Im Übrigen hat der Anwendungsstartgeschwindigkeit-Test ja auch durchaus was mit sequentiellem Lesen zu tun, oder nicht? Das heißt dabei werden nicht nur die IOPS-Werte gemessen, sondern es spielt auch die Lese-Performance mit rein.

Sequentiell wohl nur, wenn eine größere Datei gelesen wird. Z.b haben ja manche Spiele bis zu 1GB große Dateien, die beim Spielstart geladen werden. Bei Programmen ist mir dergleichen aber nicht bekannt. Ansonsten sind die Dateien ja kleiner und liegen nicht immer hintereinander auf der Platte.

Zitat von muzik:
Trotzdem sind die Unterschiede sehr gering.
Eben nicht, siehe oben.

Zitat von muzik:
Ergänzung ()

Im Übrigen testen die auf der Seite auch totalen Quatsch, weil sie die 4k-Werte nur mit QD32 messen und nicht mit 1-4... dadurch kann man leider nicht sehen [..]

Was die sonst so testen ist doch momentan gar nicht von Belang :)
 

muzik

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Zitat von Onkelhitman:
Intel 320 300GB; Intel 510 250GB; Intel X25-M 160GB G2; Crucial

Also ich sehe da:
Die 510 hat bei 4K Lesen 22,26MB/s. Die 320 22,42MB/s. Die alte G2 hat dort 23,68MB/s. Und die Crucial 36,73MB/s. Wenn der Prozessor limitieren würde, dann würde die Crucial niemals 50% mehr (von der alten Postville 160 aus gesehen) Datenrate schaffen oder?
Ok. Soweit bin ich bei dir. Diese Werte sind so gemessen worden. Aber da wurde ja nur irgendwas geschrieben/gelesen.
In einem realen Szenario sind das alles kleine Operations, die ein Betriebssystem benutzt, eine CPU berechnen muss usw.
Jetzt ist doch die entscheidende Frage: Wieviel Durchsatz in 4k-Blöcken wird wo und wann genutzt und kann auch wirklich verarbeitet werden?
Mal ein ausgedachtes Beispiel:
Wenn mein Betriebssystem selbst unter Hochdruck nie mehr als Y 4k-Operationen durchführt, dann ist mir doch völlig egal, ob eine SSD 1000x Y Operationen schreiben oder lesen kann!
Dasselbe mit der CPU. Wenn in den 4k-Operations sinnvolle Befehle stecken muss ich wissen, bei welchen und wievielen Befehlen verschiedene CPUs ausgelastet sind.
Usw. da gibts bestimmt noch mehr Komponenten die dadran beteiligt sind.

Was ich persönlich bis jetzt sehe ist, dass im realen Szenario bei den Test nur marginale Unterschiede zustande kommen, egal ob die eine Platte vorher 10.000 IOPS im Benchmark hatte, oder 60.000 IOPS.
Zitat von Onkelhitman:
Was wir ja beide so sehen. Nur sehe ich bei dem Test eben nicht die neuen Intels mit höheren Werten sondern nur die Crucial. Und der Std. Anwender braucht keine 150MB/s, sondern konstant gute Werte bei allen Dateigrößen und die niedrige Zugriffszeit. Das ist doch das, was eine SSD interessant macht, dass sie bei Mini-Dateien eben keine Lese/Schreiboperation auf einer rotierenden, positionierenden Scheibe hat.
Ganz deiner Meinung. Aber wenn irgendwann die Werte bei den kleinen Dateigrößen schnell genug sind und keine Performance-Verbesserung mehr bringen, was spricht dann dagegen die sequentiellen Datendurchsätze zu erhöhen?
Zitat von Onkelhitman:
Und daher sind i.d.R. nur die 4KB und 4-64K Dateien wichtig. Alle zu testen wäre sogar noch besser.

Eine SSD mit 100MB/s Lesen+Schreiben inkl. aller Dateigrößen, DAS wäre was.
Wozu? Ich würde ja gerne erstmal sehen, dass sich das wirklich so auswirkt, wie es behauptet wird.
 

Peericles

Lieutenant
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Junge Junge du bist schon rein logisch auf dem totallen Holzweg muzik, dass was du ansprichst, dass eine CPU beim lesen und gleichzeitigen ausführen von Threads aus den gelesenen Daten an seine Grenzen kommt, kommt maximal in einem worst case scenario vor.

Weil das nämlich bedeuten würde, dass alle 4 Kerne / 8 threads (bei quad core) wirklich zu 100% ausgelastet sind und zusätzlich auch noch mit threads belegt sein müssen, die von der Priorität höher eingestuft sind, als eben der lesende/schreibene Prozess von der SSD.

So was kann durchaus passieren, tut es aber eher selten.

Dese Theorie jedoch in Einklang zu bringen mit sequenziellen Leses/Schreibraten is totaller Humbug.

Nochmal zum mitmeißeln eine SSD wird i.d.R. als Systemlaufwerk genutzt. Ein System und auch Programme bestehen aus vielen kleinen Dateien, vereinzelt auch große.
Welcher der Benchmarkwerte gibt dir jetzt Aufschluss darüber wie schnell kleine Dateien geladen werden können?
Richtig am wahrscheinlichsten, aber auch nicht zu 100% passend, die 4k Werte. Weil das grob aussagt wie verhält sich die SSD wenn sie viele kleine Dateien laden muss.
Natürlich sind auch das nur Richtwerte, weil nicht jede Datei ist 4k groß aber anzunehmen das die sequenziellen Raten in irgenteiner Form den Systemstart, Programmstart or whatever beschleunigen ist schlichtweg falsch.
Das einzige was dir diese sequentziellen Raten aussagen ist, dass du DVD, mkvs, Isos oder andere riesige Dateien schnell kopieren kannst, aber für sowas brauch man keine SSD.
 

muzik

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Zitat von tanni:
Geringe Unterschiede?
Relative Unterschiede zw. langsamster und schnellster SSD:
Bootup: 33% Differenz (4,5 Sekunden)
App-launch: 100% (V-25m rausgelassen) (1,1 Sekunden)
Game-launch: 25% (4 Sekunden)

Das macht im Mittel 53% Geschwindigkeitsunterschied bei den (wie im 1st post beschriebenen MIR persönlich wichtigen) app-startup/boot Zeiten.
Nur sind denn auch immer die "richtigen" SSDs vorne nach deine Argumentation?
Mal ist die eine schneller, mal die andere... völlig unabhängig von ihren IOPS-Werten!
Beim Bootvorgang ist sogar die Samsung die beste und die C300 relativ weit hinten, obwohl die IOPS-Werte genau entgegengesetzt sind.

Wenn IOPS diese Auswirkungen alleine zu verantworten hätten, dann würde ich aber auch gerne die Platten mit hohen IOPS-Werten konstant vorne sehen.
 

tanni

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Zitat von Onkelhitman:
"Wenn du mir erklären kannst, wieviele kleine Dateien aktuelle CPUs tatsächlich VERARBEITEN können und ab wieviel/wie wenig IOPS wieder die SSD zum Flaschenhals wird, dann würdest du uns ein ganzes Stück weiter bringen.
Bis dahin behaupte ich, dass sämtliche SSDs noch genug IOPS erzeugen um heutige CPUs ausreichend zu füttern, zumal die Unterschiede bei QD=1-3 marginal sind..."

Intel 320 300GB; Intel 510 250GB; Intel X25-M 160GB G2; Crucial

Also ich sehe da:
Die 510 hat bei 4K Lesen 22,26MB/s. Die 320 22,42MB/s. Die alte G2 hat dort 23,68MB/s. Und die Crucial 36,73MB/s. Wenn der Prozessor limitieren würde, dann würde die Crucial niemals 50% mehr (von der alten Postville 160 aus gesehen) Datenrate schaffen oder?

HWLuxx selbst sagt:
"Während die minimale Anfragetiefe (auch Queue Depth, kurz QD) von eins typisch für ein Desktopsystem ist (sie kann auch geringfügig höher sein, befindet sich jedoch meistens deutlich im einstelligen Bereich), zeigt der Test mit QD 64 das Maximum dessen, wozu die SSD imstande ist. Derart hohe Anfragetiefen erreicht man unter normalen Umständen allerdings nur in Mehrbenutzer- bzw. Serverumgebungen."

Was wir ja beide so sehen. Nur sehe ich bei dem Test eben nicht die neuen Intels mit höheren Werten sondern nur die Crucial. Und der Std. Anwender braucht keine 150MB/s, sondern konstant gute Werte bei allen Dateigrößen und die niedrige Zugriffszeit. Das ist doch das, was eine SSD interessant macht, dass sie bei Mini-Dateien eben keine Lese/Schreiboperation auf einer rotierenden, positionierenden Scheibe hat.

Und daher sind i.d.R. nur die 4KB und 4-64K Dateien wichtig. Alle zu testen wäre sogar noch besser.

Eine SSD mit 100MB/s Lesen+Schreiben inkl. aller Dateigrößen, DAS wäre was.

Stimme dir im Prinzip zu, allerdings ist es nunmal einfach so, dass diese super reandom read und write Werte der C300 in realworld offensichtlich nichts bringen.

Die C300 müsste ja z.B. nach den Werten die sie erzielt ein OS mindestens 50% schneller booten als eine 510er, da ein boot zu 97% aus QD1-3 besteht und die C300 bei einer QD von 3 bereits 4 mal (soweit ich mich erinnere, siehe anands 510er test) schneller ist als eine 510.
Tut sie das? Nein, tut sie nicht. Wenn man sich ralles review anschaut sieht man, dass die 510er so schnell bootet, dass sich nichtmal das windows 7 logo ganz aufbaut bevor schon der Anmeldeschirm da ist (wobei ich zugeben muss, dass DIESE krasse bootgeschwindigkeit, zumindest wenn man auf den Aufbau des windows Logos achtet bei keinem anderen youtube video erreicht wird).

Bei dem Bericht zur 320er von legitreviews steht:
The 4 KB random writes ostensibly show somewhat of a weakness but Intel has proactively informed us that several of the shorter length synthetic benchmarks report slower throughputs than the drive is capable of so keep this in mind as you peruse the results. Iometer did show better 4 KB random writes than the other tests as it runs over a longer interval.

Man muss wohl einfach akzeptieren, dass sich die wahre performance nicht mit diesen synthetischen Benchmarks, die die Leistung in alle möglichen Kombinationen von filesize und befehlstiefe aufspalten, messen lässt, sondern es ein NICHT MESSBARES Gesamtpaket gibt.
Von daher muss man auch bemängeln, dass es nur sehr wenige Seiten gibt, die reviews erstellen, die bootup/app-start/unzip-Zeiten testen und damit tatsächlich relevante Angaben zur Leistung einer SSD machen.
Eine löbliche Ausnahme ist hier CB, die sogar im used Zustand nochmal die gleichen Tests machen.
 

muzik

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Zitat von Peericles:
Nochmal zum mitmeißeln eine SSD wird i.d.R. als Systemlaufwerk genutzt. Ein System und auch Programme bestehen aus vielen kleinen Dateien, vereinzelt auch große.
Welcher der Benchmarkwerte gibt dir jetzt Aufschluss darüber wie schnell kleine Dateien geladen werden können?
Richtig am wahrscheinlichsten, aber auch nicht zu 100% passend, die 4k Werte. Weil das grob aussagt wie verhält sich die SSD wenn sie viele kleine Dateien laden muss.
Natürlich sind auch das nur Richtwerte, weil nicht jede Datei ist 4k groß aber anzunehmen das die sequenziellen Raten in irgenteiner Form den Systemstart, Programmstart or whatever beschleunigen ist schlichtweg falsch.
Das einzige was dir diese sequentziellen Raten aussagen ist, dass du DVD, mkvs, Isos oder andere riesige Dateien schnell kopieren kannst, aber für sowas brauch man keine SSD.

Ok, das ist vielleicht falsch rübergekommen. Ich meinte bloß, dass es nicht schaden kann die sequentiellen Datenraten zu erhöhen.

Und natürlich ist der Datendurchsatz mit 4k-Daten wichtig. Keine Frage. Aber es gibt auch hier Grenzen und die sind scheinbar noch nicht wirklich bekannt. Klar ist mehr immer besser. Aber genau wie ich bei sequentiellen Datenraten sagen kann: "30mb/s ist doch schon arg langsam"... "60mb/s reichen mir".... "wow 150mb/s"... aber bei 1000mb/s "oh gott das brauch doch kein Mensch" muss man auch Maßstäbe für die IOPS haben. Im Verhältniss zu HDDs sind alle SSDs "Wow!"...
Ich meine ich kaufe mir auch keinen 10-Kernprozessor, weil ich weiß, dass ich es nicht brauche.
Bei IOPS gibts im Moment nur die Aussage: Mehr ist besser.
Und das kann ab einer bestimmten Grenze für den Desktop-PC nichtmehr 100%ig stimmen. Die Frage, die ich halt stelle ist: Wo sind diese Grenzen?
Ergänzung ()

Zitat von tanni:
Stimme dir im Prinzip zu, allerdings ist es nunmal einfach so, dass diese super reandom read und write Werte der C300 in realworld offensichtlich nichts bringen.

Die C300 müsste ja z.B. nach den Werten die sie erzielt ein OS mindestens 50% schneller booten als eine 510er, da ein boot zu 97% aus QD1-3 besteht und die C300 bei einer QD von 3 bereits 4 mal (soweit ich mich erinnere, siehe anands 510er test) schneller ist als eine 510.
Tut sie das? Nein, tut sie nicht.

Und ihr nennt mich "verwirrt". Genau das kann man deiner Argumentation weiter oben auch vorwerfen - habe ich ja auch gemacht O.o
 
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tanni

Lt. Junior Grade
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Zitat von muzik:
Nur sind denn auch immer die "richtigen" SSDs vorne nach deine Argumentation?
Mal ist die eine schneller, mal die andere... völlig unabhängig von ihren IOPS-Werten!
Beim Bootvorgang ist sogar die Samsung die beste und die C300 relativ weit hinten, obwohl die IOPS-Werte genau entgegengesetzt sind.

Wenn IOPS diese Auswirkungen alleine zu verantworten hätten, dann würde ich aber auch gerne die Platten mit hohen IOPS-Werten konstant vorne sehen.

Ich will und kann gar nicht bewerten ob "die richtigen" SSDs vorne sind. Ich habe nur gesagt, dass es sehr wohl einen signifikanten Unterschied beim Anwendungsstartverhalten gibt.

Verwirrend sind die app-start benchmarks, wenn man sie mit denen anderer Seiten vergleicht aber allemal. So ist die Samsung 470 bei dem Bericht von CB, im Gegensatz zu dem zuvor geposteten review, immer auf den hintersten Platz.

Das führt zu der Vermutung, dass es auch auf das individuelle PC setup ankommt, also besonders motherboard und evtl. Prozessor.
 
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