News Intel-Neuaufstellung: Mit Ronak Singhal geht der nächste große CPU-Architekt

Volker

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Intel verzeichnet den nächsten ganz großen Abgang in der CPU-Architektur-Sparte: Ronak Singhal wird das Unternehmen verlassen. Er war zuletzt für die Umsetzung in der Xeon-Produktsparte verantwortlich, hatte zuvor aber viele Architektur-Errungenschaften vorangetrieben, von denen Intel Jahrzehnte profitierte.

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im Grunde wird ja nur der Kopf ausgetauscht.
Bei Intel wird es noch genug kompetente Ingenieure geben.
 
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@Volker
Da fehlt eine [ nach "Gewichtiger x86-Architekt". ;)

Edit: Kaffee ist wohl angekommen. ^^
 
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jetzt gibt dem lieben volker seinen morgenkaffe, was soll das! :D
 
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Die Formatierung des Artikels erscheint mir kaputt. Ist das nur bei mir so?
 
Roomservice

☕️☕️☕️

:D

Zur News: Finde ich schon merkwürdig, das jemand der stets gute Leistung brachte gegangen wird. Aber scheinbar sieht Intel seine Kompetenz für Abkömmlich und hat besseren Ersatz in der Hinterhand.
 
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Robert. schrieb:
im Grunde wird ja nur der Kopf ausgetauscht.
Bei Intel wird es noch genug kompetente Ingenieure geben.
Da würde ich mich nicht so drauf verlassen. Wer in den letzten Jahren etwas bewegen wollte und seine Entwicklungen "in echt" sehen wollte, wird eher weg von Intel und hin zu Firmen gegangen sein, die keine eigene Fertigung als Klotz am Bein und Ursache für jahrelange Verzögerungen haben...

Sicherlich gibt es immer noch gute Leute auch bei Intel, aber wenn ich an Interviews von Jim Keller denke, kann man doch gewisse Zweifel anmelden. Klar ist der schon einige Jahre wieder weg bei beiden, aber er hat ja schön erzählt, wie bei AMD ein Team aufgebaut wurde, aus Leuten die daran glaubten, richtig etwas bewegen zu können, die anderen sind gegangen.

Bei Intel hingegen erzählte er viel vom verbreiteten Glauben an "Moore's law is dead" und solche Stimmungen, und dort ist er gegangen ohne dass es ein greifbares Ergebnis seiner Arbeit gibt. Wenn das da die Stimmung war, dann sind ambitionierte Entwickler dort vielleicht eher gegangen, weil sie keine Perspektive sahen, ihre Ambitionen umzusetzen.
knoxxi schrieb:
Zur News: Finde ich schon merkwürdig, das jemand der stets gute Leistung brachte gegangen wird. Aber scheinbar sieht Intel seine Kompetenz für Abkömmlich und hat besseren Ersatz in der Hinterhand.
In diesem Sinne stellt sich auch die Frage für mich, auf welcher Seite jemand wie Singhal stand - hatte er noch den Glauben und den Antrieb, um für Innovationen zu stehen, oder ist er Teil des "mehr geht eh nicht"-Sumpfes innerhalb Intels gewesen?
 
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@stefan92x :
Das klingt spannend.
Würde das gerne mal aus Interesse nachlesen, wie die beiden Chipgiganten ihre Teams aufbauen.
Hättest du vielleicht einen Link dazu? Danke dir!
 
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Robert. schrieb:
im Grunde wird ja nur der Kopf ausgetauscht.
Bei Intel wird es noch genug kompetente Ingenieure geben.
Typischer "jeder ist ersetzbar" Gedanke. Das sehe ich definitiv nicht so. Für ihn selber wird es kein Beinbruch sein, trotzdem ist es immer bedauerlich wenn Mitarbeiter nach so langer Treue zur Firma gehen müssen.
 
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stefan92x schrieb:
In diesem Sinne stellt sich auch die Frage für mich, auf welcher Seite jemand wie Singhal stand - hatte er noch den Glauben und den Antrieb, um für Innovationen zu stehen, oder ist er Teil des "mehr geht eh nicht"-Sumpfes innerhalb Intels gewesen?
Kannst ihm ja ne DM auf LinkedIn schreiben und nachfragen 😬😬
 
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stefan92x schrieb:
Bei Intel hingegen erzählte er viel vom verbreiteten Glauben an "Moore's law is dead" und solche Stimmungen, und dort ist er gegangen ohne dass es ein greifbares Ergebnis seiner Arbeit gibt. Wenn das da die Stimmung war, dann sind ambitionierte Entwickler dort vielleicht eher gegangen, weil sie keine Perspektive sahen, ihre Ambitionen umzusetzen.
Größere Unternehmen haben das leider oft so an sich, auch weil man halt nur eine Nummer in einem großen Rad ist und man eben nicht viel bewegen kann.
Was ja auch der Grund ist warum etwa Spiele die von riesigen Teams gemacht sind oft groß sind, aber eben auch irgendwie... "bland".
Es stimmt aber schon auch, dass eine gewisse "Firmenidentität" motivieren kann, die ist bei AMD im Moment sicher generell besser als bei Intel
stefan92x schrieb:
In diesem Sinne stellt sich auch die Frage für mich, auf welcher Seite jemand wie Singhal stand - hatte er noch den Glauben und den Antrieb, um für Innovationen zu stehen, oder ist er Teil des "mehr geht eh nicht"-Sumpfes innerhalb Intels gewesen?
werden wir nächstes Jahr sehen. Letztlich weiß Intel schon ganz genau, wo man mit Nova Lake landen wird.
Aber innovationen gab es bei Intel eigentlich immer, sie sind nun nur deutlich weniger geworden wo man nicht erfolgreiche Geschäftsfelder und Forschungen rauswarf.
 
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Natürlich muss man mal was neues wagen aber ob ich so einen Mitarbeiter gehen ließe - ich weiß nicht. Aber gut. Wie man hier schon anmerkte - jeder ist ersetzbar. Bei manchen merkt man´s halt, wenn er weg ist, andere fallen nicht ins Gewicht.
 
Robert. schrieb:
im Grunde wird ja nur der Kopf ausgetauscht.
Oh, gerade ein guter Kopf kann an der Stelle entscheidend für den Erfolg oder eben Misserfolg eines Projekts sein. Gute "Abteilungsleiter" können an so einer Stelle sehr viel bewirken, weil sie die einzelnen Teams entsprechend lenken, sie die Projekte der einzelnen Teams als "graue Eminenz" im Hintergrund ansehen, die einzelnen Fäden zusammenführen und wenn sie wirklich gut sind auch Fehlentwicklungen relativ frühzeitig erkennen und dann gegen steuern.

Natürlich ist er nicht alleine dafür verantwortlich, dass eine CPU-Architektur gut wird - genauso wenig ist er alleine dafür verantwortlich, wenn es schlecht wird. Es ist aber genau die Position, die maßgeblichen Einfluss darauf hat. Dafür werden die Leute auch bezahlt. Wenn jemand mit der Erfahrung geht, kann das eine Chance sein, allerdings auch ein Risiko.
Robert. schrieb:
Würde das gerne mal aus Interesse nachlesen, wie die beiden Chipgiganten ihre Teams aufbauen.
Das ist immer eine Frage des eigentlichen Führungspersonales und wie dieses gestrickt ist und welche Kultur damit Einzug hält.

Um zu wissen, wie die ihre Teams aufbauen, müsste man bei beiden Firmen gearbeitet haben, und zwar auch einen längeren Zeitraum.
 
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PusteBlume0815 schrieb:
Natürlich muss man mal was neues wagen aber ob ich so einen Mitarbeiter gehen ließe - ich weiß nicht. Aber gut. Wie man hier schon anmerkte - jeder ist ersetzbar. Bei manchen merkt man´s halt, wenn er weg ist, andere fallen nicht ins Gewicht.
man weiß ja nicht, warum er ging.

Wir haben hier auch Kollegen, hochintelligent die großartiges geleistet haben - aber die sind gegangen und es ist am Ende nicht negtiv aufgefallen, ganz im Gegenteil. Warum? Nun a) die besten Zeiten waren schon vorbei b) es hat irgendwie immer ein Druckgefühl ausgelöst bei allen mit denen zu arbeiten und c) waren sie eben aufgrund von a) oft gar nicht mehr so gut gelaunt.
Letztlich hat es einiges gebracht das Team zu verjüngen.
 
@Volker willst nicht nen Sammel Thread machen für die Entlassungen bei Intel? :heilig:
 
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Sein Aufstieg klingt nach Peter-Prinzip, einen fähigen Ingenieur so lange befördern, bis er nur noch Management macht.

Und der Hauptgrund dafür ist meistens, Management will nicht, dass ein Ingenieur mehr verdient als einer im Management, also gibt man ihm eine Managementstelle, damit er mehr verdient.
 
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MegaManX4 schrieb:
man bekommt den Eindruck, es handele sich um ein indisches Unternehmen
Man bekommt den Eindruck, dass du aufgrund von Namen auf die Nationalität schließt.
 
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Robert. schrieb:
@stefan92x :
Das klingt spannend.
Würde das gerne mal aus Interesse nachlesen, wie die beiden Chipgiganten ihre Teams aufbauen.
Hättest du vielleicht einen Link dazu? Danke dir!
Ich habe mich an ein Interview von Anandtech erinnert (nur noch im Internet Archive verfügbar), da stehen so ein paar Sachen drin (zum Teil auch zwischen den Zeilen lesen): https://web.archive.org/web/2025070...storrent-ceo-ljubisa-bajic-and-cto-jim-keller

Es gab definitiv noch andere, aber die fallen mir gerade nicht mehr ein.
 
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BAR86 schrieb:
man weiß ja nicht, warum er ging.
Natürlich wissen wir es nicht. Das kann auch im persönlichen Bereich liegen oder Burn Out. Andere Perspektiven im Leben zu haben kann auch wieder Inspiration sein. Ich denke mal so ein erfahrenen Mitarbeiter ist heiß umworben. Ich denke mal im Armenhaus wird er nicht landen.
Reine Spekulation. Wie du schon sagtest - wir wissen es nicht.
 
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