Robert. schrieb:
im Grunde wird ja nur der Kopf ausgetauscht.
Bei Intel wird es noch genug kompetente Ingenieure geben.
Da würde ich mich nicht so drauf verlassen. Wer in den letzten Jahren etwas bewegen wollte und seine Entwicklungen "in echt" sehen wollte, wird eher weg von Intel und hin zu Firmen gegangen sein, die keine eigene Fertigung als Klotz am Bein und Ursache für jahrelange Verzögerungen haben...
Sicherlich gibt es immer noch gute Leute auch bei Intel, aber wenn ich an Interviews von Jim Keller denke, kann man doch gewisse Zweifel anmelden. Klar ist der schon einige Jahre wieder weg bei beiden, aber er hat ja schön erzählt, wie bei AMD ein Team aufgebaut wurde, aus Leuten die daran glaubten, richtig etwas bewegen zu können, die anderen sind gegangen.
Bei Intel hingegen erzählte er viel vom verbreiteten Glauben an "Moore's law is dead" und solche Stimmungen, und dort ist er gegangen ohne dass es ein greifbares Ergebnis seiner Arbeit gibt. Wenn das da die Stimmung war, dann sind ambitionierte Entwickler dort vielleicht eher gegangen, weil sie keine Perspektive sahen, ihre Ambitionen umzusetzen.
knoxxi schrieb:
Zur News: Finde ich schon merkwürdig, das jemand der stets gute Leistung brachte gegangen wird. Aber scheinbar sieht Intel seine Kompetenz für Abkömmlich und hat besseren Ersatz in der Hinterhand.
In diesem Sinne stellt sich auch die Frage für mich, auf welcher Seite jemand wie Singhal stand - hatte er noch den Glauben und den Antrieb, um für Innovationen zu stehen, oder ist er Teil des "mehr geht eh nicht"-Sumpfes innerhalb Intels gewesen?