News Intel Optane SSD 900P: High-End-SSD mit 3D XPoint kommt Ende Oktober

@m.Kobold
Als Standardszenario bezeichne ich das, was die meisten User machen. Laden/Zugriffe seitens des Betriebssystems, Webbrowser, Applikationen, Spiele. Es gibt natürlich die Ausnahmen, bei denen der Vorteil einer hohen sequenziellen Datenübertragungsrate die der kürzeren Zugriffszeit überwiegt. Keine Frage...

Ich habe mir die NVMe für VR Games/ Open World Spiele geholt, um noch weniger nachladeruckler zu haben, während andere nur an Browsen, Office und Windows bootvorgang denken.
Wie schon richtig angemerkt nutzt auch Optane das NVMe Übertragungsprotokoll. Und tatsächlich bietet diese bei Openworld-/Streaming spürbare Besserung. So habe ich z.B. Fallout 4 mal Testweise auf meiner Optane (ohne caching Modus) installiert. Da funktioneirt der Zellenwechsel deutlich ruckfreier (ini auf 15 Zellen sichtweite). Somit wird das Potenzial klar.

Für mich hört sich die extrem niedrige Zugriffszeiten von Optane vor allem für große Datenserver/Webserver interressant an,
wo man möglichst viele und kleine Dateien abarbeiten muß.
Der normale User arbeitet statistisch überwiegend kleine Dateien ab.

Beim Thema Computer und dessen Entwicklung geht es Vorrangung um Geschwindigkeitssteigerung. Man hört oft den Spruch:Wer braucht den schon XY oder was macht das schon für einen Unterschied ob ich eine oder 2 Sekunden warte.
Aber genau das macht es aus: Eine Sekunde oder 100% mehr Wartezeit.

Grüße
Zero
 
@Zero

Naja, wenn interressiert schon Fallout4 installation? Das macht man einmal und das wars... viel wichtiger ist doch das Level laden oder Streaming bei Openworld, du sagst ruckfreier, als was? HDD, SSD oder NVMe SSD? Und welches modell genau? Alles ziehmlich grobe aussagen.
 
m.Kobold schrieb:
Ich glaub kaum das du den unterschied zwischen ner 960pro und der optane merken wirst,
Abwarten, die Kapazitäten der bisherigen Optane, also der kleinen Optane Memory M.2 SSD sind mit maximal 32GB sehr gering und selbst im RAID 0 mit 3 davon, lässt sich nicht alles testen bzw. es wurde in Reviews wo die Optane nur als SSD und nicht als Cachelaufwerk für eine HDD getestet wurde, eher wenig getestet.
m.Kobold schrieb:
aber so wie es sich anhört wird sich dein Geldbeutel weit öffnen müssen :)
Wie weit der sich öffnen muss, hängt doch davon ab wie groß der ist :D
m.Kobold schrieb:
Ich denke das Coffee Lake meine 960 evo noch besser auslasten wird und das auch weiterhin die CPU der Flaschenhals ist.
Was wann der Flaschenhals ist, hängt immer davon ab was man mit dem System macht und kann sich auch innerhalb einer Anwendung ständig ändern. Beides zu beschleunigen wird am Ende mit Sicherheit nicht zu einem langsameren System führen, wie viel schneller es wird, hängt halt von der Nutzung ab und ob es sich dann preislich lohnt, muss jeder für sich entscheiden.

m.Kobold schrieb:
Das man ausschließlich nur viele kleine Dateien laden muß, gehört bestimmt nicht zu den Standardszenarien...
Dann schau Dir mal an wie groß die Dateien auf C: bei Dir im Schnitt so sind. Bedenke das SATA SSD mit QD1 erst bei so 256 bis 512kB langen Lesezugriffen ist maximalen Transferraten erreichen (ATTO ist da kein Maßstab, da es dort 4 Overlapping I/Os gibt) und PCIe SSDs noch viel längere Zugriffe dafür brauchen. Der Vorteil der Optane ist, dass diese schon bei sehr kurzen Zugriffen sehr hohe Transferraten erreichen. Vergiss auch nicht, dass Dateien nicht immer komplett gelesen werden, sondern manchmal teilweise und wenn sie fragmentiert sind, sowieso nur die Größe der Fragmente zählt.
m.Kobold schrieb:
Was wäre denn davon das Standardszenario und wer legt das fest?
Von sowas würde ich nicht reden, da jeder ein anderes System und eine andere Nutzung hat, wer diese gut kennt und welche Anforderungen dabei ans System gestellt werden, kann sein System besser konfigurieren.
m.Kobold schrieb:
Mal abgesehen ob es überhaupt sinn ergibt
Die ersten Tests in denen die Optane Memory rein als SSDs genutzt wurden, sind vielversprechend.
m.Kobold schrieb:
Sobald die Dateien etwas größer sind und nicht nur 10 oder 12 Kbyte, wäre der vorteil doch verpufft.
Nicht nur etwas größer als 10 oder 12kB, s.o.!
m.Kobold schrieb:
Für mich hört sich die extrem niedrige Zugriffszeiten von Optane vor allem für große Datenserver/Webserver interressant an,
wo man möglichst viele und kleine Dateien abarbeiten muß.
Nein, bei vielen parallelen Zugriffen wird der Vorteil eher geringer, da dann auch entsprechende NVMe SSDs mit NAND Flash viele IOPS schaffen. Die Optane ist dann wegen der hohen I/O schreibend im Steady State und auch bei gemischten Lese- Schreibzugriffen interessant, weniger wegen der geringen Latenz.

StefVR schrieb:
480 gb ist mir eh zu wenig.
Auf dem oberen Bild steht unten rechts auch noch 960GB und 1500GB, Modelle mit mehr Kapazität scheinen also geplant zu sein und dürften später kommen, vermutlich wenn die Preise pro GB entsprechend gefallen sind, dass auch so große Kapazitäten bei Heimanwendern Abnehmer finden könnten. Die 480GB dürfte wohl anfangs sicher um die 1000€ liegen.
 
tic-tac-toe-x-o schrieb:
Wer hat lieber 500 Tabs als 500 Bookmarks? Wie gehst du durch all die Tabs? Wie findest du den exakten Tab in 5 Sekunden?

Strg+Tab gedrückt halten bis man an der ungefähren Position des entsprechenden Tabs ist und dann durch wiederholtes Drücken von Tab während Strg gedrückt bleibt bis zum gewünschten Tab?

Ist es nicht völlig egal ob sich jemand lieber Lesezeichen setzt oder eben viele Tabs offen hat? Das ist einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks - ich mache es gewissermaßen hybrid: einige Tabs (bis 50), viele Lesezeichen und noch Session Manager (Chrome Extension die alle offenen Tabs speichert).


Mich interessieren die Benchmarks für die 900P brennend.
 
Leli196 schrieb:
Ist es nicht völlig egal ob sich jemand lieber Lesezeichen setzt oder eben viele Tabs offen hat?

Kann sein. Aber ich finde es total hirnrissig, mit so einem ungewöhnlichen Verfahren den Kauf einer extrem teuren SSD begründen zu wollen.

Da ich auf Sicherheit und Datenschutz bedacht bin, schließe ich alle paar Minuten den FF und habe gar keinen Cache und lösche häufig die Storage-Ordner, in die sich auch Computerbase penetrant eingräbt - und komme mindestens genau so gut zurecht. :)

"Gefährdeter Datenschutz: Firefox löscht lokale Datenbanken nicht"
https://www.heise.de/newsticker/mel...loescht-lokale-Datenbanken-nicht-3835084.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ein gewöhnlicher Verfahren oder ungewöhnliches Verfahren ist, hängt doch wohl vom Nutzungsverhalten jedes einzelnen ab.
 
@m.Kobold
Naja, wenn interressiert schon Fallout4 installation? Das macht man einmal und das wars... viel wichtiger ist doch das Level laden oder Streaming bei Openworld, du sagst ruckfreier, als was?

Deutlich ruckfreier als bei einer Samsung 850 Pro. Bei Zellwechsel (Land auf Diamond City) mit der 850 gabs Drops auf unter 30FPS. Mit der Optane gings and er gleichen Stelle nicht unter 50. Die Installationsdauer des Spiels ist auch für mich eher uninteressant.

Auch sonst läuft einfach alles runder, wenns auf die Optane geschoben wird.
Derzeit nutze ich sie aber wieder als Cache, wo alle Daten, die ich oft nutze gepuffert und schneller abgerufen werden können.

Grüße
Zero
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht nicht (oder nicht vornehmlich) ums installieren von Spielen sondern ums hin und herladen von Daten von der SSD/HD in den Hauptspeicher oder GPU Speicher während das Spiel/ die Anwendung läuft. Eine 3D XPoint könnte zb Nachladeruckler in bestimmten Spielen verringern oder gar gänzlich eliminieren. Zumindest eventuell., was zu beweisen oder widerlegen wäre.

Gutes Beispiel ist Aerofly FS2 in Ultra wenn man eine Weile in eine Richtung fliegt muessen die Texturen im VRAM ausgetauscht werden, was zu kurzem stottern fuehrt. Evtl koennte so eine Optane das verhindern oder verkürzen, aber nur dann wenn die HD/SSD wirkjlich der Flaschenhals ist.

Das weir hier mehr über kleine Verbesserungen reden sollte jedem klar sein. Wer noch keine 1080 ti hat und das für bessere Spieleperformance kauft, machts vicher etwas falsch in 99,9% der Fälle.

Für Leute die gerne neues testen und das Glück haben viel Geld über zu haben kann man aber im letzten Bereich sicher noch was rausholen mit einer SSD mit niedriger Latenz.
 
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Wenn es trotz ausriechend Speicher zu Nachladerucklern kommt, hat für mich sowieso der Entwickler oder die Engine versagt. Da hätte ich lieber Spiele die 20GB Ram verlangen, anstatt hier jedes Problem auf meine Festplatten schieben zu müssen. Das Beispiel von ZeroZerp würde mich aber im speziellen interessieren. Könntest du das eventuell graphisch protokollieren? Den Frameverlauf z.B. oder die Festplattenaktivität während des Drops.
 
OT
Holt schrieb:
Was ein gewöhnlicher Verfahren oder ungewöhnliches Verfahren ist, hängt doch wohl vom Nutzungsverhalten jedes einzelnen ab.

Naja, manchmal ist es mir peinlich, wenn ein guter Freund zu mir sagt: "Du bist viel schlimmer als Don Quijote. Der wusste es nicht, aber du weißt es ganz genau, dass Du es in solchen Foren nur mit Windmühlen zu tun hast."

Piktogramm schrieb:
(und jetzt kommt gleich user:Holt um die Ecke mit seinem 100 offline Tabs in Firefox öffnen Szenario...)

Frage mich nicht, wen ich für die größte Windmühle halte. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
tic-tac-toe-x-o schrieb:
Wer hat lieber 500 Tabs als 500 Bookmarks? Wie gehst du durch all die Tabs? Wie findest du den exakten Tab in 5 Sekunden?

Alles schon beantwortet. Bin nicht der Typ der Lesefaulheit honoriert

und die 500 bookmarks kannst du gerne auf 5000 erhöhen, weil Tabs eine viel geringere Lebensdauer haben
 
@r4yn3
Ich habe damals Messungen mit Frameverläufen bei Fallout 4 angelegt. Da war das auch sehr deutlich zu erkennen.

Genau diese "Ruckler" bzw. Denkpausen, die StefVR beschreibt werden reproduzierbar minimiert bzw. eliminiert.
Ich schau mal, ob ich die noch habe und setze sie dann hier rein.

Grüße
Zero
 
markox schrieb:
Dann empfehle ich mal die Verwendung eines Session-Managers! Dann kann man eine Session für Nachrichten, eine für Youtube, eine für ... und eine Session für Ananas speichern. Die Sessions werden mit Datum und Uhrzeit gespeichert und müssen nur kurz beschrift werden, beim Anlegen. Bevor man täglich alle seine 1000 Tabs schließt und am nächsten Tag wider 68 davon raus sucht, weil man sie doch noch mal braucht wäre das doch sehr viel praktischer.

Werden leider dank nen paar fehlenden APIs mit firefox 57 gekillt da dann von den alten APIs auf die Webextension-APIs umgestellt wird.

r4yn3 schrieb:
Was Bandbreite bei Games angeht bin ich gespannt wie sich so manches Bethesda Spiel entwickelt. Doom kommt auf über 600MB/s, die Quake Alpha auf über 700MB/s.

Mit Glück hören sich das manche Entwickler auf, ihre Daten extrem zu komprimieren, weil nun seit Ewigkeiten genug Bandbreite vorhanden ist.

Und Steam komprimiert beim download auch womit man Transportkomprimierung hat welche beim eigentlichen Laden nicht mehr stört aber den "Flaschenhals" Internet für die mit weniger Bandbreite entschärft. (damals bei ARK gemerkt, 40GB auf der platte aber nur 9GB download in Steam
 
Natürlich ist das komprimieren an sich nichts schlechtes. Es war auch etwas unglücklich formuliert von mir. Die hohen Übertragungsraten der beiden genannten Spiele rühren auch daher, dass sie wenige, dafür aber sehr große Dateien haben. Ich vermute mal, Ladevorgänge haben keine hohe Queue Depth, weswegen hier auch normale NAND SSDs hohe Transferraten schaffen, da von einer Daten eine Menge gelesen werden kann.

Wenn man nun aber mit XPoint den "Flaschenhals" Queue Depth umgeht, wäre es wohl auch möglich bei anderen Titeln hohe Transferraten bei Ladevorgängen zu erreichen. Daher bin ich besonders neugierig, ob sich zumindest mit XPoint Verbesserungen bei Ladevorgängen erreichen lassen.

Beide Spiele generieren beim Laden aber dennoch volle CPU Last, weswegen auch hier wohl etwas entpackt wird. Meine ursprüngliche Aussage sollte daher wohl eher lauten, "Hoffentlich setzen Entwickler in Zukunft auf wenige große Dateine, anstelle von viele kleine."
Dafür habe ich aber zu wenig Ahnung von Spieleprogrammierung, um zu wissen, wo hier die Vor und Nachteile liegen.
 
Das Speichern der Daten in komprimierter Form ist bei HDDs sicher vorteilhaft, da diese ja relativ langsam beim Laden sind und daher kann man dann leichter Zeit gewinnen, wenn man weniger Lesen muss, aber schon bei SATA SSDs besteht die Gefahr, dass die Zeit zum Entpacken der Daten auf der CPU den Zeitgewinn beim Laden mehr als auffrisst und bei noch deutlich schnelleren SSDs ist dies dann extrem wahrscheinlich der Fall.
 
Achja Magnetscheiben, wusste doch ich hab was übersehen :freaky:
 
r4yn3 schrieb:
Natürlich ist das komprimieren an sich nichts schlechtes. Es war auch etwas unglücklich formuliert von mir. Die hohen Übertragungsraten der beiden genannten Spiele rühren auch daher, dass sie wenige, dafür aber sehr große Dateien haben. Ich vermute mal, Ladevorgänge haben keine hohe Queue Depth, weswegen hier auch normale NAND SSDs hohe Transferraten schaffen, da von einer Daten eine Menge gelesen werden kann.

Wenn man nun aber mit XPoint den "Flaschenhals" Queue Depth umgeht, wäre es wohl auch möglich bei anderen Titeln hohe Transferraten bei Ladevorgängen zu erreichen. Daher bin ich besonders neugierig, ob sich zumindest mit XPoint Verbesserungen bei Ladevorgängen erreichen lassen.

Beide Spiele generieren beim Laden aber dennoch volle CPU Last, weswegen auch hier wohl etwas entpackt wird. Meine ursprüngliche Aussage sollte daher wohl eher lauten, "Hoffentlich setzen Entwickler in Zukunft auf wenige große Dateine, anstelle von viele kleine."
Dafür habe ich aber zu wenig Ahnung von Spieleprogrammierung, um zu wissen, wo hier die Vor und Nachteile liegen.

Da wird wahrscheinlich eher das ganze zeug "geparst".
 
Was willst du da groß parsen? Die Programmlogik liegt großteils in Binärformat herum, da wird nichts mehr geparst, Texturen und 3D Modelle sind auch in Binärformaten vorhanden.
 
Da Platten nur Nullen und Einsen speichern, liegt in gewisser Weise alles immer im Binärformat vor, die Frage ist ob und ggf. wie stark die Daten gepackt sind und sie auf ob viele kleine Dateien aufgeteilt werden, oder auf wenig große aus denen dann der jeweils relevante Teil rausgesucht werden muss.
 
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