Internet fällt manchmal aus

Nemesis200SX

Lieutenant
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Aug. 2012
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Hallo zusammen

vorweg ich bin aus Österreich.

Meine Freundin hat Internet von Magenta/Telekom und dazu deren Router Compal CH7465 im Einsatz. Ihr Problem ist, dass sie hin und wieder kein Internet in der Wohnung hat. Das ganze passiert völlig willkürlich, manchmal läuft es auch tagelang durch. Die Unterbrechungen dauern immer nur wenige Minuten, passieren aber manchmal einfach in sehr unguten Momenten. Sie ist beruflich auch auf einen VPN Client angewiesen, der bei jeder Unterbrechung neu verbunden werden muss usw... kurzum es ist lästig und kein Dauerzustand.

Der Router lief mit der Einstellung, dass automatisch von 5Ghz zu 2.4Ghz gewechselt wird wenn der Empfang schlecht wird. Ich dachte vielleicht löst dieser Wechsel eine kurze Unterbrechung aus und habe daher mal das 5Ghz Band komplett deaktiviert. Der Router lief nun einige Tage problemlos nur mit dem 2.4Ghz Band, aber gestern hab es dann auch hier wieder einen kurzen Internetausfall.

Mein Problem ist ich kann nicht feststellen ob die Unterbrechung Modemseitig (also die Verbindung vom Modem zum Internet) oder Routerseitig (also die Verbindung vom Router zum Endgerät) passiert. Ich bin auch leider nicht immer vor Ort wenn das Internet ausfällt. Ebensowenig gibt es per LAN Kabel verbundene Geräte dich ich im Fall eines Ausfalles testen könnte. Es läuft in der Wohnung alles über WLAN.

Bietet der Compal eine Art Logfile das ich irgendwo einsehen kann und vielleicht Aufschluss über die Ausfälle gibt? Ansonsten hätte ich jetzt nur die Idee gehabt testweise die Routerfunktion im Compal zu deaktivieren und einen Externen WLAN Router anzuschließen.
 
Eigentlich müsste man herausfinden ob es am wlan oder am Internet liegt.
Da der Router sehr alt ist, könnte man trotzdem mal den Provider kontaktieren und die Leitung checken, außerdem mal anfragen ob es nen neuen Router geben könnte
 
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Generell mal einen anderen Router ausprobieren. Ein Wechsel des Bandes sollte sich eigentlich nicht in Verbindungsabbrüchen bemerkbar machen. Wichtig ist halt herauszufinden, ob es sich um Kabel-Desyncs handelt, um DNS-Auflösungs-Probleme bei IP4/6 oder um WLAN-Probleme.

Wenige Minuten anhaltende Unterbrechungen deuten eher auf ein Problem des Kabelanschlusses hin. Gibt es am Router Kontrollleuchten, die bspw. einen Neuaufbau der Verbindung signalisieren?
 
Was @Fujiyama sagt. Ein Log hat der Router wohl, aber tue mich schwer etwas zu finden vom Gerät, was nicht tschechisch ist.

Außerdem handelt es sich ein Kabelmoden, kein DSL, korrekt?

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Nemesis200SX schrieb:
Magenta/Telekom und dazu deren Router Compal CH7465 im Einsatz
Das ist doch ein Kabelrouter laut www. Habt ihr auch Internet über Kabel?
Ergänzung ()

Vigilant schrieb:
Wenige Minuten anhaltende Unterbrechungen
Könnten auch DFS Unterbrechungen auf dem 5 GHz Band sein. Hat der TE zwar ausgeschlossen, da er das 5 GHz Band komplett deaktiviert hat, aber who knows.
 
Stimmt Kabel-Modem und -Internet. Kommen also eher Paketverluste (bei hoher Auslastung des örtlichen Zugangsknotens) oder Störer in der (Haus)Leitung in Frage, wenn die Internetverbindung selbst gestört ist.

Ich habe mal hinsichtlich des Routers Tante Genimi gefragt. Hoffe, dass lässt sich so verwenden:

Zusammenfassung

Der Compal CH7465 – bei den meisten Providern (wie Vodafone oder ehemals Unitymedia) als „Connect Box“ bekannt – bietet über seine Weboberfläche Zugriff auf die essenziellen DOCSIS-Verbindungsparameter. Für eine saubere Leitungsdiagnose sind vor allem drei Metriken entscheidend: der Signal-Rausch-Abstand (SNR/MER) im Downstream sowie die jeweiligen Pegelwerte (Power Level) für Sende- und Empfangsrichtung.

Hier ist der pragmatische Weg, um an diese Daten zu kommen und sie richtig zu interpretieren.

1. Zugriff auf die Modem-Werte​

Um die Rohdaten der Kabelverbindung abzurufen, musst du dich auf das Webinterface des Routers schalten.

1.Webinterface aufrufen:Standard-IP der Connect Box.
Navigiere in deinem Browser zur Adresse 192.168.0.1 (sofern du das Subnetz nicht in deinem lokalen Routing geändert hast).
2.Einloggen:
Melde dich mit dem Router-Passwort an. Falls du es nie geändert hast, findest du es auf dem Aufkleber an der Unterseite des Geräts ("Settings password").
3.Netzwerkstatus öffnen:
Klicke im Menü auf Erweiterte Einstellungen, wähle dort Tools und anschließend Netzwerkstatus.
4.Reiter auswählen:
Auf dieser Seite findest du oben die Reiter Downstream, Upstream und Netzwerk-Log. Hier liegen die eigentlichen Messwerte der anliegenden DOCSIS-Kanäle.

2. Werte interpretieren: Downstream (Empfangsrichtung)​

Im Reiter Downstream siehst du eine Tabelle mit allen gebündelten Kanälen (meist 16 bis 24 bei EuroDOCSIS 3.0). Zwei Spalten sind hier für die Störungsdiagnose relevant:

MesswertBeschreibungOptimaler BereichKritischer Bereich
Power Level (Empfangspegel)Die Signalstärke, mit der das Signal vom Knotenpunkt an deinem Modem ankommt.-5 bis +5 dBmV (Toleranz bis +10 dBmV)Unter -10 dBmV oder über +15 dBmV
SNR / MER (Signal-Rausch-Abstand)Die Qualität des Signals. Wie gut hebt sich das Nutzsignal vom Hintergrundrauschen ab?> 34 dB (bei 256 QAM Modulation)Unter 32 dB (führt zu Paketverlusten)
Diagnose-Tipp: Wenn der Power Level stark im Minusbereich liegt und gleichzeitig der SNR-Wert abfällt, liegt meist ein Problem bei der Dämpfung vor (z. B. defektes Koaxialkabel im Haus, korrodierte Dose oder ein dejustierter Hausanschlussverstärker im Keller).

3. Werte interpretieren: Upstream (Senderichtung)​

Der Reiter Upstream zeigt die Kanäle (meist 4 bis 5), über die dein Modem Daten sendet. Dies ist die Achillesferse des Kabelnetzes, da hier die erwähnten Rückkanalstörer zuschlagen.

MesswertBeschreibungOptimaler BereichKritischer Bereich
Power Level (Sendepegel)Wie "laut" dein Modem schreien muss, um das Rauschen auf der Leitung zu übertönen und den Knotenpunkt zu erreichen.43 bis 50 dBmV (bei 64 QAM)Über 51 dBmV (Modem ist am Limit)
Diagnose-Tipp: Wenn dein Upstream Power Level dauerhaft auf dem Maximum (z. B. 51 oder 52 dBmV) klebt oder extrem schwankt, versucht dein Modem verzweifelt, gegen einen Störer (Ingress Noise) anzusenden. Genau das führt zu den klassischen Verbindungsabbrüchen, weil das Modem irgendwann aufgibt und die Synchronisation neu startet.

4. Das Netzwerk-Log (Fehlerspeicher)​

Im Reiter Netzwerk-Log protokolliert der CH7465 kritische Verbindungsereignisse. Achte hier auf folgende Einträge:

  • T3-Timeouts (Ranging Request Retries exhausted): Das Modem hat versucht, den Upstream-Pegel mit dem Gegenstück (CMTS) auszuhandeln, hat aber keine Antwort erhalten. Ein paar T3-Fehler in der Woche sind normal. Häufen sie sich täglich, hast du ein massives Problem auf dem Rückkanal.
  • T4-Timeouts (Received Response to Broadcast Maintenance Request, But no Unicast Maintenance opportunities received): Das ist der Worst-Case. Das Modem hat komplett die Verbindung zum CMTS verloren und zwingt den Router zu einem vollständigen Neustart (Disconnect).
 
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Worst Case, meine Nachbarn hatten genau sowas auch, nach mehreren Messen an verschiedenen Hausanschlüssen kam heraus das das Kabel abgesoffen ist.
Die haben die Muffe neu gemacht und seitdem geht's wieder
 
Kann es sein, dass es jetzt in letzter Zeit öfter aufgetreten ist, als es so heiß war?
Ist mir nämlich auch aufgefallen, dass es da immer wieder kurze Aussetzer gab, egal, ob LAN oder WLAN.

Am Router selbst war nichts zu beobachten, die Diagnoselampen leuchten ganz normal. Er war auch nicht sonderlich warm.

Seitdem es jetzt wieder etwas kühler ist, läuft es wieder 24/7.
 
Hab ebenfalls Magenta und hatte solche ähnlichen Probleme vor einigen Jahren auch.

Long Story short: Das Kabel vom Gangverteiler in die Wohnung musste getauscht werden da alles andere keine Abhilfe gebracht hat. Hat einige Monate und Nerven gedauert bis ich Magenta dazu gebracht habe sich doch mal die Verkabelung außerhalb der Wohnung genauer anzusehen.

Hoffentlich ist es hier ein kleineres Problem. Magenta ist gut solange es funktioniert aber der Service Müll wenn man Hilfe braucht aber leider gibts kaum ne Alternative.
 
Nemesis200SX schrieb:
Mein Problem ist ich kann nicht feststellen ob die Unterbrechung Modemseitig (also die Verbindung vom Modem zum Internet) oder Routerseitig (also die Verbindung vom Router zum Endgerät) passiert.
tracert heise.de, ersten* hop nach dem Router notieren
ping -t auf ersten hop
ping -t auf IP vom Router

wenn der ersten nicht auf Pings antwortet, dann den näcshten verwenden, bis einer antwortet.

Nemesis200SX schrieb:
Der Router lief nun einige Tage problemlos nur mit dem 2.4Ghz Band, aber gestern hab es dann auch hier wieder einen kurzen Internetausfall.
Ich sehe hier aber eher das Problem, dass du den Unterschied zwischen WLAN und Internet gar nicht genau nicht kennst.
Ergänzung ()

Nemesis200SX schrieb:
deren Router Compal CH7465
Ist der Router gemietet? Falls ja, nicht lang rumsuchen, tauschen lassen. Dafür bezahlt man die Miete (auch wenn sie auf 0€ rabattiert sein sollte).
 
Danke schon mal für die Antworten. Ja man könnte bei Magenta sicher den Router gegen ein neueres Modell tauschen, bevor ich mir den Weg zum Service Center antue wollte ich einfach mal selbst den Fehler eingrenzen.

Das ist doch ein Kabelrouter laut www. Habt ihr auch Internet über Kabel?
Richtig

Kommen also eher Paketverluste (bei hoher Auslastung des örtlichen Zugangsknotens) oder Störer in der (Haus)Leitung in Frage, wenn die Internetverbindung selbst gestört ist
Will ich nicht ausschließen. Es ist eine riesen Wohnanlage mit zig Wohnungen. Allerdings recht neu, ich hoffe doch dass hier bei der Verkabelung entsprechend dimensioniert wurde.

Kann es sein, dass es jetzt in letzter Zeit öfter aufgetreten ist, als es so heiß war?
Nein das Problem besteht laut ihr schon immer (ich hab sie noch nicht so lange :D)

Ich habe jetzt mal für nen schmalen Taler einen WLAN Router gekauft und werde den bei ihr installieren. Dann kann ich das WLAN zumindest mal ausschließen und sollte es dann nach wie vor zu Aussetzern kommen kann es nur am Modem oder der Leitung liegen.
 
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