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Internet im Nebengebäude

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Okt. 2014
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Hallo,

ich möchte gerne von einem Haus das Internet per Lankabel erweitern.
Im Haus 1 steht eine Fritzbox 7330 die Haus 1 mit Internet versorgt. Das klappt auch soweit. Um auch im Haus 2 Internet zu haben, sind die beiden Häuser mit einem 80m langen Cat6 Kabel verbunden. Jeweils am Ende des Kabels hängt eine Netzwerkdose. Im Haus 1 habe ich in die Dose die Fritzbox eingesteckt. Im Haus 2 habe ich an die Dose einen Laptop (zum testen) angeschlossen. Das Problem ist jetz, dass keine richtige dauerhafte Verbindung zustande kommt. Es wird veruscht eine Verbindung aufzubauen, doch dies bricht nach ein paar Sekunden wieder ab. Nach ein ca 15 Sekunden wird verucht wieder eine Verbindung aufzubauen, mit dem gleichen Ergebnis.
Das Kabel habe ich mit einem Kabel-Tester geprüft alle 8 Adern sind funktionstüchtig. Mir scheint es so als ob das Signal nicht ausreichent ankommt. Was kann ich da tun? Oder was müsst Ihr noch wissen, damit Ihr mir helfen könnt?

Vielen Dank für Euer mitdenken.
 
Gibts die Möglichkeit das Kabel dazwischen zu kappen und nen Switch als "Verstärker" zu verwenden?

Ansonsten hilft dir nur besser konfektionieren oder Glasfaser + 2 Medienkonverter.

Eventuell könntest du es auch mit Richtfunk probieren.
 
Ist das Kabel geschirmt? Falls nicht, dann sind die 80m schon kritisch.

Du kannst auch probieren die FB auf 100MBit/s zu drosseln. Andere Frequenz und somit wahrscheinlich besseres Übertragungsverhalten.
 
Was auch noch geht ist zu schauen das man von Gigabit runter auf 100 Mbit stellt das erhöht auch die Signalqualität
 
Bei einer gebäudeübergreifenden Verkabelung sind bestimmte Dinge zu beachten:

Ist eine gemeinsame Erdung bzw. gemeinsamer Stromanschluss vorhanden beider Gebäude ?

wenn getrennt, gibt es Potentialunterschiede und eine Verkabelung per Cat6, wie der TO beschrieben hat ist unzulässig und gefährlich wegen möglicher Potential-Ausgleichsströmen.

Hier bietet sich fast automatisch der schon beschriebene Lösungsvorschlag mit Glasfaser und Gigabit-Media-Konverter auf Cat-Verkabelung an.
 
80 meter können mit Kupferkabel unter Umständen schon problematisch werden.

Ich würde auf singlemode Glasfaser setzen mit günstigen TP-Link Konvertern. Die habe ich auch im Einsatz und diese funktionieren einwandfrei.

http://www.amazon.de/TP-Link-MC112C...45386&sr=8-6&keywords=tp+link+medienkonverter

Hast du gecheckt ob beide Dosen sauber aufgelegt sind? Könnte auch zu Problemen führen wenn da was nicht passt.

Gruß
 
Wie bereits erwaehnt, kein Kupfer verwenden.
Entweder Richtfunk oder Glas. Was anderes koennte Brutzeln und Gefaehrlich sein.

Grueße
 
Matze051185 schrieb:
... laut VDE sogar verboten ...

Hast du eine Quelle?

Das theoretische Problem ist mir bekannt und das möchte ich auch nicht abstreiten. Ich möchte nur gerne die exakte Formulierung des VDE lesen.
 
+1 an Interesse von einer Quelle (glaube ich dir, aber es interessiert mich was dazu alles dabei steht)

edit: Stimmt, in 100 Mbit würde ich nicht mehr Investieren. Den Unterschied zu Gbit merkt man aller-aller-allersätestens, wenn man Daten überträgt (oder schnelles Internet bekommt).
 
Zuletzt bearbeitet:
sucksgsh schrieb:
Ich würde auf singlemode Glasfaser setzen mit günstigen TP-Link Konvertern. Die habe ich auch im Einsatz und diese funktionieren einwandfrei.

http://www.amazon.de/TP-Link-MC112C...45386&sr=8-6&keywords=tp+link+medienkonverter
Grundsätzlich sinnvoll, aber ich würde eher auf 1 Gbit/s setzen. Zwar kosten die etwas mehr (~50 vs 30€), aber man hat eine schnelle Verbindung für potentielle Erweiterungen (zB NAS -> viel Traffic).

Medienkonverter mit 1 Gbit/s: klick! @ 45€ x2
100-Meter-LWL: klick! @ 130€

Das sind zwar ca. 220€ Investition, aber deutlich zuverlässiger und sicherer als die Variante mit Kupferkabel. 80 Meter sind eben schon ne Hausnummer.
 
Ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, im ersten Post ist ja nur die Rede von "Internet erweitern". Dafür wären 100 Mbit/s allemal ausreichend.


Da fällt mir gerade noch was ein @TE: Ich vermute mal stark, dass du einen "LowCost"-Kabeltester verwendet hast. Die Dinger klingeln die Adern nur durch, das heißt sie prüfen ob "irgendetwas" ankommt. Damit kann man wirklich nur die grundsätzliche Beschaltung des Kabels testen und zB vertauschte Adern sehen. Wobei auch das nur durch "LED aus" signalisiert worden wäre und die eigentliche Verdrehung müsste man trotzdem noch prüfen.

Profigeräte klingeln dagegen nicht nur die Adern durch, sondern prüfen noch die Signalqualität, Frequenzen, Dämpfung und so'n Zeug. Der Test wäre bei dir vermutlich weniger gut verlaufen, weil du dich wie bereits mehrfach erwähnt an der Grenze der Spezifikation bewegst (max 100 Meter Segmentlänge). Leider kosten solche Geräte geringfügig mehr als 15 € ;)
 
Zum Thema ... da steht genug wie warum und wieso .. zwecks Potentialausgleich

http://www.gebäude-vernetzen.de/#Frage02

kommt aus dem Thread von hier
https://www.computerbase.de/forum/threads/netzwerk-2-gebaeude-potential.906525/

Rechtliches

Grundsätzlich ist es verboten Telekommunikationseinrichtungen über Grundstückgrenzen hinweg ohne öffentliche Netze miteinander zu verbinden. In Ausnahmefällen gewährt die Regulierungsbehörde für Telekommunikation eine Sondergenehmigung. Diese Vorschrift wird durch den zunehmenden Anteil der Funktechnik im Home- und Homeofficebereich (WLAN, Haustelefone etc.) immer mehr aufgeweicht.
 
Vorsicht, wenn du zwei Gebäude mit LAN-Kabel verbinden willst, dann lies unbedingt hier:

w lan gerät zerstöhrt

Internet vernetzung 2 gebäude
https://www.computerbase.de/forum/threads/internet-vernetzung-2-gebaeude.947367/

Heimnetzwerk / WLAN über Wohnhaus und 4 Ferienwohnungen verteilen
https://www.computerbase.de/forum/threads/heimnetzwerk-wlan-ueber-wohnhaus-und-4-ferienwohnungen-verteilen.949294/

Hier ran solltest du dich halten:
Gebäude mit LAN verbinden
http://www.gebäude-vernetzen.de/

Das Problem

In vielen Fällen (z.B im TN-C-S Netz) werden die Gebäude durch eine 4 adrige Zuleitung (L1, L2, L3, PEN) mit 400 V versorgt. Um die Rückleitung des Stromes zum Kraftwerk zu verbessern wird der PEN Leiter der Gebäudezuleitung zusätzlich an den Fundamenterder des Gebäudes angeschlossen. Je nach Beschaffenheit und Ausführung des Fundamenterders und der Feuchtigkeit im Erdreich, kann diese elektrische Verbindung mehr oder weniger gut sein. Da dabei diese PEN Unterstützung zweier Gebäude in den seltesten Fällen genau gleich gut ausgeführt ist, entstehen zwischen den Gebäuden Potentialunterschiede. Sofern jedes Gebäude für sich bleibt entstehen keine Probleme - werden beide Gebäude jedoch über ein Netzwerkkabel verbunden so entsteht über die Schirmung eine niederohmige Verbindung, die den Ausgleichstrom zwischen den Gebäuden nicht mehr über das Erdreich, sondern über das Netzwerkkabel fließen lässt.

Sobald 2 Gebäude mit jeweils eigenständiger Energieversorgung durch ein Netzwerkkabel miteinander elektrisch verbunden werden fließt ein unvermeidlicher Ausgleichstrom der von der 400V Spannungsversorgung der Gebäde gespeist wird. Die Folgen des Ausgleichstromes werden mit hoher Wahrscheinlichleit folgende Phänomene hervorrufen:
Brummschleifen die Telefon, Netzwerkverbindungen, und den TV-Empfang stören - in Einzelfällen sogar zerstören

Bei besonders ungünstigen Konstellationen d.h. hohen Ausgleichsströmen, können sogar

Menschen und Tiere durch Stromschläge gefährdet werden
Brände entstehen (der Stromfluss kann eine übermässige Leitungserwärmung hervorrufen)
 
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