getexact schrieb:
ich habe mir BT in ears für 30€ gekauft und die klingen absolut in Ordnung und sind für einen normalen User völlig ok.
Es spricht überhaupt nichts dagegen, wenn Dir das reicht. Ganz im Gegenteil, werde glücklich damit! Ich gönns Dir.
Aber man sollte sich vielleicht auch einfach mal vor Augen halten, dass es auch andere Ansprüche gibt. Ich höre täglich 4-6h intensiv Musik, und möchte da einfach etwas mehr.
Und man sollte sich vor allem auch vor Augen halten: Für 30€ muss beim Bluetooth In-Ear nicht nur der Kopfhörer, sondern auch DAC, Bluetooth Chipsatz und Akku drin sein. Dass ein gleich teurer Kabelkopfhörer offensichtlich besser klingt, sollte doch wohl jedem klar sein, oder!?
Oder umgekehrt: Der Kopfhörer, der da drin steckt, wird als Kabelversion höchstens 15-20€ kosten.
Seiyaru2208 schrieb:
Ja na klar kann nur an mir/andere liegen da alle anderen viel schlechtes Gehör und oder Equipment haben.
Habe ich irgendwo dergleichen geschrieben? Es ist ganz einfach: Hattest Du schon einmal (für längere Zeit) hochwertige Kopfhörer, oder hast Du nur den üblichen Kram, der entweder beiliegt, oder im <20€ Bereich vertickt wird!? Wenn nein, dann fehlt Dir schlichtweg der Vergleich, um es beurteilen zu können.
Seiyaru2208 schrieb:
Es ist ja auch keine subjektive Wahrnehmung was gute schlechte Qualität ist.....
Nein, nicht wirklich. Zwar ist das Sounding (Zu Deutsch: Der eine steht auf mehr Bass, der andere weniger, etc.) durchaus Geschmackssache. Aber andere Eigenschaften eines Kopfhörers, wie Detailzeichnung/Auflösung, Bühne, Dynamik etc. lassen sich durchaus objektiv bewerten, und nicht Geschmackssache. Darin unterscheiden sich Kopfhörer, vor allem im unteren Preissegment bis ~200€ drastisch. Da gibt es oft bereits mit 10-20€ mehr einen enormen Sprung in der Qualität.
Seiyaru2208 schrieb:
Hm aber um die 100.000.000 Menschen schon, und das sind nur die Zahlen von spotify.....
Na und? Weil 100 Millionen Menschen die Brücke runterspringen, muss ich hinterher hüpfen, oder wie!?
Nun kann man sicherlich argumentieren, dass das iPhone nicht für die Nische, sondern für den Massenmarkt produziert wird. Durchaus plausibler Einwand, selbst wenn man den verdammt hohen Preis (Und daraus resultierend ein Mindestmaß an Qualitätsanspruch, das Dir und manch anderen scheinbar schon abhanden gekommen zu sein scheint) außen vor lässt. Was mich aber direkt zu meinem nächsten Punkt weiter unten bringt.
Seiyaru2208 schrieb:
Komisch solche Diskussionen hat man auch in anderen Bereichen, wenn man einen anderen Hersteller gut findet.
BOSE gilt allgemein als schlechte Qualität. Überzogene Preise, mieser Klang, schlechte Fertigungsqualität. Nicht umsonst gibt es das geflügelte Sprichwort "BOSE = Buy Other Sound Equipment".
In solchen Situationen verweise ich immer nur auf folgenden Ausschnitt aus einem HiFi Fachmagazin:
Seiyaru2208 schrieb:
Die Diskussion dreht sich hier um die Allgemeinheit den 0815 User der meist die beigepackten Kopfhörer nutzt, und wenn nicht dann kaum ein Unterschied hören wird.
Aber da sind wir wieder bei dem oft zitierten Tellerrand, weil es deinen Ansprüchen nicht genügt, kann es den anderen auch nicht genügen, und wenn es doch so sein soll, dann haben diese einfach keine Ahnung.
Ahhh, nun kommen wir auf das grundlegende Problem Deiner Aussage.
Ich habe - in den anderen Threads zu dem Thema schon viel ausführlicher - bereits geschrieben, dass der Otto-Normalverbraucher üblicherweise mit den Beipackstrippen vollkommen zufrieden ist. Das ist nichts Neues.
So, nun lass ihn aber die Dinger verlieren, oder sie kaputt gehen. Dann konnte man bisher einfach die nächstbesten 5€-10€ Dinger aus der Grabbelkiste oder vom Discounter/Elektromarkt um die Ecke nehmen und weiter gings. Nun braucht er aber spezielle Lightning Kopfhörer, oder zumindest den dämlichen Adapter (Der genauso kaputt geht, man ihn genauso verlieren, kostet ~10€ und bietet
schlechtere Signalqualität als das iPhone 6.) um andere Kopfhörer anzuschließen. Lightning Kopfhörer werden immer mehr kosten. Erstens weil die Hersteller nicht blöd sind, und wissen, dass Apple Nutzer sich nur zu gerne melken lassen, und zweitens, weil die Dinger dank Zusatzelektronik ohnehin teurer in der Herstellung sind.
Und Bluetooth Ohrhörer sind zudem noch teurer als adäquater Ersatz für die Beipackdinger.
Wo genau ist nun also der Vorteil für den Kunden? Und glaubst Du ernsthaft, er wird darüber begeistert sein, wenn er plötzlich mehr zahlen muss, nur weil Apple ein paar Cent gespart hat?
Das mit dem Tellerrand kann ich nur zurück geben. Du bist doch derjenige, der hier wettert, man braucht keine Klinkenbuchse, weil Du und "die Mehrheit" nur Streaming-Kram hören. Dabei hättest Du absolut keinerlei Nachteil durch das Vorhandensein der Buchse. Wer blickt also hier nicht über den Tellerrand?