iPhone statt Schule

Rotluchs

Cadet 2nd Year
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Thema zu dem folgenden Artikel:

In China sollen Oberschüler an die Foxconn-Fließbänder gezwungen worden sein, damit das Plansoll erfüllt wird

Apple lässt viele seiner Geräte von der Firma Foxconn in China fertigen. Die geriet vor zwei Jahren in die Kritik, weil sich Arbeiter des Unternehmens reihenweise umbrachten. Nun sind in chinesischen und amerikanischen Medien neue Vorwürfe laut geworden: Danach soll Foxconn festgestellt haben, dass die vereinbarten Liefertermine für das heute zur Vorgestellung vorgesehene iPhone 5 mit dem vorhandenen Personal nicht zu halten wären. Darauf hin kontaktierte man angeblich eine Reihe von Oberschulen in der Provinz Jiangsu und karrte deren Schüler mit Bussen in eine Fabrik in Huai'an, wo sie der Zeitung Shanghai Daily zufolge 10.000 fehlende Arbeiter ersetzten.
........
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/37/37616/1.html

Nach den Skandalen rund um Foxconn (Selbstmorde und Vergiftungen aufgrund unzureichender Arbeitsschutzmaßnahmen) frage ich mich wie Apple wirklich dazu steht (die sich wie immer dezent heraus halten oder davon nichts gewusst haben).

Des weiteren interessiert mich auch eure Meinung. Ist Euch das alles egal solange Ihr einen glänzenden Apfel in der Hand habt, oder last Ihr nun die Finger von angebissenem Obst.

Ich freue mich schon auf eine spannende Diskussion!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es ist das Problem der Länder in denen sowas passiert und nicht unser Problem. Ich muss schließlich auch sehen wo ich bleibe. Und solange es ein Produkt zu einem guten Preis hier zu kaufen gibt, kann ich es ja wohl auch kaufen. Ansonsten dürfte ich ja auch nicht mehr bei diversen Bekleidungsherstellern einkaufen weil die ihre Sachen durch Kinderarbeit herstellen lassen.
 
Die Hauptkunden von Foxconn sind:
  • Acer Inc. (Taiwan)
  • Amazon.com (United States)
  • Apple Inc. (United States)
  • Cisco (United States)
  • Dell (United States)
  • Hewlett-Packard (United States)
  • Intel (United States)
  • Microsoft (United States)
  • Motorola Mobility (United States)
  • Nintendo (Japan)
  • Nokia (Finland)
  • Samsung Electronics (South Korea)
  • Sony (Japan)
  • Toshiba (Japan)
  • Vizio (United States)
interessant, dass immer auf ein bestimmtes reduziert wird.
 
Lady-Jo schrieb:
Ich finde es ist das Problem der Länder in denen sowas passiert und nicht unser Problem. Ich muss schließlich auch sehen wo ich bleibe. Und solange es ein Produkt zu einem guten Preis hier zu kaufen gibt, kann ich es ja wohl auch kaufen. Ansonsten dürfte ich ja auch nicht mehr bei diversen Bekleidungsherstellern einkaufen weil die ihre Sachen durch Kinderarbeit herstellen lassen.

...genau "Ich muss ja erstmal gucken wo ICH bleibe, danach kommt dann der Rest der Welt"... :rolleyes: Fantastische Einstellung. Wäre interessant zu erfahren wie es uns heute ginge, wenn sie vor 2-3 Generationen auch so gedacht hätten.
 
wenn sie vor 2-3 Generationen auch so gedacht hätten

Auf was genau soll sich das beziehen? Den zweiten Weltkrieg? und wenn ja, was hat das mit Foxconn zu tun?

Unabhängig davon, ob jeder nun sieht wo er oder sie bleibt oder auch nicht, bin ich geneigt mich Lady-Jo anzuschließen.

Ob es eine Schulpflicht gibt, ist Sache des Staates, ob und wie diese durchgesetzt wird genau so. Arbeitsbedinungen und Arbeitsschutzgesetze etc. ebenfalls.

Und wenn schon auf vergangene Ereignisse angespielt wird, dann hat gerade Deutschland es am allerwenigsten nötig, mit dem Finger auf andere Länder zu zeigen, als ob in unseren Fabriken bessere Bedinungen geherrscht hätten als wir uns industrialisierten, als ob die Menschenrechte hier stets geachtet und die Demokratie hier erfunden worden wäre... selten so gelacht.

Vielmehr wurde die Schulpflicht gerade deswegen eingeführt, weil man beim Militär feststellen musste, dass kein verwertbares Material mehr eintraf, weil dies bereits in den Fabriken verheizt wurde (pun intended).

Kyoto-Protokoll? ... man denke mal zurück an die Postkarten aus dem Ruhrgebiet, die nur rauchende Schlote zeigten, was wohl für Produktivität stehen sollte ... und andere sind jetzt die Bösen, wenn sie es genau so machen .... da sollte man in aller Ruhe nochmal drüber nachdenken, bevor man anfängt loszuplären.
 
Pohoho,
Leute, Leute.

Also zum Einen:
@Markus83Muc
Da sieht mans mal wieder. Aber die große Frage ist ja, welche Unternehmen bleiben am Ende noch übrig, die man konsumieren kann. Von daher ist die Sichtweise zwar etwas dreist von Ganzir und Lady-Jo, die Frage ist aber wohl eher, was kann man noch konsumieren wenn man nach diesen Gesichtspunkten seine Geräte auswählt? Wahrscheinlich nichts.

@Ganzir
Auch das ist in meinen Augen kein Argument. "Früher war alles anders" ist eine Binsenweissheit, die noch nichtmals weise ist, sondern einfach nur den Tatsachen entspricht. Dass und ob es eine Schulpflicht in anderen Ländern gibt, ist von uns genauso beeinflussbar, wie Sklavenarbeit in Uganda oder dergleichen. Das bedeutet aber doch nicht, dass man so etwas gutheißen muss oder? Oder schreibt, dass wir in den "zivilisierten Ländern" auch Sklaven gehalten haben. Nicht Deutschland soll mit dem Finger drauf zeigen, sondern Deutsche! Der Unterschied ist, dass Deutschland den Finger gar nicht erheben kann, weil das impliziert, dass es alle Deutschen und deren Meinung ist. Aber es gibt ja genug, die eine andere Meinung haben.

für Produktivität stehen sollte ... und andere sind jetzt die Bösen, wenn sie es genau so machen .... da sollte man in aller Ruhe nochmal drüber nachdenken, bevor man anfängt loszuplären.
Ja, Produktivität, einer der heiligen Götter der heutigen Welt. Nicht nur Andere sind die Bösen, wir sind ja auch die Bösen, weil wir ja keinen Mindestlohn haben, und ungerecht sind. Es sind nicht nur die Anderen. Aber das hier ist nunmal ein Beispiel der Anderen.

Die Sache ist nur die, dass man kaum Alternativen hat, ohne komplett aus dem Konsum auszusteigen und auf Alles zu verzichten, denn einige Produkte kommen nunmal aus diesen Häusern und man kann sich nicht alles und jedem entziehen.
 
Der Hinweis, dass es bei uns nicht anders war, sollte auch kein Argument darstellen, sondern ist, wie du richtig sagst, eine Tatsachenbeschreibung. - Eine Tatsachenbeschreibung, welche darauf hindeutet, dass in Ländern die sich industrialiseren bestimmte Sachverhalte keine Zu- oder Einzelfälle sind.

Es geht mir auch nicht daraum irgendwas gut zu heißen, wenn man sich allerdings zu einem Werturteil hinreißen lässt, dann sollte man erstmal vor der eigenen Tür kehren, bevor man anderen ihre Verfehlungen (ob als solche wahrgenommen oder tatsächlichen) vorhält.

Zum Thema "Deutschland den Finger hebt", dafür reichte es aus, wenn es die Mehrheit täte, wenn angenommen werden kann, dass der Gemeinwille bei der Mehrheit liegt und der Mehrheitswille damit kein Sonderwille ist. - Ist aber eine Feinheit, die hier nicht Thema sein muss.

wir sind ja auch die Bösen, weil wir ja keinen Mindestlohn haben, und ungerecht sind

Mag man so sehen, aber "böse" und "ungerecht" sind Werturteile, worauf stützen die sich?

Ein Mindestlohn hieße doch, dass für Arbeit egal für welche der gleiche Lohn zu zahlen ist, selbst wenn die Leistung, welche nötig ist um diese Arbeit zu verrichten unterschiedlich ist - was soll daran gerecht sein? Die Forderung, dass jemand von seiner Arbeit leben können soll, mag eine soziale Einstellung wiederspiegeln, aber ob es gerecht ist, ist damit nicht abschließend beantwortet.


Dass und ob es eine Schulpflicht in anderen Ländern gibt, ist von uns genauso beeinflussbar, wie Sklavenarbeit in Uganda oder dergleichen.

Sofern damit gemeint ist, dass wir es nicht beeinflussen können, eine Gegenfrage, sofern wir es könnten, sollten wir es dann tun?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich finde am wichtigsten, dass sich die Leute der Probleme bewusst sind und dann jeder selbst entscheiden soll.
Wer mit Kinderarbeit leben kann... bitte. Ich kann nicht viel mehr tun als darauf aufmerksam zu machen.

Leider ist es z.B. bei Bekleidung schwer, eine gewisse Übersicht oder Kontrolle zu erhalten, ohne sich dumm und dämlich zu bezahlen.
Das die günstigen Preise bei H&M ja irgendwie zustanden kommen müssen, leuchtet ja noch ein, aber es betrifft ja auch große Hersteller wie Adidas, Nike, etc.

In der Elektronikbranche gibts dazu noch ein ganz anderes Problem (bleiben wir mal kurz bei Kinderarbeit):
Wenn sich eine Firma auf die Fahne schreibt, ihre Produkte ohne Kinderarbeit herstellen zu wollen und dies auch wirklich überwacht, was passiert dann mit den Aufträgen/Produkten die trotzdem mit Kinderarbeit hergestellt wurden? Selbst wenn die vernichtet werden.... dann hat die Firma nichts zu verkaufen, die Fabrik geht nachher noch Pleite und ne Menge armer Familien sitzt auf der Straße.
Dazu kommt dann noch, dass es wenige Auftragsfertiger gibt zu denen man wechseln könnte. Und von solchen, die derartige Programme aufziehen, hört man wahrscheinlicht nicht ohne Grund äußerst selten (auf Arte nach 23:00....).

Und zu guter letzt, wollen WIR EUROPÄER (Ausnahmen bestätigen die Regel) günstige Produkte und sind doch eher selten bereit, einen Mehrpreis für ein besseres Leben der Produzenten zu zahlen.

Beispiele wie GEFA oder FairTrade haben sehr lange gebraucht um sich halbwegs zu etablieren und haben noch einen sehr langen Weg vor, sich bis sie sich auch in den Köpfen der Menschen durchsetzen können.
 
... und andere sind jetzt die Bösen, wenn sie es genau so machen ....

Mag man so sehen, aber "böse" und "ungerecht" sind Werturteile, worauf stützen die sich?

Und, worauf?

Nein ein Mindestlohn bedeutet alleine schon, dass man diese sinnfreien Aufstockerjobs eben vernichtet. Die Leute, die Arbeiten gehen und dann noch Geld als Zuschuss bekommen, weil sie mit diesem Geld eben nicht über die Runden kommen. Das ist einfach sinnfrei, ungerecht und unsozial, weil sie genausoviel bekommen, wie jemand der gar nichts macht.

sofern wir es könnten sollten wir es dann tun?
Wenn wir es beeinflussen könnten, natürlich sollten wir es tun! Kinder gehören nicht in Akkordschichten in Arbeitslager. Und ja, ich verstehe das Dilemma, da Familien sterben müssen, weil die Kinder kein Geld mehr nach hause bringen, das ginge in Afrika z.B. sowieso nicht. Daher ist es leider alles fraglich. Dennoch bin ich gegen Sklaven und gegen Kinderarbeit.

@Mirakel
Da gebe ich dir vollkommen Recht. Die Frage ist aber auch, ob man sich hier alles leisten kann und vor allem, ob man es MUSS. MUSS ich mir jegliche neue Hardware kaufen? Muss ich ein neues Handy haben? Muss ich dem neuesten Modetrend hinterher jagen und konsumieren ohne Ende in Sicht? Ich habe eine Zeitlang bewusst versucht Waren einzukaufen die Qualitativ hochwertiger aussehen und sein sollten, die gingen genauso schnell kaputt wie Waren, die nur einen Bruchteil kosten. Nehmen wir nur Schuhe. Früher ist man zum Schuhmacher, der hat neue Sohlen drangekloppt. Heute habe ich diese Möglichkeit nicht, denn ich kann entweder die Schuhe beim Schuhmacher kaufen, dann sollte eine neubesohlung drin sein. Diese kostet aber mehr, als wenn ich mir komplett neue Schuhe kaufen würde, mal davon ab, dass mir damals Nähre gerissen sind und der Schuh hinüber war. Und das nach ganz normaler Belastung und Nutzung. Die Qualität des Leders war demnach so bescheiden, der Schuhmacher quittierte dies mit: "So ist das nunmal heutzutage, nichts hält mehr, kaufen Sie sich doch einen neuen Schuh!" 300€ waren es mir damals diese Schuhe Wert und seitdem trage ich 20€ Latschen, auch wenn die von irgendwo her kommen, aber die gehen ebenso nach ca. 2 Jahren kaputt. Dann werfe ich aber 20€ anstatt 300€ weg.

Anders sieht es aus, wenn ich gar keinen neuen Schuhe bräuchte, dann müsste ich den Quark nicht kaufen. Wie geschrieben, ich wollte qualitativ hochwertige Schuhe haben. Aber das Argument, dass nichts mehr hält. Tut mir Leid, in meinen Augen muss das normale tragen das Leder locker aushalten, und die Nähte ebenso, ansonsten wurde gepfuscht, "früher" gings doch auch oder nicht?

Diese "Wegwerf-Philosophie" ist ja eine Sache, aber man wird ja heute dazu ja fast genötigt, etwas zu kaufen was moralisch fragwürdig erscheint. Ich will nicht wissen wie mein Kühlschrank zu einem solchen Spottpreis verkauft werden kann, ich kann mir nur sicher sein, dass die Geräte von anderen Herstellern ebensolange halten, auch wenn ich mehr Geld ausgeben WÜRDE.
 
Zuletzt bearbeitet:
Markus83Muc schrieb:
interessant, dass immer auf ein bestimmtes reduziert wird.

Liegt wohl daran das Apple wie kein anderes Unternehmen ein Saubermann Image in der Öffentlichkeit haben.
 
weil sie genausoviel bekommen, wie jemand der gar nichts macht.

Nach dieser Logik könnte man auch dem der gar nichts macht, gar nichts geben.

Mit einem Mindestlohn bekommen Leute gleich viel, auch wenn sie unterschiedlich viel machen. Ferner kann ein Mindestlohn auch zu einem politischen Spielball werden, da man mit einer erhöhung des selbigen sehr gut für sich werben kann.

Dennoch bin ich gegen Sklaven und gegen Kinderarbeit.

Ich habe auch nicht impliziert dass du dafür sein sollst und ja dagegen bin ich auch.

Mit der Frage zielte ich auf etwas anderes ab, du schreibst

Wenn wir es beeinflussen könnten, natürlich sollten wir es tun!

Heißt sich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen wird hier vollmunidg befürwortet - "mit der Begründung ich bin dagegen, dass XY passiert". Bei der nächsten EU-Richtline, die einigen Boardies wieder nicht in den Kram passt, sieht die Sache dann wieder ganz anders aus. - Vieleicht beeinflusst da auch nur jemand, weil er es kann und denkt dass er es in jedem Fall auch tun sollte, weil ihm XY gefällt oder nicht gefällt.
 
Heißt sich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen wird hier vollmunidg befürwortet - "mit der Begründung ich bin dagegen, dass XY passiert". Bei der nächsten EU-Richtline, die einigen Boardies wieder nicht in den Kram passt, sieht die Sache dann wieder ganz anders aus. - Vieleicht beeinflusst da auch nur jemand, weil er es kann und denkt dass er es in jedem Fall auch tun sollte, weil ihm XY gefällt oder nicht gefällt.

Den Rest dann bitte auch lesen. Willst du sagen, weil ich der Meinung bin, ohne 100te Links, Zitate und dergleichen aufzuzählen, dass Kinderarbeit oder Sklaven/Sklavenarbeit eine Frage des Standpunktes ist? Also wer gerade die Schaufel hält oder wie? Damit soll doch nicht jedes Gesetz, jeder Beschluss und jede Ansprache gekaut und dann im Mund gedreht werden. Sondern wenn wir die Länder, in denen Kinder- und Sklaven/Sklavenarbeit betrieben wird, beeinflussen könnten, so sollten wir das tun. Das war die Frage, das ist die Antwort. Ich bin auch gegen Beschneidungen, das können die Kinder wenn sie erwachsen werden selber entscheiden. Ich bin aber auch gegen jegliche gläubige Erziehung. Das kann ich keinem Land vorschreiben, und das wird auch niemals so kommen, weil jedes Land/ die Menschen es eben anders machen. Aber ich kann dazu stehen, dass ich dagegen bin, weil es eine Einmischung in die Entwicklung der Kinder ist.

Ebenso bin ich für Schuluniformen an Schulen. Nicht weil sie dadurch militärisch oder dergleichen werden, oder die Kinder dadurch "vereinheitlicht" werden, aber alles was mit Schule zu tun hat, also Rucksäcke, Klamotten, Sportsachen, ja sogar der Füller und die Stifte und die Mappe könnten vereinheitlicht werden. Die Werbung kann dann außerhalb der Schule weiterprasseln, aber dieser Markenwahn sollte aufhören, und es sollte das Fach: Gesunder Menschenverstand eingeführt werden.

Das alles kann ich nicht durchsetzen, und ich kann das vielleicht auch nicht ändern, wenn ich jedoch die Möglichkeit zur Änderung hätte, würde ich es machen.
 
Onkelhitman schrieb:
Ich bin auch gegen Beschneidungen, das können die Kinder wenn sie erwachsen werden selber entscheiden. Ich bin aber auch gegen jegliche gläubige Erziehung. Das kann ich keinem Land vorschreiben, und das wird auch niemals so kommen, weil jedes Land/ die Menschen es eben anders machen. Aber ich kann dazu stehen, dass ich dagegen bin, weil es eine Einmischung in die Entwicklung der Kinder ist..

Das ist eine Einmischung in die Entwicklung der Kinder...

Onkelhitman schrieb:
Ebenso bin ich für Schuluniformen an Schulen. Nicht weil sie dadurch militärisch oder dergleichen werden, oder die Kinder dadurch "vereinheitlicht" werden, aber alles was mit Schule zu tun hat, also Rucksäcke, Klamotten, Sportsachen, ja sogar der Füller und die Stifte und die Mappe könnten vereinheitlicht werden. Die Werbung kann dann außerhalb der Schule weiterprasseln, aber dieser Markenwahn sollte aufhören, und es sollte das Fach: Gesunder Menschenverstand eingeführt werden.

Und das hier oben soll etwa keine Einmischung in die Entwicklung der Kinder sein?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nein, objektive Betrachtung ist keine direkte Einmischung als wenn ich als Gläubiger jemandem sage, dass nur dieser eine Gott der wahre ist, und ich mich an seine Gesetze halten muss.

Welche Einmischung findet denn statt, wenn die einen Kinder mit Markenklamotten in die Schule gehen, die anderen nicht? Eine Schulpflicht besteht in unseren Ländern ja auch, also wird ja in die Entwicklung der Kinder eingegriffen. Wenn ich diesen Schritt schon gegangen bin, so kann ich dann auch den kleineren gehen und in einer Schule die Grundlagen vereinheitlichen. Besser wäre es ja, nach Kompetenz und persönlichem Geschick zu unterscheiden, ich denke aber, dafür haben wir zu wenig Pädagogen.
 
Sowas ist das Ergebnis der Globalen "Geiz ist Geil" Mentalität.
Smart TV 350€, Smartphone 150€, Tablet 100€,24" Monitor 140€, Mainboard 30€ usw.
Der Hunger nach der billigsten Hardware ist praktisch unersättlich und treibt die
Hersteller weiter an noch billiger zu produzieren damit man überhaupt noch einen
Gewinn einfährt.
Versucht ein Hersteller jetzt humane Arbeitsbedingungen einzuführen steigen logischerweise
die Produktionskosten und damit der Verkaufspreis, ergo ist man nichtmehr Wettbewerbsfähig
mit seinem Produkt am Markt. Niemand kann von den paar Leuten leben die Produkte mit
Gewissen kaufen.
 
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