Ist die CD am Ende oder ist das Internet schuld?

Crush3r

Lieutenant
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hallo liebe Community,

aufmerksam wurde ich auf das Thema gestern als auf einem Stream ein Interview geführt wurde zu einem bekannten sampler.

Es ging um folgendes Das Internet ist zwar eine riesige Plattform und sorgt für vieles gute aber eben auch für vieles gute. Die CD Verkäufe haben drastitisch abgekommen, viele laden sich ihre Musik illegal irgendwo runter.

Musik wird bei z. b. musicload angeboten zu Preisen die viel zu niedrig ist.

Bevor irgendwelche blöden Fragen kommen nein ich lade nichts illegal runter. ich habe meine Lieblingsmusik mir von Internetradios legal geschnitten was man ja schon immer gemacht hat früher waren es ja nur Kassetten.

Aber um auf meine eigentliche Frage zurückzukommen

Was meint irh wenn jetzt z.b. eine Bravo Hits oder ein neues Album von Robbie Williams rauskommt wieviel Prozent Raubkopieren, digitale Käufe und welche Materielle Käufe sind?

Veilleicht gibts dafür ja auch eine Statistik oder sowas. Ist da überhaupt etwas dran das die Bands und Interpreten nicht genug Geld mehr bekommen.
 
Hi,

ich persönlich wundere mich nicht, das Platten Label etc sich beschweren. Klar, sie verdienen nicht mehr die Summen, die sie Früher noch bekommen haben. Allerdings sehe ich die schuld auch eher bei den Labels. Die Preise für eine gute Doppel CD ist echt Enorm geworden. Das gleiche Gilt für Filme und Kino Besuche.

Dann kommt noch hinzu, das die aktuelle Musik die auf dem Markt erscheint einfach nicht mehr Lohnenswert ist. Geht mir jedenfalls so. Eines meiner Hobbys ist Internet Moderation und Veranstaltungen. Die Aktuelle Musik hört sich immer gleich an. Es erscheint eine Cover Version nach dem anderen, von drittklassigen Bands. Wer will da noch wirklich Alben kaufen?
 
Ob Laden oder Mitschneiden oder bla das kommt doch alles aufs gleiche raus und desshalb unterscheide ich da auch nicht groß.

Ich sehe das Problem einfach in den Preisen, die CDs sind viel zu teuer für das bisschen music was da drauf ist.
Ich meine die Künstler sagen ja immer sie haben dutzende Songs aufgenommen und dann die besten fürs Album ausgewählt bla bla aber warum sind dann nicht mehr 20 oder mehr Songs auf nem Album ?
Und dazu kommt das die CDs immer magerer werden sprich die Ausstattung, in den meisten gibts ja nichtmal mehr boklet geschweigedenn richtige Zugaben oder erstmal nen gescheites cover o.ä.

Ausserdem verwenden doch min 75% der Kunden die CD bzw deren Inhalt dann digital weiter sprich sie packen sie auf MP3 player oder auf den PC etc und da ist die CD schon wieder so unpraktisch den bis heute ist es extrem umständlich die CDs zu rippen, Abhilfe schaffen da auch wieder nur programme aber das ist ja auch wieder nicht Sinn der Sache.

Und die superschlaue Muskcindustrie geht dann natürlich den supertollen Weg die CD und damit eigentlich alles an Bonusmaterial wegzurationalisieren und die music DRM verseucht und teils in miserabler Quallität im Internet zu minimal günstigeren Preisen anzubieten.
Wirklich genial einfach alles zu streichen was die CD noch von der Raubmordkopie unterscheidet :freak:

.
 
Ich muss sagen, dass ich zu den wenigen gehöre, die lieber eine CD im Regal stehen habe, die ich dann für meine FLAC Sammlung rippe. Einen MP3 Player hab ich eh nicht. Ich kann die Dinger unterwegs nicht leiden.

Allerdings sind das meist CDs von irgendwelchen Indie-Labels aus Schweden, wo der Import einer CD 7 oder 8 € kostet.
Und die Musiker können davon sehr gut leben, obwohl sie ihre Lieder z.T. auch kostenlos im Internet zur Verfügung stellen.

Die großen Plattenlabels haben die digitale Zeit verpennt und nun suchen sie Sündenböcke für ihr verschulden.
- Audio CD mit Kopierschutz -> Flopp, da die CD-ROM Laufwerke, aus sicherheitsgründen, den Kopierschutz ignorierten aber CD-Player, die sich strikt an den Audio-CD Standard hielten, massive Probleme hatten
- MP3 mit DRM -> Flopp, da die User ihre gekauften MP3s uneingeschränkt nutzen wollen

Nur zeigte die jüngste Vergangenheit wieder, dass man auch mit kostenlos angebotenen Angebote Geld machen kann. Siehe Moby, der sein Lied "Shot in the back of the head" kostenlos auf seiner Seite anbot und kurz danach war es das meistverkaufte Lied im iTunes.
Oder der Verkauf der Monty Phyton DVDs, die seit der offiziellen Veröffentlichung der Flying Circus Sketche auf YouTube, extreme höhenflüge verzeichnete.

In der heutigen Zeit muss man vielschichtig sein und da bringt es nichts, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen und nur CDs anbieten, weil man das will.

Eine CD zu produzieren, ist nunmal teurer, als die Lieder in einem Internetshop als MP3 anzubieten, ich denke mal, da braucht man sich nichts vormachen. Nur was kostet momentan eine MP3? 99 Cent? bei 15 Liedern pro Album ist man auch schon bei fast 15 €.

Was die Künstler an einem Album verdienen, hat der VUT mal berechnet. Die Grafik zeigen deren Ergebnis.
 

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Ich bin immer noch ein CD Kaufer. Hab lieber eine richtige CD im Regal als nur mp3's auf der Platte. Zumal man beim Kauf bei musicload am Ende eh auf den gleichen Betrag kommt wie beim Kauf von richtigen CD's. Bin jetzt mal von 13 Songs auf einer CD ausgegangen, mach bei €1,29 pro Titel schon €16,77. Bei CD's kommt dann auch noch meist noch ein nettes Bonusmaterial dazu. Ok, zumindest ist das in Russland so, dort bestelle ich oftmals CD's die es hier nicht gibt. Die kosten dann auch nur €7 oder so. Oder ich kauf mir gebrauchte CD's, die beokmmt man bei amazon.de auch quasi hinterher geschmissen. Und bei den russischen Bands kann man teilweise auch guten Kontakt knüpfen. Hab nach nachfragen wo man die CD's kaufen kann in Deutschland (da kannte ich die Quellen noch nicht) mehr oder weniger die ganze Diskographie als Downloadlink bekommen und demnächst werd ich noch Poster, T-Shirt und das neue Album bekommen, mit Autogrammen und so.

Natürlich, da ich kein Mainstream Hörer bin klappt das auch alles sehr gut.

Aber teilweise muss ich auch Pandora zustimmen, die Bands machen ein Haufen Songs, aber nicht alle kommen auf die CD, bzw. es werden noch Deluxe Doppel CD's verkauft wo dann die fehlenden Songs drauf sind, wie beim letzten Rammstein Album. Das finde ich auch ne Sauerei. Aber egal, das Album hab ich dann trotzdem gekauft, für €9,99 im Angebot bei Media Markt^^
 
@Pandora:
Weil du die Schrottsongs streichst und sie für die Die-hard Fans als Bonusmaterial anbietest. Keine Abzocke, keine Sauerei, einfach nur sinnvoll.

@linksta:
Einfach 2 Medien, die sich überschneiden. Nach dem das Telefon eingeführt wurde, hat die private Kommunikation über den Postweg auch nachgelassen. Die einen finden Wege ihr Zeug im Netz zu verkaufen, die anderen nicht und weinen dann. Immer dasselbe. Der Markt schrumpft sich gesund, die fetten Labels verdienen immer noch genug und die Künstler selbst bekommen immer noch zu wenig. same shit, different day.
 
Haha, der Stammtisch ist eröffnet :freak: Seltsames Zitat, was du da gepostet hast. Da stimmt ja vorne und hinten einiges nicht.

IMO liegt es an der Auswechselbarkeit, Qualität und Schnelligkeit der Musik, wie dbilas dynamic schon sagte. Der Preis ist nebensächlich und weniger ein Argument. Natürlich gibt es Gruppen (Schüler, Studenten), die alles meiden, was irgendwas kostet. Aber das ist nur eine Minderheit. Doof natürlich, wenn man (ausschließlich) auf diese Zielgruppe setzt. Außerdem können solche große Konzerne nicht mit dem Internet umgehen. Sie trauern ihren utopischen Gewinnen aus den 80igern nach und schaffen den Umstieg ins Digitale nicht.

@Niedrige Online-Preise:
Legale Angebote können die Preis nicht einfach so bestimmen, seie denn, sie machen dauerhaft Miese. Wenn iTunes & Co. Einzelsongs für 99 Ct verkaufen, dann ist der Einkaufspreis von den Labels niedriger. Niemand zwingt die Labels, ihre Songs zu den Preisen zu verkaufen. Die komplette Diskussion ist absurd! Wollen die Labels mehr Geld, dann sollen sie einfach mehr dafür verlangen. Fertig.

Hingegen bietet das Internet für die Künstler viel mehr Möglichkeiten. Sie können ihre Songs direkt an den Kunden verkaufen, ohne Label und Zwischenverdiener - oder innovativ vermarkten. Das entmachtet die Label und dagegen jammern sie. Radiohead, Mobi & Co. können nachdem sie sich von ihren Labels getrennt haben, wirklich ehrliche Musik machen und sie vertreiben, wie sie es wollen. Und für die meisten ist es besser und einträglicher als vorher. Natürlich kann nicht jeder so durchstarten, wie die großen Beispiele, bloß weil er Musik macht und eine Website hat. Radiohead war Vorreiter, die Nachzügler haben das Nachsehen - wie immer. Vor allem aber ist es komplizierter, auf sich aufmerksam zu machen, wenn das Angebot so groß ist.

Auf der anderen Seite darf niemand erwarten, dass die Pressung einer CD soviel Mehrkosten erzeugt, dass der Preis ohne CD drastisch sinkt. Stattdessen muss die komplette Struktur geändert werden - und sie kann. Man braucht keine A&R-Manager, keine großen Labels mit Wasserkopf-Verwaltung, keine Zwischenhändler, keine Vermarktungsgesellschaften usw. Aber diese Umstrukturierung ist natürlich nicht im Interesse der großen Majorlabels, weil es an ihre Butter geht. Für kleine Labels hingegen ist die neue Vertriebsform ein Segen.

@Weniger Verkäufe:
Es ist klar, dass bei einem Technologiewechsel die alte Technik immer weniger verkauft wird. Beim Umstieg auf CDs wurden weniger Platten verkauft, dafür mehr CDs. Und die Musikindustrie hat auch damals genauso gejammert, wie heute. Beim Umstieg von CDs auf Download werden weniger CDs verkauft. Ganz klar! Ebenso beim Umstieg von VHS auf DVD und DVD auf BluRay und BluRay/DVD auf Download. So ist dass nunmal und die Dinosaurier sind auch ausgestorben.

Interessant hingegen sind aber die Verkaufszahlen der meckernden Majorlabels gegenüber den Indie-Labels: Während die Majors stetig sinkende Verkäufe melden, steigen die Verkäufe der Indies. Und das zeigt eindeutig, dass die Menschen weiterhin Musik kaufen wollen, nur nicht immer die gleiche, ausgelutschte Chartmucke von Retorten-Bands, die in 3 Monaten wieder verschwunden sind, sondern ehrliche Musik von ehrlichen Künstlern, ohne unpopuläre Major-Labels zu bezahlen.

Und man muss ganz klar zwischen Label und den vier Major-Labeln unterscheiden.

@linksta:
Schön dass du betonst, dass du Musik nur rippst. Erkläre doch noch mal, was der Künstler von deinem lobenswerten, legalen Tun hat?
 
Zuletzt bearbeitet:
...mal sehen

Ist die CD am Ende oder ist das Internet schuld?

So schlecht diese Formulierung ist, so unbrauchbar ist auch das besagte Management, welches hinter den Online Verkäufen steckt. Wie Wintermute auch angemerkt hat, für den Künstler bleibt am Ende so und so nicht viel übrig - der Download aus dem Web hätte jedoch ein enormes Potential für alle Beteiligten.
Während es immer noch Leute gibt, die nicht auf ihre heiligen Vinyl Alben verzichten wollen, gibt es auch genügend Menschen, die lieber CDs in den Händen halten, als Blechdosensound auf MP3 Playern - gar Handys. Ich gehöre keineswegs zu letzteren, jedoch bin ich bereit für den mobilen Einsatz einen Kompromiss einzugehen. Liebend gerne würde ich bei iTunes täglicher Kunde sein, sofern Preis und Qualität stimmten. Bei meinen absoluten Lieblingsinterpreten kaufe ich mir dennoch eine CD, mit Cover, Booklet und allem, was eigentlich dazu gehören sollte. Und was stelle ich fest? Auf beiden Seiten eindeutig überteuert, aber es geht auch anders... wer lange genug abwartet, findet selbige Rohlinge zu einem Bruchteil des Preises in den Regalen wieder.

Wenn das so weiter geht, mache ich meine eigene Musik.

FIL11
 
Tja liebe Musikindustrie: Willkommen in 21 Jahrhundert.

Ist doch nur logisch. Viele Sache die früher gut gingen, kann man heute nicht mehr machen. Die Musikindustrie soll sich mal von dem Gedanken entfernen durch Plattenverkäufe den Millionenreibach zu machen. Aber das ist doch nicht wirklich ein Problem, oder? Viele Künstler sind heutzutage sehr breit aufgestellt und machen eben ihren Umsatz durch Medienpräzens, Konzerte, bi-ba-bo.
 
Wer noch in DE kauft ist eh selbst schuld

Ich hab mir meine letzte CD ers vorkurzem von unser Nachbar iNsel geholt ist viel günstiger und dauert auch max 3 Tage.

Und jep die DL's zumindest die mit Deutschen Hintergrund sind auch zu teuer.
 
Das Zitat stammt nicht von irgendeiner Zeitung, Zeitschrift oder so sondern ist ein Live Interview aus einem Internetradio und stammt von Rocco

back 2 topic: Genau dieses Interview hat mich ja zum Nachdenken bewegt. Aber ich habe ein Problem: Vinyls echt ne Klasse sache. Aber das ist nichts für mich

CD eine klasse Sache leider mit Kopierschutz den man nicht umgehen darf

mp3 downloads auch keien klasse Sache eigentlich. Nur sehr oft mit drm und einzelne tracks sind schwer zu bekommen
 
mumpel schrieb:
@linksta:
Schön dass du betonst, dass du Musik nur rippst. Erkläre doch noch mal, was der Künstler von deinem lobenswerten, legalen Tun hat?

Früher waren es die Tapes, die mit Musik gefüllt wurden. Das hat zwar gedauert aber am Ende hatte man doch das was man wollte !
Heute sind es eben die HDDs die gefüllt werden, es geht viel schneller und man muss nicht mal dabei sein, alles geht voll automatisch.
Innerhalb von 2 oder 3 Stunden hat man 2- oder gar 300 Lieder von Bands die man im Leben noch nie gehört hat.
Beides legal und es wird gemacht, früher haben die Künstler damit kein Geld verdient und heute auch nicht !
Ob es in der heutigen Zeit vermehrt gemacht wird, das wird dir wohl keiner sagen können !
Das entscheidende ist, man ist auf der legalen seite damit und nur das zählt in der heutigen Zeit !

Ich persönlich halte lieder die CD in der Hand als nur ne MP3 auf der Platte !
Zwar liegen bei mir die CDs die ganze zeit im Regal, aber da will ich sie auch haben,
zum hören habe ich meinen MP3 Player, Laptop oder die Analage(mit USB Anschluss).
 
dbilas dynamic schrieb:
Die Preise für eine gute Doppel CD ist echt Enorm geworden. Das gleiche Gilt für Filme und Kino Besuche.

Es erscheint eine Cover Version nach dem anderen, von drittklassigen Bands. Wer will da noch wirklich Alben kaufen?
Nein, nicht generell. Alben und Sampler sind teils sogar billiger geworden. Früher kostete ein Sampler schnell mal bis zu 44,99DM. Heute bekommt man die meisten schon für unter 20€. Alben bekommt man auch schon für 16-17€, die früher auch locker mal 40DM kosteten. Maxis haben früher im Schnitt 11-12DM im Handel gekostet, heute halt 5-7€. Alles Mittelwerte des Einzelhandels.

Kinopreise sind fast unverschämt geworden, haben sich teilweise fast verdoppelt. Grad am besucherstarken Wochenende langen die Betreiber der großen Kinoketten zu wie nix.

Zu letzt: Auch ich glaubte an eine natürliche Auslese im Musikgeschäft. Doch, wenn ich So ein Coverschrott wie Scooters Ti Sento (geklaut von Technoboy), Stefanie Heinzmanns Metallicacover oder einen im Stil vom frühen Eurodance-Gerappe aufgezogenen Nachbau von Guru Joshs' Infinity höre, vergeht es mir dann doch. Also offiziell nix mit natürlicher Auslese. Aber irgendwo doch, denn das Musik-Downloadgeschäft erledigt das dank der wunderbar freien Auswahl einzelner Titel. Weiterhin kann man online nahezu immer ALLES vorhören, was in einem Saturn/Mediamarkt/Karstadt eben nicht geht. So filtert der Kunde von vornherein aus, was er/sie nicht will.

Dennoch ist die CD als Medium als solches längst nicht am Ende. Schon rein aus dem Fakt nicht, das es zB bei Amazon noch viele alte Werke gibt, die zu einer Zeit auf den Markt kamen, als noch keiner an einen Markt für Musikdownloads dachte. Weiterhin kenne ich kein Onlineangebot, welches WAVE Dateien führt -noch ein Vorteil für die CD. Wer unbedingt die höchste Klangqualität im Original haben will, kommt auch heute nicht um die CD bzw DVD herum. Wenn da nicht der "Loudness War" wäre, könnte man jetzt argumentieren. Das wiederum ist aber nur ein Problem bestimmter Genres und betrifft nicht generell alle Veröffentlichungen.

Nicht zuletzt behauptet sich die Schallplatte wieder sehr hartnäckig, nachdem sie um die Jahrtausendwende ihr Tal der Tränen durchschreiten mußte. Klanglich und dynamisch nicht besser als UKW-Radio oder eine MC, aber sie hält sich.

FAZIT= Tonträger und Internet ergänzen sich, wenn es vernünftig angepackt wird. Um die Tonträger unkomprimiert als Download anbieten zu können, fehlen uns in Europa noch mindestens 5 Jahre Entwicklung, was die Geschwindigkeit & Verbreitung der Internetanschlüsse anbelangt. Die Speicherkapazitäten könnten schon heute geschaffen werden, aber da wir nicht grad in Ostasien leben, würde der Download einer Konzert-DVD noch zu lange dauern.

In der Zeit, in der ich mit DSL6000 (was nach wie vor relativ am meisten verbreitet ist) 4,5GB runterlade, fahr ich mit dem Auto in den Mediamarkt und kauf binnen Minuten soviel Tonträger, wie ich Geld ausgeben will. Und komme mit einem vielfachen an Gigabytes Musik oder auch Film nach Hause... Solange schnelles Internet nicht flächendeckend verbreitet ist, lohnt sich der Markt für Filmdownloads (mindestens 16000) und unkomprimierte Musikdownloads (mindestens 6000) garnicht. Andernfalls mutiert der Download von einer Geduldsprobe zur Nervenzerreißprobe.
 
@ linksta:
Dass Vinyl nicht für jeden ist, vor allem weil es so unhandlich ist können wohl viele nachvollziehen. Aber CDs kommen meist ohne Kopierschutz daher (je nachdem, welche Art von Musik; muss man drauf achten) und Downloads sind meistens ohne DRM und Einzeltracks bekommt man nirgendwo anders als beim Download. Erkundige dich da nochmal!

@ Maxxer:
Du gehst auf meine Frage nicht ein. Aber wenn für dich "Hauptsache legal" und sonst nichts zählt, dann ist mir klar, dass man automatisiert tausende Radio-Schnipsel sammelt.

@ Gelbsucht:
Wav-Angebote kenne ich auch nicht. Macht aber auch keinen Sinn. Verlustfreie Audiokompressionsformate, wie FLAC oder Uncompressed MP4 gibt es aber schon. Auf der anderen Seite wollen das aber nur die wenigsten Kunden. Und ich bezweifel, dass man selbst mit geübten Gehör den Unterschied zwischen einer 256 Kbit AAC und Wav hört. Selbst zu den handelsüblichen MP3s wird's sehr kompliziert. Tests haben das gezeigt. Zumal Wav/CD/Flac ja nicht gleichzusetzen mit guter Qualität ist, wenn das Mastering bescheiden war. Und in 95% aller Veröffentlichungen trifft das zu.

IMO auch irrelevant. Download ist Fastfood (nicht MacDonald's). Das passt oft, aber nicht immer. Wer will holt sich eine CD und rippt sich die Musik in die Formate, die er will und hat eine Hülle zum Anfassen. Für andere wird der Einzeltrack-Download zu niedrigen Preis und ständiger Verfügbarkeit sehr interessant. Für andere wiederum ist der Download oft die einzige Möglichkeit an unpopuläre Musik und vergriffene Aufnahmen zu kommen. Nicht jeder hat die Möglichkeit seine Musik im Blödmarkt zu kaufen, weil es die da einfach nicht gibt.

Ich persönlich brauche nicht zwangsläufig eine CD (obwohl ich bisher nur CDs gekauft habe). Ich höre meine eh nur über PC und MP3-Player. Einmal gerippt landet die CD in der Schublade. Das ist für mich viel flexibler und handlicher. Mittlerweile sind die Zeiten von 128-kbit-MP3s und DRM auch vorbei, seriöse und interoperable Angebot sind überall erhältlich und daher wird Download für mich sehr interessant. Besonders wenn es um Import-Alben geht, auf denen eh nur 2-4 Tracks interessant sind, die dafür aber richtig. Früher hat man sich die 4 Tracks irgendwo illegal gezogen, weil ein Import für 40 € nicht in Frage kam. Heute kann ich mir die 4 Tracks für 4 bis 6 € in Top-Qualität einfach irgendwo legal runterladen, muss nicht mehr groß suchen, finde viel und der Künstler bekommt auch noch was.
 
Die CD ist bald so tot bzw. so sehr Nischenprodukt, wie heutezutage schon die Vinyl. Jüngste Einschätzung eines Insiders hier. Auf der anderen Seite ist die CD nach wie vor ein herausragendes Promotiontool, und verkauft wird sie aktuell ja auch immer noch. Wenngleich sich Hersteller immer mehr Mühe machen müssen, sie an den Mann zu bringen. Gilt auch für die CD Presswerke, die um aufwändige Zusatzleistungen zur CD Produktion auch nicht mehr drumrum kommen.
 
Für mich lohnt sich das Runterladen gar nicht, weil die Musik, die ich höre, schon relativ günstig auf CD zu haben ist (ca. 9 Euro pro CD im Schnitt) oder sowieso sehr selten und teuer (mehr als 60 Euro pro CD) ist.

Ich habe ca. 2000 Audio-CDs (inkl. SACDs, DVD-As, HDCDs, XRCDs, etc.) und davon sind gut 98% der Rubrik "Klassik" zuzuordnen. Darunter wiederum sind Aufnahmen aus z.B. Japan (meist SACDs), die man sowieso nirgends kriegt.

Also ich bleibe der CD treu.

Neue Aufnahmen braucht von mir aus sowieso niemand zu produzieren, weil bereits das meiste seit den 50er Jahren in bester Qualität und/oder Interpretation vorliegt.

Vinyl hingegen halte ich für Schwachsinn, weil die Klangqualität nicht mit den digitalen Medien mithalten kann und nur etwas für verträumte Nostalgiker oder DJs ist.
 
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