Kamera (evtl. +Objektiv) für max. ~ 500€

MoritzBerlin

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Hallo,

da ich demnächst ein Auslandsjahr in Neuseeland mache, will ich meine Reise mit Bildern dokumentieren und habe mir dafür ein Budget von maximal 500€ gesetzt.

Was Kameras angeht bin ich relativ unerfahren und daher ist für mich hauptsächlich wichtig, dass die Kamera scharfe Bilder liefert und sowohl einen guten Auto- als auch manuellen Fokus besitzt. Viele Spielereien (Effekte etc.) an der Kamera werde ich kaum nutzen, sind für mich also nicht relevant.
Die Bilder werde ich wahrscheinlich (bis auf wenige) nur digital betrachten können, besitze aber einen Full-HD-Bildschirm. Wenn möglich sollte die Kamera nicht zu schwer sein (längere Wanderschaften mit schwerer Kamera sind sicherlich anstrengend), aber das wäre für mich nicht zwangsläufig ein Ausschlusskriterium.
Für Neuseeland typisch werde ich hauptsächlich große, weite Landschaften fotografieren wollen und daher sollte der Brennweitenbereich (?) möglichst hoch sein. Auch ein größerer Zoom wäre schön, jedoch nicht notwendig.
Desweiteren muss die Kamera viel aushalten können. Mir wäre wichtig, dass sie bei einem Sturz nicht kaputt geht.
Es wäre außerdem wichtig, dass ich Videos aufnehmen kann. Da reicht mir auch 720p und Mono-Ton, solange die Qualität in Ordnung ist.
Eine lange Akkulaufzeit wäre zusätzlich ideal, aber nicht notwendig. Auch ein USB-Ladeanschluss wäre toll.

In der Hand gehalten habe ich bisher erst die D5100 meiner Freundin. Mit der komme ich gut zurecht und die Qualität der Bilder passt. Meine Kamera sollte jedoch trotzdem Bilder auf höherem Niveau machen können.

Ob sich nun eine billigere Kamera mit einem annehmbaren zusätzlichen Objektiv mehr anbietet als eine teurere Kamera ohne zusätzliches Objektiv, weiß ich nicht und da würde ich gerne eure Meinung hören.

Ich hoffe, jemand kann mir ein paar gute Vorschläge machen. :)

/edit: Ich suche eine Spiegelreflexkamera und keine digitale
 
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Eine absolute Empfehlung sind sicherlich Micro-Four-Thirds (MFT)-Kameras. Die sind deutlich kleiner und leichter als APS-C-Spiegelreflexkameras und sind qualitativ absolut auf der Höhe - mit kleinen Nachteilen bei Dunkelheit bzw. schlechten Lichtverhältnissen im Allgemeinen.

Das sind spiegellose Kameras, sprich man hat häufig keinen Sucher, sondern nur den Kamerabildschirm, um die Fotos zu schießen. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann das nachteilig sein, ansonsten ist es mMn. kein Problem.

Vermutlich genau das Richtige dürfte das hier sein:
Olympus E-Pl5

Die Kamera habe ich selbst auch. Ist ein Auslaufmodell, allerdings mit dem Sensor der Top-Kameras von Olympus und der zweitbesten Variante des Signalverarbeitungsprozessors, und mit 3-Achsen-Stabilisator (im Vergleich zu 5-Achsen bei den Topmodellen).
Preis/Leistungs-technisch ein absoluter Kracher, es gibt mit etwas Suchen vermutlich noch bessere Angebote als die Idealo-Preise gerade.

In Sachen Objektiv ist bei dem oben verlinkten jetzt sowohl ein 14-42mm Objektiv dabei, was ordentliche Alltagsbildquali liefert (14mm für Landschaft ist schon ordentlich weitwinklig, viel mehr Weitwinkel braucht man selten), und wenn dich doch mal was richtig weit Entferntes anlächelt, ist das Zoomobjektiv dabei. Wenn du das nicht brauchst, bekommst du die Kamera noch ein Stück günstiger.

Meiner Meinung nach genau das Richtige für dich: Klein, leicht, günstig, sehr gute Bildquali. Als stabil empfinde ich die Kamera schon, wie es allerdings mit Sturzanfälligkeit aussieht, weiß ich nicht.

Alternativ wäre sonst vielleicht auch eine Edelkompakte etwas, in dem Preisbereich liefern die sehr ordentliche Bildquali, sind sehr klein und leicht, allerdings eben ohne die Erweiterungsmöglichkeiten. Ich stand vor derselben Entscheidung und bin sehr froh, eine Systemkamera genommen zu haben, weil ich mich jetzt mehr damit befasse - wenn du das nicht vorhast, ist eine Edelkompakte mehr die "Rundum-glücklich-Lösung"

Edit: Du suchst eine analoge Spiegelreflex???
 
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In der Preisregion nur gebrauchte Ware, wenn dir die 5100 nicht gut genug ist.


Ich habe zwischen 5100 und EOS750D überlegt, am Ende die 750D genommen, weil

- sie ein ausklappbares/schwenkbares Display hat
- im Vergleich zur Nikon Autofokus bei Videos hat
- mir besser in der Hand liegt

In dieser Einstiegerklasse kommt es mMn eher auf ein hochwertigeres Objektiv als auf einen hochwertigen Body an
Von daher kommt vielleicht ein Objektiv von Tamron/Sigma in Frage. Diese erzielen oft fast gleichwertigere Ergebnisse, sind aber bedeutend günstiger.
 
"/edit: Ich suche eine Spiegelreflexkamera und keine digitale"
Kannst du das mal genauer erklären?
Wie schon gesagt bekommst du für 500€ neu eher nichts über D5100 und 700D im DSLR Berreich. Als spiegellose APS-C Kamera bekommst du mit Kit noch die Sony Alpha 5100 damit hast du den Weitwinkel bis "normalen" Berreich abgedeckt, Telebrennweite hast du dann halt nicht.
 
Meine Kamera sollte jedoch trotzdem Bilder auf höherem Niveau machen können.

Die D5100 ist eine sehr gute Kamera für den Einstieg, wenn du gebraucht eine gut erhaltene D7000 findest, würde ich jedoch bei der zuschlagen. 7000 und 5100 haben exakt den selben Bildsensor, die 7000 ist jedoch ergonomischer (ein echter Sucher und kein Guckloch, mehr Knöpfe, robuster gegen Wettereinflüsse) und daher für jemanden, der viel draußen ist, meiner Meinung nach sinnvoller (auch wenn die 7000 etwas mehr Eingewöhnungszeit braucht, einfach weils eher Semi-Pro ist). Mit z.B. dem 18-105er Kitobjektiv bist du da auch noch immer unter 500€ und hast eine Kamera, die du sehr, sehr lange verwenden kannst und mit der du viel Freude haben wirst.

So oder so, wurscht welche Kamera du dir nimmst: Lies dich in die Grundlagen der Fotografie ein. Ich sehe immer wieder Touristen mit fetten DSLRs herumrennen, die dann immer in der Automatik laufen und die Bilder, die diese Leute machen, bekomme ich mit meinem Handy auch hin, ohne 1000€ auszugeben. Blende, Zeit und ISO hat man nach ner Stunde verstanden, nochmal ne Stunde für die Kamerabedienung verwenden und du kommst einigermaßen zurecht.
 
MoritzBerlin schrieb:
Desweiteren muss die Kamera viel aushalten können. Mir wäre wichtig, dass sie bei einem Sturz nicht kaputt geht.

Das eine Kamera beim Sturz nicht sofort kaputt geht, garantiert dir kein Hersteller. Mit diesem Risiko wirst du leben müssen ;)


MoritzBerlin schrieb:
In der Hand gehalten habe ich bisher erst die D5100 meiner Freundin. Mit der komme ich gut zurecht und die Qualität der Bilder passt. Meine Kamera sollte jedoch trotzdem Bilder auf höherem Niveau machen können.

Was heißt für dich höheres Niveau? Mehr Auflösung? Wenn ja, schau dir die Nikon D5200 (inzwischen ein Auslaufmodell und daher beim einen oder anderen Händler recht günstig zu bekommen) an. Das verlinke Angebot liefert ein 18-105mm Objektiv mit, was äquivalent zu Kleinbild 27-158mm entspricht. Damit bist du bereits recht gut für deinen bevorstehenden Trip ausgestattet.


MoritzBerlin schrieb:
Ich suche eine Spiegelreflexkamera und keine digitale

Hinterfrage diesen Satz noch einmal ;)
Ich vermute du möchtest Systemkameras ausschließen und suchst nach einer Spiegelreflexkamera?
 
Naja, Digital sind sie alle - oder Analog mit Film.

Ich vermute er will Kompaktkameras ausschließen, unter Systemkameras fallen ja sowohl EVILs als auch DSLRs.

Von Canon gibt es in der "Gewichtsklasse" die 100D, die als besonderes Merkmal hat, dass sie besonders kompakt ist, man aber keine Abstiche beim Sensor machen muss und immer noch den optischen Sucher hat. Soweit ich weiß gibt es da nix was in der Hinsicht in der DSLR-Welt mithalten kann. Damit bietet sie sich besonders für Reisen an.
 
"Keine Abstriche beim Sensor" ist aber auch relativ, wenn man bedenkt, dass der Sensor von Canon kommt und schon einige Jahre auf dem Buckel hat. ;)
Kompakter und mit besserer Bildqualität gibts auf jeden Fall im EVIL Bereich von Sony und sogar Samsung.
 
"Abstriche beim Sensor" - ist es auch. Aber es ist halt keine 1"-Sensor-Kamera sondern immerhin APS-C. Auch mFT ist eine andere Gewichtsklasse als so die 1"-Dinger.
IMHO baut Sony derzeit wirklich die besten Sensoren, dafür hat Canon bei den Objektiven sowohl von der Auswahl wie auch der Qualität halt die Nase vorn. Mit den STM-Linsen kann man als Einsteiger quasi nix falsch machen. Jedes System hat eben seine Vor- und Nachteile, die Frage ist halt immer mit welchen Nachteilen man leben kann und mit welchen nicht.

Samsung verbinde ich halt immer mit "Ergonomiekatastrophe". Aber das ist eh subjektiv. Prinzipiell ist schon der Bedienstil von EVILs und DSLRs schon mal unterschiedlich; Optischer Sucher vs. Display oder "elektronischer Sucher". Mit einer Canon-DSLR dauernd im LiveView herumlaufen ist halt nicht gerade optimal, umgekehrt ist eine Kamera ohne Sucher ungeeignet für alles was man nah am Kopf machen will. u.s.w.
 
Hier im Forum verkauft gerade uebrigens einer ne D5200 mit Zubehoer und Kit Objektiv fuer unter 500 EUR. Nur so als Hinweis.

Darueber hinaus solltest du ueberlegen, wo und wie du die Kamera mit dir rumschleppen willst. Bedenke das so eine DSLR mit 2 Objektiven immer viel Platz wegnimmt und wiegt. Wenn du damit mal laenger wandern gehen willst oder ueber Nacht zelten willst... Da wuerde ich mir lieber eine gute Systemkamera besorgen, die man auch mal in der Jackentasche verstauen kann.

Und man muss mal davon wegkommen, dass man nur mit einer dicken DSLR "gute" Fotos machen kann. Gerade auf Reisen und bei Schnappschuessen kann sicherlich ne Systemkamera fuer 400-500 EUR locker mithalten und ist einfach ne Ecke flexibler und schneller einsatzbereit.
 
linkser schrieb:
Und man muss mal davon wegkommen, dass man nur mit einer dicken DSLR "gute" Fotos machen kann. Gerade auf Reisen und bei Schnappschuessen kann sicherlich ne Systemkamera fuer 400-500 EUR locker mithalten und ist einfach ne Ecke flexibler und schneller einsatzbereit.


Stichwort Einsatzbereit: Du kannst auch eine DSLR so als "Standard" einstellen, dass du damit in kürzester Zeit Schnappschüsse machen kannst. P-Mode und ISO-Automatik gibt es nicht Grundlos. Ich bin auch auf passionierte DSLR-Fotografen gestoßen, die grundsätzlich alles in M fotografieren müssen. Aus Prinzip. Dass man so keine spontanen Schnappschüsse hinbekommt steht wohl außer Frage. Wenn man weitergeht dann ist die Kamera, die am schnellsten Einsatzbereit ist entweder eine Kompaktkamera oder das Smartphone in der Hosentasche.
Aber das ist auch nur die halbe Wahrheit. Bis ich mein Handy aus der Hosentasche gezogen und entsperrt habe, bzw. die App geladen, hab ich auch die DSLR am Kameragurt entlanggezogen, dabei angeschaltet und schon am Auge. Das gleiche gilt für die EVIL genauso. Es ist einfach eine Frage der Art und Weise wie man etwas tatsächlich nutzt.

Man kann mit fast jeder Kamera, die auf dem Markt ist passable Fotos schießen. Entscheidend ist der Umgang mit der Technik. Man kann mit der grottigsten Handykamera coole Fotos schießen, wenn man die Beleuchtung im Griff hat (z.B.), und mit der besten Systemkamera (EVIL/DSLR) Mist bauen, in dem man sie auf die falschen Einstellungen setzt.
 
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B.XP schrieb:
dafür hat Canon bei den Objektiven sowohl von der Auswahl wie auch der Qualität halt die Nase vorn

Bei der Auswahl gebe ich dir definitiv Recht, wobei das auch nur vielleicht 20% der Nutzer überhaupt interessieren wird. Wirklich eingeschränkt ist man mit der Sony oder Samsung Auswahl auch nicht. Was die Quaiität angeht ist Sony zumindest im Vollformat Bereich mindestens ebenbürtig. Meine Zeiss Linsen geb ich jedenfalls net gegen so komische L Gläser her. :P

B.XP schrieb:
Samsung verbinde ich halt immer mit "Ergonomiekatastrophe".

Wenn man sich ein wenig auf die Touch Bedienung einlässt, lassen sich die Samsungs ziemlich gut bedienen. Das ist weit entfernt von Katastrophe. Je höher klassig man kauft, desto mehr Buttons hat man dann auch, jeder wie ers mag.
 
@Samsung: Naja das NX-Bajonett hat als "Versorger" nur Samsung selbst und n paar vollmanuelle Objektive alla Walimex, die es wirklich für jedes Bajonett gibt.

@Sony: Das geht dann schon in Richtung Systemdiskussion/Fanwars ^^ Es gibt ja wohl auch einige die auf die Kombination A7-Derivat und L-Glas stehen ;)

@Touchbedienung: Hab ich an der 700D auch, und in bestimmten Situationen fehlt sie mir an der 6D, allerdings hab ich die 6D auch noch nicht SO lange. Mein "Glück" beim Systemwechsel war, dass die meisten meiner Objektive eh schon FF-Kompatibel waren.
 
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