Und Sony hat meines Wissens auch divere Filmsimulationen.
Relativ. Und Sony hat meines Wissens keine "Filmsimulationen" an Bord, was vielleicht bei APS-C anders sein mag, aber ich glaube nicht.
Meine Erfahrung mit Sony, und das bezieht sich vor Allem auf KB (und eine "uralte" APS-C), sind eher sterile, zurückhaltende Farben ooc. Allerdings arbeite ich nur mit RAW, nie jpeg ooc. Sony macht bei mir die meiste Arbeit im post. Allerdings ist das natürlich äußerst subjektiv.
In der Reproduktion sind Sonys gut, da kann man nicht allzu sehr meckern. Aber Emotionalität, Dramaturgie, Lebendigkeit? Imho nein.
DJMadMax schrieb:
vor Allem bei Frauen, die vielleicht etwas zierlichere Hände haben und keine 5 Kilo-Geräte mit sich rumschleppen wollen, so unendlich viel besser aufgehoben.
[...]
Wieso ich die GH5 II empfehle [...]
Ich würde hingegen zur OM5-II raten. Die ist nicht im klassischen DSLR-Lite-Design, trotz mittig angeordnetem Sucher sondern ähnelt eher RF-Ziegelsteinen. Die riesige Griffmulde der Lumix-G ist bei der OM5(-II) nur angedeutet. Zusammen mit einer Handschlaufe kann man die lässig an ein, zwei Fingern baumeln lassen, wenn man sie gerade nicht am Auge hat.
Panasonic ist tendenziell mehr etwas für Leute, deren Interesse mehr in Richtung Videografie geht, das featureset, das Pana da auffährt, ist schon sehr, sehr brauchbar. OM Systems hingegen vernachlässigt Video etwas, ist dafür aber spätestens mit der OM1(-II)
die Empfehlung für Wildlife, BiF, etc. Die OM5-II hat nicht ganz die Features der OM3 oder OM1, ist mehr die Urlaubs- und Alltagsknipse, macht das dafür aber schon sehr ordentlich und passt gut in die Handtasche. Das 14-150 Kitobjektiv (Bildwinkel entspricht 28-300mm an KB) ist dabei keine allzu üble Scherbe für den Urlaub.
JackA schrieb:
Vollformat braucht man auch nicht wirklich, wenn man sich die physikalischen Eigenschaften ansieht.
Dem würde ich mal leicht widersprechen. Sicherlich, KB ist kein Allheilmittel und auch nicht immer die beste Wahl, für Einsteiger jedoch durchaus auch mal eine Motivationshilfe, und der Zusammenhang von Blende, Schärfentiefe, Belichtungszeit und Signalverstärkung lässt sich da auch etwas schneller erkennen, als bei deutlich kleineren Sensoren und damit verbundenen, deutlich kürzeren Brennweiten.
Für einen Hobby-Gelegenheitsknipser ist es jedoch ziemlich egal. Da bedeutet KB (bei Linsen) erst einmal größeres Packmaß, höheres Gewicht und ggf. auch höhere Kosten in der Anschaffung.
Ich mag auch meine µft-Linsen (zumindest die Kürzeren), da sie ähnlich kompakt sind (teils nur wenig größer) wie meine RF-Linsen (KB), hält das Gepäck klein, leicht und unauffällig, selbst, wenn man mehrere Linsen packt.
Aber auf meinen größten KB-Boliden würde ich nur ungern verzichten, denn der macht erstens sehr viel Spaß, zweitens wenig Arbeit in der Nachbearbeitung und liegt so dermaßen gut in der Hand mit jedem Objektiv, das ich für diese Kamera habe, daß es sich absolut natürlich anfühlt, damit zu arbeiten.
Es ist eine KB-DSLR.
KB liefert schon entsprechend ab, man kann damit schon etwas mehr machen, als mit kleineren Sensoren. Allerdings sind das schon oft Randbereiche der Fotografie, in denen der größere Sensor seine Stärken ausspielen kann. Immerhin: Auch Mittelformat hat seine Anhänger, und seine Daseinsberechtigung, wie auch die unterschiedlichen Großformate.
Den derzeitigen KB-Hype kann ich jedoch nicht wirklich nachvollziehen. Der größte Anteil ist wohl aggressivem Marketing geschuldet statt wirklichem Nutzen für den Anwender.