Keine ipV4-Adressen unter Linux

Holzfällerhemd

Lt. Commander
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Hallo Leute!

Folgendes Problem: Ich habe vor kurzem Mainboard, GPU und CPU geupgraded (siehe Signatur), habe meine SSDs komplett platt gemacht und habe erstmal mein Windows System soweit fertig gemacht und wollte mein Linux System später machen, wenn ich Zeit habe. Und heute ist der Tag gekommen. Als erstes wollte ich spaßeshalber PearOS ausprobieren. Dieser sagte mir, dass er eine bestehende Internetverbindung für die Installation benötigt. Okay, also zurück zu CashyOS. Die Installation funktionierte soweit problemlos. Aber einige Webseiten (Reddit, Github usw.) ließen sich nicht öffnen (ERR_ADDRESS_UNREACHABLE). Unter Windows ließen/lassen sich sich die Webseiten problemlos öffnen. Also habe ich im Terminal Reddit angepingt, was soweit auch funktionierte. Jedoch machte mich stutzig, dass ich nur eine ipV6-Adresse zurückbekam. Also habe ich auf wieistmeineip.de nachgeschaut. Dort wurde mir angezeigt, dass ich keine ipV4-Adresse habe, sondern nur eine ipV6. Wenn ich die Seite unter Windows aufrufe, habe ich beides. Also habe ich in meiner Routeroberfläche nachgeschaut. Die kann ich unter Linux nicht aufrufen, aber parallel auf dem iPad. Dort wird mein PC, sobald ich unter Linux bin, nicht angezeigt. Unter Windows jedoch schon. Also bekomme ich lokal keine ipV4-Adresse. Dies ist unter beiden Live-System (PearOS und CachyOS) ebenso der Fall.
Was habe ich probiert?
Zwei unterschiedliche Live-Systeme probiert, kein Erfolg. Wobei ja beide Arch basierend sind. Würde ich gerne auch eigentlich so beibehalten wollen.
DHCPCD installiert und aktiviert. Gab keine Änderung.
Mit nmtui der Verbindung manuell eine ipV4-Adresse hinzugefügt.
Router neugestartet, Switch (ein Netgear GBit Switch hängt noch zwischen Router und PC) neugestartet. Keine Änderung!
Ich hoffe, jemand kann mir weiterhelfen.

Edit: Nachdem ich meinen Rechnernamen mit nmtui geändert habe und nocheinmal eine IP vergeben habe und PC neugestartet habe funktioniert das nun. Keine Ahnung, warum.
 
Holzfällerhemd schrieb:
nocheinmal eine IP vergeben habe

Eventuell vorher etwas eingetippt was nicht wirklich passte?
 
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@Holzfällerhemd
Du kannst gern mal einen IP-Scanner nutzen um zu sehen, ob du evtl. eine IP doppelt vergeben hast.
Doppelte IPs (also von 2 Geräten gleichzeitig genutzt) führen zu Kollisionen & ggf. Netzhänger/Abstürze.
Im besten Fall funktioniert einfach nur eins der Geräte mit der selben IP.
 
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Tanzmusikus schrieb:
Du kannst gern mal einen IP-Scanner nutzen um zu sehen, ob du evtl. eine IP doppelt vergeben hast.

Dem Tip vom @Tanzmusikus solltest Du nach gehen. @Holzfällerhemd
Bzw. im Kopf behalten wenn Du wieder manuell IP vergibst.

Weil ein Linux ist durchaus in der Lage IPv4 lokal "abzuschalten" wenn man sich manuell eine IP vergibt die ein anderes Geraet schon hat.

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Somit hat mein Testlinux im Moment nur IPv6.

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Nein, ich habe da keine IP doppelt vergeben. Das gleiche Problem tritt auch bei Bazzite auf. Also liegt das schon mal nicht an Arch. Mein PC sollte via DHCP eine IP zugewiesen bekommen, was unter Windows auch super klappt. Unter Linux nicht. Keine Ahnung, ob das am Netzwerkadapter vom neuen Mainboard liegt, weiß ich nicht. Weil mit dem alten Board lief das problemlos. Daher wäre das naheliegend. Sobald alles via DHCP zugewiesen wird, funktioniert nur ipV6-Verkehr (höhö). Selbst ipV4-Webseiten, wie Reddit, Github weigern sich, geöffnet zu werden. Der DHCP-Bereich meines Routers ist von .30 - .230, also sollten noch genügend freie IP-Adressen da sein. Auch taucht der PC in den verbundenen Geräten im Router nicht auf, sobald keine feste IP vergeben ist. Wenn ich diese manuell vergeben habe, schon (siehe Bild als .55).
Übrigens war dies auch der Grund, warum PearOS die Installation abbrach, mit der Meldung, dass keine bestehende Internetverbindung existiert. Dort habe ich, um zu testen, erst im Live-System mit nmtui meine IP manuell vergeben und die Installation funktionierte auf einmal.
Ich habe, wie gesagt, immer noch den Onboard-LAN-Adapter (müsste der Realtek RTL8125 sein) im Verdacht, dass ipV4 DHCP unter Linux damit nicht hinhaut.
 

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Boah, ich glaube, ich habe die Lösung gefunden. Ich hatte/habe (weil der wird wiederkommen) einen SMB-Server. Diesem habe ich im Router gesagt, der soll immer die gleiche IP bekommen (.31). Der ist aber aktuell außer Betrieb (das wird mein Projekt, wenn dieser PC fertig). Da aber die .31 innerhalb des DHCP-Bereichs liegt, ist die frei. Also hat sich der Pinguin versucht, mit der .31 zu verbinden. Die ursprüngliche .31 hat halt ne andere MAC-Adresse. Ergo: Pinguin versucht sich zu verbinden, Router lehnt ab, weil die .31 gehört jemand anderem.
Ich habe den SMB erstmal aus dem Router entfernt (vorher musste ich den Haken entfernen, dass er immer dieselbe IP bekomm) und jetzt funktioniert auch mein PC ganz normal mit DHCP.
Sorry, für meine Dummheit. Ihr hattet quasi recht. Danke für eure Hilfe.
 
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Danke für's Teilen der Lösung.
Na das sind doch frohe Ostern! 😊
 
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Holzfällerhemd schrieb:
Da aber die .31 innerhalb des DHCP-Bereichs liegt, ist die frei. Also hat sich der Pinguin versucht, mit der .31 zu verbinden. Die ursprüngliche .31 hat halt ne andere MAC-Adresse. Ergo: Pinguin versucht sich zu verbinden, Router lehnt ab, weil die .31 gehört jemand anderem.

Dann haette der Pinguin eigentlich eine andere IP als die 31 bekommen muessen wenn Dein DHCP korrekt funktioniert. Feste Zuweisungen innerhalb der DHCP-Range mache ich hier auch. Egal wie lange eine Geraet nicht aktiv ist, die Zuweisung MAC zu IP im Router zaehlt.
 
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