Unabhängig davon, wie NVidias Ankündigung von manchen Leuten aufgenommen wurde, finde ich die Ergebnisse unglaublich beeindruckend. Natürlich ist es Geschmackssache, inwieweit jemand ein Computer- bzw. Videospiel so noch als „Kunstwerk“ akzeptiert, auch wenn es schon Fotorealismus erreicht hat oder KI nutzt. Fakt ist jedoch, das sich darunter anscheinend viele Leute befinden, die sich entweder die entsprechende Hardware nicht leisten können (oder wollen) oder halt mit einer Spielkonsole auskommen müssen, dessen aktuelle Generation damit endgültig abgehängt sein dürfte.
Ich spiele mittlerweile nach über 20 Jahren „PlayStation Only“ alle aktuellen Multiplattform-Spiele wieder auf dem PC mit einer NVidia Geforce RTX 5080 OC und Spiele wie „Resident Evil Requiem“ haben bestätigt, das es die richtige Entscheidung war (und das von einem Entwickler, der mit dieser Serie auf der Konsole erst richtig profitiert hat). Das macht es zwar auf der PS5 oder XBox Series S/X nicht weniger spielenswert, aber wer es einmal mit „Path Tracing“ auf vollen Details gespielt hat, will davon einfach nicht mehr weg. Dabei ist es mir relativ egal, ob fortschrittliches Rendering per KI-Berechnungen erfolgt oder nicht, solange das Ergebnis überzeugend aussieht und es sich nach wie vor authentisch spielt.
Neural Rendering wurde ja bereits letztes Jahr als eines der exklusiven Features der RTX 5xxx Reihe von NVidia angekündigt, so das die Konkurrenz lange genug darüber informiert war, was da auf sie zukommt. AMD steht jetzt unter starken Zugzwang und wird für die nächste Konsolengeneration bahnbrechendes liefern müssen, wenn sie überhaupt noch in Sachen „Path Tracing“ und „Fotorealismus“ mitreden wollen.
Ich bin ja mal gespannt, inwieweit die gestern vorgestellten Szenen selbst noch auf meiner Grafikkarte laufen, ohne das man gleich wieder zum nativen Full HD Modus in Verbindung mit DLSS Performance zurückkehren muß (entspricht gerade mal noch 960 x 540 Pixel). Zumindest hat man beim PC die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, welche Kompromisse man eingehen möchte, um aktuelle AAA-Titel noch spielbar zu machen. Einige verzichten lieber auf Path- oder Ray Tracing, verzichten auf besondere Schatten- oder Beleuchtungseffekte oder fahren die Texturqualität zurück und Andere bleiben auf höchsten Einstellungen, aktivieren „Frame Generation“ und drehen die Bildschirmauflösung zurück. Diese Vielfältigkeit fehlt mir bislang bei jeder Konsolengeneration und das war einer der Hauptgründe, warum bis auf die wenigen Exclusivtitel von der PS5 Pro wieder zum PC gewechselt habe.