Hallo Haloman!
Ich habe mich bereits vor Jahren für die kostenlose MasterCard von Karstadt entschieden und bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht. Der Grund für diese Entscheidung war, dass ich wirklich
nur eine Kreditkarte haben wollte, und ein neues Girokonto und das ganze Brimborium nicht benötigte. Kosten fallen nur bei Auslandszahlungen in Fremdwährungen an, was aber völlig okay ist, da diese Kosten selbst bei gebührenpflichtigen Kreditkarten in gleicher Höhe berechnet werden.
Der Haken bei der Karstadt-MasterCard und sicherlich auch vielen anderen Gratis-Kreditkarten ist der, dass es sich für den Anbieter immer noch lohnen muss. Normalerweise verlangen die Anbieter Einkommensnachweise und vergeben die Gratis-Karte nur dann, wenn das Niveau der Einkünfte erwarten lässt, dass halbwegs regelmäßig Zahlungen mit der Karte in nennenswerter Höhe tatsächlich erfolgen. Da die Kartenanbieter etwas weniger an die Händler zahlen, als der Rechnungsbetrag ausmacht, leben sie von dieser Differenz, und erst ab einer gewissen Höhe der Kreditkartenzahlungen rechnet sich das für die Anbieter.
Daher kann es eigentlich keine generelle Empfehlung geben, es hängt sehr stark von den Umständen ab, auf deren Grundlage eine kostenlose Kreditkarte beantragt wird. Für Menschen mit einer bestehenden Bankverbindung und einem geregelten Einkommen kann ich die Karstadt-Karte empfehlen, andererseits bietet die Hausbank unter diesen Voraussetzungen regelmäßig aber auch eine günstige - bei gewissem Umsatz dann kostenlose - Kreditkarte an. Für mich war die kostenlose Karstadt-MasterCard damit eine gute Ergänzung zu meiner Hausbank-VisaCard für 20 € Jahresgebühr mit Rabattsystem.
Unter anderen Vorraussetzungen z.B. als Student kann ein "Lockangebot" im Gesamtpaket mit Girokonto und Kreditkarte daher durchaus die bessere Wahl sein. Ob es dann eine Direktbank oder doch eher eine Präsenzbank sein soll, ist sicherlich Geschmackssache. Vor völlig unbekannen Anbietern, die im Zweifel gerade einmal ein Postadresse in Deutschland vorweisen können, würde ich allerdings generell die Finger lassen, wenn es zu Problemen kommen sollte, wird es sehr schwer, seine Ansprüche durchzusetzen. Gerade bei knappem Geld ist die fehlende oder geringe Guthabensverzinsung, die manchmal mit den kostenlosen Angeboten verbunden ist, sicherlich zu vernachlässigen.
Was ich dmit sagen will: Vorsicht vor Empfehlungen, von den Du nicht weisst, auf welcher Grundlage sie erfolgt sind. Und für eine zielgerichtete Empfehlung wäre es wichtig, welche Umstände und Nebenbedingungen für Dich relevant und wichtig sind.
Viele Grüße, Tiguar