LAN Geschwindigkeit messen

Mirka21

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Hallo,

ich möchte gerne die LAN Geschwindigkeit zwischen 2 Fritzboxen messen.

Ich beabsichtige Testweise ein 4 adriges Telefonkabel als Netzwerkkabel zu benutzen und möchte den dann vorhandenen Durchsatz messen.

Im Keller kommt 16 Mbit DSL Telekom an. Ich möchte gerne auf Vodafone 100Mbit Kabel umsteigen.

Bis jetzt ging eine 2 adrige Leitung vom Keller zum Router im EG und die 16Mbit kommen voll an.
Das Telefonkabel hat aber 4 Adern, somit noch 2 frei.

Wenn der Vodafone Anschluss kommen sollte, muss ich im Keller die Vodafonestation an das Kabel setzen und von dort aus zur Fritzbox im EG über besagtes 4 adriges Telefonkabel welches ich als Netzwerkkabel dann nutzen möchte.

Bevor ich den Anschluss beauftrage möchte ich den Durchsatz dieses Kabel einmal messen ob es für den Durchsatz ausreicht.

Ich komme von 16Mbit, selbst ein Durchsatz von 50-60 Mbit würde mir reichen.

Zur Verfügung habe ich eine 2. Fritzbox.

Wie messe ich also die LAN Geschwindigkeit zwischen diesen beiden Fritzboxen?

Also nicht die Internetgeschwindigkeit von 16Mbit des jetzigen Anschlusses sondern den möglichen Netzwerkdurchsatz des Kabels.

Muss ich zwangsweise an jede Fritzbox einen PC anschliessen oder geht das auch anders?

Ich habe auch 2 ipads hier mit LAN Adaptern.

Ich habe auch was vom internen iperf in Fritzboxen und ios Apps wie Networkanalyzer gelesen, blicke aber nicht ganz durch wie das damit geht.

Für Vorschläge bin ich dankbar :)
 
Zitat von Mirka21:
Ich komme von 16Mbit, selbst ein Durchsatz von 50-60 Mbit würde mir reichen.
Ethernet Synchronisierung sind entweder 10 oder 100 Mbit. Beide benötigten 4 Adern. Falls es auf Half-Duplex zurückfällt, bewegst du dich auch bei 100 Mbit Links eher bei 8 Mbit (Erfahrungswert) und weniger bei 10 Mbit. Je nach Kollisionen
Kann gehen, muss nicht. Telefonkabel (YTSY) ist komplett anders organisiert als LAN-Kabel und nur bedingt hochfrequenztauglich.

Eigentlich musst du nix messen, es reicht zu sehen, ob ein Link zustande kommt und ob der stabil ist.
 
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Das Problem bei Telefonkabel ist die Anordnung der Adern. Netzwerkkabel wird mit "TP" bezeichnet und das steht für "Twisted Pair". In einem TP-Kabel sind die 8 Adern immer paarweise verdrillt/verseilt. Mit diesem Aufbau wird eine höhere Störfestigkeit der Signale erreicht. Bei Telefonkabel sind die Adern aber nicht paarweise verseilt angeordnet und dementsprechend können die Signale durch Störungen von außen stärker beeinflusst werden. 100 Mbit/s kann klappen, muss aber nicht. Kommt drauf an wie lang das Kabel ist und wie vielen und welchen Störquellen es ausgesetzt ist.

Testen kannst du die Verbindung wie oben von @rezzler beschrieben mit iperf. Über 4 Adern gibt es aber nur FastEthernet und somit max 100 Mbit/s. Kommen bei der Messung signifikant weniger Mbit/s raus, ist davon auszugehen, dass es am Kabel liegt. Zur Gegenprobe kann man den Test-PC ja mit einem fertigen LAN-Kabel aka TP-Kabel an der Fritzbox anschließen und erneut testen. Da sollte es dann Richtung 1 Gbit/s gehen.
 
Hi, conf t ,danke für die Antwort. Es ist halt ein Versuch mit dem Telefonkabel bevor ich mir über andere Lösungen Gedanken machen muss :)

Du schreibst, ich muss nix messen, entweder kommt ein Link zustande oder nicht.

Du schreibst auch wenn es auf Half Duplex zurückfällt kommen nur 8Mbit bei einem 100Mbit Link zustande.

Das ist ja das was ich wissen will, da muss ich doch messen oder? Oder habe ich da was falsch verstanden?
Ergänzung ()

Hallo Rajin, danke für die Antwort, ich bin mir der Verdrillungsproblematik und der Unterschiede zwischen Telefonkabel und Netzwerkkabel bewusst.Auch dass ich 2 verdrillte Adern des Telefonkabels mit 2 verdrillten des Netzwerkabels jeweils zusammenführen muss.

Daher ja vorab der Test ob ich bei einem 50 oder 100Mbit Anschluss von Vodafone dann auch die Bandbreite ins EG bekomme. Da wäre ich über 50Mbit ja schon glücklich.
 
Half-Duplex zeigt dir das Gerät in den Interface Informationen an, man kommt in PCs einfacher an die Info ran als bei einer FB. Kannst einfach zwei PCs an die Leitung hängen, musst aber die Buchsen passend umbauen. Wenn da Halfduplex steht kannste Knicken, egal was du misst. Und wie es mit der Leistungsfähigkeit bei Half-Duplex aussieht hängt stark von dem aktuell Verkehr ab. Das kann man nicht verbindlich messen. Deshalb meine Erfahrungswerte, dass es sich im Bereich von einstelligen Mbit bewegen wird. Wird ordentlich das TCP-Window und SACK genutzt und es gibt nur 2 Teilnehmer in nur einem Datenstroms (z.B. TCP-Stream), die über die Leitung kommunizieren, erreichst du eine höhere Datenrate auf Half-Duplex-Leitung als im Realbetetrieb mit zahlreichen konkurrierenden Stream. Halfduplex ist eine einspurige Straße, die in beide Richtungen befahren wird und keiner weicht aus. Kommen sich zwei entgegen kommt es zur Kollision, es wird gewartet und es wird erneut versucht die Straße zu passieren. Mit Glück ohne Kollision mit Pech gibt es wieder eine.
 
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Hallo rezzler, danke für die Antwort, dann werde ich das mal so messen.
Ergänzung ()

Hallo conf t, okay, also wenn ich dann oben im EG einen PC dran hänge und er zeigt mir beim Netzwerkstatus Half Duplex an ist es Wurst was ich an Durchsatz messe, das Ding ist nicht stabil und dann nicht zu empfehlen.

Mit Buchsen passend umbauen meinst du das Telefonkabel mit den 4 Adern an den beiden Enden jeweils mit einem Nerzwerkkabel verbinden, richtig?
 
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So ist es. Würdest keinen Spaß mit haben. Und wenn du 100 Mbit Fullduplex angezeigt bekommst, gehen auch die 100 Mbit durch. Außer es gibt massive Störungen, aber dann bricht auch schnell mal der Link zusammen.
Vereinfacht:
Das ist ähnlich wie bei DSL nur sind die möglichen Geschwindigkeiten in 10er Potenzen abgestuft, ist die Leitung stabil-synchron hat man auch die Leistung. Erst relativ neu ab 2,5 Gbit nicht mehr.
 
Liegt das Kabel in einem Leerrohr, kannst du es mit überschaubarem Aufwand auch gegen ein Cat6/7 Kabel tauschen. Damit wärst du auch für 1 Gbit/s oder gar bis zu 10 Gbit/s gerüstet. Der Keller bietet sich in der Regel nämlich auch als Standort für ein NAS, o.ä. an und da wären 100 Mbit/s schon sehr ärgerlich.
 
Ja Leerrohre……..das wäre ne feine Sache :)

Das Haus ist 1994 gebaut „immerhin“ zum damaligen Standard „schon“ mit ISDN Kabeln, also 4 adrig bestückt…..schön im Putz eingelegt ohne Leerrohr.

Die Telekom beabsichtigt am Standort nicht in absehbarer Zeit von 16Mbit zu erhöhen.

Daher Vodafone über den Kabelanschluss..

Und der liegt im Keller. Und die vorhandenen Fernsehleitungen aus dem Keller werden von einer Satellitenanlage genutzt.Also Vodafonestation oben im EG an Kabelanschluss,löuft auch nicht.

Daher die Idee das vorhandene Telefonkabel aus dem Keller zum EG als Netzwerkkabel zu missbrauchen
um von der Vodafone Station im Keller das Netz dann ins EG zu einer Fritze zu bringen.

Wäre die unkomplizierteste Lösung bevor ich mir über powerline oder Repeater oder neue Kabel Gedanken mache.
 
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Danke, ja richtig, für den fertigen Einbau dann.

Vorab zum testen in dem ich die einzelnen Kabelnden über Wagoklemmen an ein abgeschnittenes LAN Kabel unter Beachtung der richtigen Paare klemme ist nicht ratsam?
 
Da spricht nichts dagegen.
Zitat von Mirka21:
Wäre die unkomplizierteste Lösung bevor ich mir über powerline oder Repeater oder neue Kabel Gedanken mache.
Falls es nicht klappen sollte (was aber eher unwahrscheinlich ist) oder dir die 100 Mbit/s irgendwann nicht mehr ausreichen sollten, gäbe es auch noch die Möglichkeit eine Gigabitverbindung aus der alten Telefonleitung raus zu quetschen: https://www.gigacopper.net/web/de/produkte_tp.html
 
Zitat von Mirka21:
Im Keller kommt 16 Mbit DSL Telekom an. Ich möchte gerne auf Vodafone 100Mbit Kabel umsteigen.
Vodafone 100 MBit/s Kabel kommt dann sicher über den Kabel-Fernseh-Anschluß in Deinem Haus.
Das bisherige DSL-Signal kommt über eine 2-adrige Leitung an. Das Kabel-Fernsehen kommt über Koaxialkabel an. Du mußt also mit einem Koaxialkabel vom Kabelanschluß zu Deinem Kabelrouter weitergehen.
 
Danke für den Tip mit den Gigacopper Geräten ist toll falls es nicht klappen sollte. kannte ich gar nicht!

Hallo Pete, ich weiss, Vodafone kommt per Koax ins Haus.

Im Keller würde ich dann das Koax in eine Vodafone Station stecken und von der aus per LAN Kabel (besagtes missbrauchtes Telefonkabel) das ganze ins EG zu ner Fritzbox leiten.

Aber vorher , bevor ich den Anschluss beauftrage muss ich wissen ob das Telefonkabel den benötigten Durchsatz als LAN Kabel leisten kann.

Und das teste ich vorab in dem ich im Keller bei bestehendem Telekom Anschluss die Fritzbox da anschliesse und dann per LAN Ausgang der Fritze an das Telefonkabel gehe um dann oben im EG mit ne PC an das Telefonkabel (LAN) zu gehen und gucke ob ich FullDuplex habe.

Erst wenn das gesichert ist beauftrage ich den Vodafone Anschluss.
 
Was spricht dagegen, die Coaxial Leitungen, die derzeit für Sat-TV genutzt werden, gleichzeitig für Kabel-TV zu nutzten. Den TV-Kabel-Router also ins EG zu stellen.
Man kann Sat-TV und Kabel TV auf einer Coaxial Leitung nutzen. Entweder man speist am Multischalter ein oder mit Adaptern wo es passt. Für Dich heist das nur, das Du im Keller eine Coaxial Leitung haben must, die ins EG führt. Die trennt man auf, schaltet Adapter zwischen, speist dort also Kabel-TV ein und kann dann am Ende Sat und Kabel-TV empfangen und somit auch Internet via TV-Kabel.
Wenn das nicht geht, muss man halt diese eine Coaxial-Leitung opfern und hat dann dort keinen Sat-TV Empfang.

Zu den Möglichkeiten Telefon-Kabel als LAN zu nutzen.
Das geht immer, muss aber korrekt verschaltet werden. Wobei die Kabel, die Striche drauf haben auf den Adern besser geeignet sind als die bunten. Obwohl die Bunten Schirmung haben, was die Telekom Kabel mit den Strichen drauf nicht haben.
Das jetzt im Vorfeld abzuklären, ist quasi unmöglich, solange dieses Kabel für DSL genutzt wird.
Du könntest den Router in Keller plazieren zum Testen und dann LAN weiterleiten via Telefon-Kabel. Dann kannst Du im Vorfeld testen ob 90Mbit/s oben ankommt. Mehr wird eh nicht kommen.
Ich habe das mehrmals mit Erfolg gemacht. Aber in der Anfangszeit auch öfters Fehler gemacht. Inwzischen weiss ich wie es geht.
Hier Links wo Du Dich einlesen kannst:
https://ngb.to/threads/ethernet-über-netzwerk-und-telefonkabel-praktische-montage-und-fehlersuche.39749/
http://www.tocker.de/installationskabel/installationskabel.html
http://bedienungsanleitung.elektronotdienst-nuernberg.de/impedanz.html
entweder hast Du dieses Kabel
1649586372138.png

oder Du hast das hier:
1649586410014.png
 
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Zitat von Mirka21:
der bei 5 bis 862 MHz arbeitet
Zitat von Mirka21:
und der liegt im Keller. Und die vorhandenen Fernsehleitungen aus dem Keller werden von einer Satellitenanlage
die höchstwahrscheinlich bei 950 bis 2.150 MHz arbeitet (was für ein Multischalter?)
Zitat von Mirka21:
genutzt. Also Vodafonestation oben im EG an Kabelanschluss,löuft auch nicht.
Doch das läuft, du brauchst "nur" einen passenden Diplexer, der auf den unteren Frequenzen das Vodafone-Signal auf das Kabel ins EG einspeist. Im EG brauchst du dann eine Antennendose die sowohl einen F-Anschluss fürs Modem und einen F-Anschluss für Satreceiver hat. Achtung, die verlinkte Dose ist ein Beispiel, welche Dämpfung bei dir benötigt wird kann ich nicht sagen, aber ein Rundfunktechniker mit Messgerät kann das. Alternativ kann vor die Satdose vlt. auch eine Multime-Durchgangsdose gesetzt werden.​

Dann hättest du Internet
 
Ich habe im Keller einen SPAUN SMS 5807 NF als Multischalter.

Okay, die Möglichkeit dass über einen Diplexer zu machen kannte ich nicht.

Der Fernsehempfang in diesem Raum, Wohnzimmer, muss halt weiter gegeben sein.

Ich besitze aus dem Beispiel oben mit den Bildern das Kabel mit den roten Drähten und schwarzen Strichen, eben nur 4 Adern, das aus dem Bild oben hat ja noch 2 grüne und 2 schwarze Aderpaare.

Aber die 4 Adern reichen ja für 100Mbit.
 
Der Spaun Multischalter, wo sitzt der? Wenn der im Keller ist, kann man am Terr Eingang TV Kabel aufschalten.
Wenn Du das Telekom Kabel mit Strichen hast, dann bekommst Du kein Längen-problem. Da geht LAN auch über 90m drüber.
 
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