[Langzeit User-Review] SanDisk Ultra II 960GB vs. SanDisk Extreme Pro 960GB

DaDare

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SanDisk Ultra II 960GB vs. SanDisk Extreme Pro 960GB

Inhaltsverzeichnis
  1. Vorwort
  2. Messmethodik und Testsystem
  3. Lieferumfang
  4. SanDisk Ultra II 960GB im Detail
  5. SanDisk Extreme Pro 960GB im Detail
  6. Sandisk Dashboard
  7. AS-SSD
  8. Atto
  9. Windows 8.1 Boot Time
  10. Malwarebytes Anti-Malware
  11. Programmstartzeiten
  12. Windows 10 ISO Extrahierung
  13. Kopieren von kleinen Dateien
  14. Kopieren großer Dateien & Ausreizen des Caches
  15. Fazit
  16. Update 1 (4 Monate)

Vorwort:

Die „SanDisk Ultra II 960GB“ ist unter den 1TByte SSDs einer mit der günstigsten Flashspeicher auf dem Markt. Viel Speicher für wenig Geld lautet die Devise. Vergleicht man die vom Hersteller angegebenen Übertragungsdaten mit teureren Modellen, so fallen die Unterschiede zu den „Pro“ Ablegern auf den ersten Blick gering aus. Ich werde in den kommenden Zeilen das Ultra II Modell gegen das Flaggschiff „SanDisk Extreme Pro 960 GB“ antreten lassen und aufzeigen, wie genau sich die SSDs vor allem im Praxisbetrieb unterscheiden. Da es sich bei der Ultra II Serie um SanDisks erste Konsumer TLC-SSD handelt, ist das Review über einen längeren Zeitraum ausgelegt. Ich werde in regelmäßigen Abständen die Messdaten erneut erheben, um die Geschwindigkeit und Datenintegrität auch nach längerer Nutzung zu validieren.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei SanDisk für die Bereitstellung der SanDisk Ultra II bedanken. Die Extreme Pro stammt aus eigener Anschaffung und war bereits einige Wochen im Betrieb.

Messmethodik und Testsystem:

Der Testbericht soll aufzeigen, wie sich die SSDs primär im Praxiseinsatz schlagen. Aus diesem Grund wird abgesehen von AS-SSD sowie ATTO alle Energiesparmodi (EIST & C-Stats) aktiviert sein. Diese können deutliche Diskrepanzen der Messwerte verursachen (siehe Bild unterhalb des Absatzes), sind aber bei nahezu jedem System aktiv. Auch wird – abgesehen von den oben genannten Programmen - ein geklontes Betriebssystem sowie alle Testprogramme von der jeweils getesteten SSD gestartet. Alle Werte wurden mindestens drei Mal erhoben, um mögliche Schwankungen entsprechend auszugleichen.

Die SSDs werden an die selbe native Sata 3 (6Gbit/s) Schnittstelle des Intel Z77 Chipsatzes angeschlossen. Zu den beiden SanDisk Datenträgern wird noch eine Toshiba Q Series Pro 256GB mit in den Test einbezogen. Jene soll eine ursprünglich bestehende System SSD darstellt und aufzeigen, ob man einen Performance Gewinn erzielen könne.



Test SSD:
- SanDisk Extreme PRO 960GB (SDSSDXPS-960G-G25) Firmware: X212T0RL
- SanDisk Ultra II 960GB (SDSSDHII-960G-G25) Firmware: X31200RL
- Toshiba Q Series Pro 256GB (HDTS325EZSTA) Firmware: JURA0101

Testsystem:
Intel Core i7 2600k @ 4,2GHz
Asrock Z77 Pro 4
Nvidia EVGA 960 GTX SSC
G.Skill Ares 16GB, DDR3-2133, CL10
Windows 8.1 Pro 64 Bit

Lieferumfang:

Der Lieferumfang fällt bei beiden Modellen bis auf die eigentliche SSD und die äußere Beschriftung der Umverpackung identisch aus. Neben dem Spacer, der an der Unterseite der SSD verklebt werden kann, um für manche Situationen auf die benötigte 9,5mm Bauhöhe zu kommen, liegt noch eine multilinguale Kurzanleitung sowie eine Downloadempfehlung der hauseigenen Software „SanDisk SSD Dashboard“ bei.



SanDisk Ultra II 960GB im Detail:

Die Ultra II 960GB setzt auf einen in 19nm gefertigtem TLC Nand. Dieser wird in Kooperation mit dem langjährigen Partner Toshiba hergestellt. Während der Konkurrent Samsung bereits seit einiger Zeit TLC-Nand SSDs im Sortiment hat, handelt es sich bei der Ultra II Serie um die erste Konsumenten TLC SSD des Herstellers. Als Controller kommt Marvells 88SS9189 mit acht Speicherkanälen zum Einsatz. In jedem der acht verbauten Flash-Packages stecken wiederum acht 128 GBit Dies, sodass man auf eine Bruttokapazität von 1024 GiB kommt. Der Hersteller wählt ein Over-Provisioning Rate von 12,7%, sodass man auf eine effektiv nutzbare Kapazität von 894 GiB, respektive 960 GByte zurückgreifen kann. Als (erster) Cache kommt ein 1.024 MB DDR3L-1600 SDRAM zum Einsatz.

Um trotz langsameren TLC Nand hohe Schreibraten zu erhalten, verwendet SanDisk ihre „nCache 2.0“ Technik, womit pro Nand-Die ein Teil der Speicherzellen im SLC-Modus anstelle des TLC Modus betrieben wird. Dadurch erhöht sich die Schreibleistung ungemein. Dieser zweite Cache beträgt bei der Ultra II mit 960 GByte laut Angaben SanDisks 40 GBytes. Wie stark die Schreibleistung nach Überschreiten dieses Puffers einbricht, kläre ich weiter unten.

Eine Hardwareverschlüsselung der Daten bietet die SanDisk Ultra II nicht an.

SanDisk gewährt auf die Ultra II Serie eine drei Jahres Garantie. Eine Angabe zur TBW ist nicht gegeben, sodass man hier keinen Einschränkungen unterliegt.

SanDisk Extreme Pro 960GB im Detail:

Anders als bei der Ultra II Reihe setzt SanDisk bei der Extreme Pro Serie auf MLC Nand. Dieser wird wiederum in Kooperation mit Toshiba im 19nm Verfahren gefertigt. Auch hier kommt ein Controller mit acht Speicherkanälen aus dem Hause Marvell, dem Marvell 88SS9187, zum Einsatz. Eher für 1TB SSDs unüblich beläuft sich die Kapazität pro Nand-Die auf nur 64 GBit. Schlussfolgernd werden pro Flash-Package 16 Dies verbaut. Analog zur Ultra II beläuft sich die Over-Provisioning Rate auf 12,7%, womit man wieder auf 894 GiB, respektive 960 GByte nutzbarer Speicher kommt. Als DRAM-Cache wird ein 1GByte großer DDR3 Ram verwendet.

Wie auch bei der Ultra II kommt eine Hauseigene Cache Technologie namens „nCache Pro“ zum Einsatz. Das Grundkonzept ist hierbei identisch zu dem des „nCache 2“. Ein Teil des Nand wird im SLC- statt MLC-Modus betrieben. Dies hat primär zwei Vorteile. Zum einen werden kleine Datenblöcke beschleunigt und zum anderen bleiben die darauf zwischengespeicherten Daten bei einem Stromausfall gegenüber dem klassischen DRAM Cache erhalten, da dieser nicht flüchtig ist. Die Größe dieses zweiten Caches fällt mit unter etwa einem Gigabyte klein, aber ausreichend aus.

Eine Hardwareverschlüsselung der Daten bietet die SanDisk Extreme Pro nicht an.

Die Garantielaufzeit beläuft sich auf lange 10 Jahre. Der Hersteller schränkt die garantierte Schreibleistung auf maximal 80 TByte Nand Schreibvorgängen ein. Dies entspricht auf den Gesamtraum knapp 22 GByte/Tag. Je nach Anwendungsprofil kann sich hierbei die Garantiedauer verkürzen. Ziehe ich die Daten meiner, in meinem Desktop bisher verwendeten SSDs her, erreiche ich gut 12 TByte im Jahr, sodass ich nach ungefähr 6,5 Jahren keinen Anspruch mehr auf die Garantie haben werde. Samsung bietet bei dem direkten, aber teureren, Konkurrenzmodell, der Samsung 850 Pro 1TByte, bei gleicher Laufzeit mit 300 TByte TBW ein Vielfaches der maximal garantierten Schreibleistung an.

SanDisk Dashboard:

Der Hersteller bietet für die eigenen SSD eine Info- und Verwaltungssoftware namens „SanDisk Dashboard“ an.
Direkt auf der Startoberfläche sind die für den Endverbraucher relevantesten Daten einsehbar. Dazu zählt der Laufwerkszustand, verbleibende Lebensdauer, Firmware Version, Temperatur, angebundene Schnittstelle sowie einen Überblick der Kapazität. Des Weiteren lässt sich von jedem Fenster die Datenträgerverwaltung, die Systemeigenschaft und der Gerätemanager aufrufen.

Wirft man einen näheren Blick auf die Software, so wird einem der Umfang des Programmes bewusst.

Man kann sich das Windows Performance-Diagramm anzeigen lassen und überprüfen, ob Windows TRIM überhaupt aktiv ist und dies manuell aktivieren bzw. deaktivieren. Auch besteht die Möglichkeit, manuell den TRIM Befehl auszuführen und einzustellen, dass automatisiert in regelmäßigen Abständen (täglich, wöchentlich, monatlich) der Befehl hren. Das Programm verrät weitere Details über den verwendeten PC (Hersteller, Modell, CPU, OS Version, Treiber, etc.). Darüber hinaus lassen sich die Smart Werte anzeigen sowie die beiden SMART Diagnosetests ausführen.

Auch kann man nach Firmware-Aktualisierungen suchen lassen oder dies per Datei ausführen. Sofern man das Programm nicht permanent im Hintergrund laufen lassen möchte, ist es möglich, sich bei einem E-Mail Verteiler anzumelden, der einem bei wichtigen Informationen oder neuen Firmwareupdates benachrichtigt.

Darüber hinaus hilft einem das Programm auch beim sicheren löschen der SSD. Es ist in der Lage, einen bootbaren USB Stick zu erstellen, womit man „ATA Secure Erase“, „Sanitize“ oder „Crypto Erase“ durchführen kann. „Crypto Erase“ wird weder von der getesteten SanDisk Ultra 960GB noch von SanDisk Extreme Pro 960GB unterstützt.

Was negativ anzukreiden ist, sind die Werbeeinblendungen. Auf allen Fenstern wird oberhalb der Verlinkung der Systemprogramme Werbung für SanDisk Produkte eingeblendet. Zusätzlich werden unter dem Reiter „Extras“, Programme von Drittanbieter für „Weitere Funktionsmerkmale“ angezeigt. Da das SanDisk Dashboard nur in Verbindung mit den SSDs des Herstellers funktioniert, sollte es die Einbildungen schlicht nicht geben.

Wer keine SSD von einem anderen Hersteller verbaut hat, benötigt keine weitere Software zur Überwachung der Flashspeicher, denn hier bringt das Dashboard alles mit sich. Wünschenswert wäre noch die Integration einer Migrations bzw. Cloninglösung, anstelle auf einen Drittanbieter zu verweisen. Wer einen genauen Überblick über die Software machen möchte, dem habe ich Screenshots auf einem Bilder Album hochgeladen.

AS-SSD:



Zusammenfassend ist die SanDisk Extreme Pro 960GB, abgesehen von „sequentiellen lesen“ und im „4 KByte QD64 lesend“, die schnellste der getesteten Flashspeicher. Die Ultra II muss sich aber keines Falls verstecken und ist dem großen Bruder sehr dicht auf den Fersen. Die kleine Toshiba versucht mitzuhalten, bricht aber vor allem bei den 4 KByte QD1 sowie 4 KByte QD64 Werten schreibend ein.

Atto:



Der Benchmark Atto zeigt auf, dass die Extreme Pro bis 8 KBytes deutlich vor den anderen beiden SSDs liegt. Auch darüber hinaus ist sie schreibend durchgängig die schnellste SSD. Bei den Lesewerten muss sie sich bei den Größen von 2048 KByte, 4096 KByte und 8192 KByte aber geschlagen geben. Die Ultra II liegt in etwa auf dem Niveau der Toshiba, schafft es aber nicht beim Schreiben über 510 Mbyte/s zu kommen.

Windows 8.1 Boot Time:



Das Betriebssystem wurde pro SSD fünf Mal gestartet und die gemessenen Werte gemittelt. Im Durchschnitt waren bei allen Datenträger das OS innerhalb von 5,1 Sekunden gebootet. Ein Unterschied ist somit nicht vorhanden.

Malwarebytes Anti-Malware Scan:

Ich habe mit dem Programm Malwarebytes Anti-Malware den empfohlenen „Bedrohungssuchlauf Scan“ auf ein frisch geklontes OS durchgeführt.



Die Toshiba Q Series Pro beendet den Suchlauf hierbei mit 213 Sekunden als schnellstes Laufwerk. Nachfolgend liegt die Ultra II mit 217 Sekunden auf dem zweiten Platz. Mit nur eine Sekunde langsamer muss sich die Extreme Pro mit dem dritten Platz zufrieden geben.

Programmstart:

Ich habe mir vier Anwendungen rausgesucht und die Start Zeit gemessen. Darunter fallen das beliebte Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop CC (Starten & Öffnen einer 200MByte großem .tiff Datei), VMware Player (Starten einer Windows 8.1 Virtuellen Maschine) und die Spiele Witcher 3 (Novigrad, Platz des Hierachen) sowie Battlefield 4 Multiplayer (Siege of Shanghai).




Der Unterschied zwischen den SSDs beträgt in drei von vier Fällen nur wenige zehntel Sekunden. Einzig beim Laden des Multiplayer Shooters Battlefield 4 kann eine maximale Diskrepanz unter den Probanden von über 1 Sekunde festgestellt werden.

Windows 10 Build 1511 ISO Extrahierung:



Ich habe das ISO der Windows 10 64 Bit ISO mit der Buildnummer 1511 mithilfe von dem Programm „7Zip Version 15.14 64 Bit“ extrahiert.Mit 20,8 Sekunden liegt die SanDisk Extreme Pro an erster Stelle. Für dieselbe Aufgabe benötigt die Toshiba Q Series 1,6 Sekunden länger und die Ultra II 960GB weitere 0,6 Sekunden.

Kopieren kleiner Dateien:



Die Office 365 Installation beinhaltet bei gerade einmal 2,13 GByte 7.079 Dateien. Ich habe den Ordner einmal von der SSD auf eine Ram Disk kopiert und wieder zurück auf die SSD. Hier kann man die hohe IO Power der SanDisk Extreme Pro 960GB sehen. Als Quelllaufwerk benötigt die SSD für das Kopieren weniger als die Hälfte der Zeit der beiden anderen Datenträger. Auch beim Schreiben zurück ist der Vorsprung mit über 50% überaus deutlich feststallbar.

Kopieren großer Dateien & Ausreizen des Caches:

Wie schon im technischen Abschnitt berichtet, verwendet die SanDisk Ultra II einen zweistufigen Cache, um eine hohe Schreibleistung zu erzielen. Mithilfe einer großen Dummydatei habe ich diesen komplett ausgereizt und beobachtet, was danach mit der Schreibleistung passiert.

Während die Ultra II nach gut 33 GBytes von ca. 480MBytes/s auf nur 200MBytes/s einbricht, hält die Extreme Pro selbst nach knapp 600 GBytes ihre 480MBytes/s konstant und ist in diesem Fall um den Faktor 2,4 schneller. Eine Erholung der Schreibrate bei der SanDisk Ultra II konnte während des Kopiervorganges der einzelnen Datei nicht festgestellt werden.

Natürlich muss man sich an dieser Stelle die Frage stellen, wann und wie oft man solche großen Datenmengen auf die SSD schreibt. Auch muss ein entsprechend schnelles Quellmedium vorhanden sein. Herkömmliche Festplatten würden an dieser Stelle bis auf sehr wenige Ausnahmen den Flaschenhals darstellen.

Fazit:

Die Testreihen bestätigen den subjektiven Eindruck: Es gibt, zumindest bei den verwendeten Programmen, nur einen messbaren Unterschied zwischen den SSDs. Im normalen Alltag ist es nahezu unmöglich zusagen, welcher Datenträger nun verwendet wird.

Die SanDisk Ultra II 960GB kann letzten Endes durch das sehr gute Preis/Leistung Verhältnis punkten. Über den Testzeitraum sind keinerlei Auffälligkeiten oder grobe Schnitzer aufgetreten. Wer mit dem Gedanken spielt, seinen Spielen PC endlich auf ein SSD Only System mit großer Kapazität aufzurüsten, macht mit dieser SSD wenig falsch. Wie sich die SSD mit TLC Nand über einen längeren Einsatzzeitraum schlägt, werde ich in regelmäßigen Abständen niederschreiben.

Arbeitet man primär mit großen Mengen an Daten, so zeigt sich hier das Potential der SanDisk Extreme Pro 960GB. Sowohl beim Entpacken als auch beim Kopieren sind die stärksten Differenzen aufgetreten. Selbst unter Dauerbelastung verrichtet SanDisks Flaggschiff schnell seine Arbeit, während das Ultra II Modell beim Schreiben Leistungseinbußen hinnehmen muss. Auch ist mit MLC der (theoretisch) haltbarere Nand verbaut worden und SanDisk gewährt mit 10 Jahren einen mehr als drei Mal so langen Garantiezeitraum. Dies alles schlägt sich auf dem Preis nieder; mit aktuell 340€ beträgt der Aufpreis zum Schwestermodell gut 50%.



Update 1 SanDisk Ultra II 960 GB (Nach 4 Monaten):

Vier Monaten nach Erscheinen des Reviews wird es Zeit für das erste Update. Eines möchte ich zu Anfang anmerken. Das Testsystem wurde auf ein neues Haswell-E System (zwangsweise) geupgradet. Die SSDs werden nun an dem nativen Intel Sata 3 Kontroller des aktuellen X99 Chipsatzes getestet. Als OS kommt nun anstelle von Windows 8.1 Windows 10. Genaue Daten sind dem Spoiler zu entnehmen:

Testsystem:
Intel Xeon E-5 1650 V3
Asus Rampave V Extreme 3.1
Nvidia EVGA 970 GTX ACX 2.0
GeIL White Dragon 32GB 3000Mhz CL15
Windows 10 Pro 64 Bit

Smartwerte:

Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Smartwerte.



Die SanDisk Ultra II hat nun eine Laufzeit von knapp 1250 Stunden hinter sich. Es wurden fast 3,4 TB geschrieben und der Media Wearout Indicator beträgt 0,61%. Der MWI gibt Aufschluss über die bereits durchlaufenen Schreib-Lösch-Zyklen und kann als Anhaltspunkt für die Lebensdauer hinzugezogen werden. Zudem sind noch 100% der verbleibenden Reserveblöcke (Available Reserved Space) gegeben. Die Smartwerte bescheinigen der SSD einen gesunden Zustand.

Benchmarks:

Um zu schauen, ob sich die Leistung der SSD über die Zeit abgenommen hat. Hierbei greife ich erneut auf die synethetischen Benchmarks zurück.

AS-SSD:



Atto:



Man kann gut erkennen, dass die Leistung im Schnitt leicht abgenommen hat. Je größer die Dateigröße, desto geringer wird der prozentuale Unterschied. Kleinere Diskrepanzen können den unterschiedlichen Systeme geschuldet sein. Subjektiv konnte keinerlei Geschwindigkeitsverluste festgestellt werden.

Sonstige Anmerkungen:

Die SSD war vor der Schnellformatierung für den Test ca. 85% gefüllt. Es gab keine Ruhephasen für den Flashspeicher. Mögliche Geschwindigkeitsverbesserungen sind daher möglich. Wie schon bei Erhalt der SSD ist die aktuellste Firmware immer noch „X31200RL“.

Fazit Update 1:

Die Ergebnisse sind unter dem Strich wenig überraschend. Nach der kurzen Zeit von gut vier Monaten im Einsatz zeigt die SSD nur Messbar einen geringen Leistungsverlust und läuft subjektiv wie am ersten Tag. Die Empfehlung für die SanDisk Ultra II 960GB bleibt erhalten.
 
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Shadowlike

Lt. Commander
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Gutes Review. Gefällt mir. Das bestärkt mich, dieses Jahr noch die Ultra II mit 960 GB zu kaufen. Sie darf sich dann der bereits vorhandenen Ultra II dazugesellen :D
 

Mr.Smith

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Es kommen immer mehr Modelle mit 480-960gb raus und Preis fällt logischerweise auch immer mehr ..
Performance ist für die meisten User inzw. fühlbar dieselbe .. Kein Grund mehr zu deutlich teureren Modellen zu greifen.
 

Faust2011

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Das ist kein Aprilscherz, oder? ;) Danke für das Review :)

Ich habe mir selbst vor kurzem für 199€ die Ultra II 960GB gegönnt, um meine Datengrab-HDD abzulösen. Bisher läuft alles wunderbar und der Rechner ist nun unhörbar. Als Haupt-SSD dient eine 480GB Crucial MX-100. Diese Kombi macht richtig Spaß :)
 

DaDare

Fleet Admiral
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Dankeschön an alle. Das Datum ist wahrlich unglücklich gewählt worden, auch wenn die Ergebnisse eine klare Sprache sprechen.

@Faust,
ich stimme dir zu. Ich verwende in meinem Desktop seit 2013 keine HDDs mehr und ich bin froh, dass diese langsamen Krachmacher aus dem Rechner sind. Egal ob Programme, Spiele, Bilder oder sonstige Datein. Alles ist sofort "ansprechbar". Ich kann es nur weiterempfehlen.
 

DaDare

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