usb sticks sind ein schönes beispiel für das dilemma der zeit. man kann es so viel besser (größer, schneller, kleiner) machen als vor 20-30 jahren. manchmal ist es das auch, manchmal ist es das aber auch nicht wirklich und allzu oft hat der kunde keine möglichkeit das vor dem kauf herauszufinden.
so mancher QLC stick wird bei kleinen dateien langsamer als ein mittelmäßiger guter USB 2 stick und ist damit trotz 'bis zu xyz mb/s schreiben' völlig untauglich für z.b. ein portables OS das nicht gerade ein statisches image bleibt
und dann gibts sticks die praktisch SSDs im usb-stick-pelz sind. die wären 2008 noch fast als schwarze magie durchgegangen.
Jadedrache schrieb:
Ich hatte schon ein paar Sticks, bei denen die Geschwindigkeit ständig alle paar Sekunden auf 0 rutschte und danach für 5 Sekunden wieder hoch ging. Kann mir das einer erklären?
Das liegt daran dass das OS die schreibbefehle in blöcken sendet und dann, je nachdem sofort oder nach bestimmten grenzen wie cache größe, wartezeit oder auf expliziten befehl hin wartet bis das gerät auf das geschrieben wird rückmeldung macht dass das erledigt ist.
Ist das schnell genug wirkt das wie ein kontinuierliches schrieben mit ggf. hunderten 'bin fertig'-meldungen pro sekunde. Wenn der Stick aber zu lange braucht werden die wartezeiten so groß dass es sichtbare lücken im graph gibt und die anzeige das auch widerspiegelt.
Mit ausreichend hoher zeitlichen Auflösung müsste sich dieses 'auf und ab' der transferrate praktisch bei jedem gerät sichtbar machen lassen sofern nur eine warteschlange verwendet wird (vom OS oder auf dem speichergerät selbst)
Denn irgendwo läuft es auf ein sequentielles 'schreib dies und sag mir bescheid wenn du fertig bist' hinaus. Zum Ausgleich haben Flash Controller mehrere Kanäle zum ansprechen des Speichers, aber ggf. gibt es immer noch eine blockweise verarbeitung mit barrieren damit z.b. nicht ein Kanal endlos 'davonschreibt' während ein anderer blockiert und so ggf. flashzellen ungleich belastet werden.
Wär sicher mal interessant die pipeline ganz genau anzugucken. Vom Kopierbefehl des users bis zu den einzelnen Flashzellen.