Laptop: Ubuntu oder Arch/Manjaro?

andy_0 schrieb:
Wie viel einfacher Manjaro im Gegensatz zu Arch ist, kann ich dir leider nicht sagen. Es soll aber einsteigerfreundlicher sein. Was auch immer das im Detail bedeutet.
Je nach Version hast du schon deutlich mehr Konfigurationsmöglichkeiten per GUI, natürlich nicht alles und evtl. können manch andere Distris mehr, aber ich komme selber sehr gut damit klar und kann auch mal mit Textfiles arbeiten, als Informatiker ist das aber eh mein Steckenpferd, kommt jeder anders mit zurecht. Dem Rest kann ich bedenkenlos zustimmen, finde du hast auch meine Erfahrungen da gut zusammengefasst.
Es gibt aber auch ab und an mal Probleme, die man halt nicht so einfach beheben kann. Beispielsweise kam meine KDE-Installation partout nicht mit dem internen Soundchip zurecht und sobald im Voicechat Micro an war wurde der Sound unterirdisch verkratzt. Habe das auch mit Workarounds nicht lösen können und bin auf USB-Soundchip umgestiegen. Was ich damit sagen möchte: manchmal (aber bestimmt seltener als im reinen Arch) muss man basteln, und dessen sollte man sich bewusst sein. Für mich entschädigt das AUR aber dafür um Längen die Nachteile.
 
Manjaro Architect habe ich die Tage benutzt für mein Desktop PC. Läuft perfekt mit dem Mate Desktop. Gaming wie Metro 2033 Redux, League of Legends oder Batman Arkham Knight laufen gut.

Reines Arch ist auf mein alten Thinkpad Laptop. Hier gibt es mal eine Runde LoL TFT.
ArchLabs sollte bei der Arch Installation helfen wer sowas braucht.

Einfach mal beides auf YouTube anschauen.

Ubuntu. Da lasse ich die Finger von. Die wissen überhaupt nicht mehr was sie machen.
Jetzt kommt Snap als Installer wohl dazu. Und beim Gnome Desktop kochen sie wohl auch ihr Süppchen.
Nein, Danke.
 
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LinuxGaming schrieb:
Ubuntu. Da lasse ich die Finger von. Die wissen überhaupt nicht mehr was sie machen.
Jetzt kommt Snap als Installer wohl dazu. Und beim Gnome Desktop kochen sie wohl auch ihr Süppchen.
Nein, Danke.

Snap Installer ist doch schon länger drin! Und ich weiß nicht warum sich alle an Ubuntu selbst aufhängen. Der Unterbau ist aus meiner Sicht vollkommen ok, SEHR stabil und die Oberfläche kann man sich aussuchen. Wer wirlich Ubuntu und nicht Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu oder irgendeine der anderen auf Ubuntu basierenden Distros verwendet ist selber Schuld.

Und wenn Du ein Vanillia-Gnome haben willst lässt sich auch das recht einfach machen.
 
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Für Leute, die nicht so aktiv in der Linuxwelt sind: was ist so schlimm an Gnome? Hab aktuell mal die Manjaro Gnome Version am laufen und bin eigentlich recht happy. Keine Ahnung inwiefern sich die zu Ubuntu mit Gnome unterscheidet aber auch wenn KDE (hatte ich vorher) echt schöne und viele Anpassungen ermöglicht bin ich damit derzeit schon fast zufriedener. Daher mal aus Interesse für eigene Horizonterweiterung :)
 
An Gnome ist garnichts schlimm. Man muss das Bedienkonzept mögen.

Was immer wieder Kritik aufwirft ist die Gnome Version die Ubuntu aktuell verwendet. Kurz als Hintergrund: Canonical hat vor vielen Jahren einen eigenen Weg eingeschlagen was die Desktopumgebung angeht. Die Oberfläche trug den Namen "Unity". Vor nicht all zu langer Zeit hat sich Canonical dazu entschieden Unity auf zu geben und stattdessen einen Unity-like Desktop basierend auf Gnome zu basteln.

Das kann man mögen oder nicht. Ich konnte weder mit Unity noch mit Unity-like Gnome etwas angefangen. Gnome finde ich ok, aber ist gewöhnungsbedürftig und man muss sich von dem Windowsbedienkonzept komplett lösen (können).

Ich persönlich bin bei XFCE gelandet als bevorzugte Oberfläche. Kommt aus meiner Sicht potthässlich bzw. sehr fad (auch das ist Geschmackssache) daher, lässt sich aber mit etwas Aufwand extrem gut anpassen und optisch aufpolieren. XFCE kann wie Windows aussehen, wie Unity, wie MacOS, oder wie auch immer man es sich zurecht macht. Ist wahrscheinlich die Oberfläche mit den meisten Möglichkeiten zur persönlichen Anpassung und das ohne dass sich seit VIELEN Jahren großartig was geändert hat. Man muss seine gewohnte Umgebung also nicht verlassen (Sowohl Gnome und KDE haben sich doch etwas verändert über die Jahre, was dem User "aufgezwungen" wurde, bzw. dafür geführt hat, dass Gnome aufgespalten hat). Ich konnte mit XFCE meinen persönlichen Workflow optimal umsetzten, was ich sonst mit (fast) keiner Oberfläche hinbekomme. Bei Gnome kann man auch viel machen, aber eher über Extensions als über native Einstellungen. Mir persönlich bietet es keine Vorteile gegenüber XFCE und es braucht definitiv mehr Systemresourcen. Ich habe aber gewisse "Gnomeelemente" in meinen XFCE Desktop mit eingebaut, wie zum Beispiel das Dashboard (xfdashboard) um Fenster um zu schalten, wenn ich es auf einem Touchdisplay verwende. Das hab ich aber auch wieder so angepasst, dass ich aus dem XML File alles an Code rausgeworfen habe was ich nicht brauche, wie die Suche, Symbolleiste und den Desktopswitcher.

Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks! Es soll sogar Leute geben die Unity vermissen! ;)
 
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Danke für die ausführliche Darstellung @pcdoc2000 :) Ich hab XFCE immer außen vor gelassen, weil es zwar definitiv sicher gut und funktional ist, aber halt (wie du schon sagst) sehr fad daherkommt. Da selber groß rumzubasteln hab ich da bisher gelassen. Werd ich mir für zukünftige Experimente aber sicher mal im Hinterkopf behalten :D
 
Mit ein klein wenig Übung geht das recht schnell. Hab ich dir mal 2 Varianten hingebastelt als Beispiele, da kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Keine 30 Minuten ohne Stress. Wenn man mehr Zeit investieren will kommt man auch noch genauer hin. Alle 3 XFCE. (Das 3. sind 2 Monitore mit unterschiedlichen Auflösungen.)
 

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Wenn man weiß was man macht geht das sicher schnell, ich bräuchte dafür bestimmt länger. Aber ja, war ich bisher zu faul für :D Sieht aber schon nice aus, grad wie Windows-like man es ohne Probleme hinbekommt ist krass. Aber letzteres finde ich noch am besten :)
 
Nero1 schrieb:
Aber letzteres finde ich noch am besten :)

Das ist mein aktuelles Setup. Ich finde das extrem "praktisch". Die meisten Monitore heutzutage sind 16:9, teilweise noch flacher und man nimmt bei einer Leiste oben und/oder unten nur noch mehr von der Höhe weg. So kann ich die komplette Höhe ausnutzen die beiden kleinen Leisten oben überlagern alle Fenster (außer Vollbild), stören aber nicht weil an der Titelleiste bei den Fenstern dort sowieso nichts steht (siehe Anhang). Das ist leerer Platz gut genutzt. Das Startmenü nutze ich sogut wie nie da alles wichtige in der Leiste links ist (dort wo so ein kleiner Pfeil darunter ist, läst sich der Starter "aufmachen" und erlaubt die Auswahl mehrerer Programme wie zum Bsp "Word", "Excel" auf einem Starter), wenn doch ist alles gleich direkt über die Favorits erreichbar.

Ich nutze nahezu die gleiche Oberfläche auf dem normalen Desktop PC, wie auch auf dem Notebook mit Touchdisplay, was grad in Flugzeugen wo es meist eng ist sehr gut funktioniert. Aber wie gesagt das ist Geschmackssache und für jemand anderen kann das auch garnicht funktionieren.
 

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