Lena hat den Grand Prix gewonnen

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Aber manchmal hat man wirklich das Gefühl das man es manchen Leute nie recht machen kann. Natürlich wird jetzt viel um sie gemacht, und natürlich auch schon vorher, aber ist doch mal was schönes was anderes auf Nachrichtenseiten oder im Fernsehen zu sehen als nur Finanzkrise, Ölpest, NRW Wahl usw. Es gibt nicht nur schreckliches auf der Welt. Oder regt ihr euch auch darüber aus das in allen Medien nur das Thema BP ist?
 
Diese Debatte ist typisch deutsch. Anstatt sich an der Freude der Menschen über den Auftritt eines sympathischen Mädchens zu beteiligen, kommt erst einmal ein "Ja, aber...!" Das Schlechte im Guten sehen ist eine Eigenschaft, die man uns wohl kaum so leicht vormacht.

Der Eurovision Contest ist ein Ereignis geprägt von Interpret und Song, dazu viel drumherum in Form von Begeisterung und Spaß. Nebenbei auch eine großartige Zusammenkunft der Europäer, die selten so nah und eng zusammen stehen.

Sich nun wissenschaftlich dem Song oder psychologisch der Interpretin zu nähern, das ist schon viel Rosinenpicken im Miesmachkuchen. Immer natürlich unter dem Deckmäntelchen der ehrlichen Kritik. Denn "echte" Musik, "echter" Geschmack, der sähe ja anders aus.
 
Was ich sagen wollte, hab ich gesagt. Wenn es also nicht in meinem Text steht, wollte ich es nicht sagen.

Aber ich kann es gern noch einmal erklären:
Wenn jemand SO offensichtlich keinen Ton, oder fast keinen, trifft, dann muss man kein Musikexperte sein um dies zu merken, verarbeiten und kritisieren.
Wenn das Englisch SO, sagen wir mal "ausbaufähig", ist, dann muss man kein Englischlehrer sein um es zu merken, verarbeiten und kritisieren.

Ich muss also kein Experte auf sämtlichen Gebieten sein, um diesen Auftritt zu kritisieren. Und da ich mir heute schon unzählige Male anhören musste, dass ich typisch deutsch bin, wenn ich jetzt nicht meine Haare Schwarz-Rot-Gold färben lasse, durch die Straßen renne mit den Worten "Ich bin Lena" und sage "Wir haben die anderen Z.E.R.S.T.Ö.R.T, bleiben wir gleich mal bei "typisch deutsch".
Eine typisch deutsche Angewohnheit ist es eben, sich nicht mit Sachen zufrieden zu geben, sondern sich stets verbessern zu wollen. Und sei mal ehrlich, bei diesem Auftritt gab es eben genug Raum für Verbesserungen. Ich muss zwar zugeben, dass ich auch so ein ganz klein wenig erfreut darüber bin, und allergrößten Respekt davor habe, vor solchen Menschenmengen aufzutreten, aber es war eben kein Auftritt der einen aus den Schuhen haut und kein Grund für mich jetzt in Ekstase zu verfallen. Das ganze wird aber wohl auch noch durch diese hetzkampagnenähnliche gute Laune "Wir sind Lena"-Nerverei beeinflusst.
 
Gotteswillen, nein.

Ich meine (ein- oder mehrfach) spezialisierte Künstler aus den verschiedensten Bereichen. Und "spezialisiert" nicht im Sinne von "auf Cashflow optimiert". Alles was ich behaupte ist, dass es durchaus etwas avantgardistischer zugehen könnte beim ESC. Ich spreche keine Genres explizit an, damit ich persönliche Vorlieben und Abneigungen möglichst draußen halte.

Das ist keine radikale Forderung, da das beim ESC bisher hauptsächlich gespielte Middle-of-the-Road-Material auch als eigenständiges Genre aufgefasst werden könnte. Warum nicht also auch alle anderen Genres berücksichtigen? Wenn man die Genres gut genug mischen würde, hätte man auch wieder ne Gleichverteilung. Ein bisschen wie beim Bundesvision Song Contest.

Gerade die Länder, die sich beim ESC in den letzten Jahren sehr wenig ins Zeug legen, beherben unglaubliche musikalische Schätze.
jetzt hab ichs kapiert!

der fundemantale unterschied zwischen bundesvision song contest und ESC ist ja, das jedes land selbst aussuchen darf, wen es zum contest schickt. das ist beim bundesvision song contest nicht so, ich garantiere dir, das stefan raab und co dort dirigiert, wer mitmachen darf und wer nicht. das hat dann den faden beigeschmack, das die jeweils bekanntesten stars die vordersten plätze belegen. das ist imho ziemlich langweili, denn auch hier geht es weniger um die musik als um das image des künstlers. die gemeinsamkeit ist, das man auch dort everybodys darling sein muss, um zu gewinnen. was ich damit sagen will: den ESC wie den BSC umzugestalten - das halte ich für keine gute idee.

ganz anderes thema:
"Stefan Raab will mit Lena die Titelverteidigung antreten"
das wäre dumm und eine maßlose selbstüberschätzung. gott sei dank hat die ARD da auch noch ein wörtchen mitzureden, und wird dies hoffentlich verhindern.

so long and greetz
 
Wieso nicht?
Natürlich war das ein Scherz. Es ist schon eine beschlossene Sache, dass es nächstes Jahr "Unser Star für XXX" geben wird. Meiner Meinung nach zu früh...aber naja, der Raab hat einfach Touch, ein absolutes Händchen für sowas, der macht schon das Richtige.
Wie er sich gefreut hat...ich mag den Kerl einfach, unglaublich sympathisch. Genauso wie Lena.
Man kann über sie denken was man will, aber wer mit 76 Punkten Vorsprung gewinnt, muss einiges richtig gemacht haben;)
Punkt A: Sie kann singen. Sie singt halt anders. Punkt.
Punkt B: Ihr Englisch ist halt kein Schulenglisch, trotzdem nicht falsch. Mir gefällt es.
Punkt C: Wie kann man nur so verbohrt sein und ihr den Sieg missgönnen, nur weil man sie nicht mag? Auch wenn ihr meint, dass der ESC niemanden interessiert (130 Millionen Zuschauer in Europa und 15 Millionen alleine in Deutschland stellen ein gewichtiges Gegenargument dar würde ich meinen), würdet ihr euch wundern, was die kleine Hannoverin da für unser Land geleistet hat. Deutschland ist international nicht gerade angesehen, doch jetzt sieht Europa Deutschland mit anderen Augen, das könnt ihr ruhig glauben. Dieses kecke, lockere, natürliche (ja, natürliche, selbstredend wird ein Image, das gut ankommt, gepusht, trotzdem bleibt sie echt, da es gerade das ist, was ankommt und somit gehyped wird), das kannte man im Ausland nicht im Zusammenhang mit Deutschland.
Go for Gold Lena!

Ach, ich hab noch eines vergessen....OPA!
 
Ich beglückwünsche euch für euren Sieg bzw. für Lena´s Sieg.

Naja ich hätte es mir nicht vorstellen können, dass so eine talentfreie Sängerin, die nicht mal richtig singen kann erster wird, aber auf der Welt passieren oft erstaunliche Dinge. Trotzdem freue ich mich für euch. Dennoch, und ja es ist eine Verschwörungstheorie, denke ich, dass da eine gewisse Lobby mit geholfen hat ;). Aber sei es drum, nochmals Gratulation.

mfg
 
Mal was ganz anderes: Wer hat den britischen Beitrag noch alles als halben Rickroll empfunden?

Der Typ sieht aus wie Rick Astley, singt wie er, die Inszenierung ist genauso dämlich, der Titel war irgendwie genau wie damals, sogar der alte Produzent von Rick Astley hatte seine Finger im Spiel.

Die Engländer wollten ganz Europa auf einmal roll'd sehen, so siehts aus.
 
Ich habe richtig mitgefiebert wobei das denke eher an dem patriotischen Gedanken lag als an Lena. ;)
Sie hat es super gemacht und man hat auch wieder gesehen, dass das was Raab anpackt auch eigentlich nicht schiefgeht.
Allerdings mag ich das Lied nicht, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.
Sie haben heute Nachmittag auch gesagt, das sie im nächsten Jahr wieder antreten wird, wobei das, denke ich, nicht nochmal klappen wird.
 
Glückwunsch an Lena und Raab - auch wenn die eigentlichen Gewinner die Komponisten sind (es ist ja immer noch ein Komponistenwettbewerb - deshalb durfte Lena ja auch nicht dieses gläserne Mikro behalten, sondern den Komponisten übergeben).

Zu ihrem Gesang nur soviel: Andere können auch nicht singen und stehen regelmäßig in den Charts weit oben.

Aber das mit der Titelverteidigung würde ich mir an Lenas und Raabs Stelle doch noch einmal schwer überlegen - das kann nur schiefgehen. Aber da hat die ARD auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Das Konzept der "Unser Star für xxx" Sendungen hat sich bewährt und sollte fortgeführt werden.

Bin echt gespannt wo der nächste ESC augetragen wird. Meiner Meinung nach kommen nur drei Städte in Frage: Berlin, Hamburg und Köln.
 
@bedunet du hast München vergessen^^.
wäre doch aber auch mal schon wenn es eine andere Stadt wäre wie z.b. Frankfurt, Stuttgart oder Kiel. Oder was Landschaftlich ansprechendes wie Konstanz.

Ich glaube auch das es keine so gute idee ist Lena im nächsten Jahr noch einmal auftretten zu lassen, man sollte wie dieses erneut so eine super casting show abhalten.
Ich hab immernoch den/die ein oder andere/n Sänger/in daraus im Kopf (z.b. Sharyhan Osman).
 
München glaub ich nicht dran - der war 1983 schon da.
 
Mir ist ja eigentlich egal wo der ESC stattfindet, doch lassen wir mal überlegen:
Was spricht für die einzelnen Städte:

- Berlin ist die Hauptstadt,
- In Hamburg ist die federführende Sendeanstalt beheimatet,
- Aus Köln kamen die "Unser Star für Oslo" Sendungen - außerdem hat Köln die größte Veranstaltungshalle Deutschlands.

Was hat Hannover zu bieten (aüßer das Lena dort beheimatet ist)?


Aber lassen wir uns überraschen wofür sich NDR und Pro7 (bzw. Stephan Raab) sich entscheiden.
 
Geleb schrieb:
Mich freut es halt ungemein für Stefan Raab.

Ich weiß, dass viele ihn nicht leiden können, aber ich "verfolge" seine Karriere schon seit den Anfängen und ich für meinen Teil finde, dass er eine der letzten authentischen Personen im deutschen Fernsehen ist, besonders im Privatfernsehen.

Vor allem mag ich seine Bescheidenheit. Sein Vermögen wird auf fast 400 Millionen Euro geschätzt, drei Mal mehr als Bohlen. Aber Raab prahlt nicht damit und keiner weiß eigentlich, dass er einer, wenn nicht der erfolgreichste Musiker in diesem Land ist.

Ich weiß, voll-Posting Zitate sind unbeliebt, aber der Text spricht mir aus der Seele.
Ich bin jetzt weder ein Fan seines Musikgeschmacks/seiner Produktionen, noch ein Fan von ihm selbst.
Aber beeindrucken tut mich seine Person in der Öffentlichkeit und seine Leistungen dennoch.

In der Vergangenheit hat er schon paar mal eine grenzwertige Überheblichkeit/Arroganz an den Tag gelegt, glücklicherweise war das jedoch nie von Dauer und auch stets eine Ausnahme.
Aber wenn man mal anschaut was er auf die Beine gestellt hat, ist sein bisheriges Auftreten absolut Vorbildlich.
Er ist ehrgeizig, sehr fleißig, talentiert und für sein Metier hinreichend gebildet.
Sein Erfolg baut nicht auf auf Glück auf. Da wo er Heute steht hat er sich selber hin verfrachtet.
Man muß so jemanden nicht mögen, aber hohen Respekt zollen ist absolut angemessen.

Edit: Ihm selber hat man bei der Ansage in der ARD zur ersten USFO Sendung eine gewisse Genugtuung angesehen^^
"Guten Abend meine Damen und Herren, es ist 20:15Uhr, hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit Unser Star für Oslo." *g

Das er jetzt auch endlich Ralph Siegel eingeholt hat mit einem 1. Platz beim Grand Prix dürfte auch eine art Etappenziel für ihn sein ;)

Ich gönns ihm.
 
Zuletzt bearbeitet:
Franky90 schrieb:
Man kann über sie denken was man will, aber wer mit 76 Punkten Vorsprung gewinnt, muss einiges richtig gemacht haben;)
Sie hat genau das gemacht, was Stefan Raab ihr gesagt hat. Hast du dir mal die Backstage-Szenen, Interviews und Berichte angesehen? Immer war SR der aktive. Sie war mehr oder weniger "Beiwerk" und hat das gemacht, was er gesagt hat. Er ist der Experte und hat sie so geformt, dass sie gewinnen konnte. Er hat ja auch genug Erfahrung mit Guildo Horn, Max Mutzke und sich selbst - jeweils in den Top10 ;) Bei den wenigen Auftritten von Lena, wo kein Stefan Raab in der Nähe war, hat man sehr deutlich gemerkt, dass sie lange nicht so cool ist, wie sie sich immer gibt (geben soll), sich nur schwer ausdrücken kann und im Grunde nicht weiss, wie sie mit dem ganzen Rummel umgehen soll. Stefan Raab muss jetzt noch einige Zeit an ihrer Seite stehen, andernfalls geht sie sang- und klanglos unter.
Punkt A: Sie kann singen. Sie singt halt anders. Punkt.
Sie ist eine Studiosängerin. Für Live-Auftritte reichts nicht. SR hat selbst gesagt: "Lena hätte wohl mit jedem Lied gewonnen, die Leute mögen 'ihre Art'". Wer sie mal live gehört hat, weiss das auch. Das Gesamtpaket war hier entscheidend und hier hat das Gespann Raab/Lena wirklich alles richtig gemacht.
Punkt B: Ihr Englisch ist halt kein Schulenglisch, trotzdem nicht falsch. Mir gefällt es.
Ihr "Englisch" ist weder Schul- noch sonst irgendein Englisch. Kein native speaker versteht das, was sie singend von sich gibt. Es ist auch kein "besonders britischer akzent" - selbst mein irischer Schwiegeropa und meine schottische Schwiegeroma verstehen sie nicht ohne Textbuch. Ihr (gekünstelter) Akzent ist unterirdisch und immer wenn sie englisch sprechen soll(te) merkt man, dass sie nichtmal den Wortschatz der 7. Klasse hat was Englisch angeht. Also bitte mal einen Gang runterschalten mit dem Hype ;)
Punkt C: Wie kann man nur so verbohrt sein und ihr den Sieg missgönnen, nur weil man sie nicht mag?
Ich gönne ihr den Sieg durchaus. Es war einfach klasse, was Rabb mit ihr die ganzen letzten Wochen abgezogen hat. Es war ein verdienter Sieg und sowas wirds so schnell nicht wieder geben. Also sollten wir das genießen. Mich persönlich stören nur solche Aussagen wie die gerade Zitierten. Aussagen, die einfach gegen die Fakten sprechen und die Hintergründe komplett ignorieren.

Aber "Fan" kommt nicht umsonst von "Fanatic", somit muss man wohl damit leben, dass die Realität die Leute nicht wirklich interessiert.

In diesem Sinne: Go For ESC in GER 2011 :)
 
naja ganz europa hat sie live singen gehört ;)

und find das immer noch besser als teflon ä alexender k. oder die letzten beiden dsds gewinner.
wo sind die eigentlich? wo is der azad oder wie der hieß? ein hype bei der show un nu?
lena muss sich einfach schön an raab halten und sie wird nie ganz verschwinden, das ist auch bei max mutzke und co. der fall. raab lässt seine schützlinge nich fallen nach dem erfolg!

und ihr "akzent" mit bissl swing in der stimme kommt eben gut an und da passt dann auch der "tanzstil" dazu. oder sollte sie wie madona, spritney bears oder die ganzen anderen poptussies rumhopsen? wäre bissl falsch angebracht bei ihr oder?

und bei us rappern versteht man auch nich den text den sie vermitteln wollen beim ersten mal. ich bezweifle sogar das der großteil nich mal weis was diejenige person da "singt" und rüberbringen will^^
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Singen zu können ist keine Bedingung für Erfolg, was man auch an Grönemeyer oder Bono betrachten kann. Es zählt das Gesamtpaket von Interpret und Darbietung und da hat eine lockere Schülerin nun einmal mehr begeistert als eine Horde von aufgebrezelten Discostars oder langweiligen Schmalzbarden.
 
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