News Linux: Ubuntu bereitet sich auf GNOME und Wayland vor

fethomm

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#22
hmm benutzt du (hoffe darf dich dutzen) nur kein Gnome oder hast du wirklich Abneigungen gegen das Gnome-projekt. Ich persoenlich benutze es nimmer, da ich ihm entwachsen bin, und eben Programmierer bin und mir mein UI selber hacke/scripte, aber ich finde trotzdem Gnome ein tolles Projekt und die Version 3 hat mich auch erst inspiriert mal ueber meinen Horrizont zu blicken und meine Gewohnheiten bezueglich Bedienung eines PCs zu ueberdenken.
...
Klar darfst du mich dutzen. Ich habe keinen Hass auf GNOME. Ich benutze seit KDE 2 nur diesen Desktop. Das ist eine völlig andere Bedien-Philosophie. Ich kann aber viele (Design)-Entscheidungen der Gnomies nicht verstehen. Mein Workflow hat sich auf eine Kombination aus grafischen Tools von KDE und dem Terminal eingependelt, wobei auch GTK-Tools vorkommen. Hat sich über die Jahre so eingespielt. Ich finde z.B. dass Dolphin der beste Dateimanager überhaupt ist, alles andere, egal bei welchem Betriebssystem, fällt dagegen ab. Thunderbird ziehe ich dagegen dem ständig kaputten Kmail allemal vor.
 
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#23
Ich nutze zwar Ubuntu seit dem Umstieg zu Unity nicht mehr und bin insofern von der Kehrtwende nicht selbst betroffen, aber ich bin trotzdem gespannt, wie der Desktop in Zukunft aussehen wird.

Canonical will laut CEO "die GNOME Design-Philosophie respektieren und GNOME so ausliefern, wie das von den Machern gewünscht ist". Hätte ich nicht gedacht.
 

Atalanttore

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#25
Damit verfolgt Canonical die Einstellung von Gnome-Entwickler Michael Catanzaro, der die Meinung vertritt, kein gut gepflegter E-Mail-Client füge sich wirklich gut in GTK 3 ein, weswegen es besser sei, gar keinen auszuliefern.
Gnome-Entwickler haben schon schräge Vorstellungen von der Realität. Nur weil sich kein E-Mail-Client gut in dieses GTK3-Gerümpel einfügt, einfach gar keinen E-Mail-Client ausliefern.

Gruß
Atalanttore
 
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#26
Klar darfst du mich dutzen. Ich habe keinen Hass auf GNOME. Ich benutze seit KDE 2 nur diesen Desktop. Das ist eine völlig andere Bedien-Philosophie. Ich kann aber viele (Design)-Entscheidungen der Gnomies nicht verstehen. Mein Workflow hat sich auf eine Kombination aus grafischen Tools von KDE und dem Terminal eingependelt, wobei auch GTK-Tools vorkommen. Hat sich über die Jahre so eingespielt. Ich finde z.B. dass Dolphin der beste Dateimanager überhaupt ist, alles andere, egal bei welchem Betriebssystem, fällt dagegen ab. Thunderbird ziehe ich dagegen dem ständig kaputten Kmail allemal vor.
Ja man kann ueber das eine oder andere Detail in gnome streiten vieles kann man ja auch mit Extensions aendern. Und wers klassischer will ist ja mit Mate gut bedient, da ich echt kein bock mehr hab die maus so viel zu nutzen bin ich auf tiling-wms umgestiegen :) Aber mit maximus2 und faster-animations oder wie das hiess ist gnome schon ganz nett. Multimonitor + keyboard bedienung war leider nicht so doll. Auch wenn ich mitlerweile nur noch mein 4k monitor benutze und daher das problem nicht haette.

Ueber Nautilus kann man streiten ob das das optimum ist, aber gab ein paar nette Aenderungen.

Persoenlich bin ich wie gesagt auf tiling-wms umgestiegen und lebe nun komplett in emacs. ueber awesome wm, i3 wm, stumpwm bin ich bei exwm gelandet (ein Windowmanager der ne art Emacs-extension ist).

Dateimanager ist weitgehend emacs-datei-finder der auch dank tramp auf andere rechner zugreifen kann. wenn das nicht reicht benutz ich vielleicht auch mal ne konsole zwischendurch fuer. Nautilus benutz ich selten.

Fuer email benutze ich Gnus. Ein bisschen liebaeugel ich noch mit wayland oberflaechen wie sway (i3 wm fuer wayland). browser halt qutebrowser und sonst noch bisschen conkeror.

gibt auch ein qwidget extension browser in emacs 25, aber das hier nicht mit rein kompiliert und kanns daher nicht testen, neben browser brauch ich sonst eigentlich fast nix ausserhalb von emacs :)
 
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NoXPhasma

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#27

danielx33

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#28

kiffmet

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#29
Schade, dass Ubuntu nicht auf KDE setzen wird, zumal Unity auch einen Qt Unterbau verwendet hatte.
 
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#30
ich benutz auch ubuntu gnome...hab einen laptop mit touch.
Under läuft mit ubuntu und gnome am besten jedenfalls im vergleich mit den anderen Möglichkeiten.
Ja am Anfang ist es schon ein wenig komisch. Aber dann geht es schon bzw. einige Dinge sind ganz gut.

Sieht wirklich so aus als ob es hier nicht viel zum einstellen gibt so im mac style. Aber die anderen Desktop Umgebungen bieten nicht wirklich mehr und wenn dann funktioniert es meist nicht gut. Bei gnome ist es zumindest so, wenn es was zum justieren gibt, dann funktioniert das auch in der Regel.
Und mit der Zeit scheint auch immer mehr hinzuzukommen mit Dingen die man einstellen und anpassen kann, zwar langsam aber stetig. z.B. Sortiermöglichkeiten im Filemanager.
Mal gucken wies in ein paar Jahren auschaut, in KDE und XFCE kann man zwar mehr einstellen, aber auch schnell so das es kaputt ist und man zb. nicht mehr alles lesen kann weil Schrift zu groß, das ist dann halt schon irgendwie doof, wenn man erst herausfinden muss wie weit darf man was verändern
 
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#31
Was ich bei den News als völliger Ahnungsloser vermisse, ist, warum sich die Ubuntu-Macher nun für GNOME entschieden haben, und sei es nur eine Mutmaßung.
 
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#33
Was ich bei den News als völliger Ahnungsloser vermisse, ist, warum sich die Ubuntu-Macher nun für GNOME entschieden haben, und sei es nur eine Mutmaßung.
Nun ne Mutmassung kann ich dir geben die vermutlich sogar recht fundiert ist.

Es gibt 3 Gruende (oder doch 7 :) ) die mir spontan einfallen:

1. Ubuntu hat sich anfaengern verschrieben, KDE ist nichts fuer Anfaenger, moegen manche anders sehen, aber das UI konzept ist schon auf minimalismus getrimmt, kde dagegen auf 10mio settings, das ist fuer anfaenger nicht gut, auch hat gnome alle 6 monate ein 100% stabilen Desktop, das kann man von KDE nicht behaupten.

2. Debian benutzt Gnome als default, das darf man nicht unterschaetzen, war schon bei Systemd so, das sich Canonical sich dem sofort angeschlossen hat, macht denen weniger arbeit klar.

3. Am desktop verdient Ubuntu 0 Euro, dagegen haben sie IOT und weis der Teufal was fuer zeug, wo sie Geld verdienen, daher ist das was am billigsten zu warten ist fuer den Desktop das was sie wollen.

4. Gnome hat die meisten entwickler auch bezahlten, daher kann man davon aus gehen das immer nen guter Output da ist, und man hat dann nicht irgend so nen gnome fork wo man dann 10 Jahre hinterher die neuesten GTK Sachen und so dazu gepatched bekommt.

5. Sie haben den Softwareshop von Gnome fuer Unity ja schon benutzt, sie haben den also schon geportet soweit...

6. Gnome ist der meistgenutzte Desktop unter Linux, Ja es gibt viele Hater aber bei 100 verschiedenen Desktops muss man nicht > 50% nutzer haben um die meistgenutzte Desktop zu haben.

Es ist einfach das konservativste und billigste so.

7. Sie wollen schnell auf Wayland umsteigen, Gnome ist da am weitesten, immerhin gibts schon 1 2 Fedora versionen mit Gnome und Wayland default.

​Solle erstmal reichen?

Ahh hab noch einen:

8. Gnome hat nen 6 Monats Releasezyklus, Ubuntu auch, KDE z.B. nicht (wenn dann zumindest nicht so strickt) es passt also gut zusammen alle 6 Monate neue Ubuntu version mit neuer Gnomeversion, so wars ja auch vor Unity.
 
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DonConto

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#34
Oh wieso das denn? Ich nutze Thunderbird seit Jahren und war eigentlich immer zufrieden. Was ist denn an TB verkehrt?
Ich weiß es nicht mehr. Hatte das vor Ewigkeiten ausprobiert und bin dann doch wieder bei TheBat gelandet - was es leider nicht für Linux gibt. Von daher fehlt mir persönlich noch ein guter Ersatz für Linux.
 

surxenberg

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#35
Wayland als X-Server? Müsste das nicht eher "Wayland als Display-Server(-Protokoll)" heißen? Ich dachte Wayland ersetzt quasi den X-Server? Ansonsten kann ich mich den anderen nur anschließen: Schöne News! :)




Oh wieso das denn? Ich nutze Thunderbird seit Jahren und war eigentlich immer zufrieden. Was ist denn an TB verkehrt?
Wir setz(t)en Thunderbird als Mail Client ein. Zumindest auf OSX (und wir haben nur OSX) ist TB in Zusammenhang mit den Google Contacts und dem Google Calendar einfach nur unerträglich. Viele meiner Kollegen weinen und wünschen sich Outlook, das ist aber noch schlimmer. Wir bleiben bei Apple Mail/Calendar und dem Webclient.


Weiter kann ich GNOME nun wirklich nichts abgewinnen. GNOME ist buggy und langsam und bevormundet den Benutzer zu sehr. Das einzige GNU/Linux Desktop Environment, bei dem ich keine Roid Rage kriege, ist XFCE (ohne compositing, denn vom tearing krieg ich Augenkrebs). Oder gleich einfach IceWM.
 
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#36
nutze unter gnome geary als email client.. entspricht dem gnome styleguide.. mache aber auch nichts wirklich damit außer mails lesen und ab und zu.. eher selten.. welche schreiben..

geary-gnome3.png
 
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#38
@kling1:

Danke für den Tipp. Hab Geary gerade mal installiert, sieht gut aus. Solange es unter Linux keinen guten Mailclient mit Exchange Anbindung gibt, brauche ich nur für E-Mail keine große Featurepracht. Allerdings hab ich schon lange etwas gesucht, dass besser als Thunderbird aussieht - da hab ich ehrlich gesagt lieber das Webinterface benutzt... Die Lücke trifft Geary für mich genau!

@Topic:
Kann ich verstehen, dass man mit Thunderbird nicht glücklich ist. Wie gesagt, ich hab ihn irgendwann einfach nicht mehr genutzt, weil er gefühlt nach Windows 98 aussieht. Da müsste dringend mal ein Redesign her, aber Mozilla ist ja der Meinung, TB sei fertig...
 

boncha

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#39
Warum nicht Cinnamon, Gnome ist genau wie Windows 10 unbenutzbar und benutzerfeidlich.
Ubuntu-Original ist per se benutzerunfreundlich.
Bitte nennt mir mal, was man dort im auslieferungszustannd alles einstellen kann?
Falls ihr tatsächlich mehr als 3 Optionen aufzählen könnt, jetzt nicht überheblich werden,
sondern vergleicht das bitte mit Ubuntu-Mate.

Richtig, letzteres ist nicht nur KOMPLETT (outofthebox) anpassbar, es ist auch intuitiv, bietet einen Einsteiger Guide an,
und hat eine brauchbare grafische Software App mit tatsächlich guten und relevanter Software (siehe Gnome Store, einfach lächerlich)
 

Ozmog

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#40
Vor zwei Tagen erst Ubuntu zum Testen installiert, bin noch Linux-Grünschnabel. Hab dann gleich auf Gnome umgeswitcht, wenn Unity eh bald rausfällt, gar nicht erst dran gewöhnen.
Auf den von mir bereits getesteten LinuxMint mit Cinnamon hab ich mich im ersten kurzen Anlauf besser zurecht gefunden, aber ist alles eine Gewohnheitsfrage. Noch habe ich da keine nennenswerte Zeit mit hantiert um wirkliche Rückschlüsse zu ziehen.

Bin auf jeden Fall neugierig geworden, Linux weiter auszuprobieren. Erstmal brauche ich ein System, was die geringen Anforderung meines Einsatzzwecks erfüllt, dann kann ich auf mein Testrechner auch andere Distris und Desktops ausprobieren.

Ubuntu Mate klingt erstmal auch interessant.
Als Einsteiger und Nicht-ITler brauche ich ein System, welches im Grunde auf anhieb für meine Bedürfnisse nutzbar läuft, d.h. die Einstellungen müssen eher optional sein. Ich will kein System, wo ich zig Stunden dran rumbastel, bevor ich es nutzen kann, zig Stunden zwischendurch zum optionalen Anpassen und Optimieren hingegen sind weniger ein Problem.
 
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