LSA "Verteiler" - Gibt es so etwas?

PERKELE

Commander
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Hallo zusammen,

kurze Info vor ab, meine Schwester baut derzeit ein Haus, auf mein Anraten hin wurde in jedem Zimmer ein Duplex CAT7 Kabel Unterputz verlegt, um die kosten etwas zu minimieren, werde ich die Doppeldosen installieren.

Mein "Problem" ist es nun, das im HWR die Kabel vom Elektriker zu kurz geschnitten worden sind und diese somit nicht mehr zum Patchpanel (welchen ich installiere) reichen.

Meine Frage nun: Gibt es ein Patchfeld/LSA Verteiler, nach Norm, womit ich die Kabel entsprechend sauber verlängern kann? Die Kabel sind auch Vollkupfer und keine "billigen" Alulitzen. Insgesamt handelt es sich hierbei um 15 Kabel.

Besten Dank für eure Hilfe,
Red-Jone
 
Frag mich eher warum man kein Leerrohr verlegt hat, so würde das problem gar nicht erst existieren.
 
LSA Kupplung würde mich sonst direkt einfallen zum verlängern
 
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Das hatte ich zunächst auch in Erwägung gezogen aber dann doch wieder verworfen, ich nutze die Keystones am/im Patchpanel, aber nicht schon vorher wo es dann auch wieder so aus sieht "wie gewollt aber nicht gekonnt". (Da könnte ich das Patchpanel auch schon vorher hin pappen :D
 
Du kannst doch dann via Patchkabel zu einem KeyStone Verbinder (RJ45 Buchse auf beiden Seiten) im Rack gehen
 
Zitat von cartridge_case:
Das haben wir, würde aber auch bedeuten das die Kollegen den Estrich samt Fussbodenheizung wieder rausruppen müssen und das steht in keinem (wirtschaftlichen) Verhältnis daher wurde eine Rechnungsgutschrift erstellt.
 
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Hi, das ist ja super für Euch...

Ich fürchte, so wie Du Dir das wahrscheinlich vorstellst (also ein sauberes Gehäuse für 15 Kabel), gibt es nichts am Markt.

Wenn Du das Patchfeld alos nicht direkt dort montieren Kannst, bleibt Dir die wahl zwischen Pest und Cholera, nämlich entweder das:
1596032249451.png


oder (schlimmer) so was:

1596032286333.png


Hau den Typen!

Edit @cvzone: der zweite Link ist m.E. ungeeignet, das geht nur für CAT3, da läuft kein GBit drüber.
 
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Zitat von cvzone:
Ist das dann optimal, also mit Sicht auf saubere Netzwerk Technik? Die entsprechenden Werkzeuge und Technik habe ich vor Ort um es später testen zu können.

Zitat von DTFM:
Hab ich, der hat sich X Mal entschuldigt und uns sogar ne Kiste Bier gestellt :D

Zitat von XN04113:
Das wird wohl eher "die Lösung" werden, das Patchpanel kann ich leider nicht vorher schon platzieren. =(
 
https://www.amazon.de/Unbekannt-METZ-CONNECT-8-POLIG-130863-02-E/dp/B008N3II6E/ref=sr_1_65?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dchild=1&keywords=cat+verlegekabel+Verbindungsmodul&qid=1596032656&sr=8-65

kann dir auch die Dinger empfehlen, liesen sich gut montieren, sind schmal und passen auch gut in einen Kabelkanal. Von den 100 war auch nur 1 Fehler drin, also konnte keine wirklichen Mängel dran erkennen (Schlechte Beschriftung, zu nahe liegenden Bautelle etc.). Musste damit mal 100 Leitungen mit verlängern, da der Serverraum im Gebäude wanderte...bei hoher Stückzahl ne Rohrzange zum festziehen parat haben :D
 
Naja einen Elektriker der die Installationskabel nicht in Leerohre legt (speziell unter den Estrich) den würde ich verklagen. Din 18015-1.
Kabel und Leitungen für Empfangs und Verteil anlagen müssen auswechselbar, d.h. in Rohren, Kanälen oder Schächten verlegt werden.

Soll er halt das Rausreißen bezahlen. Dann macht er es wenigstens beim nächsten mal richtig.
 
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Zitat von Red-John:
hat sich X Mal entschuldigt und uns sogar ne Kiste Bier gestellt
Die Lektion die er daraus zieht: Er kann weiter Pfusch betreiben und kommt mit einer Entschuldigung und und den Kosten für einen Kasten Bier davon. Wenn er pfuscht muss er dafür gerade stehen. Wenn die Folgen davon sind dass der Boden erneut aufgemacht und anschließend wieder geschlossen werden muss dann ist das so. Dafür hat jedes so ziemlich Unternehmen eine Betriebshaftpflicht oder wenn er alleine arbeitet ggf. eine Berufshaftpflicht.

Jetzt sollst du respektive wir uns mit Lösungen und Alternativen herum ärgern die am Ende trotzdem nur semi-ordentlich aussehen werden. Dank @Humptidumpti kannst ihm ja gleich sagen welche DIN er mal nachschlagen soll und gibst ihm gleich die Kontaktdaten der Handwerker vom Fußboden damit er neue Termine abstimmen kann.

Selbst wenn man davon absieht wäre es das mindeste er sich nicht nur entschuldigt sondern den entstandenen Schaden behebt, d.h. die Kabel bis zur vereinbarten Länge/Standort verlängert und da gibt es mehrere Varianten:
  • Alle Kabel in ein Patchpanel (LSA oder Keystone) enden lassen und das Patchpanel an Wand/Decke montieren wo die Kabel terminieren. Von da aus mit Patchkabeln ins Rack und anstatt einem zweiten Patchpanel im Rack könntest da eine Kabeldurchführung mit Bürsten montieren, Kabel durch und in den Switch damit.
  • Du Er nimmt ein Patchpanel (mit Abdeckung), Montage an der Wand wo die zu kurzen Kabel terminieren, Kabel auf der einen Seite rein und alle mit Zugentlastung montieren. Anstatt aber Keystone Module zu nehmen nimmst die bereits verlinkten Kupplungen (oder vergleichbare) und packst in das andere auch wieder Verlegekabel. Hier musst oder solltest du ebenfalls auf eine Zugentlastung achten und mit dem anderen Ende dieser Kabel gehst dann weiter bis ins Rack. Bei dem ganzen Aufwand solltest natürlich die maximalen Biegeradien beachten und auf Prüfprotokolle bestehen. Wand >---zu kurzes Kabel--->Patchpanel hinten rein --> Zugentlastung --> Kupplung die für Verlegekabel geeignet ist --> Zugentlastung --> Patchpanel vorne raus --> neues Verlegekabel was weiter Richtung Rack geht
  • An die frei in der Luft hängenden Kabel entsprechend einzelne Kupplungen montieren mit Verlegekabel am anderen Ende und damit das nicht mega gepfuscht aussiehst soll der Kabelpfuscher noch entsprechende Mengen "Ethernet Kabelkamm" dazu nehmen. Dann hast nicht so einen Wulst sondern kannst die geordnet weiter führen. Solche Kabelkämme gibt es entweder als flache Reihe oder auch als Quadrat, z.B. so etwas meine ich: https://www.amazon.de/Kabel-Kamm-Werkzeug-organisieren-Weiß/dp/B07G5W3JXH
 
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Uff @Humptidumpti und @snaxilian habt ihr mir ja ne Latte hingelegt. Danke! Ich werde nochmals die Bauherren (meine Schwester und deren "Mann") konsultieren und denen diese neuen Erkenntnisse vorlegen.
 
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Grundsätzlich jeder der Netzwerkkabel nicht zugfähig installiert, gehört an den Pranger gestellt. Oftmals ist halt das Problem das der Eli es einfach will und der Bauherr billig.

Die Sache die noch offen ist, hat der Bauherr und der Eli die Kabellänge oder Position des Patchpanels vereinbart? Wenn ja dann ist die Sache klar und die Verlängerung die Arbeit des Eli’s. Wenn nein dann haben beide geschlafen. Wenn man aber ehrlich ist, wird keiner den Estrich raus meißeln, nur weil die Netzwerkkabel nicht zugfähig gelegt wurden. Dies steht aus meiner Sicht in keiner Verhältnismäßigkeit. Da hilf am Bau nur eins: kontrollieren und hinterfragen. Oder selber machen, dann hat man wenigstens selbst verkackt!
 
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