M.2. SSD mit sehr hoher TBW gesucht (150TBW/Monat+)

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tnevermind

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Moin,
ich suche eine M.2. SSD, welche für sehr hohe TBW ausgelegt ist. In unsereren aktuellen FEM und CFD Workstations stecken Corsair MP600 1tb, welche jedoch mit 1,8PB rasant auf ihre TBW Limit zusteuern. (alle um die 0,6PB erreicht).
Habt ihr Empfehlungen für möglichst schnelle SSDs mit sehr hoher TBW ? Aktuell sehen wir nur die 2TB MP600 mit 3.6PB TBW, allerdings wird auch die nur Mühsam 2 Jahre halten bei aktueller Nutzung, welche voraussichtlich noch steigt. Effektiven Speicher benötigen wir ca. 3-500gb

Viele Grüße,
nevermidn
 
Wenns um richtig hohe TBW geht, dann schau dir mal die Intel Optane speicher an. Sind teuer, aber wenn es sie rechtfertigt, das Geld wert.
 
Dann empfiehlt es sich einfach größere Laufwerke zu nehmen.

Als normale SSD z.B. die
Corsair Force MP510 1,92TB https://geizhals.de/corsair-force-series-mp510-1-92tb-cssd-f1920gbmp510-a1907873.html oder
PNY XLR8 CS3030 2TB https://geizhals.de/pny-xlr8-cs3030-m-2-nvme-ssd-2tb-m280cs3030-2tb-rb-a2035804.html oder
Patriot Viper VPN100 2TB https://geizhals.de/patriot-viper-vpn100-nvme-ssd-2tb-vpn100-2tbm28h-a2013729.html
Usw.

Die
Patriot Viper VP4100 2TB https://geizhals.de/patriot-viper-vp4100-nvme-ssd-2tb-vp4100-2tbm28h-a2138123.html mit 3,6PB
hat auch eine relativ hohe Schreibleistung.

Oder als SATA-SSD z.B. die
Micron 5300 Pro https://geizhals.de/micron-5300-pro-read-intensive-1-92tb-mtfddav1t9tds-1aw1zabyy-a2161853.html mit 5,3PB

Muss es denn M.2 sein?
Weil als 2,5" Laufwerk gibt es Enterprise Modelle mit ebenfalls sehr hoher Schreibleistung, natürlich zu einem sehr hohen Preis.
Da ist eine PCIe Anbindung über U.2 natürlich auch möglich.

Beste bzw. sinnvollste Alternative: Intel Optane, z.B. die
Intel Optane SSD DC P4801X 375GB https://geizhals.de/intel-optane-ssd-dc-p4801x-375gb-ssdpel1k375ga01-a2014510.html mit 41PB.
 
Stellt sich die gute Frage, ob diese Werte bei SSDs irgendwie ausschlaggebend für die tatsächliche Haltbarkeit sind. Gibt es da realistische Erfahrungen?

Zu HDDs kann ich erfahrungsgemäß sagen, dass entsprechende Zahlen oder Modelle dort kaum belastbar sind.
Egal ob Consumer-, Server-, NAS-,etc.-HDDs, die geben irgendwann einfach den Geist auf und das unabhängig von ihrer theoretischen Lebensdauer.
 
Nur weil eine TBW-Angabe erreicht ist, ist eine SSD nicht defekt. Des weiteren sollte es auch doch keinerlei Problem sein, im betrieblichen Umfeld, wenn man Geld damit verdient (und schon eine Consumerlösung einsetzt), diese nach 2-3 Jahren einfach auszutauschen.
 
Vielen Dank für die Antworten, ich muss testen wie viel Performance Verlust durch die Optane gegenüber der MP600 entsteht. Lese/Schreibraten sind ja doch nur ca. bei der hälfte. Wenn die Simulationen im ein ähnlichem Maße ansteigen lohnt es nicht, dann kann ich weiter MP600 verheizen. Hm oder Optane Raid, hat damit jemand Erfahrungen ? Geht das mit den PCIe Versionen ? Die 375gb M.2. dürfte sehr knapp sein bei unseren Projekten.
Ergänzung ()

TorenAltair schrieb:
Nur weil eine TBW-Angabe erreicht ist, ist eine SSD nicht defekt. Des weiteren sollte es auch doch keinerlei Problem sein, im betrieblichen Umfeld, wenn man Geld damit verdient (und schon eine Consumerlösung einsetzt), diese nach 2-3 Jahren einfach auszutauschen.
Aktuelle Prognose der Haltbarkeit 1Jahr bei uns. Betrieb außerhalb der angegebenen TBW kann ich bei den Projekten nicht riskieren.
 
Hier kann es nur eine sinnvolle Empfehlung geben: Intel Optane.
 
Und es muss M.2 sein?
Für U.2 gibt es eine gute Auswahl an NVMe SSDs die explizit an den Enterprisesektor adressiert sind.

Wenn die Workstation keine U.2 Slots hat, könnte man sowas über PCIe Karten nachrüsten.

In dem Formfaktor gibt es dann auch SSDs mit mehreren TB Kapazität und NVMe.

Ansonsten sieht es abseits der bereits erwähnten Optane eher schlecht aus.
 
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tnevermind schrieb:
ich muss testen wie viel Performance Verlust durch die Optane gegenüber der MP600 entsteht. Lese/Schreibraten sind ja doch nur ca. bei der hälfte.
Das hängt von der Art der Zugriffe ab, die MP600 braucht viele parallele und lange Zugriffe um schneller als eine Optane zu sein, sonst verliert sie gegen die Optane, da diese bei kurzen Zugriffen wegen der geringen Latenz des Mediums viel schneller ist. Auch bei parallele Lese- und Schreibvorgängen sowie ständigen Schreibvorgängen wischt die Optane mit allen SSDs mit NAND Flash den Fußboden, denn die knicken dabei alle mehr oder weniger starke ein (Steady State), die Optane interessiert es nicht wie lange man ohne Pause auf sie schreibt oder ob man nebenbei noch von ihr liest.

Bei Anwendungen wie dem Game Loading ist eine Optane 905P deutlich schneller als die MP600, obwohl ihre maximale Leserate nur etwa halb so hoch ist wie die der MP600.

MP600_Game_Loading.png
 
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PS: Ich würde übrigens auch mal schauen was da so viel schreibt, denn die MP600 gibt es ja noch nicht so lange und auch wenn ich die konkreten Anwendungen nicht kenne, scheinen mit 600TB TBW in vielleicht einem halben Jahr oder so, doch extrem viel zu sein, zumal wenn effektiv nur 300 bis 500GB genutzt werden. Schau dazu im Resourcen Monitor unter Datenträgeraktivitäten, wähle eine sinnvolle Sortierung der Spalten und dann sieht man da schnell welche Prozesse auf welche Dateien schreibend zugreifen.
 
Holt schrieb:
PS: Ich würde übrigens auch mal schauen was da so viel schreibt, denn die MP600 gibt es ja noch nicht so lange und auch wenn ich die konkreten Anwendungen nicht kenne, scheinen mit 600TB TBW in vielleicht einem halben Jahr oder so, doch extrem viel zu sein, zumal wenn effektiv nur 300 bis 500GB genutzt werden. Schau dazu im Resourcen Monitor unter Datenträgeraktivitäten, wähle eine sinnvolle Sortierung der Spalten und dann sieht man da schnell welche Prozesse auf welche Dateien schreibend zugreifen.
Auf den Rechnern laufen FEM (Mechanisch) Simulationen von z.B. Tiefzieprozessen. Da sind wir allerdings im Ram Limit von 128gb und lagern somit auf die SSD aus und schreiben anschließend auch wieder. Die Optane scheint wirklich die Wahl zu sein, ich sehe zu das ich Budget bekomme und welche kaufe.

Warum wir auf den 3950x Simulieren ? Der ist schneller als unsere Epyc CFD Stationen da FEM Simulationen nicht so gut über die Kerne skalieren und mehr von der Single Core Performance profitieren.
Ich bin gespannt ob wir eine Budget Freigabe für die neuen Epyc 7Fx2 bekommen.
 
@tnevermind Wie wäre es denn mit einem Threadripper? Der hat zumindest Support für bis zu 256GB Arbeitsspeicher. Wenn die Anwendung an sich mit den Kernen nicht so gut skaliert, dann würde auch ein 3960X 24Kerner genügen.
Ein 7F72 oder 7F52 könnte auch gut performen, schließlich könnte man da auch jenseits der 256GB Arbeitsspeicher verbauen und gegebenenfalls vom octa-channel profitieren. Mit genügend Arbeitsspeicher könnte man unter Umständen die gesamte Simulation im Arbeitsspeicher laufen lassen, vorausgesetzt ihr würdet ca. 1TB RAM verbauen ^^
 
yoshi0597 schrieb:
@tnevermind Wie wäre es denn mit einem Threadripper? Der hat zumindest Support für bis zu 256GB Arbeitsspeicher. Wenn die Anwendung an sich mit den Kernen nicht so gut skaliert, dann würde auch ein 3960X 24Kerner genügen.
Ein 7F72 oder 7F52 könnte auch gut performen, schließlich könnte man da auch jenseits der 256GB Arbeitsspeicher verbauen und gegebenenfalls vom octa-channel profitieren. Mit genügend Arbeitsspeicher könnte man unter Umständen die gesamte Simulation im Arbeitsspeicher laufen lassen, vorausgesetzt ihr würdet ca. 1TB RAM verbauen ^^

Threadripper gab es noch nicht als wir das letzte mal geordert haben. Die FEM Simulationen skalieren gut bis 10 Kernen und brauchbar bis 14 Kernen jeh nach Typ. Da Dümpeln bei den Threadrippern zu viele Kerne einfach nur rum. Wenn dann Epyc damit wir wenn wir keine FEM Simulationen haben auch CFD gut drauf laufen lassen können (Strömungssimulationen skalieren nahezu 100% mit dem Anzahl der Kerne). Wenn mehr RAM dann direkt genug das die ganze Simulation drin bleibt =)
 
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