News M-DISC verspricht 1.000 Jahre Datenbeständigkeit

@WinKill

Dann kann man davon ausgehen, dass er selber kaum Qualitätskontrolle macht, schlechte Rohlinge benutzt & der Brenner nicht gut gebrannt hat. Wenn man da nicht aufpasst, dann ist das alles nur Glück.

Zum Thema:

Optische Medien haben durchaus Existenzberechtigung. Ich traue kaum einer Festplatte. Aber das Medium wird nicht für uns gedacht sein, weil zu teuer & wohl nur bei Großunternehmen zu finden sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat aus der Meldung:
Statt organischen Materialien, wie zum Beispiel bei einer DVD, kommen ausschließlich anorganische Stoffe und Metall enthaltende Verbindungen zum Einsatz.
An den Autor:
Das ist schlichtweg falsch. Die CD-RW, DVD-RW und BR-RE sowie die DVD-RAM verwenden mitnichten ausschließlich anorganische Stoffe. Es ist prinzipbedingt, daß die wiederbeschreibbaren Medien ausschließlich Metalllegierungen (trifft nur auf die DVD-RAM zu, alle anderen wiederbeschreibbaren Dics sollen wohl geringe organische Materialen enthalten) in der Datenschicht einsetzen, da der Laserstrahl diese Schicht durch die punktuell hohen Temperaturen verflüssigt und sich so die Kristallstruktur verändert. Das verändert damit die Reflexionsstärke und gleicht einem Pit bei herkömmlichen CDs.
Bei CD/DVD-RWs/BR-REs und DVD-RAMs wird weder etwas gepresst wie bei ROMs noch irgendetwas weggebrannt wie bei CD/DVD/BR-Rs. Sonst würde die Weiderbeschreibbarkeit nicht ermöglicht werden können.

Leider wird so eine DVD-RAM wiedermal keinen direkten Nachfolger finden, da die M-Disc auch nur einmalig beschrieben werden kann, wenngleich die Haltbarkeit schon deutlich besser aussieht.
Ob die Tausend Jahre hinkommen, werden wir in Tausend Jahren sehen ;)
Zumindest bei der DVD-RAM (das Maß der Dinge, wenn es um die Datensicherung auf optischen Datenträgern mit hoher kompatibilität geht) sind die 30 Jahre prognostizierte Haltbarkeit nicht mehr lange hin.
 
Da bin ich wirklich mal gespannt, wie sich diese M-Disc etablieren wird. Ich setze dennoch bisher lieber auf ein differentielles Onlinebackup, da werden die Daten täglich gesichert und auch gespiegelt. Gute Lösungen bekommt man schon für 5 EUR pro Monat (Acronis, Kabel Deutschland [F-Secure] etc.). Das spart zum einen Zeit und zum anderen Speicherplatz, aber auch Stauraum für lokale Datenträger.
 
hört sich für mich wie lochkarten aus der neosteinzeit an...
 
Mhm 1000 Jahre, wers glaub !!! Aber 100 werden wohl auch reichen bis dahin gibt es schon wieder 10.000 neue Lösungen mit 1.000.000 mal mehr Platz ersparnis und die genau so günstig ist.
Wir leben halt noch im Kopierzeitalter wo alles von A nach B kopiert werden muss, damit es später auf C kommt um zu merken das es schon D gibt und man hofft das E das letzte mal war ;)
 
Nossi schrieb:
Schlechte Idee. Die US-Geheimdienste sind jetzt schon nicht mehr in der Lage, alte Mikrofilme aus den 50er und 60er Jahren auszulesen :D

Deswegen schrieb ich auch "beständigere Variante .... ;)

Ich kann mich dunkel an eine Doku erinnern, wo genau dieses Problem das Thema war, da haben die Forscher auch in die Richtung gedacht, daß man das Medium einfachst auslesen können muß, bestenfalls nur mit einer Lupe. Die Schrift sollte groß beginnen und dann immer kleiner werden, damit auf anhieb für den Finder erkennbar ist, daß er es mit einer mikroskopisch kleinen Schrift zu tun hat - die hatten auch noch ein paar andere Ideen ( irgendwas mit Kristallen ) aber ist schon lange her daß ich die gesehen hab, kann mich leider nicht mehr so gut erinnern. :(



t-6 schrieb:
Die Thematik, dass in 1000 Jahren keine kompatiblen Laufwerke mehr vorhanden wären: Jemand der genügend Interesse hat und weiß worum es sich bei den glänzenden, runden Scheiben evtl. handeln könnte, dürfte intelligent genug sein um ein Leselaufwerk zu bauen. Besonders wenn man die Prinzipien die dem Bau eines optischen Laufwerks zugrunde liegen in allgemein verständlicher Form am selben Lagerort auf ein paar beständigen A4-Seiten hinterlegt. (Szenario: Menschheit geht unter) .

Archologe im Jahr 3011: Hmmm . diese Scheiben? Könnten als Schmuck gedient haben, oder als Untersetzter - vielleicht hat man sie auch vor die Haustür gehängt um böse Geister zu verjagen ....

Gerade bei Szenario Menschheit geht unter ( aber nicht ganz ) weiß ich nicht, ob deine Beschreibung eines optischen Laufwerkes verstanden wird - es langt ja auch nicht, du kannst ja nicht davon ausgehen, daß es 3011 noch PCs in unserem Sinne gibt. Im Grunde bräuchtest du eine komplett Anleitung wie man aus in der Natur auffindbaren Rohstoffen (!) einen PC mit eben jenem Laufwerk bauen kann. Aber ob nun noch all die darin enthaltenen technischen Begriffe bekannt sind? Die wandeln sich auch mit der Zeit.

Johnnii360 schrieb:
Gute Lösungen bekommt man schon für 5 EUR pro Monat (Acronis, Kabel Deutschland [F-Secure] etc.). Das spart zum einen Zeit und zum anderen Speicherplatz, aber auch Stauraum für lokale Datenträger.

Nicht jeder speichert seine möglicherweise sensiblen Daten gerne auf fremden Servern - wer weiß schon welche Hacker da so mitlesen .... ;)

So gesehen hat ein beständiges Archivierungsmedium schon seine Berechtigung.
 
Wäre doch Klasse für diese "Datenbunker", wie die meisten größeren Staaten einen haben. Auf so ne DVD passt doch in reiner Textform schon das bedeutendste Wissen der Menschheit.

Ich wäre für nen Stapel dieser Scheiben in nem nicht zu tiefen und sichtbar gekennzeichneten Schacht unter 100% Heliumathmosphäre in einer mit Platin beschichteten Edelstahlkapsel.
Außen hübsch in eine Granistplatte (und als Backup ne Metallplatte) eine ausführliche Bedienungsanleitung - also Baupläne für das Lesegerät und Instruktionen um die Daten zu lesen - gemeißelt. Dann kann eventuell mal damit eine Zivilisation wieder hergestellt werden. Denn ich könnte wetten, dass unsere irgendwann untergeht.
Und unter Helium gelagert, hält es bestimmt noch ein bisschen länger.
Vielleicht sollte man die Tür aber besser mit irgendwelchen komplizierten mehrdimensionalen Gleichungen gegen Barbaren schützen, die das aus Spaß kaputt machen.

Ja Spinnerei....

Zwischenzeitlich würde ich gern meine uralten Familienvideos (Super 8 Kamera aus VEB Carl Zeiss Jena Produktion) darauf zwischenspeichern. Die Bänder kann in der Familie niemand mehr spielen.



Man sollte aber noch eines anmerken:
es haben schon ganz andere Leute behauptet, dass irgendwelche Dinge 1000 Jahre halten. Wenn ich an das Tausendjährige Reich (1933-1945) erinnern darf.

E:
Towatai fühlst du dich jetzt irgendwie angegriffen? Und generell... Der Post da unten - nix gesagt und Bits verschwendet.
Ich habe deinen Post (im Nachinein) gelesen, habe ihn auch verstanden. Aber ich wollte diesen satirischen Wortwitz mit den 1000 Jahren und dem 33-45 unbedingt bringen. Stell dir mal vor - bei der Überschrift könnten tatsächlich mehrere auf den selben "Witz" kommen.
Ist dein Witz jetzt abgewertet? Willst du mich wegen Diebstal von Geschmacksmustern anklagen?
:lol:
 
Zuletzt bearbeitet:
MFelgate schrieb:
Das ist schlichtweg falsch. Die CD-RW, DVD-RW und BR-RE sowie die DVD-RAM verwenden mitnichten ausschließlich anorganische Stoffe.
Was soll falsch sein, nichts anderes steht im Text. DVD und co verwenden teilweise organische Materialien, die M-DISC nur anorganische, daher die haltbarkeit. Genau so steht es im Text. Die Technik ist schon toll, da kompatibel zu alten DVD-Laufwerken.
Ich würde aber einen USB Stick vorziehen. Sicher keine 1000 Jahre haltbar, aber bei guter Lagerung länger als ich leben werde. FLASH Speicher wird letztendlich nur durch x-faches Wiederbeschreiben unbrauchbar. Lesbar bleiben die Zellen solange immer die gleichen Daten drauf sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man sollte aber noch eines anmerken:
es haben schon ganz andere Leute behauptet, dass irgendwelche Dinge 1000 Jahre halten. Wenn ich an das Tausendjährige Reich (1933-1945) erinnern darf.

Post 41...
 
Das einzige, was die Scheibe noch retten kann... Hoffen wir, dass es sich durchsetzt und einigermaßen günstig daherkommt!
 
Wenns auch für die BluRay und deren Nachfolger kommt, dann ists sehr zu begrüßen. Aber das Versprechen werden wir zu Lebzeiten nicht überprüfen können... ;)
 
MRM schrieb:
Nicht jeder speichert seine möglicherweise sensiblen Daten gerne auf fremden Servern - wer weiß schon welche Hacker da so mitlesen .... ;)
Bei einer 128-Bit Verschlüsselung ließt keiner mit. Wäre schon schön blöd, wenn die ganze Sache nicht verschlüsselt wäre. Und sollte einer von F-Secure (bei mir) spionieren, wäre das ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz und der Genickbruch für die Firma. Zumal F-Secure (in meinem Fall) auch ein sehr bekannter Anbieter von Sicherheitslösungen ist.
 
Daten auf externe Server ist sicher schon wegen der Zugangsgeschwindigkeit eine schlechte Idee.
 
Einfach nur lol. Allein von den Datenformaten würden die Rechner in 50 Jahren die Dateien nicht mehr lesen können. xD
 
Hmm ich glaub eigentlich nicht das in 1000 Jahren die wichtigen Daten von heute irgendwie verlorengegangen sind, die stehen doch dann immer noch in der Wikipedia!^^ :D
 
theoretisch wäre es doch das sicherste wenn man elekromagnetische speicher nutzt, die man sehr oft beschreiben kann und ihre ladung lange halten können, gepaart mit einem aktiven (auswechselbaren) kleinen akku, der das System aktiv mit einer kleinstmenge an Strom versorgt und in regelmäßigen, sicheren Abständen dafür sorgt, dass der Datenträger seinen Ladungen(Daten) komplett auffrischen kann. Also ähnlich einer geplanten Defragmentierung, nur das halt alle Daten auf dem Datenträger aufgerfrischt(geschrieben) werden.

Ich denke mit der heutigen Festplatten- und Akkutechnik könnte man so Festplatten mit Wechselakku rausbringen, deren Datensicherheit bei entsprechender Akku-Kontrolle(+wechsel) über mindestens 200Jahre reichen würde.
 
Die Daten werden mit einem vergleichsweise leistungsstarken Laser regelrecht in diese Schicht „eingeätzt“, indem der Laser das sonst bis zu 500 Grad Celsius beständige Material zum Schmelzen bringt und kleine Löcher für die Daten entstehen.

Da bekommt der Begriff "Brenner" eine völlig neue Bedeutung...! :evillol:
Ich frag mich nur, wo die Abwärme bei so einem Gerät hin soll...
 
knuF schrieb:
Blöd nur das man die Daten nicht löschen kann, auch wenn man wollte :)

hau einfach mit nem fetten stein drauf... das funktioniert auch in 1000 jahren. :D

Burgard schrieb:
Wie war das mit den normalen DVDs?
50-100 Jahre

wer sagt sowas ? nach 4 bis 5 jahren ist schluss....

trick17 schrieb:
Ich glaube in 1000 Jahren möchten die Leute lieber alles über dieses Jahrhundert vergessen.

hm.. wenn wir so weitermachen wie bis jetzt, glaub ich nicht das da noch wer da ist, der sich für 1000 jahre alte daten interessieren könnte.. :rolleyes:
 
Zurück
Oben