Das Gerät wird meiner Meinung nach für Schulen interessant sein. Schulen bestellen meistens nicht "allein", sondern über irgendein Portal, welches das Bundesland zur Verfügung stellt (zentrale IT-Beschaffung). Die Dienstleister in den Portalen verlangen als Reseller für die Hardware meistens einen Aufschlag von ein paar % zum "Straßenpreis", dafür gelten diese Vereinbarungen aber recht lange und gerade Apple-Geräte werden dann meistens auch in den Apple-Schulmanager importiert. Schulen sind in der Regel dann aber auch verpflichtet, dort zu bestellen. Zumindest ist das in Hamburg so.
Nun sind diese Geräte für Schulen aus zwei Gründen interessant: Die Geräte können mit beliebigen MDM-Lösungen besser als Windows-/Android-Geräte verwaltet werden und sind am Ende nicht wesentlich teurer als die Windows-Geräte in einer ähnlichen Leistungs- und Verarbeitungsklasse, haben aber MacOSX direkt dabei und brauchen keine extra OS-Lizenz. Der Einsatz von Chromebooks ist aufgrund des zwingenden Cloudzwangs in Schulen keine echte Option.
Die meisten MDM-Lösungen in Kombination mit dem School-Manager sind für Admins eine echte Erleichterung, weil die das konfigurieren der Geräte und auch das Ausrollen der Software sehr einfach machen. Und die Fehler sich im Vergleich zu Windows-Umgebungen auch in Grenzen halten.
Jetzt im Zuge des neuen Digitalpakts, der langsam aber scher auch irgendwann mal ausgerollt wird, könnten diese Geräte auch von Schulen häufiger geordert werden.
Bitte bedenkt: Die Anforderungen im Edu-Bereich sind häufig aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen (siehe unter anderem Beschaffung) völlig andere als Privatanwender. Ich kann nicht einfach in den Media-Markt spazieren und ein tolles Angebot kaufen. Und wenn ich MacOSX will, z.B. weil die Schule komplett in der Apple-Welt unterwegs ist: Dann ist das Neo mindestens interessant um mehr Geräte zu bekommen. Gerade in Zeiten, in der sich immer mehr in den SaaS-Bereich verschiebt, auch in den Schulen. Wenn ich an meinen Unterricht denke brauche ich im Grunde nur eine Software zur Textverarbeitung auf dem Gerät, der Rest läuft im Browser. 256 GB riechen also völlig aus, auch um mal ein selbsterstelltes Video zu schneiden. Und auch als Kollegiums-Geräte könnten die aus administrativer Sicht interessant sein.
Ich kann mir vorstellen, dass ähnliche Argumente auch im professionellen Bereich bei Firmen eine Rolle spielen. Zumindest haben das ja einige Beiträge hier schon durchscheinen lassen.
Zuletzt glaube ich nicht, dass Apple ein Gerät auf den Markt bringen würde, für das sie keinen Markt sehen. Es sei denn, sie würden mit den Gerät so eine Art "Resteverwertung" betrieben.
Privat bin ich jedoch nicht die Zielgruppe für so ein Gerät. :-)