Mainboard seit 3 Monate in "RMA"

ULKi22

Lieutenant
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Hi Leute,

Ich könnte mir gerade wirklich in den Allerwertesten beißen.

Ich habe in der 1. Dezemberweoche 2011 (weiß genaues Datum nicht mehr) mein Mainboard (ASrock 870 Extreme3) zum Händler bei dem ich es gekauft habe geschickt.
Natürlich inkl OVP und allem Zubehör.
Nach 6 Wochen dann erhielt ich ein Mainboard, dass ohne jeglichen Schutz, geschweigen denn OVP oder dem eingeschickten Zubehör, in einem Karton verstaut war.

Das Beste war ja: Das Mainboard sollte angeblich ein neues Austauschmodell sein. Aber klar, Kühler ohne Schutzfolie und total zerkratzt, und an den Schraubenlöchern konnte man deutlich erkennen dass das Mainboard schon mal verbaut war.

Auf meine Anfrage was die Schweinerei denn soll, hat man mich aufgefordert das Mainboard wieder einzuschicken. So, nun liegt dass Ding seit 26. Jänner irgendwo herum.
Vor 2 Wochen habe ich beim Händler nachgefragt wie es denn nun aussieht: "Wir haben auch keinerlei Informationen dazu"
Seitdem hat sich immernoch nichts getan und das Mainboard ist jetzt seit ziemlich genau 12! Wochen in der "RMA", obwohl es nur ausgetausch und OVP und Zubehör dazugepackt werden sollten.

Sowas kann doch wohl nicht sein.

Ich wollte fragen was ich denn nun tun kann.
Mail habe ich schon geschickt, aber noch keine Antwort drauf erhalten.

Ich hab echt keinen Bock mehr drauf, denn das ist nicht das erste mal dass ich ewig und 3 Tage auf ne Reperatur warten musste.
 
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Xyn

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Hi, wann wurde das Mainboard gekauft?

Du kannst natürlich eine Frist setzen. Im moment klingt das für mich als solltest du dem Verkäufer eine Frist setzen.
 

morning666

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Vor 2 Wochen habe ich beim Händler nachgefragt wie es denn nun aussieht: "Wir haben auch keinerlei Informationen dazu"
Warum lässt du dich mit so einer bescheuerten Aussage abspeisen ?
Ich hätte denen schon längst Feuer unterm Hintern gemacht - egal ob sie nun letztlich was dafür können, oder nicht. DU bist der Kunde.

Im moment klingt das für mich als solltest du dem Verkäufer eine Frist setzen.
Absolut. Natürlich wäre vorher eine Frage nach Kulanz-Regelung sinnvoll. (z.b. Erstattung des Vollpreises oder Ausstausch gegen ein vergleichbares Produkt, was der Händler vorrätig hat)
 

ULKi22

Lieutenant
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Gekauft habe ich es Dezember 2010, in die RMA ging es Dezember 2011, nach 6 Wochen erhielt ich ein "Austauschgerät", was ich wieder einschickte, seither ist tote Hose.
Was das jetzt aber zur Sache tut versteh ich nicht.

Mal sehen was die auf meine 2. e-Mail antworten, wenn die wieder mit so ner 0815-Automatisch generierten eMail kommen, dann werde ich weitere Schritte einleiten.

Sowas ist einfach nur ne schweinere, da zahl ich lieber 50€ drauf und hols mir vor Ort, war mein letzter Hardwarekauf im Internet, da ich aus seltsamen Gründen jedesmal B-Ware erhalte, obwohl für Neuware bezahlt habe. Villeicht liegts ja an meinem Namen:rolleyes:
 

Ribery88

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Warum hast du überhaupt das Austauschgerät zurück geschickt?
War es Defekt?

"Gekauft habe ich es Dezember 2010, in die RMA ging es Dezember 2011, nach 6 Wochen erhielt ich ein "Austauschgerät", was ich wieder einschickte, seither ist tote Hose.
Was das jetzt aber zur Sache tut versteh ich nicht."

Da nach 6 Monate ab Kaufdatum, der Kunde in der Beweispflicht ist, hast du kaum Chancen rechtlich den Händler anzugehen, dass einzige was du machen kannst, ihn eine Frist setzen, ansonsten hole das MB zurück und wende dich an den Hersteller, wenn dieser einen Endkundensupport anbietet.
 
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Xyn

Gast
Da nach 6 Monate ab Kaufdatum, der Kunde in der Beweispflicht ist, hast du kaum Chancen rechtlich den Händler anzugehen, dass einzige was du machen kannst, ihn eine Frist setzen, ansonsten hole das MB zurück und wende dich an den Hersteller, wenn dieser einen Endkundensupport anbietet.
Die Aussage stimmt nicht ganz, besonders dann wenn sich der Händler der Sache angenommen hat.
 

Ribery88

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@XYN.

Bezogen auf die Gewährleistung schon. ( Da Der Händler jederzeit sagen kann, dass der Kunde in der Beweispflicht ist und der Händler dies als "Service" zwecks Garantie an den Hersteller weitergeleitet hat!)

Kennst du das Wort Service und Kulanz? Ich gehe davon aus das dies der Grund ist warum der Händler die Sache angenommen und nicht wegen der Gewährleistung, deswegen kann der TE nur eine Frist setzen und wenn diese verstreicht, das Mainboard unrepariert zurück beordern und sich direkt an den Hersteller wenden
 

LadykillerTHG

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hm man reklamiert ein 1jahr altes gebrauchtes Board auf Gewährleistung weil Garantie nur 6monate ist und kriegt ein Austausch board was gebraucht ist wie sein auch und beschwert sich dann?

Was passt daran nicht? Wer findet den Fehler?

Ganz ehrlich, was erwartest du? ein nagelneues Board für ein gebrauchtes zu bekommen? Träum weiter das macht kein Händler mehr mit.

Du solltest dir den Begriff Zeitwert mal genau anschauen, du hättest auch 40€ Gutschrift bekommen können.
Das Getauschte Board war dir nicht gut genug also zurückschicken, dann musst dich nicht wundern das da nichts kommt.
 
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Dominion

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@ Ribery:

Nun ja, ein wenig differenzierter ist die Sache mit der Beweislastumkehr schon zu sehen:

Ich gebe Dir im Grundsatz absolut recht, es ist im Regelfall tatsächlich sehr schwierig wenn nicht gar unmöglich für den Käufer, zu beweisen, dass der Mangel bereits bei Übergabe vorhanden gewesen ist.

Fraglich ist allerdings, welche Anforderungen an den Käuferbeweis zu stellen sind. Die Meinungen mehrerer Juristen, mit denen ich dieses Thema diskutiert habe, gehen dabei weit auseinander:

So fordert ein Teil einen Vollbeweis, es dürfen also keine Restzweifel bleiben.
Andere wiederum setzen geringere Anforderungen an das Beweiserfordernis und begründen dies vor allem mit dem vom EuGH vehement vorangetriebenen Käuferschutz sowie der Tatsache, dass ein Käufer im Regelfall einen Vollbeweis gar nicht erbringen kann. Dies würde eine Aushebelung der von der EU geforderten 24-monatigen Gewährleistung beinhalten. Letztere Gruppe lässt daher auch Anscheinsbeweise als Beweis gelten.

Bsp: Finden sich zB im Internet Häufungen von Fehlerberichten eines speziellen Produktes und handelt es sich beschreibungsgemäß um denselben Mangel, so ist dies für letztere Gruppe ein ausreichender Beweis, der die Beweislast abermals kehrt (zu Lasten des Händlers).

Zur Thematik fällt mir das Beispiel der damaligen 9800 GTX Graka-Serie ein:
Hier hatten etwa 15 % der Karten Probleme mit dem Grafikspeicher, was nach einiger Zeit (meist über ein Jahr) zu Artefakten im 3D-Modus führte. Als einziger Hersteller hatte EVGA eine Rückrufaktion gestartet, alle anderen Hersteller nicht.
Seinerzeit war ich selbst mit einer XFX-Karte betroffen. Der Defekt trat nach eineinhalb Jahren auf. Mein Händler verweigerte eine Gewährleistung mit dem Verweis auf die Beweislastumkehr.
Da sich im Internet entsprechende Fehlerberichte in ausreichender Anzahl fanden, habe ich meine Rechtsschutzversicherung benachrichtigt und um Klagefreigabe gebeten. Meine Argumentation habe ich dort schriftlich eingereicht (ich hatte mich der zweiten der o.g. Gruppen angeschlossen). Direkt am nächsten Tag erhielt ich die Freigabe.

Dazu muss man wissen:
Rechtsschutzversicherungen leisten nur, wenn der Erfolg der angestrebten Klage mindestens ebenso wahrscheinlich oder wahrscheinlicher ist als der Misserfolg. Dies spricht für die o.g. Argumentation, dass auch Anscheinsbeweise genügen können.

Zu einer Klage kam es dann nicht mehr, da mein Händler, als ich ihm die Freigabe meiner Rechtsschutz gefaxt hatte, einknickte und mir den gesamten Kaufpreis erstattete.


Deine Aussage, Ribery, war also nicht falsch und ich möchte sie nicht angreifen, aber sie war in diesem Sinne nicht ganz vollständig. ;)

Höchstrichterliche Urteile, die über diese Frage bereits entschieden hätten, sind mir nicht bekannt. Sollte jemand anderweitige Informationen haben, immer her damit. ;)

MfG,
Dominion.
 
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Xyn

Gast
@XYN.

Bezogen auf die Gewährleistung schon. ( Da Der Händler jederzeit sagen kann, dass der Kunde in der Beweispflicht ist und der Händler dies als "Service" zwecks Garantie an den Hersteller weitergeleitet hat!)

Kennst du das Wort Service und Kulanz? Ich gehe davon aus das dies der Grund ist warum der Händler die Sache angenommen und nicht wegen der Gewährleistung, deswegen kann der TE nur eine Frist setzen und wenn diese verstreicht, das Mainboard unrepariert zurück beordern und sich direkt an den Hersteller wenden
Zum ersten Abschnitt: Siehe dominion1 Post.

Zum zweiten Abschnitt: Kennst du das Wort Quälgeist?

Zu meiner Aussage: Für besonders anders denkende Menschen. Ich habe lediglich gesagt, wenn der Händler sich der Sache annimmt hat er auch Pflichten. In keinem meiner Sätze sage ich was von Gewährleistung. Bitte lern endlich auch zu verstehen.
 
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Ribery88

Captain
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@dominion

Da gebe ich dir Recht. :-)

Ich habe ledigleich auf den Post von XYN geantwortet, da der Händler sich die Sache angenommen hat, kann man aber nicht daraus sofort Schließen, dass der Händler auch gleichzeitig die Gewährleistung angenommen hat, darauf hat sich mein Post bezogen.

Den Beweis muss der Kunde bringen und dies ist wie wir alle wissen nicht immer einfach.

@XYN
Also das ist dein Post: "Die Aussage stimmt nicht ganz, besonders dann wenn sich der Händler der Sache angenommen hat. " Hier steht Händler und nicht Hersteller, deswegen habe auf die Beweislast hingewiesen.
Im übrigen hast du Recht, dass der Hersteller Plfichten hat.
 
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Xyn

Gast
Ich habe schon es so gemeint wie ich es gesagt habe. Wenn der Händler sich der Sache annimmt hat er auch Pflichten. Ich habe nur nichts von der Gewährleistung gesagt. Mir ist in meinem letzten Post nur der Fehler unterlaufen das ich Hersteller statt Händler geschrieben hab. Ist aber korrigiert.
 

ULKi22

Lieutenant
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@LadykillerTHG: Ich habe nicht genau das zurückerhalten, was ich eingeschickt habe.
Ich habe das Mainboard mit OVP und ausnahmslos allem Zubehör eingeschickt, zurückerhalten habe ich NUR das Mainboard.
Auf die Anfrage beim Händler wieso das Zubehör fehlt und die Bitte dass ich es doch gerne wieder zurückhaben möchte, haben die mich aufgefordert das Mainboard wieder einzuschicken!!
 
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