wildfly schrieb:
Wir befinden uns an einem Wendepunkt in der KI-Landschaft, an einer Schwelle, an der Modelle sich von nützlichen Assistenten zu echten Partnern entwickeln. Modelle, die das Ziel verstehen, Einschränkungen berücksichtigen und komplexe, werkzeugübergreifende Arbeitsabläufe ausführen. Modelle, die Prozesse nicht nur unterstützen, sondern auch dazu beitragen, sie im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und operative Effizienz zu restrukturieren.
Welcher Nutzen? Ich bekomme von KI nichts als Bullshit-Ergebnisse.
Bei Produktsuche und Produktvergleichen werden eklatante Fehler gemacht. Bei Textoptimierungen wird oft der eigentliche Sinn der Aussage verfälscht und eine Menge geghostet/dazuerfunden, was man eigentlich nicht gesagt hat.
Im Verlauf eines Chats, in dem man die Anforderungen konkretisiert, werden die Ergebnisse nicht besser.
Gerade die neueren Versionen von ChatGPT wurden diesbezüglich immer schlechter, denn die zusätzlichen / konkretisierten Anforderungen, die sich aus dem Chatverlauf ergeben, werden von der KI nicht gemerkt.
Das war schon mal etwas besser, ist aber im Moment einfach nur katastrophal.
Man merkt, dass KI keine wirkliche Intelligenz hat.
Wo ist hier der "nützliche Assistent"? Von "Partnern" möchte ich schon mal gar nicht reden!
Partnerschaft basiert auf Vertrauen. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die KI ausschließlich Deinen persönlichen Interessen dient? Hier spekulieren die KI-Firmen doch gezielt darauf
- Firmen ein Einsparungspotenzial zu suggerieren, um Kasse zu machen, was aber Jobs kosten wird
- noch mehr persönliche Daten über Dich zu gewinnen
Mit persönlichen Daten kann man Geld verdienen und Werbung gezielt auf Dich abstimmen. Es macht Dich auch in vielerlei anderer Hinsicht einfach nur manipulierbar. Es würde mich auch nicht wundern, wenn man mit KI Werbeeinnahmen generiert, dass bestimmte Produkte bevorzugt empfohlen werden.
KI ist eher der Weg in die kollektive Verdummung, geschickte Ausbeutung sowie auch Manipulation der Massen.
Da ja auch KI in den Personalabteilungen der Firmen verstärkt zum Einsatz kommt, kann natürlich auch besser gesiebt werden. Wenn dann noch Deine privaten Daten aus Chats mit der KI oder einem daraus entwickelten Persönlichkeitsprofil abgeglichen werden, dann dürfte es für Bewerber immer schwerer werden, nicht nur einen guten Job, sondern überhaupt einen Job zu finden.
Mit anderen Worten: Unreglementierte KI wird uns höchstwahrscheinlich mehr Probleme bereiten, als uns lieb sein kann. Selbst reglementiert besteht die Gefahr, dass
persönlichste Daten durchgeleakt werden.
Dagegen kann man sich nicht wehren, beweis das erst mal.
Irgendwann bekommst Du keine Jobs mehr, nur noch die schlechteren Versicherungsangebote, Absagen bei der Wohnungssuche. Der Gau wäre so etwas wie eine Schufa-Abfrage, hier aber betreffend Deiner ganzen Persönlichkeit, aufgrund dessen, was KI über Dich gesammelt hat und über KI Chats wird man eine Menge von sich preisgeben.
Du kannst auch nicht ausschließen, dass Fragen zu Erkrankungen, die Du für eine andere Person tätigst, irrtümlicherweise Deinem Persönlichkeitsprofil zugeschrieben werden.
Wer nun denkt, es gibt da ja sicherlich irgendwelche Regeln zum Datenschutz ...
Schau doch nur mal, wie es bereits jetzt schon mit Daten in der Cloud aussieht.
Nur Firmendaten sind innerhalb der EU geschützt, angeblich. Aber die amerikanischen Firmen sind auch an den Patriots Act gebunden, Daten jederzeit der Regierung herausgeben zu müssen.
Private Daten hingegen werden nach allen Regeln der Kunst durchforstet. Ist das etwa richtig?
Gerade die privaten Daten müssten doch besonders geschützt werden.
Solche und andere Daten wecken natürlich Begehrlichkeiten.
Cloud-Daten von Privatpersonen werden ja schon systematisch durchforstet und es sind auch schon mal Accountsperren irrtümlich von Providern verhängt worden, weil Daten falsch interpretiert wurden.
Darum sollte man bei dem ganzen KI-Hype vorsichtig sein, "mit den Geistern die man rief" ...
Man kann vieles mit Fortschritt titulieren, es ist aber nicht alles zu unserem Vorteil und die Frage ist, ob es am Ende unser Leben wirklich lebenswerter macht …