Notiz Marvell ThunderX: Neuausrichtung auf Custom-Lösungen

Volker

Ost 1
Teammitglied
Dabei seit
Juni 2001
Beiträge
17.015
Marvell zieht sich mit ARM-Server-Prozessoren vom klassischen Markt zurück und will fortan nur noch Custom-Lösungen bauen. Der Hersteller betont, dass dies die Stärke von ARM im Server sei, im Gegenzug heißt dies aber auch, dass das Unternehmen gegen klassische x86-Lösungen in ihrem Umfeld zukünftig keine Chance gesehen haben.

Zur Notiz: Marvell ThunderX: Neuausrichtung auf Custom-Lösungen
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: konkretor und Mcr-King

Bert

Lt. Junior Grade
Dabei seit
März 2001
Beiträge
336
Ist die CPU aufgelötet?
 

Bert

Lt. Junior Grade
Dabei seit
März 2001
Beiträge
336
Hi :-)

Hatte nur den Aufwand oder die Umwelt im Kopf. Wenn mal ein PIN defekt ist, wird die Platine gleich entsorgt
oder die CPU ausgelötet?
 

Lord Maiki

Lieutenant
Dabei seit
Feb. 2011
Beiträge
835
Nur custom bedeutet auch, dass man nur wenige Kunden und Systeme supporten muss. Langzeit Support (von dem WLan Controller im Probook ausgehend) bei Marvell ein Problem zu sein. Da der Servermarkt für Arm-Prozessoren schwierig zu sein scheint. Nicht x86 Prozessoren sind gefühlt auf dem Rückzug. Neben PowerPC Prozessoren und ein paar Speziellen Arm Prozessoren hört man kaum noch etwas über andere Architekturen. Ist diese entscheidung durchaus nachvollziehbar.
Selbst bei dem kleineren NAS gibt es fast nur Intel Atom und alte ARM Prozessoren. Zumindest auf diesem Gebiet hat Marvell früher die Marvell Armada 385 angeboten, die im Gegensdatz zu den Marvell Armada 388 von 2017 auch verbaut wurden ist. Auch hier sind einige Apps nur auf x86 Prozessoren lauffähig.
 
Zuletzt bearbeitet:
S

smalM

Gast
Zitat von Volker:
im Gegenzug heißt dies aber auch, dass das Unternehmen gegen klassische x86-Lösungen in ihrem Umfeld zukünftig keine Chance gesehen haben.
Wohl eher, daß man für seine Eigenentwicklung keine Chance gesehen hat gegen ARM-Server-CPUs von der Stange. Wenn ich raten müßte, Arm hat vorab seinen Kunden vorgestellt, wie der Nachfolger von Neoverse N1 aussieht.
Es ist dürfte also derselbe Grund sein, wieso Qualcomm und Samsung keine eigenen ARM-Cores mehr entwickeln.
 

Volker

Ost 1
Ersteller dieses Themas
Teammitglied
Dabei seit
Juni 2001
Beiträge
17.015
Kann gut sein, die entwickeln aber irgendwie alle in die gleiche Richtung und sind damit dann quasi alle gescheitert, sie wollten immer unbedingt gegen x86 antreten. Nur custom für große Abnehmer geht, da haben sie eine echte Chance. Aber klassische Server von der Stange .. nope
Intel hatte zuletzt auch schon mal betont das 60 Prozent ihrer Server-CPUs Custom sind und an die großen Kunden gehen. Oft weichen die ja nur minimal ab, bissel mehr Takt, andere Kern-Anzahl und TDP .. ist aber eben schon Custom. Selbst Apple bekommt ja quasi Custom-Chips für ihre Macs .. du musst halt nur groß und wichtig genug sein.
 
Dabei seit
Nov. 2017
Beiträge
7.835
Zitat von Bert:
Wenn mal ein PIN defekt ist, wird die Platine gleich entsorgt
oder die CPU ausgelötet?

Im Rechenzentrum? Da wird das RAM und wenn das nichts hilft das Board samt CPU getauscht. Bzw. es wird das Rechenzentrum getauscht, denn da muss schon einiges passieren bevor auf der verlöteten CPU ein PIN defekt geht...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: smalM

Holt

Banned
Dabei seit
Mai 2010
Beiträge
59.527
Zitat von Lord Maiki:
Nur custom bedeutet auch, dass man nur wenige Kunden und Systeme supporten muss.
So viele Kunden scheint es auf den allgemeinen Servermarkt mit ARM Prozessoren auch nicht zu geben, es ist und bleibt offenbar auch weiterhin eine kleine Nische. Marvell scheint die Hoffnung aufgegeben zu haben, dass sich daran so bald noch etwas ändern wird.
 

Lord Maiki

Lieutenant
Dabei seit
Feb. 2011
Beiträge
835
Gibt es denn überhaupt viele Hersteller von Server? Ich denke die meisten potentiellen ARM Server CPU käufer sind die die viel Speicherplatz anbieten. Und da reicht es von Amazon oder Google, ... bis zu den NAS Herstellern. Amazon ist schon länger an ARM Prozessoren interessiert, allerdings stellen diese die auch selber her und verkaufen diese an andere ( Annapurna Labs).
Abgespekte Arm Server-Prozessoren passen ganz gut zu MiniServer aka NAS. Dort gibt es einige Angeboten und die sind nicht alle auf dem Einsteigerniveau. Aber selbst im NAS Markt schein es für die ARM Prozessoren (im Gegensatz zu vor ca. 5 Jahren ) nicht weiter zu gehen. Neben Synology und Qnap bieten die anderen Hersteller nur vereinzelt entsprechende NAS an. Zumindest kann durch die beschränkte Auswahl an Apps das ganze aufgehen.
 

Holt

Banned
Dabei seit
Mai 2010
Beiträge
59.527
Mir scheint auch das ARM bei Consumer NAS früher stärker vertreten war und so langsam von den x86 CPUs verdrängt wird, selbst in den Einstiegsmodellen. Auch wenn die NAS Hersteller gerne auf alte CPU Modelle setzen, wohl dem Preis wegen, dürfte die Leistungsaufnahme dem nicht im Wege stehen. Mal sehen was passiert wenn Apple die Umstellung auf ARM ausgeführt hat, aber abgesehen davon sehe ich nicht das ARM den x86er CPUs das Wasser abgraben wird.
 
Dabei seit
Nov. 2017
Beiträge
7.835
Zitat von Lord Maiki:
Abgespekte Arm Server-Prozessoren passen ganz gut zu MiniServer aka NAS.

Ja, ebenso wie abgespeckte x86 Server-Prozessoren, abgespeckte Sparc Server-Prozessoren und abgespeckte Power-Prozessoren. Damit wird's zur Nullaussage.

Oder meinst Du im SoHo Bereich? Dann nein. Dort sind Kosten und Energiesparen ein Thema, beides kein Thema das man mit einem abgespeckten Server-Prozessor gut bedienen kann. Egal welche ISA, das kann eine dafür konzipierte CPU besser.
 
Top