Mehrfachsteckdosenabdeckung

RedPanda05 schrieb:
Das ist klar, aber ich meinte die Anmerkung von @Golden_ dass die Sicherung verspätet auslöst.
Macht es dafür einen Unterschied, ob ich eine Verlängerung mit 20m nehmen vs 2x 10m Verlängerungen?
Ergänzung ()

Hab was dazu gefunden:

Genau durch das Hintereinanderstecken von Verlängerungsleitungen wird nun aber diese Schleifenimpedanz, bedingt durch erhöhte Leitungslängen in dem Stromkreis, unzulässig erhöht und kann unter bestimmten Bedingungen bereits beim einfachen Hintereinanderstecken zweier Verlängerungsleitungen den maximal zulässigen Grenzwert der – für den individuellen Stromkreis in Abhängigkeit des Auslösestroms (Ia) der vorgeordneten Überstromschutzeinrichtung geltenden – Schleifenimpedanz überschreiten. Es würde nun zu keiner Abschaltung der Überstromschutzeinrichtung kommen und gleichzeitig eine unzulässige Erwärmung der Verlängerungsleitungen bis hin zum Einsetzen eines Schwelbrandes oder Zündung eines Lichtbogens infolge der nachlassenden Isolationsfestigkeit der Leitung(en) kommen.

https://www.elektrofachkraft.de/sicheres-arbeiten/verlaengerungskabel
 
Golden_ schrieb:
Warum sollte die besonders warm werden?
Stichwort Übergangswiderstand bei Steckkontakten. Wenn du es genauer wissen möchtest, bilde dich bitte im Gebiet Elektrotechnik und Ohmsches Gesetz weiter.
 
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Die Sicherung löst nicht verspätet aus. Die löst nach ihrer vorgesehen Auslösecharekteristik aus. Normalerweise werden in Haushalten Leistungsschutzschalter der Klasse B verbaut.
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Samurai76 schrieb:
Stichwort Übergangswiderstand bei Steckkontakten. Wenn due es genauer wissen möchtest, bilde dich bitte im Gebiet Elektrotechnik und Ohmsches Gesetz weiter.

Vllt mal nen ganzen Satz lesen :D

1768830266017.png
 
RedPanda05 schrieb:
Macht es dafür einen Unterschied, ob ich eine Verlängerung mit 20m nehmen vs 2x 10m Verlängerungen?
Man hat halt evtl ein paar mehr Übergangswiderstände, sprich mehr Last, aber sollte in deinem Beispiel keinen Unterschied machen. Sieht aber anders aus, wenn es 10x2m sind oder minderwertige Leisten / Verlängerungen mit minimalsten Querschnitten.
RedPanda05 schrieb:
Also die besser nicht verstecken :)
Jedenfalls nicht die ganz dicken Brummer. Also diese Kisten sind schon OK, wenn da nicht 3 5090er dran stecken und nur z.B. die Tischverkabelung. Den wichtigsten Schritt hast du ja schon gemacht: Drüber nachgedacht :)
 
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Merlin352 schrieb:
Die Sicherung löst nicht verspätet aus
Ja, wenn der Strom der Spannung ohne Verzögerung folgt und keine Ober- oder Unterwellen die Scheinleistung verschieben....
Ansonsten kannst Du es als nicht Wissender gerne so sehen, aber die physikalisch korrekte Antwort (Schleifenimpedanz) wurde bereits genannt. Und es wurde damit auch erklärt, dass die Sicherung dann verspätet auslösen kann.
VDC schrieb:
evtl ein paar mehr Übergangswiderstände,
Nein, das ist nicht der entsprechende Punkt. Aber anstatt nur einer Stromführenden Leitung hast du erst eine und dann drei weitere Parallel geschaltet. Das ändert die Schleifenimpedanz der Stromkreises und damit KANN die Wirkung von Sicherungseinrichtungen beeinflusst werden.
 
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kachiri schrieb:
Kurz: In der Küche lieber mehr Steckdosen verbauen lassen, als Mikrowelle, Wasserkocher, Heißluftfritteuse und Kaffeemaschine an eine Steckdose via Steckerleiste. Schlimmstenfalls hängt dann noch die Spülmaschine, der Kühlschrank oder der Herd dran.
Die sollten im Idealfall auch nicht alle auf der gleichen Sicherung hängen.
 
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Ein Punkt bei in Moebeln oder generell verdeckt verbauter Steckerleisten oder Steckdosen ist auch die Erreichbarkeit im Schadensfall. Muss ja nichtmal gleich der GAU eines Brandes sein.
Letztes Jahr hatte ich das schoene Problem das irgendwas in der Kueche den FI kommen lassen hat.
Herd war's nicht, der hat seine eigene Absicherung, den konnte ich ausschliessen.

Dann ging der Spass los alles abzustecken, und als von Geraeten mit Stecker nur noch der Einbaukuehlschrank uebrig war ging das Kotzen los, denn die Steckdose war nur zuerreichen nachdem man den Kuehlschrank ausgebaut hat.
Der war es dann am Ende natuerlich auch nicht, sondern die fest verdrahtete Markisensteuerung die am selben Stromkreis hing.

Ich mag fest verbaute Geraete, wie zB auch den ganzen Shelly Krams auch deswegen nicht. Wenn man es nicht einfach vom Netz trennen laesst - oder es komplett separat abgesichert hat - bekommt man frueher oder spaeter Probleme.
 
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Loopman schrieb:
Die sollten im Idealfall auch nicht alle auf der gleichen Sicherung hängen.
In unserer Wohnung hat sich der Elektriker jedenfalls Gedanken gemacht in der Küche.
E-Herd ist natürlich einzeln an seinem Starkstrom mit 3 Sicherungen abgesichert...
Küche Rechts und Links. Die rechte Seite hat das Deckenlicht mit aufgedrückt bekommen. Smart gedacht, weil Links der Kühlschrank mit abgesichert ist :P
Die Steckdosen für Spülmaschine und Waschmaschine haben eigene Sicherungen.

Steckdosen sind auch genug im Bereich der Arbeitsfläche da. Wüsste da ehrlich nicht, wofür Verlängerung oder Mehrfachsteckdosen.
Die sind eher in anderen Räumen gefragt g
 
@Samurai76 Entschuldige aber was du schreibst stimmt leider nicht. Bei einem klassischen LS wie in der Grafik zur Auslösecharakteristik spielt die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung nicht die geringste Rolle. Es handelt sich um eine reine STROMauslösung, keine Leistungsauslösung. Fliesst ein Strom während einer bestimmten Zeit in einer Grösse die für die thermische oder gar magnetische Auslösung ausreicht, dann wird ausgelöst.

Die Schleifenimpedanz die du anführst hat etwas mit der FEHLERSTROMauslösung zu tun, das ist etwas ganz anderes. Die Schleifenimpedanz wird zwischen Phase und SCHUTZLEITER gemessen. Allerdings lösen Fehlerstromschutsschalter in Haushalten im mA-Bereich aus. Frag mal @Ranayna 🥶
 
Samurai76 schrieb:
Ja, wenn der Strom der Spannung ohne Verzögerung folgt und keine Ober- oder Unterwellen die Scheinleistung verschieben....
Sorry, aber 50 Hz ist quasi Gleichstrom.

Samurai76 schrieb:
Und es wurde damit auch erklärt, dass die Sicherung dann verspätet auslösen kann.
Vergiß es bei Netzfrequenz.

Die Impedanz Z (R + jX) ist nur wenig größer als der Gleichstromwiderstand R, wenn cos(Phi) sehr klein ist und damit der Scheinwiderstand X.
Phi ist Phasenverschiebungswinkel zwischen Strom und Spannung.

Den kann man nur mit sehr großen Spulen (Spannungsvoreilung) oder Kondensatoren (Stromvoreilung) erhöhen.

Die Sicherung kommt jetzt, sofort oder gleich, je nach flinker, mittlerer oder träger Kennlinie - genau, wie Merlin352 erläutert hat in # 24.
 
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Ohne Fachmann zu sein: Die Schleifenimpedanz (oder nenn es halt Netzinnenwiderstand) ist doch für den Kurzschlusstrom genauso wichtig, nicht nur für den Fehlerstrom. Es muss sichergestellt sein, dass im Kurzschlussfall der Strom, der den magnetischen Auslöser im LS sicher auslöst, überhaupt fließen kann. Ansonsten greift nur der thermische Auslöser, was weiter vorne sicherlich mit "zu spät auslösender Sicherung" gemeint ist.
 
Die Schleifenimpedanz ist nicht nur fuer den FI relevant, sondern hat auch Auswirkungen auf den Leitungsschutzschalter.
Ist die Impedanz zu hoch, reicht der Fehlerstrom nicht fuer die magnetische Ausloesung des Schutzschalters. Diese loest - wenn die Impedanz im erlaubten Rahmen ist - im Falle eines Kurzschlusses die Sicherung innerhalb von ein paar Millisekunden aus.
Ist die Impedanz zu hoch, so das der erforderliche Strom fuer die magnetische Ausloesung nicht fliessen kann, greift die thermische Ausloesung. Und das kann durchaus auch mal ein paar Sekunden dauern.
 
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SaxnPaule schrieb:
Erst recht, wenn diese als 0,75mm² ausgeführt ist.
Sollte es nicht geben, Mindestquerschnitt ist 1,5mm².
 
Sollte!
0,75mm2 scheint es tatsächlich nicht zu geben. Wohl aber 1mm2.

Wenn ich sehe was für antike Klötze bei meinen Eltern und Großeltern in Benutzung sind....
Solange man sich der Lasten bewusst ist, aber auch kein Problem.
 
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Man sollte vielleicht nicht einfach alle Begriffe durcheinander werfen.

Ein KURZSCHLUSSSTROM fliesst zwischen Phase und Nullleiter.
Ein FEHLSTROM fliesst zwischen Phase und Schutzleiter.

Erreicht der Kurzschlusstrom den Wert wie in dem gezeigten Diagramm dargestellt löst der LS aus.. je höher der Strom über den Nennstrom des LS geht umso schneller.

Ein Fehlstrom wird vom FI-Schalter erkannt und gängig zum Personenschutz im Haushalt sind eine Auslösung bei 30mA.

Nochmal, die Schleifenimpedanz wie in dem weiter oben verlinkten Artikel beschrieben wird zwischen Phase und SCHUTZLEITER gemessen und hat damit 0 Auswirkungen auf einen eventuellen Kurzschlussstrom.

Dass eventuell zu lange Verlängerungskabel dazu führen dass allein aufgrund aller kumulierten Widerstände und Impedanzen in diesen Kabeln und den Steckverbindungen der Kurzschlusstrom selbst bei einem blanken Kontakt zwischen Phase und Nullleiter nicht mehr erreicht wird ist aber ein ganz anderes Thema.
 
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Ich behaupte nicht ein Experte zu dem Thema zu sein.
Der Wikipediartikel zur Schleifenimpedanz sagt ja auch, dass diese zwischen Nulleiter Aussenleiter(ugs Phase) und Schutzleiter (ugs Erde) gemessen wird.
Ueber den Fehlerstromschutzschalter verliert der Artikel aber kein Wort (Ausser das ein FI bei der Messung logischerweise ausloest wenn mit genug Strom gemessen wird), sonder sagt eben, dass bei zu hoher Impedanz die magnetische Ausloesung der Leitungsschutzschalter nicht greift.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schleifenimpedanz

EDIT: Hast Recht @SaxnPaule. Ich mag diese Begriffe nicht, normalerweise sage ich Phase. Aber wir haben ja einige Erbsenzahler ;) Und dann mach ich es auch noch falsch :freak:
 
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