In Deutschland sähe einer der vielen Wege in etwa so aus:
* Realschule abschließen
* Ausbildung zum IT-Irgendwas (FiSi, FiAe, ITSE, ...)
* Mindestens ein Jahr Berufserfahrung sammeln
* Aufstiegsfortbildung zum Operative Professional bei einem Bildungsträger durchziehen. Eventuell parallel dazu eine IT-Spezialistenfortbildung machen, falls die Berufserfahrung nicht ausreicht oder bescheinigt werden kann.
Im Anschluss daran, bzw. durch die Abschlussurkunde des OP, erhält man eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und kann dann auch an Universitäten studieren.
Das habe ich ja letztes Jahr abgeschlossen, also den OP (geprüfter IT-Entwickler).
Der Punkt ist nur, dass man, sofern man einen Abschluss zum Operative Professional hat, sich mit einem Studium meistens nicht mehr großartig beruflich verbessert. Ein Bachelor und ein OP stehen vom DQR / EQR her auf dem selben Niveau (N6). Will man beruflich wirklich sehr viel weiter vorankommen (IT-Leiter eines größeresn Unternehmens, Consultant, etc.), muss man schon seinen Master in "Strich-Informatik" oder Jura machen. Nur dann reden wir über drei Jahre Ausbildung, ein Jahr Wartezeit für die Zulassungsvorraussetzung, mindestens zwei Jahre Fortbildung. Das sind 6 Jahre. Und dann fängt man theoretisch erst mit seinem Bachelorstudium an. Was dann als Abendstudium (bis dahin hat man sich ja schon etwas aufgebaut) auch nochmal 6 Jahre mindestens dauern wird. + Man wird ohne das Oberstufenniveau in Mathematik so hoffnungslos verkacken - oder ist einer der sehr wenigen Super-Autodidakten... Und daran kann man dann erst seinen Master anknüpfen.
Deswegen ja mein Rat: Wenn man unbedingt studieren möchte direkt das Abitur oder das Fachabitur machen und dann direkt studieren gehen. Dann tritt man wenigstens nicht erst mit 40 mit seinem gewünschten Abschluss in den Arbeitsmarkt ein
Edit: Übrigens sind 40-45 Stunden arbeiten und 20-30 Stunden pro Woche lernen / für die Prüfung schreiben / etc. nicht unbedingt jedermanns Sache. Und mit einer Familie ist das kaum noch vereinbar.