Daran sind aber nicht die Regierungssprecher schuld, sondern die Meinungsmacher, die das für sich zusammen schnibbeln, aus dem Kontext reißen und etwas dazu dichten. Wenn man dann darauf hereinfällt, ist nicht das Medium schuld, sondern die fehlende Medienkompetenz. Die Mediathek ist kostenlos, dazu gab es genug Artikel, die das Interview eingeordnet haben. Hätte Habeck statt bei Maischberger 45 Minuten vor TikTok gesessen, wäre es jenen auch zu viel gewesen, die sich lieber von 90-sekündigen clips berieseln lassen.Khaotik schrieb:Und genau hier liegt auch das Problem. Die einfachen Sätze von den Regierungssprechern werden dann in Kurzvideos gepackt und verbreitet. Wohl wissentlich, dass ggf. Kontext fehlt und weitergehende Informationen die Aussage anders aussehen lassen würden
Desinformationen zu widerlegen ist leider sehr viel aufwändiger und zeitintensiver, als sie zu verbreiten.
Ich sehe das Problem eher dabei, dass die Leute gar keine längeren Texte mehr lesen und die Aufmerksamkeitsspanne nachlässt, bei Facebook schaffen es auch ältere Herrschaften kaum noch über die Überschrift hinaus, es wird direkt losgepoltert.