Meinung zur Krankschreibung am ersten Tag

Ist toll wie hier einige mit ihrer Krankheitstags-Statistik meinen prahlen zu können. Erst recht, wenn man, nachdem man klargestellt hat, dass man nicht betroffen ist draufhaut auf all die Blaumacher. Empathie für wirklich Kranke welche ohnehin schon in einer besonders schwachen Position sind und hier noch weiter gegängelt werden? Nahh, die gibt es gar nicht. Alles Simulanten!

Aber wer profitiert eigentlich von der vorgeschlagenen Regelung?

Die Politiker? Eher nicht von der Regelung selbst, wenn überhaupt von der öffentlichen Einschätzung dieser.

Die Arbeitgeber? Auch nicht. Die Regelung selbst ändert nichts relevantes für den Arbeitgeber. Lediglich der erhoffte psychologische Abschreckungseffekt steht hier im Interesse. Dieser Effekt ist aber höchst fraglich.

Die Arbeitnehmer? Ganz sicher nicht, sich nach der Regelung zu verhalten steht ja bereits jedem offen, es ist ja nur eine Verschärfung der Vorgaben welche die persönlichen Optionen weiter einschränkt.

Die Ärzte? Hmmm so Skurril das hier erscheint, aber in jedem anderen Kontext wären sie die Profiteure. Ihre Kundschaft muss häufiger erscheinen. Mehr Patienten mehr Sitzungen mehr "Umsatz".
Nur das so etwas im Gensundheitssystem eben etwas anders ist, als in rein wirtschaftlich orientierte Feldern.
Hier herrscht ohnehin schon das Problem, dass das Angebot nicht ausreicht um die Nachfrage zu bedienen. Und in einer Branche in der ein Humanistisches Weltbild zum Glück noch echte Relevanz hat ist es nicht das Ziel diese Angebot Nachfrage Ungleichheit über eine Preiserhöhung zu steuern.

Aber mal angenommen die Ärzte seihen die Profiteure, was sagen diese denn zu der Regelung.

Das sagt die übliche Suchmaschine zumindest zu mir:

Prompt:
Was sagen Ärzteverbände über Krankheitmeldungen und Blau machen in Deutschland?
Antwort:
Ärzteverbände in Deutschland weisen den Vorwurf der „Blaumacherei“ als Generalverdacht gegen Arbeitnehmer zurück. Die hohen Krankenzahlen seien laut Hausärzten und der Bundesärztekammer vor allem auf bessere digitale Erfassung, psychische Belastungen und Arbeitsstress zurückzuführen. Scharfe Kritik gibt es an den politischen Plänen, das Attest ab dem ersten Tag einzuführen. [1, 2]
Hier ist die Haltung der Ärzteverbände auf einen Blick:
  • Keine Bestätigung für massenhaftes Blaumachen: Ärztepräsident Klaus Reinhardt betont, dass der hohe Krankenstand keine Frage mangelnder Arbeitsmoral ist, sondern an einer Zunahme echter Belastungen und Infektionen liegt. [1, 2]
  • Kritik an Attestpflicht ab Tag 1: Die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die Pflicht zum Attest ab dem ersten Tag sorgen für Empörung. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Hausärzteverbände werten dies als „Grenzt an Irrsinn“ und reine Symbolpolitik. [1, 2]
  • Überlastung der Praxen: Ärzte warnen, dass Millionen Arbeitnehmer mit leichten Erkältungen oder Magen-Darm-Infekten in die Wartezimmer gedrängt werden. Dies gehe zulasten von Patienten, die wirklich medizinische Hilfe benötigen, und verschlechtere den Infektionsschutz. [1, 2]
  • Forderung nach Vertrauen: Verbände fordern, dass Vertrauen in die Patienten und die behandelnden Ärzte gesetzt werden müsse, anstatt Bürokratie aufzubauen. [1, 2]
Ergänzung ()

Ach so, wenn diese Simulanten wirklich das Problem sind, wäre die erste wichtige Maßnahme nicht, jeden als Simulanten zu verdächtigen, sondern Methoden einzuführen mit denen man solche Simulanten identifizieren und deren Anteil messen kann.

Probleme löst man nicht indem man wild fixe Ideen ausprobiert, sondern indem man erstmal analysiert was den die Ursachen sind.
 
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Wenn die Ursache aber ist, dass es viel zu einfach ist mal einen Wochenenddienst zu schludern, indem man nur anrufen muss, man sei krank und geht am Montag wieder zur Arbeit, als sei nichts gewesen, dann ist die Abhilfe eben die vom Arzt auszustellende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Würde die Bundesregierung dagegen einführen, dass jeder Arbeitnehmer auf ungewöhnliche Häufung von Krankmeldungen ohne Bescheinigung untersucht würde, wie groß wäre dann wohl der Aufschrei? Von datenschutzrechtlichen Bedenken mal ganz abgesehen.

Ich finde es auch immer schwierig, bei Maßnahmen gegen missbräuchliche Nutzung gleich von 'Generalverdacht' zu sprechen. Ist eine Fahrscheinkontrolle auch ein solcher? Denn jeder wird dabei überprüft, steht also grundsätzlich im Verdacht ein Schwarzfahrer zu sein. Oder Geschwindigkeitskontrollen im Straßenverkehr etc.
 
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Klärt mich mal in einem Punkt auf da ich das so nie gemacht habe. Wenn ich jetzt zb zwei Wochen Urlaub habe und jetzt auf Malle plötzlich eine Woche lang nen schweren Infekt habe und somit meinen Urlaub nicht vollumfänglich genießen kann... dann kann man sich ja für die Woche Krankschreiben lassen soviel ich weiss. Bekommt man dann die Woche "Urlaub" wieder zurück?
Nach meinem Verständniss wäre das dann halt einfach Pech. Es entsteht ja kein Verdienstausfall wofür die bezahlte Krankschreibung ja ursprünglich als Absicherung gedacht war.
Klar Urlaub im Ausland mit Kind und Kegel ist etwas anderes als wenn man in den zwei Wochen mit oder ohne Infekt sowieso nur auf Couchurlaub macht...
Wie handhabt ihr das wenn ihr im Urlaub, Feiertagen, WE usw mal paar Tage krank seid?
 
Tomislav2007 schrieb:
Einfach nicht in den Raum hinein husten und im Idealfall eine OP/FFP2 Maske tragen hilft die Ansteckungsgefahr enorm zu senken.

Weil das während Corona schon so gut geklappt hat ...
 
samuelclemens schrieb:
Wenn ich jetzt zb zwei Wochen Urlaub habe und jetzt auf Malle plötzlich eine Woche lang nen schweren Infekt habe und somit meinen Urlaub nicht vollumfänglich genießen kann... dann kann man sich ja für die Woche Krankschreiben lassen soviel ich weiss. Bekommt man dann die Woche "Urlaub" wieder zurück?
Krank ≠Urlaub. In dem Zeitraum, in dem du krankgeschrieben bist, kannst du keinen (Erholungs-)Urlaub 'abbauen'. Welchen Sinn sollte sonst die Krankschreibung haben?
 
Knergy schrieb:
Weil das während Corona schon so gut geklappt hat ...
Die Maske oder die Dummheit der Menschen?

Das eine funktioniert und das andere ist grenzenlos.
 
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Ich verstehe ehrlich gesagt den Unterschied nicht zum Status quo. Alles was kommen soll, können Unternehmen auch jetzt schon fordern.

Ich erwarte nicht, dass mein AG irgendwas pauschal ändert.

Ich würde es für wichtiger halten, dass man als AG ohne Diskriminierungsklage von einzelnen, auffälligen Mitarbeitern die AU früher anfordern darf. Aber dagegen würden ja Betriebsräte und Gewerkschaften sofort sturm laufen.

Ich finde auch, man sollte die telefonische AU nicht abschaffen, sondern als separates "Produkt" parallel zur AU einführen. Der AG sieht dann ob telefonisch oder regulär und darf auch hier entscheiden was er von wem akzeptiert (allerdings nicht im Nachgang, muss er vorher kommunizieren).

Ich würde wetten, die meisten AGs handhaben das beim Großteil der AN eher locker.
 
eYc schrieb:
Krank ≠Urlaub. In dem Zeitraum, in dem du krankgeschrieben bist, kannst du keinen (Erholungs-)Urlaub 'abbauen'. Welchen Sinn sollte sonst die Krankschreibung haben?
In meinen wenigen Fällen von Krank im Urlaub hab ich mich so oder so erholen können. Hätte keinen Unterschied gemacht. Natürlich sieht es ganz anders aus wenn man den Erholungsurlaub vollpackt mit irgendwelchen anstrengenden Aktivitäten. ;)
Ich wollte nur wissen ob es noch andere gibt die so drauf sind und paar Tage Krank im Urlaub einfach auf sich beruhen lassen statt sich zu stressen mit Krankmeldung, Arzt aufsuchen usw...!?🤨
 
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Keylan schrieb:
Aber wer profitiert eigentlich von der vorgeschlagenen Regelung?

Die Politiker?
Ja, weil es eine ragebait Nebelkerze ist, um in deren Schatten andere Dinge durchzudrücken. Informationsfreiheitsgesetz zum Beispiel, damit CDU-ler in Zukunft weiterhin shady Deals machen können wie Spahn mit den Masken.

Wie oben geschrieben ändert sich bei der AU so wenig gegenüber dem Status quo, dass diese super hitzige "dann mach ich halt ne ganze Woche krank" Debatte einfach lächerlich ist.
 
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h00bi schrieb:
Aber dagegen würden ja Betriebsräte und Gewerkschaften sofort sturm laufen.
Ist das so? So ganz pauschal?

Aber wenn die Arbeitgebenden vom Wesen her wie Tomislav und Merz sind und "auffällig" nach dem Geruch ihrer Flatuenzen definieren, dann sollte man natürlich ab zum BR und sich Rat einholen.

samuelclemens schrieb:
Ich wollte nur wissen ob es noch andere gibt die so drauf sind und paar Tage Krank im Urlaub einfach auf sich beruhen lassen statt sich zu stressen mit Krankmeldung, Arzt aufsuchen usw...!?
It depends. Wenn jemand wirklich flach liegt, dann sollte man das auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Vielleicht gebietet sich das sogar, denn die Firma schenkt einem auch nichts. Außerdem fehlt der Urlaub dann an anderer Stelle für die nötige Erholung, um wieder voll einsatzbereit zu werden.
 
Hallo

Reglohln schrieb:
Aber wenn die Arbeitgebenden vom Wesen her wie Tomislav und Merz sind und "auffällig" nach dem Geruch ihrer Flatuenzen definieren, dann sollte man natürlich ab zum BR und sich Rat einholen.
Abgesehen von deiner Fäkaliensprache die im PUG Bereich nichts zu suchen hat, wo definiere ich auffälllig ?
Ich schreibe eindeutig das die Beurteilung der Gesundheit von Arbeitnehmern nur ein Arzt vornehmen soll.
Wovor hast du Angst, das ein Arzt bei einer eintägigen "Krankheit" merkt das keine Krankheit vorliegt und ein Attest verweigert ?

Grüße Tomi
 
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samuelclemens schrieb:
Bekommt man dann die Woche "Urlaub" wieder zurück?
Ja bekommt man zurück

Wenns nur ein Tag ist, gehe ich da nicht extra zum arzt, bei länger durchaus schon.
Ergänzung ()

Capet schrieb:
Der "Aufruf" rund um die Änderung zum Nachweis der Arbeitsunfähigkeit lenkt nämlich sehr deutlich von den Auswirkungen der Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz ab. Se
Es lenkt nur ab wenn man hierfür kein eigenes topic eröffnet sondern dass in einer anderen Debatte mit einem anderen thema reinschreibt.
 
Ranayna schrieb:
Jetzt wird das automatisch uebermittelt, und dort ist kein "Schwund" mehr in den Zahlen.

Nope. Nicht jede Praxis ist schon so weit und nicht jeder AG kann abrufen bzw. muss der AG informiert werden das eine vorliegt weil er sonst keine Kenntnis erhält.

Kleines Kind hat Magen Darm (wo 1-3 Tage ausruhen reicht) allein erziehende Mutter muss Zuhause bleiben

Dafür haben die meisten Firmen "Kind Krank" wo man bisher auch keine AU braucht.
 
Löschknecht schrieb:
Nicht jede Praxis ist schon so weit und nicht jeder AG kann abrufen bzw. muss der AG informiert werden das eine vorliegt weil er sonst keine Kenntnis erhält.
Ich meine nicht die Meldung an die Arbeitgeber.
Es muss ja auch eine Meldung an die Krankenkassen erfolgen. Die war in der Vergangenheit in vielen Praxen in der Verantwortung der Patienten. Man hat dann zwei Zettel bekommen: Einen fuer den Arbeitgeber, einen fuer die Krankenkasse.

Die Meldung nicht an die Krankenkasse zu schicken hat bei Bagatellen keine Folgen, das wird erst relevant wenns ans Krankengeld geht. Deswegen haben das ziemlich viele Menschen nicht gemacht. Ich auch nicht, muss ich gestehen, wenn ich nur eine Kleinigkeit hatte.

Die Meldung an die Krankenkasse muss aber inzwischen elektronisch erfolgen.
Die Statistiken ueber den Krankenstand kommen von den Krankenkassen. Da jetzt keine Meldungen an die Kassen verschlampt werden koennen, sind die Zahlen in den Statistiken gestiegen.
 
Löschknecht schrieb:
Nope. Nicht jede Praxis ist schon so weit und nicht jeder AG kann abrufen bzw. muss der AG informiert werden das eine vorliegt weil er sonst keine Kenntnis erhält.
Kann ich bestätigen, scheint nicht so einfach "von alleine" zu gehen. Ich muss mir immer eine "Kopie" für den AG ausdrucken lassen, diese Scannen, und ein jpg davon an den AG schicken. Es heißt dort, es könne sehr lange dauern, ggf. über zwei Wochen, und/oder würde Kosten verursachen, über die Krankenkasse an die elektronische Krankmeldung ran zu kommen.
 
samuelclemens schrieb:
Ich wollte nur wissen ob es noch andere gibt die so drauf sind und paar Tage Krank im Urlaub einfach auf sich beruhen lassen statt sich zu stressen mit Krankmeldung, Arzt aufsuchen usw...!?
Also ich sehe das auch so, dass ich mir beim Krankheitsfall im Urlaub die Tage wieder hole. Ganz schlicht, weil mein AG gegenüber mir genauso handeln würde.
Ich nehme hier nur den rechtlichen Rahmen war. Wenn andere ihren Urlaub gern dem AG schenken - nicht mein Problem. Dass das die AGs teilsweise indirekt erwarten liegt aber genau daran - das es oft die Leute nicht einfordern.

Ich hatte z.B. schonmal zuhause einen Arbeitsunfall am 2. Tag meines zweiwöchigen Urlaubs. Und natürlich habe ich mich dann krankschreiben lassen und die komplette Zeit wieder geholt. Da es Betriebsschließung war, konnte ich zwar niemanden direkt Bescheid sagen, habe aber einfach eine Mail geschickt inkl. Nachweis mit Datum, dann wurde das auch akzeptiert.

Grundsätzlich halte ich die Reform auch für völligen Bullshit. Ich bin dann auch dabei, dass ich statt 1-2 Tage dann eben eine komplette Woche fehlen werde. Schon jetzt muss ich bei meinem Hausarzt teilweise 50-60x anrufen, bis ich überhaupt durchkomme. Onlinetermine sind nämlich immer erst für den nächsten Tag buchbar und rückwirkende Krankschreibungen sind immer schwierig zu bekommen.
H1ldegunst schrieb:
Merz ist ja schon etwas zurück gerudert mit seiner Aussage: "Sie müssen nicht am ersten Tag in die Arztpraxis. Sie müssen vom ersten Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung haben."
Und da frage ich mich ernsthaft, wie bescheuert man denn sein kann. Ich muss zwar nicht zum Arzt, brauch aber trotzdem eine AU, aber telefonisch solls ja auch nicht gehen. Was denn dann? Soll ich zaubern?
Merz hat ungefähr die gleiche kognitive Kapazität wie der gute Habeck mit seiner Aussage, das man nicht insolvent ist, nur weil man aufhören muss, seine Produkte zu verkaufen.

Für mich hat es die letzten Tage ein Arzt in einem Statment sehr treffend formuliert. Sinngemäß wiedergegeben: "Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist ein Vertrauensverhältnis. Wenn er mir sagt, dass er sich krank fühlt oder Symptome beschreibt, die ich nicht direkt nachweisen kann (wie Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Bauchschmerzen usw.) muss er ihm das glauben und entsprechend reagieren und auch Krankschreiben. Er möchte sich lieber mit den Fällen befassen, die wirklich Hilfe und weitergehende Behandlung benötigen und nicht täglich 8h nur AUs für Erkältungen, Infekte und Magen-Darm-Probleme rauslassen. Dafür ist er nicht Arzt geworden."

Es hat damals die Praxisgebühr schon nichts verändert und das wird diese Anpassung auch nicht. Eher im Gegenteil.

Man muss sich bei solchem Schwachsinn in keinster Weiße mehr wundern, warum die AFD da ist, wo sie ist. CDU/CSU oder SPD zu wählen kann man mit gesundem Verstand doch wirklich nicht mehr argumentieren.
Mir persönlich gehen auch die Leute auf den Keks, die man in der Arbeit mal zusammenscheißt weil sie Fehler gemacht haben und dann am Tag drauf mit ner Krankschreibung über 2 Wochen ums Eck kommen. Aber letztlich bist du da ziemlich machtlos und wirst die Krankmacher auch mit dem Gesetz nicht abschrecken. Auch ein Karenztag wird das nicht ändern. Auch sehe ich das Gegenteil das die Leute dann sagen "statt einen TAg ohne Bezahlung mach ich dann mindestens 3, sonst lohnt es sich ja nicht. Dann zwar ein Tag Gehaltsverlust, dafür aber noch zwei Tage "Urlaub".
Wirklich treffen wird man es nur, wenn man nur X-Tage pro Jahr überhaupt bezahlt bekommt und alles darüber hinaus als unbezahlt krank festgelegt wird. Auch da bleibt die Frage, ob das ein erstrebenswertes Ziel ist. So wird ein Beinbruch nicht nur zur gesundheitlichen sondern auch schnell mal zur finanziellen Gefahr.
 
eYc schrieb:
Es heißt dort, es könne sehr lange dauern, ggf. über zwei Wochen, und/oder würde Kosten verursachen, über die Krankenkasse an die elektronische Krankmeldung ran zu kommen.
Ich halte das für eine vorgeschobene Begründung. Der AG kann die AU-Zeiten ziemlich einfach über das SV-Meldeportal von der Krankenkasse des Mitarbeiters anfordern. Dort gibt es eine Ausfüllhilfe und an Anleitungsvideo dazu.

SV-Meldeportal / Anleitung zum Online-Abruf der elektronischen AU-Bescheinigung

Letztlich verschiebt die Änderung für den AU-Nachweis den Fokus weg vom Arbeitgeber, sofern er nicht zukünftig mit einer eigenen Frist zur Beibringung des AU-Nachweises arbeiten will. Selbst wenn man nicht davon ausgeht, dass es dadurch zu weniger AU-Zeiten kommt, kann man diese Änderung als arbeitgeberfreundlich auslegen:

Bisher musste der AG selbst aktiv werden, indem er von einzelnen Mitarbeitern einen AU-Nachweis ab dem ersten Tag verlangt => "Ich misstraue dir, also bring mir ab dem ersten AU-Tag einen Nachweis".

Änderung des AU-Nachweises => "Ich kann nichts dafür, dass du jetzt bereits am ersten AU-Tag einen Nachweis erbringen musst. Es ist eine gesetzlich geregelte Vorgabe."
 
Khaotik schrieb:
Merz hat ungefähr die gleiche kognitive Kapazität wie der gute Habeck mit seiner Aussage, das man nicht insolvent ist, nur weil man aufhören muss, seine Produkte zu verkaufen.
Natürlich darf zwischendrin ein bisschen Habeck Bashing nicht fehlen ;)
Habecks Aussage spiegelt korrekt die Realität wieder, keine zaubern notwendig.

Fragt sich wem nun wirklich kognitive Kapazität fehlt
 
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Khaotik schrieb:
hbar und rückwirkende Krankschreibungen sind immer schwierig zu bekommen.

Und da frage ich mich ernsthaft, wie bescheuert man denn sein kann. Ich muss zwar nicht zum Arzt, brauch aber trotzdem eine AU, aber telefonisch solls ja auch nicht gehen. Was denn dann? Soll ich zaubern?
Merz hat ungefähr die gleiche kognitive Kapazität wie der gute Habeck mit seiner Aussage, das man nicht insolvent ist, nur weil man aufhören muss, seine Produkte zu verkaufen.

Vermutlich meint er man kann am 2. Tag hin und die wird ggf. rückwirkend ausgestellt, aber weiß das schon.
Bin zu wenig krank daher keine Ahnung.

Es wird eh so Leute wie mich treffen. Bin (zum Glück ) fast nie krank. Maximal vllt mal 1 oder 2 Tage kurz zum auskurieren aber das kam beim neuen AG in 5 Jahren noch nie vor.

Zukünfig werde ich mich wohl in die Arbeit schleppen, als 6h in der überfüllten Praxis zu sitzen für die AU.
 
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