LikeHike schrieb:
Warum wird eigentlich immer angenommen das hier der eine gegen den anderen bewusst ausgespielt wird?
Weil das eine Tatsache ist ?
Schröder hat die bessere Arbeitslosenversicherung für abservierte Beitragszahler gestrichen, seitdem ist sie (durch Vermögens- und Zuverdienstanrechnungsgleichschalterei) tatsächlich schlechter, als die für Nichteinzahler.
Dieser Widerspruch wird seitdem konsequent verleugnet, auch das Bürgergeld hat die alte Arbeitslosenhilfe nicht wiederhergestellt.
Schröder hat außerdem das Rentensystem nur zerstört, statt es langsam in einen Staatsfonds übergehen zu lassen, und damit zig Millionen Rentner in die Grundsicherung laufen lassen. Ein Grund, warum die Sozialkosten unwiderruflich steigen.
LikeHike schrieb:
Wenn nun die SPD viele Wähler an die AfD verliert kann man es sich also entweder einfach machen und sagen, die sind alle rechtsradikal geworden, oder auch einfach verstehen, dass die aktuelle Verteilung von Sozialhilfe an Menschen, die nicht in die Kassen einzahlen als ungerecht empfunden wird, ebenso die Höhe der Sozialleistungen.
Die AfD schiebt nur Schröders Hetze gegen Arbeitslose auf Migranten weiter. Agendalüge widerrufen, und schon ist die AfD weg vom Fenster.
LikeHike schrieb:
Wenn ein 40h pro Woche arbeitender Mensch nicht das Gefühl hat besser dran zu sein als ein Sozialhilfeempfänger
Dann ist das Problem, dass die Löhne für einen Vollzeitjob zu wenig über dem Existenzminimum liegen, und dass die Wahrscheinlichkeit zu groß ist, trotz Arbeit in der Altersgrundsicherung zu landen.
Wenn die Wirtschaft keine höheren Löhne erwirtschaften kann, dann müssen die Lebenshaltungskosten runter.
Das bedeutet: Bürokratieballast abbauen, und die missratene, weltfremde Klimapolitik zurechtzustutzen. Der "Gebäudesektor" ist der größte Posten des Existenzminimums, und die Wohnungsbaukosten sind völlig aus dem Ruder gelaufen. Dieser Zusammenhang wird auch konsequent geleugnet.
Von einem radikalen Bauvorschriftenkahlschlag würden Arbeitnehmer doppelt profitieren: durch sinkende eigene Lebenshaltungskosten, und durch automatisch mit den Mieten sinkende Sozialabgaben.