Banned schrieb:
Wobei die Linke halt auch nur die ganz alten Parolen drescht, die noch nie funktioniert haben. Ich denke auch nicht, dass das Problem in Deutschland darin besteht, dass wir für den "kleinen Mann" zu wenig Sozialstaat haben. Das Problem besteht eher darin, dass die Abgabenlast bzw. die Kosten den täglichen Lebens - eben auch oder besonders für den "kleinen Mann" - zu hoch ist/sind. Ich höre da von der Linken eigentlich nie was, außer Reiche mehr besteuern
Unser Steuersystem schont Vermögende weil wir der Religion "Trickle-Down-Effect" glauben, dass hat sich nie bewiesen. Gewinne werden in Deutschland unverhältnismäßig stark privatisiert, Kosten vergesellschaftet.
Die Abgabenlast ist in den Nordics auch hoch, funktioniert dort aber anscheinend besser.
Super Beispiel der Vergesellschaftung ist unsere Autoindustrie, wir müssen das Verbocken der Privatwirtschaft
hust Management ausbaden.
Weil das Management es nicht angehen wollte die Autoindustrie zu diversifizieren obwohl die Regierung Leitplanken gelegt hat. CO2 Steuer, ein Auslaufen an Neuautos für Verbrenner - alles rechzeitig vorher angekündigt aber man wollte es nicht angehen, sondern lobbyiert dagegen und ich garantiere, alle interne Strategiepapiere besagen eFuels und dergleichen wird nicht Massentauglich.
Genau so auch in Sachen Rauchen, öffentlich wurde als Gesundheitsfördernd bzw. nicht schädlich veräußert, intern waren die Probleme von Anfang an bekannt.
Merz und sein Politikstil und auch die Partei mit "A" arbeitet aktiv daran das Deutschland nicht mehr eine Topposition erreichen wird wenn man sich weiter so gegen Veränderung stellt und keine gerechtere Umverteilung und Ausgaben anstrebt.
Man verharrt in dem was Gestern funktioniert hat und auf Klientel und setzt auf dem Aberglauben "Technologie Offenheit". Ein Staat muss jedoch für große Änderung eine Richtung vorgeben und für längere Zeit am Ball bleiben damit eine stabile Industrie und Wirtschaft entstehen kann, ansonsten wird sich da nie was tun.
Bestes Beispiel sind Atomkraftwerke, es wäre nie dazu gekommen hätten die Regierung nicht wegweisend kontinuierlich Geld reingebuttert. Die Privatwirtschaft hätte das nicht auf deren alleinigen Kosten geleistet.
Tröpfchenweise investieren mag gut sein für Grundlagenarbeit (woran Deutschland gut ist) aber hilft nicht in Markterfolg (wo Deutschland schlecht ist - nee sorry nicht immer schlecht, bei Solar und Wind waren wir Vorreiter bis die rechte Schiene das abgesägt hat).
Und diese Verteufelung ist mittlerweile so stark in den Köpfen verankert, dass Deutschlands Niedergang mit grüner Energie verbunden wird.
Und bei Gebäudeenergie gehts weiter, Gebäude fit zu machen für eine CO2 neutrale Wirtschaft ist eines der zukünftigsten Märke schlechhthin, was macht Deutschland? Rollback in die Vergangenheit und es anderen überlassen.
In ein paar Jahren wird China uns auch hier Vorraus sein und unsere Märkte mit günstigen Produkten fluten mit denen wir nicht konkurrieren können und wir stehen wieder verwundert da...