Reglohln schrieb:
Kannst du das bitte einmal stichhaltig darlegen?
Google kaputt? Warst du zu Zeiten der hohen Inflationsraten vor ein paar Jahren nicht in Deutschland?!
Reglohln schrieb:
Was ich bedenklich finde, ist, dass immer wieder gefordert wird, die
angeblich so hohen Staatsschulden zu reduzieren
Von der Verschuldungsquote insgesamt, steht Deutschland ja noch gut da. Von daher wäre dies nicht meine Prio. Jedoch:
Reglohln schrieb:
und dabei auf den angeblich so großen und gewachsenen Sozialstaat verwiesen wird. Wo ist denn das Geld, was als Staatsschulden bezeichnet wird? Liegt das auf den Konten der Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind?
Gibt der Staat jeden zweiten Euro mittlerweile für Transferleistungen aus. Auch bei den Sonderschulden - welches ja eigentlich mal für ganz andere Ausgaben genehmigt wurde - sieht man, dass dieses genutzt wurde um Sozialleistungen zu zahlen und Haushaltslöcher zu stopfen.
Bitte an der Stelle nicht falsch verstehen. Wir sind in Deutschland eine soziale Marktwirtschaft - und dass ist auch gut so. Jedoch funktioniert dieses System immer nur langfristig dann, wenn sowohl bei den Zahlern als auch bei den Empfänger mit gleicher Strenge draufgeschaut wird.
Aktuell vermissen sehr sehr viele Menschen diese Strenge Sicht des Staates, bei den Empfänger der Sozialleistungen. Dies sind man sehr sehr deutlich in den Absturz der SPD bei egal welchen Wahlen wir die letzten Monate/Jahre hatten. Die SPD ist keine Arbeiterpartei mehr. Auch die CDU hat Wähler verloren - aber nicht in dem Maße, wie es bei der SPD der Fall ist.
Reglohln schrieb:
Man kann die Vermögensverteilung immer aus mehreren Richtungen betrachten. Aus meiner Sicht sind die Abgaben auf Arbeitseinkommen viel zu hoch. Der Spitzensteuersatz greift ab dem 1,3 Fachen des Durchschnitteinkommens. Mehr als 4 Millionen Haushalte zahlen mittlerweile den Spitzensteuersatz. Dann kommen noch sehr hohe Sozialabgaben mit hinzu. Die Krux dabei ist jedoch auch, dass hiervon ja nicht nur Spitzenverdiener betroffen sind. Die Einkommenssteuertabelle ist halt derart gestaucht, dass man relativ schnell schon in deutlich höhere Einkommenssteuerbereiche kommt.
Meine Schlussfolgerung ist somit, die Vermögensverteilung wird deshalb immer ungleicher, weil die Menschen einfach zu viel belastet werden. Der Staat müsste deutlich weniger Steuern einnehmen, damit man auch noch als normaler Arbeiter sich entsprechend Vermögen aufbauen kann.
Geplant sind aber dann wieder neue Belastungen auf Kapitalerträge (alle sollen aber privat Vorsorgen) und Mieterträge (betrifft ebenfalls die Altersvorsorge).
Hierfür braucht es KEINE Gegenfinanzierung. Wir müssten nur Aufhören unnütze Ausgaben zu tätigen ... davon haben wir Milliarden jedes Jahr. China und Indien erhalten beispielsweise weiterhin ENTWICKLUNGSHILFE von Deutschland. Sorry - aber China hat uns bei der Wirtschaftsleistung doch schon längst überholt.
Reglohln schrieb:
Auf welchen Wert sollen die Schulden denn gedrückt werden? Und wieviel geben die Leute, die nach der Reduzierung des Schuldenstandes rufen, von ihrem Konto ab? Sie gehören ja meist selbst zu den Menschen, die deutlich mehr haben.
Nicht reduzieren - sondern umplanen! Investitionen machen, Schulen sanieren ...
Reglohln schrieb:
Fakt ist nun einmal: Schulden des Staates sind unser aller Vermögen. Daran gibt es nichts zu rütteln. Also sollen neben den oberen 1% vor allem auch diejenigen am meisten abgeben, die am härtesten und lautesten fordern.
Die oberen 1% sorgen dafür, dass wir in Deutschland viele viele gut bezahlte Jobs haben!
Reglohln schrieb:
Und wie der Staat in einer
konsumbedingten Wirtschaftskrise, in der vor allem Firmen Einsparungen vorantreiben, dem Kreislauf damit direkt und indirekt Geld entziehen und die Staatsschulden vergrößern, sparen soll, bleibt wohl auch ein ewiges Geheimnis.
Weniger Steuern, weniger Bürokratie ... sowas hast du sicher schon mal gehört, oder?
Reglohln schrieb:
Stattdessen wird diskutiert, eine Konsumsteuer zu erhöhen, die hauptsächlich die Armen treffen und die Wirtschaft noch weiter abwürgen würde.
100% Zustimmung. Allein die hohen Spritpreise belasten die Haushalte - die sich kein E-Auto leisten können - egal ob neu oder gebraucht. Das Auto ist nämlich weiterhin für die meisten Haushalte die größte Ausgabe. So viele können sich ja kein Eigenheim leisten.
Reglohln schrieb:
Und das soll dann wiederum mit einer Einkommenssteuersenkung kompensiert werden, die hauptsächlich hohe Einkommen bevorteilt, was die Sparquote der Privaten und somit die Schulden des Staates weiter erhöhen wird?
Steuersenkungen sind wichtig, nur so kann man auch Vermögen aufbauen. Warum lassen wir den Spitzensteuersatz nicht auf dem aktuellen Niveau der Reichensteuer greifen? Und die Reichensteuer wird abgeschafft - dafür der Spitzensteuersatz dann auf das heutige Niveau der Reichensteuer angehoben?
Reglohln schrieb:
Ist das eventuell einfach kalkuliert, um die Schuld einmal mehr auf die Armen und Zugewanderten zu schieben? "Alternative mit Substanz" eben.
In meinen letzten Beiträgen kann man ja sehr deutlich lesen, dass ausländische Fachkräfte von Deutschland abgeschreckt werden, weil die Abgabenlast zu hoch ist im Verhältnis zu dem was sie dann hier bekommen. Wir sind attraktiv für ausländische Studenten - nach dem Studium schaffen wir es aber nicht, diese Menschen hier in Deutschland langfristig zu halten.
Die SCHULD gebe ich ganz klar den Soziallisten und ihren Verqueren Umverteilungsfantasien. Dass hat bisher noch in keinem Staat funktioniert, trotz dass diese soziallistischen Staaten auf extremen Bodenschätzen sitzen/saßen.
PS ich komme originär aus Sachsen Anhalt. 1999 ist damals die DVU in den Landtag eingezogen. 2012 hat diese sich selbst aufgelöst - einfach weil die Landespolitiker begriffen haben, Politik dient dem Volk und nicht umgekehrt. Es hat da kein Verbotsverfahren oder ähnliches gebraucht. Ich sehe es wirklich mit Schrecken, wie die aktuellen Parteien einfach so ignorant weiter sich von ihren bisherigen Wähler entfernen und damit der AfD nur den Rücken stärken.