News Milliardenprojekt: OpenAI wollte deutsches Rechenzentrum mit Atomstrom

Samurai76 schrieb:
Ja, man kann sich vor Brownout Meldungen ja kaum retten, wird quasi davon erschlagen, so instabil wie das Europäische Netz inzwischen ist.

Die Instabiliät sieht man an den starken Schwankungen beim Strompreis.
Selbst an der EPEX Strombörse geht der Preis manchmal bis zu 80c/kWh hoch, da dauernd teure Gaskraftwerke den Lückenfüller spielen müssen.


Samurai76 schrieb:
Das wirst du uns ganz sicher mit Zahlen, Daten und Fakten belegen können, wie die zuletzt 3GW Atomkapazität durch Abschaltung zu einem Problem für Europa wurde....Ich bin gespannt, werde aber vermutlivch mal wieder enttäuscht werden. Wenn ich von einer Erklärung ausgehen würde....

Ich habe das Gefühl dass bei Dir Zahlen und Fakten nicht viel helfen würden.
Das ist das Problem einer ganzen Wählerschicht.

Außerdem... habe ich was von "Abschaltung" oder "Brownout erwähnt"? Ich glaube nicht.

Fang mal mit den Zahlen auf deiner Stromrechnung an, falls du selber etwas bezahlst.

Willst Du mir ernsthaft erzählen dass die Abschaltung der AKWs keine Folgen hatte?

Mir geht es um die Grundlast, denn das ist genau das was Rechenzentren brauchen.
(24 Stunden am Tag in Etwa gleich viel Energie verbrauchen)

Dass es zu wenige Grundlastkraftwerke gibt, ist unbestreitbar.
Das dass ein Kostenfaktor ist, ist auch logisch.

Wie passt das sonst zusammen?
So viel erneuerbare im Netz, wie nie zuvor aber trotzdem der Strom teuer wie nie.
Und das in einem Land dass wirtschaftlich im Niedergang ist.
 
IBISXI schrieb:
Die Instabiliät sieht man an den starken Schwankungen beim Strompreis.
Selbst an der EPEX Strombörse geht der Preis manchmal bis zu 80c/kWh hoch, da dauernd teure Gaskraftwerke den Lückenfüller spielen müssen.
Früher haben es solche Meldungen nur selten in die Medien geschafft.
IBISXI schrieb:
Dass es zu wenige Grundlastkraftwerke gibt, ist unbestreitbar.
Das dass ein Kostenfaktor ist, ist auch logisch.
Welche Rolle sollen "Grundlastkraftwerke" in einem EE-System haben?
Man sieht ja bereits was in Frankreich passiert:

Als mögliche Ursache für die Korrosionsprobleme wird ein erhöhter Sauerstoffanteil in den Kühlwasserleitungen gesehen. Dieser entsteht möglicherweise dadurch, dass die Leistung der Kraftwerke in Frankreich bei laufendem Betrieb verändert wird, etwa um auf die Einspeisung erneuerbarer Energien oder Nachfragespitzen zu reagieren.
https://www.handelsblatt.com/politi...en-franzoesische-akw-lahmlegen/100134499.html
 
foofoobar schrieb:
Temperaturen und Drücke wahrscheinlich nicht ran

Keine Ahnung, aber generell sind die Metalle dann so teuer, dass es sich wirtschaftlich eher nicht mehr lohnt. Zumindest war das früher immer die Grenze, deutlich mehr investieren dafür effizienter sein oder Geld sparen und mehr für den Brennstoff zahlen. Muss eine spannende Abwägung gewesen sein bei solchen Summen^^

In Kernkraftwerken müssen diese außerdem sämtliche Anforderungen an Chemie, Neutronenversprödung und Korrosionsbeständigkeit erfüllen. Inwieweit man bei neuen Legierungen ein Risiko eingeht, weiß ich nicht. Ich denke aber, dass es immer an den Zertifizierungen scheitert. Die brauchen immer das eine oder andere Jahrzehnt, bis neue Sachen ausreichend getestet wurden, sodass man keine 20 Mrd. für gar nichts versenkt :D

Ich würde da aber ja eh eher für Prozesswärme gehen, mit 2GW nutzbarer Senke könnte man so perfekt die Chemiebranche, Batteriewerke oder auch Papierindustrie ergänzen. Und da bräuchte man nur ein Kraftwerk in Ludwigshafen um den De Bedarf zu stillen^^

Verstehe nicht, warum das beim EPR wieder mal nicht gemacht wurde. In Neckarwestheim wurde das ja damals aktiv verhindert.
 
HtOW schrieb:
Ich würde da aber ja eh eher für Prozesswärme gehen, mit 2GW nutzbarer Senke könnte man so perfekt die Chemiebranche, Batteriewerke oder auch Papierindustrie ergänzen. Und da bräuchte man nur ein Kraftwerk in Ludwigshafen um den De Bedarf zu stillen^^
Solche technokratischen Alpträume wie ein AKW mitten in dicht bebauten Gebieten wird man nur in einer Diktatur durchsetzen können.

Und ansonsten fallen AKWs ja gerne mal monatelang ungeplant aus.

BTW: https://www.theguardian.com/media/2004/dec/13/mondaymediasection5 && https://theyesmen.org/project/dowbbc/behindthecurtain
 
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Da es gerade wieder aktuell ist: Wer möchte diese Woche Kernkraftbetreiber sein? Ich glaube die Menschen in Ungarn wären froh über "Flatterstrom" :D
 
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foofoobar schrieb:
Spannend, bei einem AKW traut man sich an solche Temperaturen und Drücke wahrscheinlich nicht ran?
Und so ein Ding braucht bestimmt ewig bis man in diesen Arbeitsbereich kommt.
Wurde auch schon vor 20 Jahren überlegt und durchgerechnet. Nennt sich HPLWR. War echt spannend!
https://cordis.europa.eu/project/id/FIKI-CT-2000-00033

Der Arbeitsbereich wird genauso schnell erreicht werden wie beim Kohlekraftwerk. Aber der Preis wird genauso unrentabel sein, wie bei anderen Kernkraft-Neubauten in der EU. Bei 25-30 Mrd € pro Block, kannste mit Erneuerbaren plus Batterie nicht konkurrieren.

Die Dinger sind einfach schlecht regelbar und lohnen sich nicht mehr. Und das jetzt schon.
PV-Preise fallen, Batteriepreise fallen, Kernkraftwerk-Strompreise steigen.
 
Beelzebot schrieb:
Menschen in Ungarn wären
Hätten die sich vor dem Irankrieg halt mit PV Modulen und Batterien ausgestattet (Unternehmen, die Menschen vor Ort haben da meist nicht immer diese finanziellen Mittel) Könnte alles wie gewphnt weiterlaufen.

Mal wieder ein parade Beispiel für nichts machen führt zu Problemen. Änder dennoch nicht an dem noch vorhandenen Nutzen der Kernenergie für die Zeiten, wo Sonne nicht mehr ausreicht^^
Ergänzung ()

Kommando schrieb:
einfach schlecht regelbar
Ist eben auch nicht mehr relevant! Mit AKWs kann man entgegen Fossiler Energien auch Speicher laden. Bei einem modernen Netz gibt es die Situation gar nicht mehr, dass man diese Anlagen (Außer im Sommer) regeln müsste.
 
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