(Mini)Server

Agyss

Cadet 4th Year
Registriert
Dez. 2011
Beiträge
72
Hallo,

ich habe eine Workstation mit einem Ryzen 9 9950X, 64GB DDR5 5600, einem Artic Freezer 36, einem ASrock B850 LiveMixer, einer Crucial P5 Plus 2 TB und Super Flower Leadex VII XG 850 Watt als Workstation. Das Setup ist für eine dezidierte Grafik vorbereitet, wird aber aktuell hauptsächlich für Entwicklung mit starkem Multithreading verwendet, besonders im Umfeld Kubernetes und Rust Kompilierung.

Weil meine Entwicklung bald fertig ist und ich diese gerne selbst hoste solange ich keinen Umsatz mit meiner Idee mache, habe ich überlegt mir für die ersten 100-200 Kunden (falls es denn je soweit kommt - anderes Thema...) einen "kleinen" Server zuzulegen und den selbst zu betreiben.

Da obige Entwicklungsmaschine recht gut funktioniert, habe ich mir überlegt mich daran zu orientieren - und bei den aktuellen RAM Preisen auch zu akzeptieren, dass ich kein ECC nehmen würde - zumindest, bis das Ding auch Geld abwirft und nicht nur kostet... Der Server würde was sehr ähnliches machen wie die Workstation - also auch Kubernetes + Kompilierung. Außerdem ist die Dauer der Kompilierung wichtig. Es wird ein Headless Linux laufen, also keine Grafikkarte erforderlich, nur Terminal.

Nun zu meiner Frage: Ich würde den Ryzen 9950x wieder nehmen, außer es spricht was dagegen? Dazu schnelleren Ram (geht da ohne Übertaktung mehr - bzw. ist EXPO bereits wirkliches übertakten?), selber Kühler, aber anderes Board (welches?) und weniger Watt (500W sollten reichen - habt ihr da Empfehlungen?), und 2x M2 ssds für Raid 0 mit je 1TB - auch hier wäre ich für eine Empfehlung dankbar. Gerne würde ich um eure Meinung und Empfehlungen Bitten und Danke vorab. Auch für eine gut gelüftete Gehäuseempfehlung bin ich sehr dankbar. Budget ist bis 1300€ (ohne RAM).

Danke und schöne Grüße
 
Möchtest du mit dem PC spielen?
Nein
Möchtest du den PC für Bild-/Musik-/Videobearbeitung oder CAD nutzen?
Nein
Hast du besondere Anforderungen oder Wünsche?
Server - siehe Beschreibung.
Wieviele und welche Monitore möchtest du nutzen?
0
Hast du noch einen alten PC, dessen Komponenten teilweise weitergenutzt werden könnten?
Nein
Wie viel Geld bist du bereit auszugeben?
1300
Möchtest du den PC..
  1. selbst zusammenbauen
Selbstbau und Allgemein: Wie schätzt du dein Vorwissen zum Thema ein?
Bauen gut, nicht up to Datei bei den neuesten Komponenten.
Bestätigung
  1. Ich habe den Fragebogen bestmöglich beantwortet und verstehe, dass mein Thread ohne diese Angaben geschlossen werden kann.
Agyss schrieb:
und 2x M2 ssds für Raid 0 mit je 1TB - auch hier wäre ich für eine Empfehlung dankbar.
RAID0 bringt dir nichts. Die IO Performance einer einzelnen NVMe bekommst du mir der kleinen CPU nicht dicht.
nimm eine NM790 und gut ist

Agyss schrieb:
Weil meine Entwicklung bald fertig ist und ich diese gerne selbst hoste solange ich keinen Umsatz mit meiner Idee mache, habe ich überlegt mir für die ersten 100-200 Kunden (falls es denn je soweit kommt - anderes Thema...) einen "kleinen" Server zuzulegen und den selbst zu betreiben.
und was soll darauf betrieben werden? was braucht die anwendung? wie skaliert sie?

Agyss schrieb:
- bzw. ist EXPO bereits wirkliches übertakten?),
ja

Agyss schrieb:
Auch für eine gut gelüftete Gehäuseempfehlung bin ich sehr dankbar.
19"?

Agyss schrieb:
500W sollten reichen -
350W reichen


Fuer das Budget kannst du ca 10 Jahre eine VM mieten, die auch ein paar hundert Kunden versorgen kann. Mit besserem Uplink und sehr viel besserem Peering..
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KarlsruheArgus
madmax2010 schrieb:
Fuer das Budget kannst du ca 10 Jahre eine VM mieten, die auch ein paar hundert Kunden versorgen kann
Vermutlich ist hier der Weg zum kommerziellen Betrieb auch einfacher. Selbsthosting im kommerziellen Rahmen dürfte ja die Nutzungsbedingungen eines privaten Internetanschlusses überschreiten, sofern das hier relevant sein könnte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mhalekith, redjack1000 und madmax2010
Auch wenn du es ggf nicht hören willst, ich hau in die selbe Kerbe wie eine Vorredner:
Miet dir nen Webserver, Server bzw. 'ne VM in 'nem Center.

Warum ich Selbsthostig kritisch finde:
  • Anschaffung der Hardware
  • kaum schnell erweiterbar/skalierbar
  • Wenn dein Internet ausfällt ist alles Offline
  • Strom musst du bezahlen
  • Vor allem im Sommer (wie aktuell) dich um die Temperaturen kümmern
  • Bei Einbruch, Wasser- oder Feuerschaden ist auch alles offine und ggf. weg.
  • Musst dich selbst um Update kümmern
  • Wenn Hardware veraltet, sitzt du auf dem "alten" Kram und musst für neuen sorgen.
    Der umzug der Software kann ggf. kompliziert und/oder zeitintensiv sein
  • Backup musst du dich selbst kümmern.
Das alles kann man mit gemieteter Rechenleistung umgehen. (Aber nicht jeder Anbieter kann für das alles abhilfe schaffen...)
 
Sollte natürlich RAID 1 heißen, nicht 0.

Die Anwendung kompiliert unter anderem Rust und Typescript, baut Container Images und betreibt diese dann. Zusätzlich läuft ein Kubernetes Cluster und etwas an "Rundum" (self hosted git, caches, ...).

Während ein user nur die Funktionalität der kompilierten Apps braucht ist die Last gering (<30mcpu). Wenn neue kompilierintervalle folgen braucht er schon 2-3 cores, passiert aber nur kurzzeitig pro User.

Ich habe VMs bis 300€/Monat getestet (Hetzner, Azure), die waren zu schwach.

Privates Internet ist hier kein Thema.
 
wie lange / oft sind downtimes moegliche?
wie OK ist ein Ausfall, wenn dieser 2-3 Tage dauert

Agyss schrieb:
Die Anwendung kompiliert unter anderem Rust und Typescript, baut Container Images und betreibt diese dann. Zusätzlich läuft ein Kubernetes Cluster und etwas an "Rundum" (self hosted git, caches, ...).
soll das bauend er anwendung auf dem selben system wie der betrieb stattfinden? Ich habe das gern unabhaengiger..

image bauen -> interne registry -> Deployment
Betrieb ist meist sehr billig und braucht gern sehr andere Infra. Das bauen kann jedoch auch den Betrieb lahm legen

Fuer ein Kubernetes Cluster sehe ich eigentlich 3 Server als minimum + storage..
 
Ich teile die Bedenken zu self hosting zu 100%, Punkt ist nur Leistung zu Kosten für den Umfang den es hat... Aktuell habe ich 0 User und muss es aber Kosteneffizient anbieten. Natürlich hätte ich ein Problem, wenn 20 User gleichzeitig kompilieren wollen - dank Kubernetes und dem gewählten setup würde mir aber eine Erweiterung zu einer hosted Lösung leicht fallen. Backups werden in die Cloud gespiegelt.
Ergänzung ()

madmax2010 schrieb:
wie lange / oft sind downtimes moegliche?
wie OK ist ein Ausfall, wenn dieser 2-3 Tage dauert


soll das bauend er anwendung auf dem selben system wie der betrieb stattfinden? Ich habe das gern unabhaengiger..

image bauen -> interne registry -> Deployment
Betrieb ist meist sehr billig und braucht gern sehr andere Infra. Das bauen kann jedoch auch den Betrieb lahm legen

Fuer ein Kubernetes Cluster sehe ich eigentlich 3 Server als minimum + storage..
Es geht hier wirklich um den kick off, mal zeigen können usw. Natürlich brauche ich für die registry, static page serving usw. nicht so ein setup und ja ich bin bei dir, sobald es wirklich Geld macht, gerne 3 API Server und dedizierter Worker optimiert auf deren workload.

Aber bei 0 User und keinem Team ist das nicht drin - ich habe gut 3k für die Infra bis genug Umsatz da ist die Infra abzudecken.
Ergänzung ()

Das Bauen den Betrieb nicht lahmlegt wird über K8s native Lösungen sichergestellt.

Für die Anwender ist die Dauer des Builds mitentscheidend, ob sie das Produkt verwenden - das ist aktuell der kritische Pfad .
Ergänzung ()

Solange ich keinen nennenswerten Umsatz habe, sind Ausfälle ok - natürlich blöd, wenn das zum falschen Moment passiert, ich fürchte da muss ich pragmatisch sein bis ich weiß, ob ich damit Geld verdienen kann.
Ergänzung ()

P.S.: läuft aktuell auf einem Xeon von 2013 als Beta, funktioniert, Ausfallzeiten ok, aber Feedback erster Usertests eindeutig...
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist doch mit dem Budget das du gegeben hast garnicht machbar. Der RAM kostet selbst als non ECC bereits 700 Euro+ (non ECC im Business Umfeld geht eigentlich garnicht), die CPU über 400 Euro. Dann hast du noch kein Board, keine PSU, kein Gehäuse und vorallem keinerlei Storage.

Edit:
Nevermind, steht im kleingedruckten ohne RAM. Dennoch, ECC ist Pflicht im Business Bereich und EXPO OC oberhalb der CPU Spec hat in nem Server auch nix zu suchen.
 
Joa habs editiert. Dennoch, in einen Kundenserver gehört ECC RAM nach passender CPU Spec. EXPO OC Spielzeug RAM hat da nichts drin zu suchen.

Business Anschluss ist auch Pflicht dort wo der Server steht, je nach Provider machen die das nicht lange mit wenn du Pech hast.

Ansonsten, wenn dir die Risiken bewusst sind die hier schon genannt wurden kann man's so machen. Solche Themen wie Ausfallzeiten, Haftungsfragen, Sicherheitsthemen (je nach Umfeld kann das schnell streng werden) und was noch so dran hängt ist halt nachher auch ein vertragliches Thema. Schau da einfach mal rein was die typischen Hoster so schreiben.
 
Danke - ich bin wirklich sehr dankbar für das Aufbringen der Themen. Bis auf 1 hatte ich die auf dem Schirm. Ich hätte sicher früher den klaren Anwendungsfall bzw. meine Situation darlegen sollen.

Wo ich tatsächlich unsicher bin, ist bei der Komponentenabstimmung für meine ehrlich spezielle Situation.
 
Ich würde die Kosten erstmal gegenüber auflisten. Also lokal solche Sachen wie Business-Anschluss, Stromkosten, Hardwarekosten / Abschreibung usw und auf der anderen Seite Hosting-Kosten bei verschiedenen Anbietern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KarlsruheArgus
Agyss schrieb:
Ich würde den Ryzen 9950x wieder nehmen, außer es spricht was dagegen?
Die P/L => 270K Plus + B860er mit ordentlichen VRMs.
Agyss schrieb:
Dazu schnelleren Ram (geht da ohne Übertaktung mehr - bzw. ist EXPO bereits wirkliches übertakten?),
Die Abkürzungen XMP und EXPO beinhalten bereits die Info das diese außerhalb der Herstellspezifikation und damit OC sind.

Sowohl für Ryzen 9000 als auch für den obigen Intel sind bei zwei RAM Sticks und vier Slots max. 5600 MT/s bei 1.1V in einem SPD Profil freigegeben. Timings mach Norm DDR5 also aktuell CL46.
Agyss schrieb:

Agyss schrieb:
weniger Watt (500W sollten reichen - habt ihr da Empfehlungen?)
Gibt nur ein wirklich gutes bei 550W, alle Anderen liegen darüber.
Agyss schrieb:
und 2x M2 ssds für Raid 0 mit je 1TB - auch hier wäre ich für eine Empfehlung dankbar.
Die P/L ist in dem Segment halt für die Tonne, da könnte man direkt auf zweimal zwei TB gehen.

Das das hier ein simpler Desktop ohne dGPU und RAM ist sollte soweit klar sein.
https://geizhals.de/wishlists/5103472
(Liste hat zwei Tage bestand, bei Interesse bitte selbst nochmal abspeichern.)
 
Zuletzt bearbeitet:
ZockerZentrale schrieb:
Meines Wissens ist der Ryzen 9 9950X im Alltag und unter Last deutlich sparsamer als der Core Ultra 7 270K.
Der Ryzen 9 9950X ist in der Teillast nicht in der selben Liga wie der 270K Plus.
Das liegt zum großen Teil auch am Chipsatz da AMD es nicht gebacken bekommt das endlich mal effizienter zu gestalten.

Der reine CPU Differenz ist im Teillastbetrieb auch recht ordentlich.
Screenshot_20260806_115608_Chrome.jpg
Quelle:
https://www.computerbase.de/artikel...est.90019/#abschnitt_effizienz_in_anwendungen

Unter Last gibt es mehrere Dinge zu berücksichtigen:
  • Der Ryzen 9 9950X hat eine "neue" reduzierte PPT von nur noch 200W statt 230W wie beim Vorgänger (Ryzen 9 7950X).
  • Für den 270K Plus gelten 253W als PL2 (28 Sekunden) und unter Dauerlast gilt PL1 mit 125W.
  • Beim Ryzen 9 9950X3D2 hat AMD die Leistungsaufnahme hingegen erhöht, hier sind es dann 270W PPT. :p
Alles in allem waren die Ryzen 9 noch nie effizienter als die akuellen Intel 200er und wenn man sich an die Herstellerspezifikationen hält verbraucht der 270K Plus auch deutlich weniger.

Leider kann man ComputerBase und Konsorten für Spezifikationskonforme Tests nicht heranziehen, da weder die RAM Spezifikationen noch die Powerlimits korrekt eingestellt sind.

Die einzigen die das meines Wissen nach noch machen ist Puget mit RAM nach JEDEC und Specs. nach Herstellerangaben.
https://www.pugetsystems.com/labs/articles/intel-core-ultra-200s-plus-content-creation-review/

@Agyss
Generell empfiehlt es sich beide CPUs zu deckeln.
Für den den Ryzen 9 9950X den oberen ECO Mode mit 105W TDP / 142W PPT und der 270K Plus mit deaktiviertem PL2.
Mein Ryzen 9 7945HX kommt mit seinen 100W PPT auf gute 80% Mulitcore des Desktoppendants (Ryzen 9 7950X 230W PPT).

Die Spannunsgtaktkurven verlaufen nunmal degressiv und für die letzten Prozentpunkte wird dann dementsprechend mehr Spannung und damit auch Strom fällig, sieht man ja schön am obigen TDP Schaubild.
Kannst du auch bei deinem aktuellen Ryzen 9 9950X einfach mal ausprobieren in dem du die beiden ECO Modes mal testest.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: madmax2010
Zurück
Oben