Muss eine SSD ab und zu laufen?

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cyberpirate

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Moin,

ich habe eine blöde Frage weiß aber nicht wie es sich wirklich verhält. Meine vielen HDDs lasse Ich ab und zu mal was lesen/schreiben wenn die länger rumliegen. Wie verhält es sich denn bei SSD´s? Sollten die wenn diese sonst nur rumliegen auch mal ab und zu arbeiten? Oder vertragen die es auch länger zu liegen ohne was zu tun zu haben? Habe hier nämlich noch etliche liegen. Sonst würde Ich da halt ab und an was drauf kopieren?

MfG
 
Stromlos können SSDs irgendwann Daten verlieren, aktiv was machen lassen musst du sie aber nicht.
 
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SSD´s können Tatsächlich Daten verlieren wenn sie keinen Strom über längere Zeit erhalten ...
 
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In der schreiben die Hersteller der SSD in die Specs das diese nur eine gewisse Zeit Stromkosten sein dürfen ohne Daten zu verlieren. D.h. ja sie sollten ab und zu laufen bzw. am Strom hängen.
Aus eigener Erfahrung habe ich auch einige schon > 1 Jahr Stromkosten und die Daten sind noch vorhanden bzw. benutzbar. Solltest du wichtige Daten darauf haben würde ich diese a) noch einmal woanders sichern und b) die SSDs regelmäßig mit Strom versorgen.
 
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Die Sympthomatik des "laufen lassens" einer Festplatte, ist dem magnetischen Prinzip einer Festplatte geschuldet. Die Laufwerke neigen dazu sich selbsttätig zu re-magnetisieren. Es dient also dem Erhalt von Daten.

Da SSDs auf Halbleiter basieren und die Speicherung auf elektronischer Ebene erfolgt, ist es überflüssig bei SSDs.

… weiß TechFA
 
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@MjrTom80 und @xxMuahdibxx Was?! Es sind doch Solid-State Laufwerke und kein Ram?! Macht doch kein Sinn.

… weiß TechFA
 
@TechFA na dann überlege mal nach welcher Art die Daten auf einer SSD gespeichert werden ...

Kritzt da ein kleiner Kobold namens Elektron irgendwo etwas rein oder ist es Spannung die über eine gewisse Zeit gehalten werden kann ... aber nicht dauerhaft ...

Jeder Kondensator entlädt sich über die Zeit und nichts anderes sind diese Speicherzellen am Ende.

Magnetische Festplatten haben dieses Problem nicht da dort physikalisch Daten geschrieben werden über ein Magnetfeld die kann man sogar über Jahre später wieder auslesen ... bei einer SSD geht die Spannung mit der Zeit verloren und somit der Dateninhalt.
 
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@TechFA
Wie funktioniert denn eine SSD, wie werden 0 und 1 für den Controller signalisiert? Über Spannungen in den einzelnen Zellen... Diese Spannung geht mit der Zeit verloren (Hier der Unterschied zum RAM, wo die Infos sofort verloren sind). Deswegen ist ein absolut legitimer und richtiger Hinweis, dass SSDs Strom benötigen.

@xxMuahdibxx war etwas schneller.

Bitte so absolute Aussagen immer nur mit bestem Wissen und Gewissen treffen und, wenn man merkt, dass zwei Leute etwas Anderes behaupten, sich und seine Meinung vielleicht selbst hinterfragen, vor Allem bei der Signatur ;) (Entschuldige, den konnte ich mir nicht verkneifen)

Nicht bös gemeint nur ein gut gemeinter Tipp (Für alle Lebenslagen)
 
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@TechFA Natürlich macht es Sinn, die Daten sind als Spannungslevels in den Speicherzellen hinterlegt. Fallen diese so weit, dass sie nicht mehr ordentlich unterschieden werden können, gehen Daten verloren.
Bei einer SSD ist mir das noch nie passiert, aber bei USB-Sticks habe ich nach mehreren Jahren in der Schublade sehr wohl zerstörte Dateien.
Also, SSDs sind nichts für das Langzeitbackup im Bankschließfach, aber bei normaler Nutzung muss man sich keine Gedanken machen.
 
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Ich hatte jetzt einen Rechner von einem bekannten zurück bekommen dort war eine Intel 80GB Gen1 SSD verbaut diese war seit 5 Jahren nicht mehr benutzt worden alles war noch vorhanden.
 
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Ich vermute das man ne SSD schon unzählige Jahre ohne Strom lassen muss bis was verloren geht.
 
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@Hauro danke für die Fakten ...

@Zock das es länger geht kann sein ... ist aber keine Garantie... sind auch noch "alte" große Zellen die mehr Ladung am Ende drinnen haben ...

Aber auch die Frage ist offen ob einfach nur mal gestartet wurde oder ob komplett nachgeschaut wurde ob alles da ist.

@Fujiyama Vermutungen führen zu Datenverlust .... und Datenverlust führt zu Kopfschmerzen
 
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@xxMuahdibxx
Zumindest meine alte Crucial M4 welche ich vor über 3 Jahren das letzte mal verwendet habe hat noch alle Daten drauf.
Generell sollte man ein Backupkonzept verwendet, egal wie gut oder wie schlecht ein Datenträger ist.
 
SSDs frischen ihre Daten immer mal auf, wenn sie am Strom sind. Das geschieht automatisch, ohne dass man aktiv etwas schreiben muss. Stromlos solltest du eine SSD nicht lagern. Es gibt diverse Abhandlungen und Berichte, die ihnen 2 Jahre Datenbeständigkeit ohne Stromzufuhr bei 25°C Raumtemperatur zusprechen, die Werte sind aber oft nur theoretisch und in der Praxis niedriger.

Die SSD geht davon nicht kaputt, aber sie verliert ihre Daten. Als Langzeit-offline-Speicher sind SSDs nicht geeignet. Das liegt daran, dass Charge Trap Speicher zwar durch seine Konstruktion enorm lange Daten halten kann, aber dieses trotzdem auf Basis von Elektronen erledigt, die mit der Zeit selbst bei guter Isolation abwandern. Deshalb sollten SSDs nicht länger ohne Strom gelagert werden. Hauro hat dazu auch etwas ausführliche Lektüre verlinkt. Die gerne empfohlenen 2 Jahre oder 52 Monate sind statistische Werte und können nach oben oder unten abweichen. Daten gehen auch nicht am Stück verloren, es fängt mit einzelnen Bits an und wird immer mehr. Aber sie eignen sich schlicht nicht als offline-Speicher.
 
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Fujiyama schrieb:
Zumindest meine alte Crucial M4 welche ich vor über 3 Jahren das letzte mal verwendet habe hat noch alle Daten drauf.
Umso mehr Bit pro Zelle gespeichert werden, desto anfälliger für Spannungsverlust. SLC kann Daten sehr lange halten, es müssen ja nur zwei Spannungszustände unterschieden werden. Die M4 basiert auf MLC, von der kann man dann nicht auf TLC oder gar QLC schließen.

TechFA schrieb:
Die Sympthomatik des "laufen lassens" einer Festplatte, ist dem magnetischen Prinzip einer Festplatte geschuldet. Die Laufwerke neigen dazu sich selbsttätig zu re-magnetisieren. Es dient also dem Erhalt von Daten.
Eigentlich nicht. Die Platter von HDD's können die Magnetisierung bei korrekter Lagerung sehr lange halten. Relevanter ist da die Mechanik. Man sollte die Laufwerke zumindest 1x im Jahr eine Weile laufen lassen, damit sich zB. Schmierstoffe mal wieder erwärmen und verteilen können.
 
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TechFA schrieb:
Die Sympthomatik des "laufen lassens" einer Festplatte, ist dem magnetischen Prinzip einer Festplatte geschuldet. Die Laufwerke neigen dazu sich selbsttätig zu re-
Nein, definitiv nicht.
Es lag daran, das die Lager der Festplatten Kugellager waren und Öl enthielten. Bei längerer Lagerung konnte es passieren, dass das Öl fest wurde, das ganze verklebte und der Motor den Platterstapel nicht mehr drehen konnte.

Eine andere Ursache war das Festkleben der Lesenköpfe an den Plattern, damals wurden die Köpfe auf speziellen Bereichen der Platter geparkt und nicht aus dem Stapel gefahren.

Moderne Festplatten haben diese Probleme bei richtiger Lagerung nicht mehr. Dennoch könnte man sie einmal pro Jahr laufen lassen.
 
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Zu Festplatten hier mal die Barracuda Pro SATA Product
2.10.2 Storage

Maximum storage periods are 180 days within original unopened Seagate shipping package or 60 days unpackaged within thedefined non-operating limits (refer to environmental section in this manual). Storage can be extended to 1 year packaged orunpackaged under optimal environmental conditions (25°C, <40% relative humidity non-condensing, and non-corrosiveenvironment). During any storage period the drive non-operational temperature, humidity, wet bulb, atmospheric conditions, shock, vibration, magnetic and electrical field specifications should be followed.
 
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