Muss eine SSD ab und zu laufen?

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cyberpirate schrieb:
Also muss Ich mir keine Sorgen machen wie bei einer HDD das diese dann nicht mehr funktionieren.
Funktionieren tun sie auf jeden Fall noch. Nur den Daten darauf ist nicht mehr unbedingt zu trauen.
Ich habe das aber erst 1x wirklich nervig erlebt - Es war ein minimales Arch Linux auf einer SSD die ich 3 Jahre im Schrank liegen hatte. Als ich sie brauchte wollte es erst booten, nachdem ich kernel + Grub neu installiert habe.

Das war eine MLC SSD. Bei QLC SSDs geht das noch etwas schneller.
 
Na dann schreibt Wiki Müll.
Als nichtflüchtige Speicher (Mehrzahl; Einzahl: „nichtflüchtiger Speicher“; dies lehnübersetzt aus dem amerikanisch-englischen ‚nonvolatile …‘ oder ‚non-volatile memory‘, kurz NVM) – zudem genauer nichtflüchtige Datenspeicher und (wieder allgemeiner) auch „persistente Speicher“, übersetzt also als Dauerspeicher oder auch Festspeicher – werden in der elektronischen Datenverarbeitung verschiedene Datenspeicher bezeichnet, deren gespeicherte Informationen auf Dauer erhalten bleibenalso auch während der Rechner nicht in Betrieb ist oder nicht mit Strom versorgt wird.
Soviel dazu. ist doch kein DRam, der ständig refreshed werden muss, um die Informationen zu enthalten, sondern persistente Speicher-Zellen, die einen Strom-Impluls benötigen, damit sie den Zustand überhaupt ändern, doer etwa nicht?
xammu schrieb:
Es lag daran, das die Lager der Festplatten Kugellager waren und Öl enthielten. Bei längerer Lagerung konnte es passieren, dass das Öl fest wurde, das ganze verklebte und der Motor den Platterstapel nicht mehr drehen konnte.
Ach was?! Also verliert sich Magnetismus nicht über die Zeit und die Eisenoxid-Schicht bleibt permanent magnetisch?
Wieder was gelernt. Und ich dachte das wären einer der grundlegendsten Prinzipien der Physik!

… weiß TechFA
 
TechFA schrieb:
Na dann schreibt Wiki Müll

Wiki = Menschen schreiben was hin ... ob es Wahrheit ist oder nicht musst du selber rausfinden.
 
Autsch, hier ist aber viel gefährliches Halbwissen am Start!
SSDs basieren auf Electrically Erasable Programmable Read-Only-Memory (EEPROM), das ist tatsächlich nichtflüchtiger Speicher; man nennt das auch FLASH-Speicher, weil mit einem Blitz-artigen Impuls der Speicher gelöscht und damit neu programmierbar gemacht werden kann - deswegen kann man immer nur Blöcke löschen und beschreiben und nicht wie bei RAMs einzelne Adressen neu programmieren.

Ein Refresh (wie beim Column Access Strobe [CAS] bei RAM) ist bei Flash nicht nötig, die halten ihre Daten über Jahre.
 
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Phrasendreher schrieb:
Autsch, hier ist aber viel gefährliches Halbwissen am Start!

Gratulation das du dich mit genauso Halbwissen einreihen tust ;-)

NAND Flash ungleich EPROM

spezielle deswegen
NAND flash is typically permitted to contain a certain number of faults (NOR flash, as is used for a BIOS ROM, is expected to be fault-free)

Wir reden nicht über RAM und das die Daten sofort weg sind sondern das sie über die Zeit verloren gehen.

SSDs based on NAND Flash will slowly leak charge over time if left for long periods without power. This causes worn-out drives (that have exceeded their endurance rating) to start losing data typically after one year (if stored at 30 °C) to two years (at 25 °C) in storage; for new drives it takes longer.[8] Therefore, SSDs are not suitable for archival storage. 3D XPoint is a possible exception to this rule; it is a relatively new technology with unknown long-term data-retention characteristics.

https://en.wikipedia.org/wiki/Solid-state_drive

https://web.archive.org/web/2017031.../show/9248/the-truth-about-ssd-data-retention
 
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@phasendreher Und was heisst das jetzt? Alle doof? Wer hat jetzt Recht?

… weiß TechFA
 
Wer Daten langfristig speichern möchte, der kommt um eine M-Disk nicht rum... Da werden die Daten sprichwörtlich in Stein gemeißelt.
 
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@TechFA

Der JEDEC denn sie hat ja die Lagerzeit für die SSD Hersteller spezifiziert ... die sie einhalten müssen.. ergo muss es ja ein Problem geben das man Regeln dafür aufstellt ;-)

wurde ja schon in Beitrag #12 genannt von @Hauro
 
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@TechFA
1. https://ieeexplore.ieee.org/document/7056062
2. https://en.wikipedia.org/wiki/Solid-state_drive#Comparison_with_other_technologies 3. zeile der tabelle - retention
3. guter artikel zu dem thema https://www.anandtech.com/show/9248/the-truth-about-ssd-data-retention

TechFA schrieb:
Und was heisst das jetzt? Alle doof? Wer hat jetzt Recht?
Naja, du hast da eine Meinung, die dem Wissen und den Erfahrungen anderer widerspricht.
Und wie oben gesagt, man kann den effekt sogar daheim bei MLC SSDs feststellen. TLC, QLC und PLC sind da jeweils nochmal deutlich anfaelliger
Nicht umsonst steht das halt auch im standard
Ergänzung ()

Oh, super satz:
Firmware goes through all sorts of contortions to identify and correct media errors. As mentioned earlier, SSD data retention relies on the electrical charge of a cell and given enough time these electrical charges will evaporate. Recharging cells is one of the many maintenance tasks handled by firmware. When an SSD is plugged in, the firmware will refresh cell charges every 30 to 60 days.
Also, haben entweder Leute mit Erfahrtungswerten, Forschende, die hesrteller und die entsprechenden Konsortien recht, oder du.
 
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deren gespeicherte Informationen auf Dauer erhalten bleiben – also auch während der Rechner nicht in Betrieb ist oder nicht mit Strom versorgt wird.
auf Dauer ja, aber nicht auf alle Ewigkeit bis zum Hitzetod des Universums.
Auf Dauer heißt hier schlicht, dass die Daten noch da sind, wenn du am nächsten Tag den PC wieder hochfährst.
 
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TechFA schrieb:
Die Laufwerke neigen dazu sich selbsttätig zu re-magnetisieren. Es dient also dem Erhalt von Daten.

TechFA schrieb:
Ach was?! Also verliert sich Magnetismus nicht über die Zeit und die Eisenoxid-Schicht bleibt permanent magnetisch?
Und nach welcher Logik bleiben die Daten bei drehenden Scheiben besser erhalten? Oder willst du behaupten, dass Festplatten ihre Sektoren auch periodisch refreshen?
 
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Übrigens ist auch bei EEPROMs die Bezeichnung "nichtflüchtiger Speicher" relativ zu sehen. Ja, ein EEPROM hält seine Daten (im Vergleich zu NAND Flash) über sehr lange Zeiträume, aber auch bei diesen Dingern geben die Hersteller eine Data Retention Time an.
 
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TechFA schrieb:
Na dann schreibt Wiki Müll.
Da geht es darum, dass DRAM eine dauernd anliegende Spannungsversorgung haben muss, Flash nicht.
Aber nicht, dass die Daten bis zum Sanktnimmerleinstag ohne Stromversorgung / Auffrischung erhalten bleiben.

Übrigens hast Du aus der Wiki (oder einer anderen Quelle) zitiert ohne einen Link zur Quelle (entsprechende Wikiseite) anzugeben. a) nicht erlaubt und b) weiß man auch nicht, welche Seite das ist.

Außerdem:
Bei übermäßiger Nichtbenutzung und bei qualitativ minderwertigen Flash-Datenträgern könnte der Verlust elektrischer Ladung in den Transistoren Daten in Sektoren beschädigen. Die Firmware verhindert dies normalerweise durch das Auffrischen von Daten im Leerlauf. Derartige Fehler sind lediglich logische, keine physischen, und betroffene Sektoren sind wiederverwendbar.
https://de.wikipedia.org/wiki/Flash-Speicher#Vor-_und_Nachteile

TechFA schrieb:
Mit dieser Signatur machst Du Dich (zumindest in diesem Thread) mittlerweile lächerlich, denn oftmals weißt Du es nämlich nicht.
 
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"Die Firmware verhindert dies normalerweise durch das Auffrischen von Daten im Leerlauf"

Genau das macht der Controller einer SSD mit Flash-Speicherzellen immer wieder im Hintergrund, ohne dass man etwas davon mitbekommt. Das würden die Hersteller ihn natürlich nicht machen lassen, wenn es unnötig wäre. Bei stromlosen Laufwerk geht das aber natürlich nicht. Deswegen halten Daten darauf dann auch nicht so lange, wie man es sich im Ernstfall vllt. gewünscht hätte.
 
Vindoriel schrieb:
Mit dieser Signatur machst Du Dich (zumindest in diesem Thread) mittlerweile lächerlich, denn oftmals weißt Du es nämlich nicht.
Na ja, der eigene Wissensstand muß ja nicht unbedingt die Realität widerspiegeln. In früheren Zeiten wußten die Menschen ganz sicher, daß die Erde eine Scheibe ist und das man, wenn man auf dem Ozean immer in eine Richtung segelt irgendwann herunterfällt. Die alten Griechen wußten, daß der Gott des Meeres Poseidon heißt und Erdbeben, Stürme und Überschwemmungen verursachen konnte.

In der heutigen Zeit wissen einige Leute ganz sicher, daß man einen Datenträger vielfach überschreiben muß wenn man sichergehen will, daß Geheimdienste auch wirklich nichts wiederherstellen können. Wir Menschen (ja, auch ich) "wissen" so vieles das sich dann später als Irrtum herausstellt. Insofern sollte man mit der Behauptung etwas zu wissen eventuell dann doch etwas vorsichtiger sein. Öfter als uns lieb ist, ist das "Wissen" von heute der Irrtum von morgen.
 
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Ja ist ein schwieriges Thema, sind wahrscheinlich mindest Angaben. Als die ersten CD Rohlinge rauskamen sagte man maximal 15 Jahre voraus. Ich habe meine ersten CD´s 1995 gebrannt alle laufen noch. Ist auch alles abhängig von der Lagerung.
 
TechFA schrieb:
sondern persistente Speicher-Zellen, die einen Strom-Impluls benötigen, damit sie den Zustand überhaupt ändern, doer etwa nicht?
Richtiger ansatz, aber: die Zustandsänderung von 0 auf 1 muss ja auch erhalten werden. Da es aber keine perfekten Stromspeicher in SSDs gibt, schwindet die Ladung mit der Zeit. Das geht zwar nicht von jetzt auf gleich (wie bei z.B. RAM), da die Speicherzellen die Ladung eben halten können, aber nach einer gewissen Zeit (meist Jahre, je nach Lagerbedingungen) ist so viel von der Ladung weg, dass es für die SSD/den Controller so aussieht, als wäre da eine 0 und keine 1 mehr.
quelle:
https://techrush.de/ssds-ohne-strom...e-erhalten/?cookie-state-change=1630947511347
Das ist nicht die einzige Quelle dazu, es lassen sich unzählige Artikel wie dieser finden, ich habe jedoch nicht einen einzigen gefunden, der sagt, dass SSDs die Daten ohne Strom endlos speichern :)


Was also einfach nicht stimmt ist, dass man bei einer lang stromlosen SSD niemals Daten verliert, die geschrieben wurden. Klar muss man nicht alle 2 Monate panisch die SSDs anhängen, aber man kann sich auch nicht 100% drauf verlassen nach 1, 2 Jahren noch alle Daten intakt zu haben.
Dafür sind HDDs unter den richtigen Lagerbedingungen deutlich besser geeignet.

Daher lässt sich für @cyberpirate sagen: Ja, eine SSD muss ab und zu laufen, sofern Daten darauf gespeichert sind, die wieder gebraucht werden. :)
 
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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Letztlich geht es mir aber nicht um Daten zu erhalten. Ich möchte nur wissen ob die SSD Schaden nimmt wenn Ich diese nicht benutze. Meine Daten habe Ich vielfach auf HDD gespeichert welche Ich auch regelmäßig laufen lasse.

Aber hier habe Ich ja jetzt auch noch viel Information dazu bekommen.

:daumen::schluck::daumen:
 
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