Spannendes Thema, ich bin vor 1-2 Jahren mal in den NAS-Kaninchenbau hinabgetaucht und wollte mir da selbst was bauen und das war sogesehen für mich eine ziemliche Zeitverschwendung. Vor allem wenn man sich einen kleinen, Low-Power 24/7 NAS/Heimserver bauen will. Und bei etwas das 24/7 läuft, macht sich jedes Watt Leistungsaufnahme in der Jahresrechnung bemerkbar (aktuell ~3€ pro W/Jahr).
Die ganze 0815-Consumer-Hardware ist unterm Strich ziemlich teuer und irgendwo gibt es immer einen großen Haken, z.B.:
- Viel Glück ein ITX-Board mit mindestens 4x S-ATA zu finden, ergo braucht man noch eine PCIe oder M.2 Erweiterung für mehr S-ATA ports.
- Diese S-ATA Erweiterungskarten sind teils ziemlich bescheiden implementiert/dokumentiert, sodass bei Nutzung dieser diverse Stromsparfunktionen nicht mehr sauber funktionieren und man tunlichst darauf achten muss welcher Controler da drauf ist.
- Die Auswahl an kleinen und effizienten (SFX) Netzteilen ist absolut bescheiden und die etwas besseren sind von der Leistung her oft massiv überdimensioniert (=schlechte Effizient im Niedriglastbereich) und sackteuer. Wenn man sich es traut fängt man dann ein Gebastel mit Pico-PSU's und Tischnetzteilen an...
Das waren unzählige Stunden an Recherche, Gebastel, Fehlersuche, Testen, Messen etc. Als Hobbyist kann man das sicher verschmerzen und nen paar Dinge habe ich auch gelernt. Aber am Ende kam die Erkenntnis, dass ich einfach Daten sichern will und die Zeit das System zu Babysitten lieber anders investieren möchte.
Nun steht hier ein DS224+ mit 2x16TB als unspannendes Netzlaufwerk + einer externen USB-Platte für die peroidische Offline-Sicherung (Remember: RAID ist kein Backup), und ich bin damit zufrieden und hätte dies eher tun sollen.
Mein "Selbstbau-NAS" ist nun ein einfacher Homelab-Server auf dem ich Dinge teste und ein paar Netzwerk-Dienste laufen hab. Wenn ich den mal ausversehen kpautt mache sind wenigstens meine Daten nicht betroffen.
Wenn ich noch einen Tipp geben darf: Wenn ihr euch jemals unsicher seid, ob ihr ein 2-bay oder 4-bay NAS nehmen wollt, nehmt das 4-bay NAS! Über die Zeit kamen doch noch Platten hinzu, die ich einfach in das NAS ballern könnte, wenn ich mehr Slots hätte... Optionen zu haben ist besser als brauchen.