Neuer zusammengebauter Intel-PC startet nicht

OK, tatsächlich sind auf den besseren Fotos keine Kip Defekte mehr feststellbar, ich würde Dir empfehlen auf jeden Fall Strom ab, NT aus und aus der Dose, BIOS Batterie raus und die Kontakte im BIOS Batterie Fach gute 10 -15 Sekunden zu überbrücken, so haste einen garantierten Reset des BIOS.
Prüfe bitte den Sitz aller Komponenten inklusive m.2 nochmals, dass die auch wirklich gerade und korrekt in den Slots sitzen.
Erstmal nur Kühlung des CPU anschließen und die Stromversorgungen des Boards, Grafikkarte raus lassen und Bildschirm am i/O Panel des Boards an die iGPU anschließen.
Dann Strom an, und an den Frontpanel Pins PW + und - kurz überbrucken den Rechner Starten.
Wenn das funktioniert, kannste alles ins Gehäuse einsetzen, genau drauf achten das die Mainboardsockel auch nur da sitzen, wo das Mainboards Schraublöcher hat.
Danach Lüfter des Case sowie Schalter anschließen nochmal starten.
Geht's auch jetzt, kannste zuletzt die Grafikkarte reinpacken und anschließen, Monitor umstöpseln in die Karte.
Startet er, ist alles schick.

Startet er mit oder ohne Graka immer noch nicht, kannste stark davon ausgehen, dass Dein Board ne Macke hat, oder ggf das NT.
Achte auf die Diagnostik LEDs auf dem Board, was die zu meckern haben, ggf per Video aufzeichnen, dann kann man das nachvollziehen.
 
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Nazgyl77 schrieb:
die blaue Schicht
sieht mir nach Kühlpads aus?
Kühlpads.png
 
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Das blaue ist ein Wärmeleitpad, das schmierige Zeug ist Silikonöl. Das aus dem billigen Pad ausgetreten ist bei Hitze.
Das Pad kannste entweder austauschen oder den ganzen Heatspreader weglassen, das Pad alleine entfernen solltest keinesfalls, dann staut sich die Hitze unter dem Alu Heatspreader des m.2 Sockels
 
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Die Blaue Schicht ist das Wärmeleitpad für die M2 SSD, wichtig ist einfach das jeweils vorher der Schutzkleber abgezogen wird.
 
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Custom-Config schrieb:
wo das Mainboards Schraublöcher hat.
Auch hier wären Fotos nicht verkehrt. Vor allem ein Foto vom Gehäuse, wo am Tray das Board montiert wird,
damit wir sehen können, ob die Abstandshalter verbaut sind!

Das schmierige Zeug auf der SSD kannst du vernachlässigen. Ist lediglich eine ausdunstung vom blauem Wärmeleitpad.
 
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Ein Board Abstandshalter irgendwo unterm Board, wo keine Bohrung ist, verursacht Kurzschlüsse. Daher peinlich drauf achten, das die wirklich da sitzen wo sie hingehören, nur da.
Ach drauf achten das die 12V ATX Anschlüsse links oben oberhalb der VRM angeschlossen sind, sonst kriegt der Sockel nicht ausreichend Spannung.Der 24 Pin liefert nur knapp 170Watt, das reicht nicht um die CPU ausreichend zu versorgen, daher müssen die, zumindest 1x8 Pin angeschlossen sein.

Und bitte, alles was Du abwischt, wie das Silikonöl auf dem SSD nur mit Isopropanol oder entsprechend anderen Alkohol Pads, niemals sowas wie Fensterreiniger oder sowas, die enthalten Wasser.
Nur reiner Alkohol zum Reinigen.
Gute alkopads kriegst schon im 100er Pack für 8Euro bei Amazon.
 
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Wir haben zwischenzeitlich mal Live Anschluss und Zusammenbau gecheckt, fakt ist, das Board gibt keinerlei Schaltsignal ans NT, keinerlei LED etc, nicht mal ein Zucken, NT ist ok, nagelneu, zwei defekte NTs wären seltsam.
Es wird jetzt die netzspannung der Dose geprüft, ansonsten neues MB, weil das ganz klar nach defekter VRM klingt, kein Schaltsignal nix.
Bios safe resetet. Start direkt über die PINs im IO Panel nix, nicht mal der Hauch eines Startversuchs, das schließt automatisch einen Defekt oder fehler der CPU mit aus
 
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So, kleine Ergänzung, wir haben das nagelneue PurePower 13m 750W NT ja als Verursacher ausgeschlossen, das war ein riesen Fehler, ich habe das ganze missverstanden, weil ich dachte der Rechner sei mit dem alten NT nicht mehr gelaufen und mit dem neuen NT auch nicht. Zwei defekte NTs sind eher komplett unwahrscheinlich.
Falsch, mit dem alten NT lief er noch, nur mit dem neuen NT nicht.
Also haben wir das neue NT mal gemessen und siehe da läppische 5-6V auf der 12V Schiene, das nagelneue 13m ist defekt ab Werk.
Also Netzteil wird getauscht, dann schätze ich läuft alles wieder.

Wenn ich den zunehmenden Ärger bei den BQ NTs wie Power Zone, DarkPower und den Pure Power sehe, dann frage ich mich ob bei BQ qualitativ und in sachen QM noch alles vertrauenswürdig läuft.
Bin regelrecht erschrocken wie häufig sich seit 2023 zunehmend Defekte und sogar DOA NTs bei BeQuiet im Netz zeigen.
 
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Die wichtigste Frage ist dennoch bisher nicht geklärt: War das Mainboard ohne Abstandshalter direkt auf das Gehäuse genagelt oder nicht? :schluck:
 
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Nein, war alles perfekt
Abstandshalter alle 9 am richtigen Platz. da haben die Bilder getäuscht.
Ansonsten hätte ja auch das I/O Panel hinten gar nicht gepasst, haben wir alles geprüft, Tests außerhalb des Gehäuses auf improvisierter Benchtable Konstruktion, mindest Setup etc.
Alles Ergebnislos.
Klar wenn das NT nur 5V auf der 12V Schiene liefert.
Die 5V RGBS der lüfter liefen mal, die 12V Lüfter selbst aber nicht

Und ohne 12V auf dem Board passiert natürlich schlicht NIX, da zuckt nicht mal die CPU

Board an sich auch vorne und hinten keinerlei sichtbare beschädigungen, keinen Kratzer, alle Pins ok, alles fein.

Und die fehlenden 12V erklären halt auch das gesamte Fehlerbild
 
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Nächstes Update, TE hat heute das neue NT erhalten, Asrock SteelLegend 750W von HEC, also den Hersteller der in vielen guten BeQuiests drinnen steckt und bei Cougar und co.
Super, Rechner läuft auf der Bench, jetzt wird alles in Case verbaut und dann wird sich der TE sicher nochmal melden. Das eigentlich auch neu gekaufte BQ PP 13M 750W war tatsächlich DOA, das gabs bei den von HEC gebauten BQ NTs nicht, das 13M wird von FSP gefertigt und da gibts wohl ein paar QM Probleme.
Auch die massiven Probleme der DarkPower 13 sind auffällig, auch das ein NT das BQ bei FSP fertigen lässt statt bei ChanellWell oder HEC

Die Pure Power 12 kamen noch von HEC, die waren super, nur Japanische Kondensatoren und gute Bauteile, beim 13M findet man schon mehr China Teile , wo bei den HEC Modellen vornehmlich NipponChemiCon, Toshiba, STM, Novosense, Champion und Infineon verbaut ist.
Ist BeQuiet also auch keine sichere NT Bank mehr!?
Peinlich wenn Asrock bessere NTs auf den Markt werfen als die "Namhaften", weil sie sich den Luxus von guten OEM wie ChanelWell, HEC und Seasonic leisten und trotzdem zum besseren Preis verkaufen.
https://geizhals.de/asrock-steel-legend-sl-750g-750w-atx-3-1-90-uxs075-gfeaaa-a3362039.html
https://geizhals.de/be-quiet-pure-power-13-m-750w-atx-3-1-bp026eu-a3503689.html
 
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Abschlussbericht, das glaubt mir kein Mensch. aber sei es drum.
Nachdem das DOA BeQuiet Netzteil gegen ein Asrock SteelLegend getauscht war, lief die Kiste, allerdings nicht lange.

  • Zuerst kam es zu freezes im Windows, Bios etc.
  • Temperaturen gecheckt, grauenhaft nach kaum 1 Minute Stress 95Grad
  • Kühler gecheckt, Pastenabdruck gecheckt, CPU IHS ziemlich konvex
  • Paste neu appliziert ( TR TF7 ) Temperaturen immer noch grausig.
  • Kühler Halterung geprüft und neu montiert
  • Zwischenzeitlich ab und an kein Boot, stattdessen RAM Check LED an
  • Minimal setup mit einzelriegeln, das Gleiche, kurz am Kühler gerüttelt, plötzlich lief es wieder
  • Kühler wieder runter und gecheckt, Paste komplett zersetzt, fast nur klares Silikonöl in der Mitte, am Rand Füllstoff abgelagert
  • Neue Paste bestellt, Arctic MX-7
  • Die kam, verdacht auf Fake weil kein Codecheck und auffälligkeiten an der Packung
  • Kontakt mit Arctic, die waren sich selbst unsicher, im Werk nachgeprüft, 1 Charge, da wurden z.T. die Codes vergessen, kein Fake
  • Rechner wieder aufgebaut, Bios resettet, gar kein Boot mehr, in keinem Setup, auch CPU LED im Wechsel
  • anderes Bios aufgespielt, erneut probiert, das Gleiche in Grün
  • Alles einzeln getestet, inklusive Grafikkarte, WifiCard etc.
  • Fazit, Vermutung auf defekten Sockel oder Bending, dadurch Kontaktverluste
  • Neues Bord bestellt Colorful CVN B760M Frozen V20 D5
  • Heute neues Board eingebaut, diesmal mit Thermalright Bending correction Frame statt des regulären Verschlusses vewrwendet
  • Und siehe da, endlich nach gefühlt 50 Anläufen läuft alles tadellos, windows neu installiert, Einzug ins Gehäuse läuft, danach noch feintuning und abschlusstest

Also faktisch 3 Fehler, zuerst das nagelneue Netzteil DOA, dann Bending der CPU, dadurch Defekte und Kontaktverluste im Sockel und zu hohe Temps.

Eine wahre Oddyssee, aber ich glaube der TN ist jetzt echt happy, das neue Board ist sagenhaft, leider kriegst ja hier nur schwer oder gar keine Colorful Boards, was schade ist, die sind nämlich erstklassig

Der TE wird sicher auch nochmal ein Fazit geben und die letztlichen HWInfo Werte posten
 

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Soo, ich melde mich dann auch nochmal..

An erster Stelle möchte ich mich für jeden bedanken, der hierbei untertützt, sein Wissen geteilt und Ratschläge gegeben hat. Ganz besonders @Custom-Config mit dem ich täglich im Austausch war und ohne den ich die Kiste wahrscheinlich schon lange ausm Fenster geworfen hätte, bei der wirklich endlosen Pechsträhne..
Wie schon von @Custom-Config erwähnt war das initiale Hauptproblem tatsählich das nagelneue BQ-Netzteil bei welchem sich herausstellte, dass es ein DOA war. Es kam einfach kaum Saft am Mainboard an, wodurch auch erstmal nix ging. Also NT reklamiert und gegen ein ASRock Steel Legend 750er ausgetauscht. Danach sprang die Kiste auch endlich an und alles lief wie geschmiert.. dem ersten Anschein nach.. aber nicht wirklich lange... es kam immer wieder zu unerklärlichen Bildschirmfreezes - während Idle-Aktivitäten, Spielanläufen und insb. beim Booting kam es immer häufiger zu Aufhängern, welche dann dazu führten, dass der PC beim Booten in einer Schleife verweilte, wobei die Dram-Debug-LED leuchtete und kurzzeitig auf die CPU-Debug-LED sprang und wieder zurück, der PC es aber nicht zu booten schaffte. BIOS-Reset hat teils geholfen um der Schleife zu entkommen aber irgendwann war die Loop tatsächlich endlos. Nach etlichen Ein-, Aus- und Umbauversuchen, Minimalsetups, mehrfachem Überprüfen der Stromkabel und Kühlerbefestigung, gründlicher WLP-Verteilung, sowie dem Säubern und Sicherstellen von sauberen und makellosen Kontakten der CPU, des Sockels und der RAM-Riegel blieb das Problem allerdings bestehen. Also wars wohl doch das Mainboard. Zwar keine sichtbaren Beschädigungen, sondern dem Anschein nach gestörte oder beschädigte Lanes. Also musste ja auch zwangsweise ein neues MB her. Es wurde ein Colorful CVN B760M Frozen V20 D5. Windows neu rauf.. und zack.. lief die Kiste endlich.. blitzschnell.. wie der Wind! und diesmal ohne Aufhänger...

Also nochmal danke an jeden! Tolle und wirklich goldwert die Hilfestellung die hier geleistet wird im Forum!

GaLiGrü Bennet
 
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Danke Dir für die Rückmeldung, kann also als GELÖST betrachtet werden.

Ich möchte auch nochmal alle an ein Problem erinnern, das nach wie vor aktuell ist bei den 1700ern und co.
Das Bending, ich bin mir ziemlich sicher, dass das dier zu einem Sockel Defekt beigetragen hat und die Ursache für die wiederkehrenden Kontaktverluste war.

Anhand des Pastenabdrucks und der bescheidenen Temperaturen war irgendwann klar, das der IHS / Heatspreader vertikal ziemlich konvex war, sprich die Kontaktfläche zum Kühler deutlich verringert, was sich am Ende auch garantiert auch das PCB und DIE ausgewirkt hat, weil durch den Kühler Druck und den konvexen IHS die CPU im Sockel die Banane gemacht hat.

Daher bitte bitte bitte, nutzt diese Bending correction Frames für LGA 1700 am Besten von Beginn an an, dann vermeidet man solche Folgeschäden. Beim TE wars noch halwegs reversibel, bis auf die konvexe Delle, CPU ist aber heil geblieben, dafür ist das Board im Arsch. soe ein 10€ Teil kann hunderte Euros Schäden vermeiden, weil gerade bei Boards der ersten Jahre LGA1700 der ILM einfach scheiße ist, die beiden Druckpunkte an der Seite sind Müll, verwendet man von Beginn an so einen Frame, vermeidete man viel ärger und am Ende bleiben die Temperaturen auch besser, weil der IHS sich nicht verzieht und Kontaktfläche zum Kühler verliert.

Lieber Bennet, viel Spaß mit der Maschine!!!
 

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