News Online-Anmeldung: Deutscher Generalschlüssel als Alternative zu Google & Co.

Andy

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#1
Um eine Konkurrenz zu amerikanischen Internetriesen wie Facebook, Google und Twitter zu schaffen, planen deutsche Konzerne gemeinsam eine Daten- und Identitätsplattform. Die soll es Nutzern mit einer Art Generalschlüssel ermöglichen, sich branchenübergreifend bei Internetdiensten zu registrieren.

Zur News: Online-Anmeldung: Deutscher Generalschlüssel als Alternative zu Google & Co.
 
D

DunklerRabe

Gast
#2
Das hatte ich vorhin schon mal gesehen und dachte mir, Mensch, all diese Firmen sind natürlich viel vertrauenswürdiger und denen traue ich auch richtig gute Arbeit zu. Fehlt ja eigentlich nur noch T-Systems. Und siehe da:
Weitere Unternehmen sollen ebenfalls an dem Projekt interessiert sein. Konkret genannt wird die Deutsche Telekom, Gespräche sollen bereits laufen. Noch sind die Pläne aber nicht in trockenen Tüchern, so fehlt etwa noch das Ok vom Kartellamt.
Treffer, versenkt!

So heftig, wie das hier nötig wäre, kann ich gerade gar nicht fazialpalmieren.
 
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CB01

Gast
#3
Dann habens doch die Kriminellen noch einfacher, sie müssten nur eine Mail Adresse und Passwort klauen, oder habe ich da irgendwas tieferes übersehen?
 
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#4
Nunja was soll an den Unternehmen aber schlimmer als an Google oder Facebook sein ? Im Zweifel sind die zumindest greifbarerer als die Giganten.

Am Ende hängt es von den AGBs ab falls da wirklich deutlich gemacht wird das keinerlei Daten verwendet oder verkauft werden würde ich es intensiv nutzen. Facebook und Google nutze ich dagegen nur im Notfall, insgesamt 3 oder 4 mal. ( Bzw eigentlich nur Google in Facebook war ich das letzte mal vor 6 Jahren oder so eingeloggt )

@ Über mir. Wird sicher eine 2 Wege Zertifizierung werden.
 

TheCadillacMan

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#5
Bei dem Wort "Generalschlüssel" denke ich zuerst an Hotels in denen sich das Personal selbstständig Zugang zu einem Zimmer verschaffen kann. Ohne Zutun und theoretisch Kenntnis des Gastes.
Warum bezeichnet man es nicht einfach als Single-Sign-On (SSO)?

Und vor allem: Warum brauchen wir einen Standard durch die deutsche Industrie, wenn es bereits seit Jahren mit OpenID einen offenen Standard gibt?
 

raekaos

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#6
Ich weiß gar nicht, wie ich bisher ohne so eine Lösung leben konnte. Wird vermutlich genauso einen rasenden Anklang finden, wie das "flexible" Giropay als alternative zu Paypal.
Wer die generall Anmeldung über einen Dienstleister egal ob US oder Dt. zulässt, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
 

hroessler

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#7
Allianz, Axel Springer und Deutsche Bank...alles klar, bin schon weg.

greetz
​hroessler
 
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#8
Du liebe Zeit. Deutsche Konzerne sind so gut wie gar nicht mehr in der Hand von Deutschen. Da kann man von einer volksfreundlichen Haltung schon mal gar nicht automatisch ausgehen.
 

Reowulf

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#9

ErichH.

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#10
Davon mal abgesehen ist man genauso angearscht, wenn einem der FB- oder Google-Account gepisht oder gefisht wird. Jeder Single Sign On-Account wird zum Boomerang, wenn seine Zugangsdaten in fremde Hände kommen.

Ich persönlich fände eine sinnvolle Umsetzung unter Einbeziehen der elektronischen Ausweisfunktion des Persos sehr praktisch. Der Vorteil daran, wenn gewinnorientierte Unternehmen an so etwas beteiligt sind, ist zumindest der, dass die Umsetzung auch in einer gewissen Zeit vollzogen wird, und es nicht, wie bei Gevatter Staat, dreimal unendlich lange dauert.

Im Endeffekt ist sowas immer ein Risiko, das man eingeht für einen Gewinn an Lebensqualität ("Bequemlichkeit"). Wie gut und vertrauenswürdig es wird, hängt schlussendlich natürlich von der konkreten Umsetzung und den Begleitparametern ab.
 
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#11
Mh ob die NSA jetzt die Daten von den US-Riesen abgreift oder von deutschen Firmen, sehe nicht so den Unterschied.
Linux bei den Behörden wurde ja auch vor kurzen wieder rückgängig gemacht. Sicherlich ein enormer Mehrwert irgendwas deutsches auf die Beine zu stellen und die Server stammen dann von Dell und Co. Und drauf laufen tut Windows Server, sowieso auf den Clients ebenfalls.

Ein Fortschritt ist es nur wenn es mindestens genauso sicher, dafür aber einfacher ist. Seh ich jetzt net so, in meinen Augen kann das kein Passwortsafe mit für jede Sache unterschiedliche Passwörter schlagen. Auf mein Passwortsafe pass ich dann selber auf. Im Fall der Fälle gibts bei einem Datenleak von irgenndwelchen Unternehmen eh nur ein "Sorry tut uns Leid" zu hören. Und man behauptet Hackerangriff und ist auch juristisch schon ausem Schneider und der Kunde hat den Schaden, kann aber keinerlei Schadensersatz geltend machen
 
Zuletzt bearbeitet:

DFFVB

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#12
Ja ist die Frage, nen potenter Passwortmanager ist bestimmt besser... sobald ich hier aber Mehrwert sehe- gerne, denn die Deutschen halten sich an die Regeln in den USA ist ja wie jeder lustich ist...
 
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#13
denn die Deutschen halten sich an die Regeln in den USA ist ja wie jeder lustich ist...
Die Deutschen machen eh das was der Ami will, weil die Deutschen nix zu melden haben.
Als ob sich nach Snowden irgendwas geändert hätte.

Im Grunde gibt man heute alles was man besitzt ab: Das Geld ist bei der Bank, die Biometrischen Daten sind auf Servern irgendwelcher Firmen. Und was man so schreibt mit anderen ist auch auf irgendwelchen Servern
 
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#14
Schöner kann man Leute nicht kontrollieren, als wenn man sich überall mit dem gleichen Account einloggt. Datensammler bekommen dabei sicher eine dicke Hose.
 
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#15
Ich bin da auch eher skeptisch. Deutsche Firmen geben dann bei richterlichen Anfragen eher den Schlüssel raus.
Google ist so etwas relativ egal. (Das die NSA mit ließt stört mich weniger als der BKA/BND etc)
 
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#18
Das ist interesant, denn niemand weiß wie deren Zusammenarbeit und Informationsfluss überhaupt aussieht.
Vielleichht ist der BND auch nur ne "Abteilung" der NSA;)
Naja zumindest bekommt der BKA kein Infos wie Passwörter. Gab ja genug Beispiele das deutsche Behörden verschlüsselte PCs, iPhones usw
nicht knacken konnten. Demnächst rufen die kurz bei der deutschen Zentrale an und fertig.
 
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#20
Meine persönliche Meinung:
wenn ich schon Generalschlüssel für alle accounts und "Daten- und Identitätsplattform" höre ... :utpulsegun: . Mit so etwas braucht keiner mehr kommen, vielleicht vor 15 Jahren, aber jetzt glaubt ein Großteil der Benutzer nichts gut gemeintes mehr im Internet, egal was.
Ausspionieren, klauen, weiter verkaufen.
Das ist das Ziel! Und die deutschen Unternehmen sehen vielmehr die Konkurrenz davon ziehen mit unseren Daten.

Leider gibt es aber noch immer genug Menschen, die das glauben, was im Artikel steht, und nicht täglich auf Computerbase, heise und Co sind.

Einen Dienst im Internet, wo jeder seine geklauten Daten in einem Schwung einfach löschen kann, das wäre mal was.
Aber nein, noch mehr Daten raus rücken.
 
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