News Outlook für Windows 11: Offline-Funktion bleibt weit hinter klassischer Version zurück

mischaef

Kassettenkind
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Dieses Webview/Elektron gefrickel.
Ich sehe absolut keinen Grund im privaten Umfeld nicht Thunderbird zu nutzen.
Funktioniert bei mir seit 20 Jahren sehr gut.
 
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Das Produkt ist also rundheraus schlechter für den Enduser und wird nicht angenommen? Da bleibt MS ja eigentlich nur, dass alte Outlook zu stoppen, damit User zum Umstieg gezwungen sind.
 
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Das neue Outlook wirkt auf mich weiterhin wie ein Paradebeispiel dafür, wie man einen ausgereiften Desktop-Client durch eine Web-App ersetzt und sich dann feiern lässt, wenn nach und nach Selbstverständlichkeiten zurückkommen. (https://support.microsoft.com/de-DE...rison-between-new-outlook-and-classic-outlook)

Offline Mails mit Anhängen? Willkommen im Jahr 2003. Das klassische Outlook konnte das seit Ewigkeiten. Beim neuen Outlook ist es plötzlich eine erwähnenswerte Neuerung, weil der ganze Ansatz offenbar eher "Webseite im Mantel einer Desktop-App" ist als ein echter lokaler Mailclient.

Noch problematischer finde ich aber den Vertrauensbruch beim Architekturmodell. Viele richten IMAP/POP-Konten lokal ein, weil sie eben nicht wollen, dass alles durch Microsoft läuft. Beim neuen Outlook wird daraus aber faktisch ein Microsoft-Cloud-Sync-Modell. Damit ist Microsoft zusätzlicher Zwischenhändler für Mails, Kalender und Kontakte. Ob Passwörter, Tokens oder synchronisierte Kopien: Der Punkt bleibt, dass Daten, die eigentlich direkt zwischen Client und eigenem Mailserver laufen sollten, plötzlich in Microsofts Infrastruktur landen.

Dazu kommen die üblichen "modernen" Kollateralschäden: mehr Speicherverbrauch, trägeres Verhalten, Browser-Datenbanken statt sauberer lokaler Client-Architektur, eingeschränkter Offline-Betrieb, fehlende oder nur teilweise vorhandene PST-Unterstützung, kein VBA, keine klassischen COM-Add-ins, Probleme mit On-Prem-Exchange, weniger Power-User-Funktionen und jede Menge Workflows, die früher einfach funktioniert haben.

Für einfache Microsoft-365-Cloud-Nutzer mag das irgendwann reichen. Für Leute, die Outlook als ernsthaften Mailclient, Archivwerkzeug, Firmenarbeitsplatz oder Frontend für eigene Mailserver nutzen, ist das bisher eher ein Rückschritt mit hübschem Icon.

Microsoft verkauft hier im Grunde den Verlust lokaler Kontrolle als Modernisierung. Und wenn dann nach Monaten eine Grundfunktion wie "Datei offline anhängen" nachgereicht wird, soll das offenbar Fortschritt sein. Für mich fühlt es sich eher so an, als hätte man einen Schweizer-Taschenmesser-Desktopclient durch ein Cloud-Formular mit Ladeanimation ersetzt.

Aber vielleicht werde ich auch einfach alt und verstehe den Mehrwert nicht: Früher war eine Mail lokal, heute darf sie erst einmal zur Selbstfindung in die Cloud.
 
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Ich hatte tierische Probleme meine Accounts bei Thunderbird einzurichten. Ein Outlook/live-Account wollte partout seine To-Dos nicht synchronisieren (war ein bekanntes Problem dass man über eine Drittsoftware hätte fixen können) und meine 1&1 Email war deutlich umständlicher einzurichten als bei Outlook.

Habe tatsächlich gestern auf einem meiner Büro-PCs da neue Outlook eingerichtet. Gearbeitet wird dort aber eh meistens in den Web-Anwendungen. Ich bin der einzige, der noch (das alte) Outlook benutzt. Ein großes (für mich wichtiges Feature) ist das abtrennen von Datei-Anhängen im Posteingang. Mir werden sehr viele Fotos per Email gesendet. Die Email will und kann ich (wegen textlichen Inhalt) aber nicht löschen und trenne dann die teilweise 10 Fotos dann ab. "Anlage entfernen" ist für mich wichtig und das kann weder die web-version noch das neue Outlook.
 
bin im unternehmen auf das neue outlook gewechselt und dabei jetzt auch geblieben, als admin war mir das "risiko" aber vorher bewusst und um ehrlich zu sein vermiss ich da mittlerweile auch nichts mehr. eigentlich startet es auch schneller als das klassische outlook, zumindest bei mir^^ ich hab allerdings auch nur 2 mailboxen, kein archiv, kein schnickschnack, mein haupttool is mittlerweile eh teams.

im unternehmen selbst roll ichs aber noch nicht aus, da is mir das risiko und rumgejammer zu groß. da sollte sich ms noch ma schön ranhalten bis zur zwangsumstellung.
 
Aber hey, dafür sind 30% ihrer Software von KI geschrieben und du bekommst Copilot! Das sollten wir nie vergessen, weil das sehr wichtig ist und einen großen Vorteil für die Kunden bringt!

Genug Ironie: Natürlich könnte man sich einfach auf's IMAP Protokoll stützen und die Daten lokal ablegen. So wie bisher. Aber dann könnte man sie ja nicht analysieren und die eigene, durchaus sehr schlechte, KI damit trainieren. Ihr müsst das schon verstehen, die Manager brauchen Ergebnisse um ihr Dasein zu rechtfertigen.
 
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Nitschi66 schrieb:
Darüber hab ich mir gar keine Gedanken gemacht. Aber auch ein doofer Punkt!
Microsoft muss das Passwort zu deinem Mailserver im Klartext bei sich abspeichern, sonst funktioniert die webbasierte Lösung so nicht.
 
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Bei Kollegen werden im neuen Outlook teils Nachrichten nicht oder viel zu spät abgesendet und sie erhalten auch nicht immer alle E-Mails. Daher bleiben wir bissher bei der klassischen Variante.
 
Zu XP Zeit 2005-2010 Outloox Express genutzr.
2010-2013/2014 Windows Mail
2014 ca. Thunderbird.Wüsste nicht außer im Firmenbereich warum man Outlook nutzen sollte. Seit Windows 10 spätestens.
 
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Das ist doch diese Software bei der man seine Zugangsdaten an Microslop übergeben soll oder?
Gehört sowieso verboten.
 
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Gottseidank konnte ich mich von Office bzw. Outlook trennen... Ich habe zwar bis dahin gerne die paar Euros im Monat für Office365 gezahlt...

Aber die Aussicht auf NewOutlook mit schlechterer und hässlicherer Funktionalität, vorallem aber die Zwangssynchronisation über Microsoft-Server aufgrund des Web-Ansatzes mit zwangsweise einhergehender Übermittlung der Zugangsdaten und Möglichkeit zum Mitlesen und Auswerten meiner Mails haben mich dann doch dazu gebracht, mich ernsthafter mit Alternativen auseinanderzusetzen... Dafür bezahle ich dann doch kein Geld mehr.

Nun nutze ich halt OnlyOffice (von der Kompatibilität her soweit völlig ok und vom UI her nicht so unfassbar altbacken wie LibreOffice) und Thunderbird.
 
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br3adwhale schrieb:
Noch problematischer finde ich aber den Vertrauensbruch beim Architekturmodell. Viele richten IMAP/POP-Konten lokal ein, weil sie eben nicht wollen, dass alles durch Microsoft läuft. Beim neuen Outlook wird daraus aber faktisch ein Microsoft-Cloud-Sync-Modell. Damit ist Microsoft zusätzlicher Zwischenhändler für Mails, Kalender und Kontakte. Ob Passwörter, Tokens oder synchronisierte Kopien: Der Punkt bleibt, dass Daten, die eigentlich direkt zwischen Client und eigenem Mailserver laufen sollten, plötzlich in Microsofts Infrastruktur landen.
Das ist der Grund warum ich kein GMail oder den Windows Mail Outlook Mist nutze.
Aber Windows möchte ja quasi das der ganze PC über deren Server läuft deswegen ja auch das Konto.
 
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Obwohl es im Unternehmenssegment oftmals nach wie vor nicht brauchbar ist und dutzende wichtige Funktionen fehlen, scheint das Entwicklungstempo bereits abnehmend zu sein. Das stimmt mich zuversichtlich, dass die Einsicht vielleicht doch noch einmal eintreffen wird.
 
Wir haben auf Arbeit auch Outlook. Aber auch als installierte Version. Funktioniert, alle kennen es seit Jahren und gut ist.
 
Man sollte MS meiden wo es nur geht. Es geht nur noch in eine Richtung: Bergab auf unsere Kosten.
 
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Wir verwenden das normale Outlook als Client in der Firma und wer mehr braucht, muss die Webmail Veriante nehmen.. Mir gefällt aber die Richtung nicht, die Micsrosoft da einschlägt. Die saugen alles in ihre Cloud und man muss zahlen.. Niemand weiß was die mit den Daten alles machen und was man lokal selber betreiben kann, das machen die einem so schwer und bugverseucht, das man fast keine Wahl mehr hat, als alles in die Cloud zu schieben..
Ja und dann kommts, die haben ein Problem und die ganze Firma steht, nichts geht mehr.. Man kann dann zwar ein Ticket öffnen, aber zeitnahe Antwort gibts da selten..
 
the_IT_Guy schrieb:
Dieses Webview/Elektron gefrickel.
Ich sehe absolut keinen Grund im privaten Umfeld nicht Thunderbird zu nutzen.
Funktioniert bei mir seit 20 Jahren sehr gut.
Weil es nun mal nicht gut mit outlook.com bzw. M365 funktioniert. Kalender und Kontaktsync ist der größte Break warum es nicht funktioniert. Das neue Outlook ist in meinen Augen aber auch nicht wirklich gut nutzbar.

Für mich und meine Bedürfnisse brauche ich Outlook, auch wenn ich da schmerzlich z.B. die Universelle Inbox vermisse, die einfach alle Mails aus allen Posteingängen diverser Konten zusammen anzeigt. Eine Funktion, die sogar Outlook for Mac inne hat aber unter Windows einfach vorenthalten wird.
 
:D
Also: wir nehmen zuerst ein gutes Programm (Outlook).
Dann machen wir eine WebApp draus - mit weniger Funktionalität.
Dann geben wi den Usern doch recht und machen wieder eine "Offline-App" draus.
Die dann weniger kann.
Gratuliere.
 
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