OXG Glasfaserausbau - Gibt es Erfahrungen?

Dr. Chaos schrieb:
Aufbau ist Vodafone typisch, PoP in der Größe einer Garage (manchmal von ConnectCom habe aber auch schon welche von R&M gesehen) in diesen befindet sich die aktive Technik
So einen Aufbau hab ich bei Vodafone noch nie gesehen :D Da gibts wohl regionale Unterschiede.
Dr. Chaos schrieb:
und von dort geht es zu kleinen KVz in welchen die Splitter untergebracht sind. Bei größeren MFH Einheiten befindet sich der Splitter im Keller.
Klingt ja sehr Telekom-ähnlich.
Dr. Chaos schrieb:
In Städten ist es aber auch gut möglich das man den PoP in Gebäuden der Telekom unterbringt, da dort Vodafone oft sowieso Räumlichkeiten bzw. Fläche angemietet hat.
Wäre nachvollziehbar, auch wenn ich hier eher die (externen) Räumlichkeiten der Koax-Abteilung erwartet hätte um sich den Stress mit der Telekom zu sparen.
 
rezzler schrieb:
So einen Aufbau hab ich bei Vodafone noch nie gesehen :D Da gibts wohl regionale Unterschiede.
Wie baut Vodafone bei euch? Mit Mini PoPs am Straßenrand?
rezzler schrieb:
Klingt ja sehr Telekom-ähnlich.
Ja nur das die Telekom in der Regel keine Outdoor PoPs aufbaut da man ja fast überall sowieso Räumlichkeiten hat. Ich bin auch mal gespannt ob man bei uns die DOCSIS Technik ausbaut wenn Glasfaser kommt oder ob man beides parallel weiter betreibt, was ja eigentlich keinen Sinn macht.
rezzler schrieb:
Wäre nachvollziehbar, auch wenn ich hier eher die (externen) Räumlichkeiten der Koax-Abteilung erwartet hätte um sich den Stress mit der Telekom zu sparen.
Wie genau das gehandhabt wird kann ich dir gar nicht sagen. So tief habe ich bei Vodafone keinen Einblick. Ich weiß auch nicht wie stark da die Zusammenarbeit ist, und wie weit Vodafone bei OXG Einfluss nimmt.
Nach wie vor sind Vodafone Deutschland bzw Vodafone West, OXG und Vodafone auf dem Papier getrennte Unternehmen.

Mein Arbeitgeber arbeitet zwar mit vielen Glasfaser Unternehmen zusammen aber das Hauptgeschäft liegt im Mobilfunk, und in diesem Bereich liegt auch mein Hauptgebiet, von daher bekomme ich das GPON Zeugs nur mal so nebenbei mit oder wenn die Technik in den selben Räumlichkeiten untergebracht ist.
 
Der Bauleiter sprach von einem MFG (Anm. Können hier GPON Splitter drin sein? ; ca. 200m entfernt) und einem PoP (Anm. ca. 500m entfernt).
Beides soll schon stehen.
An der Straße stehen mehrere MFG.
Am genannten PoP Standort muss ich mich einmal umschauen. Allerdings, lt. Internetsuche können PoP unterschiedliche Größen haben und auch unscheinbar sein.
 
peli4for schrieb:
Der Bauleiter sprach von einem MFG (Anm. Können hier GPON Splitter drin sein? ; ca. 200m entfernt)
Ja das könnte gut sein.
peli4for schrieb:
Am genannten PoP Standort muss ich mich einmal umschauen. Allerdings, lt. Internetsuche können PoP unterschiedliche Größen haben und auch unscheinbar sein.
Ja entweder in einem kleinen Haus bzw Container oder in einem MFG wie man sie von der Telekom zb bei VDSL kennt.
 
Dr. Chaos schrieb:
Ich bin auch mal gespannt ob man bei uns die DOCSIS Technik ausbaut wenn Glasfaser kommt oder ob man beides parallel weiter betreibt, was ja eigentlich keinen Sinn macht.
Kann man ja frühestens ausbauen, wenn alles was vorher mit DOCSIS versorgt war nun per Glasfaser erreichbar ist. Wird also wahrscheinlich eher nicht so schnell passieren.
 
blastinMot schrieb:
Kann man ja frühestens ausbauen, wenn alles was vorher mit DOCSIS versorgt war nun per Glasfaser erreichbar ist.
Warum? Sobald bei mir Glasfaser funktioniert, können die den DOCSIS Anschluss im Haus abbauen, wird dann ja von mir nicht mehr benötigt.
Theoretisch könnten Sie sogar den Kabelkanal des jetzigen Koaxialkabel für die Glasfaser verwenden und die Kabel Dose gegen eine Glasfaserdose tauschen, wäre mir recht wenn der Ausfall sich auf wenige Stunden beschränkt.
Zumindest bis zum HÜP könnte man dann problemlos zurück Bauen ohne das es andere beeinträchtigt.
 
Ah, sorry.
Hatte das Wort "uns" überlesen. Dachte du redest vom ganzen Viertel bei euch.

Zumindest die Telekom baut Kupfer nicht zurück, wenn Glas kommt.
Wie Vodafone das handhabt ist mir nicht bekannt. Aber würde zumindest im ersten Schritt nicht davon ausgehen.
 
Dr. Chaos schrieb:
Warum? Sobald bei mir Glasfaser funktioniert, können die den DOCSIS Anschluss im Haus abbauen, wird dann ja von mir nicht mehr benötigt.
Der DOCSIS Anschluss wird günstiger sein, vor allem wenn es in den Gbit Bereich geht. (39,99€ bekommt man immer noch wenn die MVLZ rum ist.)
 
Eine Variante ist: VF MFG --> OXG MFG --> pDPs (NVts) --> HÜPs
Es gibt verschiedene, aber soweit ich weiß, ist das der Standard.

Es wird PON gebaut; Splitter sowohl im PDP als auch im HÜP; also ähnlich Eigenausbau Telekom.
 
GIubschi schrieb:
Es wird PON gebaut; Splitter sowohl im PDP als auch im HÜP; also ähnlich Eigenausbau Telekom.
Das Materialkonzept des Bundes gehört vorgeschrieben.
Aber der Politik ist ja alles egal solange sie davon profitiert.
 
Was meinst Du damit konkret? Ich finde es völlig überdimensioniert.
 
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Dr. Chaos schrieb:
Wie baut Vodafone bei euch? Mit Mini PoPs am Straßenrand?
So hab ich es zumindest gehört. Anbindungen von OXG sind hier noch Mangelware, weil OXG hier nicht aktiv ist. Die MFGs von Vodafone kommen hier öfters vor, bisher allerdings eher für Geschäftskunden oder Mobilfunkanbindungen.
Holzkopf schrieb:
@GIubschi Erlaubt echten Wettbewerb auf der Faser und damit bessere Preise und Leistungen für Endkunden.
Nö, weil die eigene Faser erst ab NVt zählt und auch nur bis zum HÜP. Und selbst das nur bis 17WE. Sprich der andere Netzbetreiber müsste den NVt mit eigenen Fasern erschließen und im Haus sich entweder bei der Telekom einmieten oder selber noch eine NE4 aufbauen.

Echter flächendeckender Wettbewerb funktionierte schon bei Kupfer nicht und selbst in den FTTH-Gebieten mit PtP stehen die Netzbetreiber nicht Schlange um ihre eigene Technik aufzubauen.
 
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Mir stellt sich die eher Frage, ob es im Privatkundenbereich überhaupt eine Notwendigkeit für eine eigene Faser gibt.
Da, wo gefördert ausgebaut wurde, stehen die anderen nicht gerade Schlange, um Kollokationen herzustellen.
Also scheint da kein Bedarf zu sein oder dieser wird anders abgedeckt als durch das Erschließen der Kundenfasern.
 
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GIubschi schrieb:
Da, wo gefördert ausgebaut wurde, stehen die anderen nicht gerade Schlange, um Kollokationen herzustellen.
Also scheint da kein Bedarf zu sein oder dieser wird anders abgedeckt als durch das Erschließen der Kundenfasern.
Sie dürfen es schlicht nicht, sie müssen sich beim Netzbetreiber auf BSA Basis einmieten obwohl die Möglichkeit zur Fasermieten bestünde.
Der Netzbetreiber hat das Netz exklusiv für Zeitraum X gepachtet.
Die Vodafone bei uns waren glaube ich 20 Jahre.
 
Holzkopf schrieb:
Der Netzbetreiber hat das Netz exklusiv für Zeitraum X gepachtet.
Die Vodafone bei uns waren glaube ich 20 Jahre.
Schon das kommt wieder auf das Fördermodell an. Beim Betreibermodell verpachten Kommunen/Landkreise ihre mit Fördermitteln gebauten Glasfasernetze an Netzbetreiber. Beim häufigeren Wirtschaftlichkeitslückenmodell gibt es keinen Pächter, sondern der ausbauende Netzbetreiber ist dann der Eigentümer des Netzes.

Und nach der Förderrichtlinie gilt:
"Für die nach Nummer 3.1 [WiLü-Modell] oder Nummer 3.2 [Betreibermodell] dieser Richtlinie geförderte Breitbandinfrastruktur hat der Zuwendungsempfänger einen offenen und diskriminierungsfreien Zugang gemäß § 8 der Gigabit-RR, § 155 TKG und den hierzu von der Bundesnetzagentur erlassenen „Grundsätzen zur Art, Umfang und Bedingungen des offenen Netzzugangs“ zu gewährleisten. Der Bund legt gem. § 8 Absatz 4 der Gigabit-RR unter Beteiligung der Bundesnetzagentur die Bedingungen und Preise für Zugangsprodukte Dritter auf Vorleistungsebene zu dem geförderten Netz verbindlich fest. " (Punkt 7.5). Und zu den Vorleistungen gehört neben BSA eben auch Zugang zu "Glasfaser-TAL" und Leerrohren (Seite 4).
 
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Holzkopf schrieb:
Sie dürfen es schlicht nicht, sie müssen sich beim Netzbetreiber auf BSA Basis einmieten obwohl die Möglichkeit zur Fasermieten bestünde.
Selbst wenn die Möglichkeit zum Fasermieten besteht macht es keiner. Ich rede hier sowohl von geförderten Ausbauten vor ca. 10 Jahren als auch von nicht geförderten Ausbauten via Stadtwerke.
GIubschi schrieb:
Mir stellt sich die eher Frage, ob es im Privatkundenbereich überhaupt eine Notwendigkeit für eine eigene Faser gibt.
Es wäre natürlich schön und offen für alle Eventualitäten. Das man, gerade als Telekom mit einem ordentlichem Bestandsnetz, zu einem PON mit Splittern im Feld neigt ist aber auch absolut nachzuvollziehen. Im Greenfield/kompletten Neubau ist der Unterschied PtP/PtMP aber auch nicht sooo riesig. Und ein PON kann man zur Kostenersparnis trotzdem drüber laufen lassen.
GIubschi schrieb:
Da, wo gefördert ausgebaut wurde, stehen die anderen nicht gerade Schlange, um Kollokationen herzustellen.
Geht ja wie erwähnt auch gar nicht ;) Würde man den NVt mit eigenen Fasern erschließen wollen/können wäre der Aufwand für die Hausanschlüsse identisch zum ausbauenden Unternehmen. So ein BSA ist halt schon praktisch...
 
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rezzler schrieb:
So hab ich es zumindest gehört. Anbindungen von OXG sind hier noch Mangelware, weil OXG hier nicht aktiv ist. Die MFGs von Vodafone kommen hier öfters vor, bisher allerdings eher für Geschäftskunden oder Mobilfunkanbindungen.
Ja die VF PoP für Gewerbegebiete kenn ich, das sind meist MFG stimmt. So ein Netz ist aber auch relativ klein. Bei uns sind es zb 40.000 mögliche Haushalte aufgeteilt in 8 Gebiete, also etwa 5.000 Haushalte pro PoP, da wird es dann eng in einem MFG.
rezzler schrieb:
Echter flächendeckender Wettbewerb funktionierte schon bei Kupfer nicht und selbst in den FTTH-Gebieten mit PtP stehen die Netzbetreiber nicht Schlange um ihre eigene Technik aufzubauen.
Es lohnt sich einfach finanziell nicht.
Dafür bräuchte es höhere Preise die aber niemand bezahlt.
Holzkopf schrieb:
Sie dürfen es schlicht nicht, sie müssen sich beim Netzbetreiber auf BSA Basis einmieten obwohl die Möglichkeit zur Fasermieten bestünde.
Wie soll man bei PON eine Faser mieten?
Holzkopf schrieb:
Der Netzbetreiber hat das Netz exklusiv für Zeitraum X gepachtet.
Die Vodafone bei uns waren glaube ich 20 Jahre.
Dann hat VF das Netz aber auch nicht gebaut und daher auch nicht investiert.

GIubschi schrieb:
Da, wo gefördert ausgebaut wurde, stehen die anderen nicht gerade Schlange, um Kollokationen herzustellen.
Also scheint da kein Bedarf zu sein oder dieser wird anders abgedeckt als durch das Erschließen der Kundenfasern.
Der Ausbau wird nicht ohne Grund gefördert, weil er ohne Förderung nicht Wirtschaftlich wäre.
Solch eine Wirtschaftlichkeit wird in der Regel auf 30 Jahre gerechnet. Diese Anschlüsse werfen also in der Regel extrem wenig Gewinn pro Kunde ab und es lohnt sich erst durch die Förderung und einer bestimmten Masse an Kunden. Mich dort jetzt einmieten und eventuell sogar noch eine Glasfaser dorthin führen zu müssen, mit der Hoffnung dem dortigen Betreiber ein paar seiner Kunden abnehmen zu können macht keinen Sinn. Außerdem müsste ich im besten Fall etwas billiger sein als der Hauptanbieter, aber dann mach ich ja erst recht keinen Gewinn.

Es wird in den nächsten Jahren eine gewisse Konsolidierung stattfinden und von den vielen kleinen Anbieter werden ein paar wenige übrig bleiben, und dann wird es gegenseitig Vereinbarungen geben und jeder Betreiber wird fast überall per IP-BSA verfügbar werden. Aber dafür braucht es Glasfaser flächendeckend und einen funktionierenden Markt, aktuell ist DSL und Kabel noch zu stark.
 
Das meine ich doch. Niemand wird, auch wenn es technisch möglich ist, eine Kollokation herstellen, weil es sich nicht lohnt. Daher ist der ganze Materialaufwand, der betrieben wird (z.B. Kollokationsrohre) total überflüssig.
Wenn ich sehe, dass wir mitunter vier Rohrverbände (48 Mikrorohre) nur für die Kollokation zusätzlich verlegen müssen, dann stelle ich Fragen zur Sinnhaftigkeit. Dahin ging auch meine Aussage oben bezüglich der Überdimensionierung im Materialkonzept des Bundes.
 
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GIubschi schrieb:
Das meine ich doch. Niemand wird, auch wenn es technisch möglich ist, eine Kollokation herstellen, weil es sich nicht lohnt.
Sag das mal den Schweizern und den Franzosen wo ULL sehr gut angenommen wird trotz BSA Verfügbarkeit.
Sag das mal dem ISP Digi der ein neues Netz in Spanien und Belgien aufbaut obwohl es da BSA gibt.
 
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