OXG Glasfaserausbau - Gibt es Erfahrungen?

@eclipZz Das sehe ich genau so, daher kommt auch meine Frage zustande, da ich es irgendwie unnötig fand hier zwei mal zu bohren.

Mittlerweile bin ich aber auch auf dem Zug, nun beide Anschlüsse zuzulassen und zu schauen was daraus wird.

es soll hier nicht ins OT abdriften, aber @Dr. Chaos , wer wäre denn dein Provider Favorit wenn du dir frei etwas aussuchen könntest außerhalb jeglicher Beschränkung des Zugangs und aus welchen Gründen bist du gegen SWB, Telekom, etc?
 
eclipZz schrieb:
An diesem Beispiel sieht man wie bescheuert das ganze mit dem Glasfaserausbau laufen kann. Da gibt es Millionen von Haushalten ohne Glasfaseranbindung und nicht mal Plänen dazu und in andere Häuser werden dann redundant mehrere Glasfaserleitungen verlegt. Das ist doch total behämmert, oder sehe nur ich das so?
Ein Freund von mir baut gerade ein Haus und dort hat erst die Stadtverwaltung angeklopft, die bauen ein Netz mit einem regionalen Provider, dann kurz darauf meldet sich die TNG, die dort separat ausbauen und einen Monat später auch noch die Telekom.

Letztendlich hat er jetzt einen Anschluss der Telekom und von TNG im Keller und hat einen Vertrag bei TNG weil die Preislich unschlagbar günstig sind.

Morente schrieb:
@Dr. Chaos , wer wäre denn dein Provider Favorit wenn du dir frei etwas aussuchen könntest
Dann wohl 1&1 oder Vodafone, beide bieten ein hervorragendes Peering, bei Vodafone bekommt man noch eine IPv4 zur IPv6 auf Nachfrage, bei 1&1 nur noch IPv6. Vodafone hat das besser ausgebaut Backbone dafür 1&1 den besseren Preis. Bucht man allerdings den Vodafone Anschluss mit Cashback und kündigt den Anschluss zum Ende der 24 Monate Laufzeit um sich dann von der Rückgewinnungshotline ein Angebot machen zu lassen kommt man dort dauerhaft auf ~45€ für den 1Gbit Tarif. Meine 1. Wahl wäre also wohl Vodafone, wenn Verfügbar und dann 1&1.

Morente schrieb:
aus welchen Gründen bist du gegen SWB, Telekom, etc?
Telekom würde ich alleine schon wegen dem schlechten Peering meiden, außerdem finde ich man sollte wenn möglich die Konkurrenz der Telekom fördern, das ist aber eine persönliche Meinung.

Lokalen Anbietern wie SWB geh ich in der Regel aus dem Weg, weil man nie so genau weiß was man bekommt. Die haben kein eigenes Backbone, in der Regel ein eingeschränktes Peering und nur wenige IP Adressen.
Es gibt lokale Provider die vergeben noch nicht mal öffentliche IPv6 Adressen sondern man bekommt nur eine interne IPv4 und das war es.
 
Dr. Chaos schrieb:
Lokalen Anbietern wie SWB geh ich in der Regel aus dem Weg, weil man nie so genau weiß was man bekommt. Die haben kein eigenes Backbone, in der Regel ein eingeschränktes Peering und nur wenige IP Adressen.
Da haben wir doch hier im Forum aber die richtige Plattform für, um solche Dinge zu diskutieren. SWB ist EWE-Netz, also standardmäßig öffentliche IPv4.

Ich sehe regionale Anbieter sogar häufig unproblematischer an, als den Rest. Viele haben massig öffentliches Peering. NetCologne und willy.tel bieten tolles Peering öffentliche IPv4 auf Anfrage, htp würde ich auch nicht schlechter einschätzen. Bei M-Net ist's ne Zusatzoption, aber nicht halsabschneiderisch teuer.

Ich halte die Anbieterwahl bei Glasfaser Nordwest für ausreichend, zwischen den 3 findet eigentlich schon jeder was, o2 wäre noch gut, kommt vielleicht aber ja auch noch hinzu.
 
DLMttH schrieb:
Ich sehe regionale Anbieter sogar häufig unproblematischer an, als den Rest. Viele haben massig öffentliches Peering. NetCologne und willy.tel bieten tolles Peering öffentliche IPv4 auf Anfrage, htp würde ich auch nicht schlechter einschätzen. Bei M-Net ist's ne Zusatzoption, aber nicht halsabschneiderisch teuer.
Ich spreche jetzt auch nicht von M-Net oder NetCologne das sind etablierte Provider sondern eher so was wie Südschwarzwald Net (erfundener Name)

EWE, Deutsche Glasfaser, etc würde ich nur buchen wenn entweder Preislich stark im Vorteil oder keiner der großen 4 ist verfügbar.

Aber das ist auch rein meine Auswahl und jeder kann da ja seine eigene Entscheidung treffen.
 
Dr. Chaos schrieb:
sondern eher so was wie Südschwarzwald Net (erfundener Name)
Das echte Pendant zu deinem imaginären "Südschwarzwald Net" wäre wohl Stiegeler. Sowohl regional gesehen als auch von der Größe her.

Aber man muss sagen, dass die Leute, die nur Stiegeler zur Auswahl haben, sehr froh sind, dass es Stiegeler gibt. Da wo es Alternativen gibt, beispielsweise im UGG Netz mit o2, kenne ich keinen einzigen Stiegeler Kunden. Was ich eigentlich sehr schade finde, die Tarife sind im Bereich 250-500Mbit/s Downstream nicht schlechter als o2 (o2 hat unterschiedliche Preise und Tarife Telekom Netz/UGG Netz!) und man supportet eben einen kleinen Anbieter, der mühevoll dort ausbaut, wo es andere nicht interessiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
h00bi schrieb:
beispielsweise im UGG Netz mit o2, kenne ich keinen einzigen Stiegeler Kunden
aber sie existieren ;) @alex_k

h00bi schrieb:
Was ich eigentlich sehr schade finde, die Tarife sind im Bereich 250-500Mbit/s Downstream nicht schlechter als o2
Doch, standardmäßig CG-NAT...

Ich würde Stiegeler allein deswegen auf jedem Medium boykottieren, da sie in ihrem VDSL-Monopol unverschämte Preise verlangen.
 
h00bi schrieb:
Das echte Pendant zu deinem imaginären "Südschwarzwald Net" wäre wohl Stiegeler. Sowohl regional gesehen als auch von der Größe her.
Sind das die, welche statt einer IPv6 einfach nur eine interne IPv4 hinter einem NAT anbieten?
Wenn ja dann würde ich da niemals freiwillig unterschreiben, selbst geschenkt nicht.

Keine öffentliche IPv4 kann ich verstehen, sind selten und extrem teuer, aber IPv6 gibt es fast kostenlos und in großen Mengen, jeder Provider sollte eine anbieten.
 
Dr. Chaos schrieb:
Seit wann hat Glasfaser Nordwest Abkommen mit vielen Providern?
Das ist nur Telekom und 1&1 sonst niemand.
Glasfaser Nordwest ist ein 50:50 Joint Venture zwischen EWE und Telekom. Dementsprechend gab es zunächst mal diese beiden, im Fall von EWE auch deren regionale Marken wie Osnatel und swb. 1&1 kam dann Anfang 2024 dazu.

Ansonsten gibt es einige regionale Abkommen mit regionalen Anbietern, siehe hier unter "Vermarktungspartner". Z.B. Deutsche Giganetz, Greenfiber, oder Stadtwerke wie in Winsen, Rotenburg oder Buxtehude.

Was natürlich noch fehlt sind weitere überregionale Anbieter wie vor allem Vodafone und o2.
 
Ein weiteres Update von mir.

Nachdem die Baumaßnahme im Februar auf der einen Seite meines Wohngebietes begonnen hat, nähert sich der Bautrupp jetzt meiner Straße.

Wie weiter vorn beschrieben, wurden bei einigen Häusern in meiner Straße, auch bei mir, schon die Speedpipes vom Keller zur Straße verlegt. Erfolgt ist dies durch eine kleine, für diesen Zweck gegründete, Firma. Später konnte ich diese Vorgehensweise nicht mehr in unserer Siedlung beobachten.

Im Gegenteil scheint der Bautrupp nur Homes Passed zu verlegen, d.h. es werden keine Verbindungen mehr von der öffentlichen Straße zu Gebäuden verlegt. Ich bin gespannt, ob dies ein weiterer Bautrupp übernimmt oder später nur nach der Bestellung eines Tarifes.
 
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Wenn das Gebäude direkt auf der Grundstücksgrenze steht und kein Kundenauftrag vorliegt, wird manchmal kein "homes passed plus" gebaut, weil es keinen Sinn macht und nur Kosten verursacht.
 
OXG verlegt nur die Glasfaser und bietet anschließend Open Access an.
Zunächst vermutlich nur von Vodafone genutzt. Weitere Informationen liegen hierzu nicht vor.

D.h. eigentlich sollten alle die zugestimmt haben, die Glasfaser in den Keller verlegt bekommen.
Spätestens wenn sie in meiner Straße die Speedpipe verlegen wird es klarer.
Interessant wird es auch, da wir hier einen Abzweig mit einer Privatstraße haben, an dem mehrere Häuser liegen.
 
Ein neuer zeitlicher Überblick:
  • Mitte Oktober 2023 wurde in der Siedlung persönlich an der Tür oder per Informationsmaterial im Briefkasten von OXG informiert.

  • Mitte Oktober 2024 erhielten die ersten Nachbarn einen Anruf für einen Termin zur Erstellung des Hausanschlusses (Bohrung, HÜP, Speedpipe bis zur öffentlichen Straße). Nach ca. 1-2 Wochen war wieder Ruhe eingetreten und es wurden keine weiteren Hausanschlüsse mehr erstellt.

  • Februar 2025 begannen die Bauarbeiten zur Verlegung der Speedpipe-Bündel entlang der Straßen auf der entfernten Seite meines Wohngebietes.

  • Anfang Juli 2025 begannen die Bauarbeiten zur Verlegung der Speedpipe-Bündel entlang der Straßen bei mir. Die Maßnahme hier wird schätzungsweise 2 Wochen dauern.
    Die bereits errichteten Hausanschlüsse sollen sofort mit den Speedpipe-Bündeln verbunden werden. Alle anderen Hausanschlüsse werden später errichtet.
Allein zur Fertigstellung der Speedpipes fehlen also noch viele Hausanschlüsse in verschiedenen Straßen und auch die Verbindungen von den Straßen zu übergeordneten Gebäude(GPON, PoP, etc). Dann noch die Glasfasern und die Technik.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also läuft das ganze bei euch bereits seit 2 Jahren und ein Ende ist noch nicht in Sicht.
Dann kann ich mich ja schon mal darauf vorbereiten vor 2027 kein Glasfaser nutzten zu dürfen.
Angeblich sollen die ersten Bauarbeiten Ende diesen Monats beginnen, mal schauen ob das stimmt.

Wie lief der Ausbau der Inhaus Verkabelung?
 
@peli4for Mir geht es eher um die Verkabelung in den Wohnbereich, hat das so weit geklappt?
 
Gibts überhaupt eine Verkabelung in den Wohnbereich bei OXG?
Zumindest bei Einfamilienhäusern sind die meisten Anbieter ja eher knauserig.
 
Bei uns ist im Keller der Abschluss. Dort habe ich auch einen kleinen Netzwerkschrank.
 
peli4for schrieb:
Allein zur Fertigstellung der Speedpipes fehlen also noch viele Hausanschlüsse in verschiedenen Straßen und auch die Verbindungen von den Straßen zu übergeordneten Gebäude(GPON, PoP, etc). Dann die noch die Glasfasern und die Technik.
Soweit ich das mitbekommen habe will Vodafone die Technik in MFG unterbringen. Interessant wäre aber für mich noch, ob/wie OXG die KVz/NVt realisiert.
 
blastinMot schrieb:
Gibts überhaupt eine Verkabelung in den Wohnbereich bei OXG?
Zumindest bei Einfamilienhäusern sind die meisten Anbieter ja eher knauserig.
OXG baut ausschließlich FTTH, wenn man möchte setzt OXG auch im Einfamilienhaus eine Glasfaserdose im Wohnbereich in der Nähe der bisherigen Telefondose ansonsten sind X Meter (ich glaube 10m) hinter der Wohnungstür inclusive.
Ergänzung ()

rezzler schrieb:
Soweit ich das mitbekommen habe will Vodafone die Technik in MFG unterbringen. Interessant wäre aber für mich noch, ob/wie OXG die KVz/NVt realisiert.
Aufbau ist Vodafone typisch, PoP in der Größe einer Garage (manchmal von ConnectCom habe aber auch schon welche von R&M gesehen) in diesen befindet sich die aktive Technik und von dort geht es zu kleinen KVz in welchen die Splitter untergebracht sind. Bei größeren MFH Einheiten befindet sich der Splitter im Keller.
In Städten ist es aber auch gut möglich das man den PoP in Gebäuden der Telekom unterbringt, da dort Vodafone oft sowieso Räumlichkeiten bzw. Fläche angemietet hat.
 
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