OK, dann versuche ich mal auf alles eine Antwort zu finden.
1. Ich finde es echt klasse, dass du nicht einfach alles hinnimmst was man dir vor die Füße wirft, sondern die Dinge hinterfragst und dir deine eigenen Gedanken zu allem machst. Und das als Frau... ich hoffe das klingt nicht abwertend. Du gehörst einfach zu einer seltenen Gattung, ich bin echt begeistert.
2. Zum Thema CPU-Kühler: Natürlich kenne ich wie jeder andere auch nicht alle Kühler, aber man hat ja schon den ein oder anderen Test gelesen und man kennt dann ein Paar Kandidaten für das eine oder andere Budget. Der Dark Rock ist echt zu empfehlen vor allem auch weil ich bei dem sagen kann, dass er nicht nur gut kühlt und vergleichbar leise ist, sondern auch "RAM freundlich" ist. Laut PC-Games Hardware heißt es:
"...RAM-Module können bis zu einer Höhe von 48mm problemlos verbaut werden..."
Womit wir auch beim Punkt 3 wären.
2. Thema RAM: Zunächst - mit den Dark Rock dürfte es nicht eng werden, man kann hier sogar zu einem "Gartenzaun-RAM" greifen, obwohl normalerweise immer ein low-Profile empfohlen wird. Wie gesagt bis 48mm problemlos. Ich halte es auch für sinnvoll zwei Module zu nehmen und sich die Option der Aufrüstung offen zu halten (auch wenn das bei 16Gb RAM etwas utopisch erscheint). Da ich aber bei MF nur die Ares im 4x4Gb Kit mit den gewünschten Timings gefunden hab... hab ich sie mal vorgeschlagen. Inwieweit sich der Timing Unterschied auswirkt ist ein wenig Rechnerei (hier wird es z.B erklärt:
Memory Performance - oder auch im Wiki). Aber grundsätzlich gilt der Takt bringt dir nichts, wenn die Timings zu hoch steigen. So kann z.B. ein 2133er RAM mit hohen Latenz/Timings kaum besser oder gar schlechter sein als ein 1600er mit niedriger Latenz/Timings. Inwieweit sich das auswirkt ist abgesehen von den Berechnugen, die man anstellen kann, in der Praxis meist schwer zu sagen. Manche Programme skalieren gar nicht mit schnellerem RAM, andere schon. Oft erweist sich der RAM grade beim rendern oder bei Benutzung einer IGP (was hier eher wenig relevant ist) als vorteilhaft weil er die zur Verfügung stehende Übertragungsrate erhöht.
Die einzige Alternative von den RAMs, die bei MF erhältlich sind und die ich aufgrund P/L in Betracht ziehen würde, sind derzeit
16GB Avexir Core Series. Die haben eine grade noch passende Höhe von 47mm und mit die beste Latenz/Timings. Leuchten jedoch mit den verbauten LEDs blau/grün/... je nach Version. Muss man mögen. Aber man ist ja auch nicht an MF gebunden. Wenn du dir einen "Turbo" 2133er RAM selbst aussuchen willst, dann schau immer zuerst auf den CL-Wert (Latenz). Der sollte bei 9 sein. Die folgenden Werte (tRCD,tRP) sollten jeweils bei 10 oder 11 liegen. Der letzte Wert errechnet sich aus CL+tRP+Offset, kann je nach Hersteller und Modul schwanken, generell gilt aber auch hier geringer ist besser, wobei ich diesen Wert am ehesten vernachlässigen würde - zumal er sich zum Teil eh aus den anderen ergibt.
Ergänzung:
Da der Leistungsgewinn durch einen schnellen RAM weniger berechenbar ist als z.B. durch einen höheren Takt bei der CPU, würde ich hier trotz aller Theorie keine übermäßigen Mehrausgaben machen. Angesichts dessen, dass man einen schnellen 1866er RAM wie den
Crucial Ballistix Tactical schon für etwa 130-140€ bekommt, sollte sich der Preis für einen guten 2133er im Zaum halten. 180-190€ wäre da meine absolute Schmerzgrenze.
3. Thema Netzteil: Die erforderliche Größe ermittle ich grob anhand der Belastung der stromfressenden Komponenten + 30%, wobei bei OC Systemen natürlich etwas mehr drauf gerechnet werden sollte.
Also a. Grafikkarte: 6-Pin Anschluss = 75W, 8-Pin Anschluss = 150W, PCIe Slot = 75W, Summe = 300W.
b. CPU: Hier kann man sich an der TDP Angabe (Thermal Design Power) orientieren. Diese gibt zwar nicht den Verbrauch an, sondern die Verlustleistung, aber man kann damit grob den Verbrauch abschätzen. Die i7 4770K wird mit einer TDP von 84W angegeben, also Verbrauch 80-90W. Aus einem Test bei Tom‘s Hardware weiß ich, dass die CPU ca. 95W verbraucht.
In Summe CPU+Grafikkarte also rund 400W. 30% drauf ist man bei 520W. Da hier noch OC hinzukommt, etwas mehr als Reserve, landet man bei ca. 600W. Dann sollte man die Qualität und Effizienz beachten, sowie die Leistung je Schiene. Da be quiet! ein seht gutes 580W Netzteil anbietet, das im Gegensatz zu dem 600W NT auch modular ist (d.h. man kann ungenutzte Schienen weglassen und somit Ordnung schaffen), entscheide ich mich für das 580W NT. Ich muss zugeben mittlerweile vertraue ich relativ blind auf die NT von be quiet! aber es gibt auch andere Hersteller mit guten Produkten.
Mehr Reserven brauchst du dann, wenn du später eine zweite Grafikkarte im einsetzen willst. Angesichts der aufkommenden 4K Auflösung ist das nicht so abwegig. Hier müsste man weitere 300W drauf rechnen. Also knapp 900-1000W. Aber bitte nicht zu Netzteilen greifen, die soviel Leistung billig anbieten. Da kannst du gleich eine Packung D-Böller im Gehäuse zünden.
Ein Tester bei CB hat mal treffend gesagt:
„...Es gibt keine Unschuldsvermutung bei PC-Netzteilen. Solange nicht ein professioneller Test das Gegenteil bewiesen hat, sollte man sicherheitshalber bewährte Produkte kaufen.“
4 Thema Board: Wie ich bereits gesagt habe, es spricht meiner Ansicht nichts dagegen. WLan inklusive ist auch ganz nett. Aber mir erscheit es etwas zu teuer. Deswegen habe ich das ASRock gewählt, da es alle benötigten Features (und noch mehr) mitbringt und dabei nicht zu teuer ist.
5. Tastatur: Oha. Ja es ist so – alle Hersteller wollen die billig herzustellenden ruberdomes möglichst teuer verkaufen. Dafür werden sie stylisch gemacht und mit bunten Lämpchen versehen und dann für 100€ angeboten. Für den Preis bekommt man eine mechanische Tastatur, die den rubberdomes in vielen Punkten überlegen ist. Aber die haben meistens tatsächlich die normalen Tasten. Es gibt ein Paar, die flachere haben, mir fällt aber grade keine spontan ein. Aber ich muss zugeben ich stehe auch auf diese flachen Scissor-Tasten. Nur von der APEX kann ich auf jeden Fall abraten. Nach ein Paar Testberichten, die allerdings unterschiedlich ausfallen, sollte den meisten die Lust daran vergehen. Wenn schon eine Scissor, dann bleib bei der Roccat Isku FX. Die hat auch noch was besonderes: drei zusätzliche Tasten, die man mit dem linken Daumen betätigen kann – wie auch einige andere Roccat Tastaturen. Eine Mecha Alternative bietet Roccat aber auch an mit der
Roccat Ryos an. Aber die hat wieder die hohen Tasten.
6. Bei Monitoren halte ich mich zurück. Da kann ich auch nur auf Prad verweisen und allgemeine Empfehlungen hier im Forum. Das ASUS Modell sah aber nicht schlecht aus, wobei ich generell momentan eher zu Modellen von BenQ tendieren würde. Aber du machst das schon
So ich glaube ich habe mal grob zu allem was gesagt.
Jetzt geh ich schlafen verdammt nochmal.
Viel Spaß beim konfigurieren morgen!
Gute Nacht, oder eher Morgen, wie auch immer...