Phasen-Regler auf Motherboards?

wahli

Fleet Admiral
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Hallo,
ich frage mich, wozu es unterschiedliche Anzahl von Phasen-Regler auf Motherboards gibt?

Was habe ich bereits rausgefunden:
1. Je höherwertig ein Board ist, umso mehr Phasen-Regler sind vorhanden
2. Die Leerlauf-Verlustleistung steigt mit der Anzahl der Phasen-Regler
3. Die Phasen-Regler wandeln die 12V Eingangsspannung auf die CPU-Spannung um (z. B. 1,1V).
4. Die Phasen-Regler teilen sich die Spannungsversorgung der CPU auf, d. h. je höher die Anzahl ist, umso geringer ist die Last pro Phasen-Regler und die Abwärme sinkt bzw. die Lebensdauer steigt

Kann man mit mehr Phasen-Reglern besser übertakten?
Wenn ja, wie viel GHz macht das etwa aus?
Ist eine hohe Anzahl von Phasen-Reglern eher eine Marketingsache?
Wieviele Phasenregler sollte ein Z77-Board haben, wenn man moderat (z. B. i5-3570k auf 4,2GHz) übertakten möchte?
Ist eine gute Kühlung (z. B. Macho HR-02) wichtiger als die Anzahl der Phasen-Regler?
 
1. Nein stimmt nicht. Mehr = besser ist ein Trugschluss. Genauso kann der Hersteller 2 billige Regler kaufen und draufsetzen, anstatt einen hochwertigen! Die Anzahl einer Komponente ist ein nettes Marketingding, sagt aber nichts ber deren Qualität aus.

Dazu reden wir beim übertakten nicht von Ghz... wir reden hier von minimalen Sprüngen, es sei denn man setzt auf flüssigen Stickstoff o.ä.
 
Hallo,

je mehr Spannungswandler auf dem Mainboard verbaut sind, desto stabiler ist die Spannungsversorgung der CPU. Mehr Spannungswandler auf einem Mainboard ist nicht gleich höheres Übertaktungspotential und ja Kühlleistung ist wichtiger. Meist ist die Kühlleistung der ausschlaggebendere Faktor beim Übertakten.
 
es gibt ja gefühlt 150 verschiedene "Phasen-Regler" (wie du sie nennst). Alle haben andere kenndaten.
bei den 125 Watt welche CPUs bei ~1V gerne mal wollen, müssen diese um die 125Ampere liefern.

ein einzelner "Phasen-regler" schaft das nicht.
Die einen sind Günstiger, die anderen sind Effizienter, wieder andere schaffen mehr strom.
Jeh mehr Phasen man macht, desto günstigere ICs kann man verwenden, das Layout wird aber aufwendiger.

Da sich große Zahlen gut verkaufen geht man heutzutage her den Weg Billige Komponenten, dafür aber viele. wo wir auch schon beim Punkt sind, die Phasenanzahl hängt vom Marketing ab und sagt nichts über die Qualität aus. wie viel Leistung ein Mainboard bereitstellen kann steht im Datenblatt des Mainboards, daran solltest dich orientieren.
 
Dazu reden wir beim übertakten nicht von Ghz... wir reden hier von minimalen Sprüngen, es sei denn man setzt auf flüssigen Stickstoff o.ä.
Ich meinte auch 0,x GHz und nicht 1,x oder noch höher.

Ich folgere einfach mal aus den bisherigen Antworten, dass ein MSI Z77A-G43 mit 4+1 Phasen-Regler sehr gut zum Übertakten geeignet ist. Im Vergleich dazu wäre ein MSI Z77A-GD80 mit 12-2 Phasen-Regler kaum besser geeignet, evtl. 0,1GHz höher als das G43.
 
wahli schrieb:
Wieviele Phasenregler sollte ein Z77-Board haben, wenn man moderat (z. B. i5-3570k auf 4,2GHz) übertakten möchte?
Ist eine gute Kühlung (z. B. Macho HR-02) wichtiger als die Anzahl der Phasen-Regler?


Bei der "geringen" Leistungsaufnahme der Ivy Bridge CPUs, spielt die Anzahl Spannungwandler kaum eine Rolle.
Die Kühlung ist beim oc von IB CPUs sehr wichtig, da die Wärme über eine wesentlich kleinere Fläche abgeführt werden muß (in Bezug auf SB).

Gruß Uwe
 
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Ja die bunte Welt der Werbeversprechungen.

Es gibt Namhafte Hersteller, die werben geradezu mit einer Inflation an Spannungsreglern.
Dazu noch die "Japan-made high-quality Capacitors". Fertig ist der Werbebrei.

Ich kenne aber Boards von Herstellern, die zu 100% bunter Werbung entsprechen, aber beim BIOS/UEFI versagen diese Premiumhersteller und liefern schlechte Qualität. ASUS gehört dazu.

Die Mainboards, die kaum in Foren auffallen, das sind die guten. ASRock gehört dazu.
 
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Asrock X58 + i7 965 Extreme Edition Auto OC auf gut 4GHz -> in der ersten Nacht Stresstest sind die Spannungsregler regelrecht abgebrannt! (trotz guter Kühlung)

neues Board gekauft:
Asus P6T Deluxe -> keine Probleme unter denselben Bedingungen!

Da ich damals fast einen Herzinfarkt bekommen habe, als der Rechner "tot" war und sich auch nicht mehr einschalten lies (musste ja erstmal mit einem anderen Board testen, ob es die EE nicht mit in den Tod gerissen hat) mache ich seitdem einen riesigen Bogen um diesen Asrock Kram. Solchen Schrott tue ich mir nicht mehr an!
 
ASRock ist die Billigmarke von ASUS - warum sollte ASRock also besser als ASUS sein?

(Mal abgesehen davon, dass ich um ASUS Sachen sowieso einen Bogen mache, seit ich das "Vergnügen" hatte von denen ein Notebook zu haben (>Garantie abgelaufen > kurz darauf unreparabel kaputt).
Gut, ASUS ist in ihrem Kerngeschäft(Mainboards) schon gut - aber trotzdem)

Update:

Meine letzte Erfahrung mit ASRock : https://www.computerbase.de/forum/threads/asrock-a780gxh-128m-bootet-oft-nicht.933883/#post-10377082
 
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Danke für den Hinweis. Über Mutter/Tochter habe ich mir nie Gedanken gemacht. Da die Holländer aber bei mir unten durch sind werde ich die Mutter auch meiden.
CN8
 
Asrock X58 + i7 965 Extreme Edition Auto OC auf gut 4GHz -> in der ersten Nacht Stresstest sind die Spannungsregler regelrecht abgebrannt!

Was soll AUTO OC sein und inwieweit sind die Bedingungen der AUTO OC Einstellungen bei ASrock und ASUS zu vergleichen... pauschaler gehts ja kaum noch...

p.s.: Kleiner Tipp von mir, AUTO und OC in einem Satz zeugt nicht gerade von Wissen was man da eigentlich macht beim OC'en... "hust"
 
keine Angst, ich weiß schon was ich mache ;)

sowohl Asrock als auch Asus bieten im BIOS Einstellungen an, mit denen sie versuchen, die maximale Frequenz für die verwendete CPU, Speicher usw. zu ermitteln und stellen das dann ein!
Und ob man das lieber besser per Hand einstellt ist in diesem Fall ja auch völlig uninteressant und hat mit der Sache nix zu tun!

Fakt ist nunmal: wenn ein MoBo selber die "optimalen" Betriebs-Parameter ermittelt und dann unter dieser (sich selbst auferlegten!) Belastung im Dauertest abraucht, dann zeugt das eben ganz klar von minderer Qualität!
Wie gesagt, das Asus Board läuft mit identischen Einstellungen absolut stabil!

Aber das hängt eben auch mit den verschiedenen Zielgruppen ab, auf die Asus als "Marke" und die Billig-Tochter abzielen. Der typische Asrock Käufer will halt nur einen möglichst billiges MoBo, das zumindest kurzfristig hohe Takte erreicht, damit man bei den Kumpels prahlen kann. Asus dagegen zielt halt mehr auf das Klientel ab, die gerne einen schnellen aber gleichweise stabilen Rechner haben wollen...
 
@ mouse

ja hast ja auch recht, nur aus einem einzigen Board auf die allg. Qualität zu schließen ist immer so... gewagt :-D

Meine Supertalent SSD sterben auch angeblich reihenweise wegen dem ach so agressivem GC... meine beiden scheinen sich da aber einfach sturr zu stellen und einfach weiter zu leben... eine sogar eines der aller ersten Modelle ;-)
 
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