hi iliasGR,
ich stand bis heute Nacht vor einer ähnlichen Entscheidung. Zum Vergleich mein aktuelles System besteht aus folgenden Komponenten:
- AMD Phenom X6 1050 T
- Gigabyte-890GPA-UD3H
- 8 GB Crucial Valua DDR 1333 MHz
- Sapphire Radeon 6960 mit 2GB VRAM
- Netzteil, SSD usw. liste ich jetzt nicht auf
Den Speicher habe ich auf 1600 MHz übertaktet und die CPU auf 3639,75 MHz. Viel gebracht hat es mir nicht, weil keine Software niemals alle 6 Kerne benutzt. Wir beide haben seit 6 Jahren einen Hexacore und ich für meinen Teil bin davon ausgegangen, dass zwei Jahre nach der Anschaffung Spiele und Anwendungen 4 oder 6 Kerne nutzen und ich dadurch einen Performancevorteil habe.
Wie sieht die Realität aus? Für den Endverbraucher gibt es wenige Anwendungsgebiete, in der Software viele Kerne nutzt. Ich war 2010 ziemlich enttäuscht als Gamestar einen
Benchmark veröffentlichte, der zeigte wie gering der Nutzen von mehreren Kernen im Vergleich zu wenigen Kernen ausfällt. Neuveröffentlichte Spiele nutzen mehrere Kerne, auch weil die Verbraucher mittlerweile mehrheitlich 4 Kerne besitzen, ob das nun ein 2 Kerner mit Hyperthreading ist oder ein echter 4 Kerner ohne HT, für ein Spiel macht dies keinen Unterschied, da es den Unterschied nicht erkennen kann.
Die entscheidende Frage aber ist, ob man durch die höheren Kosten für mehrere Kerne (6 oder 8 völlig egal) einen Vorteil gegenüber einer CPU mit weniger Kernen aber höherer Geschwindigkeit pro Kern hat. In der Vergangenheit konnte diese Frage mit "Nein" beantwortet werden und für die nächsten 2-3 Jahre, lehne ich mich aus dem Fenster und behaupte, dass es wie in den vergangenen 6 Jahren auch weiterhin "Nein" heißen wird.
Wenn Spiele mehrere Kerne unterstützen, wird die Last auf mehrere Kerne verteilt aber einen Vorteil gegenüber einer CPU mit weniger Kernen aber ausreichend Geschwindigkeit wird nicht spürbar sein. Also warum auf Vega warten nachdem die RX480 von AMD mehr oder weniger enttäuscht hat und ein Hexacore für den Endverbraucher kaum sinnvoll erscheint?
Die Aussage von syfsyn
Der phenom2 x6 1090t ist oc etwa 30% schneller
Die meisten thuban (codename der CPU) kommen auf 3,8GHZ bis 4,2GHZ abhängig vom mainboard
Ein ci5 ist nur unwesendlich schneller (außer bei Programmen die ausschließlich ein Kern verwenden.)
Bei neuen spielen ist der unterschied auch gering vor den patches (weil alles auf 4 Kerne optimiert wird.)
Den i5 6600k kann man ebenfalls übertakten und dann ist der i5 wieder deutlich schneller, also wenn man beide vergleicht bitte OC CPU mit OC CPU und nicht OC CPU vs non OC CPU.
Der PC ist hauptsächlich zum zocker gedacht.
Lohnt sich so ein wechsel oder dann doch lieber zu einem i7 Prozessor?
Wenn der Rechner nur fürs "zocken" gedacht ist, möchte ich dir vom i7 abraten, weil zwischen dem i5 6600k und dem i7 6700k nur 3% Differenz an Leistung besteht und der i7 ~100€ teurer ist, siehe
CB Prozessorliste Gesamtrating Spiele Full HD
Ansonsten stimme ich den Usern Merle und Lübke zu. Entweder OC und schauen, ob es reicht -> Youtube +
Anleitung aus diesem Forum
oder Neukauf i5
entweder ohne OC i5 6500 oder mit OC i5 6600K
Das Mainboard kann dann abhängig von der Prozessorauswahl ausgesucht werden, wobei du hier sagen müsstest, welcher "Schnickschnack" für dich unverzichtbar ist.
Mit besten Grüßen
Simplify