Qualität aktueller Onboard-Soundchips

Ich bin der Meinung, dass diese ewige Soundchip-/Soundkartendiskussion überbewertet ist und man schon mit guten Lautsprechern aus Onboard-Lösungen mehr rausholen kann als mit "billigen"/mittelmäßigen Lautsprechern und einer 100-Euro-Soundkarte.
Ich hatte von 2004 bis 2008 ein Teufel CEM zunächst an einer Creative Audigy 2 ZS und später an einer X-Fi, sowohl mit den stets aktuellen offiziellen Treibern als auch mit diversen - angeblich auch qualitätsverbessernden - modifizierten Treibern, hängen, 2008 stieg ich von diesem 5.1-System auf 2.0 um, auf Abhörmonitore von Genelec, das Stück(!) 280 Euro, mit fast 600 Euro also ein Vielfaches teurer als das Teufel CEM. Diese Lautsprecher nutzte ich zunächst an einer 100-Euro-(Stereo-)Soundkarte von Audiotrak, deren D/A-Wandler wohl ein Stück besser sind als die der meisten Creative- und Asus-Soundkarten, später habe ich mich gefragt, ob man diese nicht weglassen könnte bzw. wie sich die Lautsprecher über die Audio-Lösung des Mainboards anhören und habe tagelang ausprobiert, gehört, recherchiert und kam zu dem Schluss, dass die Onboard-Lösung nicht viel schlechter oder sogar beinahe gleichwertig ist!
Das Ganze ist offensichtlich sehr vom verbauten Soundchip sowie von der Implementation auf dem Mainboard abhängig, manch einer sagt sogar, es gäbe Unterschiede von Mainboard zu Mainboard des gleichen Modells. Allerdings zeigen Messungen, dass manche Onboard-Lösung durchaus an die Daten von teuren/guten Soundkarten herankommt - insofern darf man meines Erachtens nie verallgemeinern und Onboard-Audio per se als schlecht(er) abstempeln.

An einem 300-Euro-"Billignotebook" klingt Sound über meine Lautsprecher ebenso besser als über die 70-Euro-Lautsprecher von M-Audio meines Bruders, die sicherlich wertiger sind als irgendwelche 40-Euro-Logitech-Sets.
Weiterhin habe ich oft das Gefühl, dass die Leute von Soundkarten aufgrund der soundbeeinflussenden Dinge wie Mixer o. ä. der ach so tollen, beiliegenden Software überzeugt sind, und die Hardware ansich gar nicht wirklich mitbekommen. Solche Dinge schalte ich stets ab bzw. umgehe sie mit entsprechenden Plugins der Abspielsoftware.
 
@Txxxxs

genauso ist es. Das Geld lieber in bessere LS investieren.
 
Wie ein Thread doch abdriften kann ^^
 
Was sagst du denn zu meinen Vorschlaegen?
 
Im reinen Stereobetrieb, für Wiedergabe bei Videos, Musik und Spielen an Lautsprechersysteme bis 500€ würde ich selbst nicht mehr in eine Soundkarte investieren... bei so günstigen Systemen gehen die Unterschiede der DACs eh unter.

Geht es dagegen darum, z.B. direkt einen hochwertigen Kopfhörer anzutreiben, sieht die Sache etwas anders aus.
 
Also da ich die X-540 auch besitze, zwar nicht begreife warum nur als 2.1, aber egal, kann ich sagen, dass ne onboard für den gelegentlichen Spiel und Musikgenuss total ausreicht. Da stimm ich zu, für ne Soundkarte lohnen sich erst Boxen jenseits der 100 Euro, wenn man unbedingt drauf steht und perfekten Sound haben möchte.
Aber sonst hab ich noch bissl optimiert mit dem Realtek HD Audio Manager (so hieß der glaube), ein paar Boxen lauter gestellt, und paar Optionen aktiviert (kann ich gerne nachschauen falls erwünscht) und ich bin zufrieden.

Der einzige "Nachteil" den ich sehe ist der sehr begrenzte Musikraum, sprich wenn man im Zentrum der 5 Boxen sitzt is der Klang spitze, steht man daneben sind die Höhen wesentlich schwächer, aber für Sport nebenbei reicht das vollkommen :D

Sonst ein gutes System für wenig Geld. Denke da brauchst du keine extra Karte, es sei denn der Chip is scheiße, da kenn ich mich aber wirklich net aus. Meiner is zumindest für mich mehr als ausreichend^^
 
Sonst ein gutes System für wenig Geld.
Eben nicht. Wenn ich sehe, was man für 50€ ein SEHR guten gebrauchten Boxen bekommt, würde ich diesen Elektroschrott nie im Leben anfassen.


Entschuldige meine Ausdrucksweise, aber etwas anderes kann ich zu dem System nicht sagen. ;)
 
Audioliebhaber schrieb:
Eben nicht. Wenn ich sehe, was man für 50€ ein SEHR guten gebrauchten Boxen bekommt, würde ich diesen Elektroschrott nie im Leben anfassen.


Entschuldige meine Ausdrucksweise, aber etwas anderes kann ich zu dem System nicht sagen. ;)

Nun ja ich bezieh meinen Ausdruck mal rein auf neue Systeme. Klar, gebraucht oder selbst bissl gebastelt bekommen man durchaus mehr raus^^ Dass es nicht Highend ist weiß ich auch, nur hab ich ja auch gesagt es sei für MICH total ausreichend^^ Ich investiere wenn dann erst in meiner eigenen Wohnung in ein ordentliches System und auch nur dann wenn ich unbedingt den Anspruch habe. Da ich aber nicht permanent Musik höre sondern das eher Freizeit-Allround Boxen sind bin ich damit sehr zufrieden, auch wenn gebrauchte halt besser sein können, aber sind halt gebraucht und nich jeder wird das mögen.

Aber das is natürlich alles Ansichtssache und eine Sache der "Verwöhnung"^^
 
auch wenn gebrauchte halt besser sein können, aber sind halt gebraucht und nich jeder wird das mögen.
Gerade bei Hifi kann man bedenkenlos "alte" Boxen kaufen, da sowas locker mehrere jahrzehnte hält. Ich habe in den letzten 12 Monaten mehrmals 20-25 Jahre alte Boxen für Bekannten besorgt, die sich vorher so einen Logdreck kaufen wollten. Im Endeffekt haben sie nicht (viel) mehr ausgegeben, aber eine um Welten bessere Tonqualität erhalten.


Mein Bruder ärgert sich heute noch, dass er nicht auf mich gehört hat, nachdem ich ihm für 60€ ein Pärchen nette JBl Lautsprecher besorgt habe.
Aber nein, er musste sich ja ein Jahr vorher für 70€ ein Hercules Brüllwürfelsystem kaufen. :(
 
Raptorchicken schrieb:
in nem anderen PC von mir ist n realtek ALC892 verbaut, der erscheint mir qualitativ deutlich besser als der 889 zu sein.

Die Chips selber werden sich vermutlich nicht mal großartig Unterscheiden. Der Aufbau auf dem Board macht da auch sehr viel aus, da kann selbst der selbe Chip unterschiedlich klingen. Ich hab ein Board mit einem ALC889a das ercht gut ist, aber das trifft nicht auf alle Boards mit diesem Chip zu...

Für so billige Tischhupen lohnt sich meist keine Soundkarte, aber wenn man sich gute Boxen kauft sollte man auch eine Soundkarte mit einplanen (außer man kann den Verstärker digital ansteuern per SPDIF oder HDMI)
 
Eine Soundkarte kann sich durchaus auch für günstige Lautsprecher oder Kopfhörer lohnen, so ist bei mir das nervige Rauschen bei den Creative Aurvana Live durch den Umstieg von Onboard auf eine 30€ teure Xonar DGX verschwunden.
 
Ja, bei Extremfällen ist das durchaus möglich, aber nicht unbedingt generell. Der ALC 889a auf meinen GB 790FXT UD5P ist so gut das selbst für einen AKG K530 Kopfhörer keine Soundkarte lohnt (selbst getestet mit Essence & Co.) da sie nur minimal besser klingen.

Ich hatte aber auch schon Boards mit absolut heftigem Grundrauschen und so richtig dumpf...
 
Jesterfox schrieb:
Die Chips selber werden sich vermutlich nicht mal großartig Unterscheiden. Der Aufbau auf dem Board macht da auch sehr viel aus, da kann selbst der selbe Chip unterschiedlich klingen. Ich hab ein Board mit einem ALC889a das ercht gut ist, aber das trifft nicht auf alle Boards mit diesem Chip zu...

ja das stimmt natürlich, das kann sein
 
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